Geburtstagsgeschenk

 

Sie war nervös. Heute, zum ersten Mal seit sechs Jahren sah sie ihn wieder. Sie hatte sich vorgenommen ihn zu besuchen. Einen guten, alten Freund und Mentor. Sascha von Braun war mehr als das. Er war ihr Pate und Lehrherr gewesen. Alles was sie wusste, hatte er ihr beigebracht. Und sie hatte Erfolg. Er war Banker und sie mittlerweile ein erfolgreicher Broker an der Wall Street. Heute kam sie nach Hause. Es war nur eine Stippvisite. Aber der Termin war ganz fest in ihrem Gehirn verankert. Es war sein Geburtstag. Der 8. Mai und sie hatte den Tag ihres Besuches bewusst so gewählt.

 

Sonja, seine Haushälterin hatte sie eingelassen, obwohl der Hausherr noch gar nicht zu Hause war. Aber Sonja und sie waren ja doch „alte Freundinnen". Schließlich war sie jahrelang in diesem Haus aus- und eingegangen. Und sie kannte sich aus. Wenn sie nur nicht so nervös gewesen wäre! Kein „schwarzer Freitag" an der Börse brachte sie so durcheinander, wie er. Sie liebte ihn so lange sie denken konnte. Nur er hatte es nie gewusst.

 

Das heißt! Einmal, an einer Weihnachtsfeier seines Bankhauses. Er hatte sie nach Hause gebracht und sie waren noch ein Stück an der Alster entlang gelaufen - im Schnee. Die Lichter glänzten und es war wahrhaftig weihnachtlich. Da hatte er, Sascha von Braun, sie in seine Arme genommen und geküsst. Leidenschaftlich und stöhnend vor Lust! Doch dann hatte er sich wieder gefangen. Immer hatte er sich in der Gewalt! Sie zitterte, wenn sie daran dachte. Kein anderer Mann! Keiner! Konnte in ihr solche Gefühle erwecken. Sie dachte nur an ihn - seit sechs Jahren. Seit sie ihn verlassen hatte. Seine Bank, seine Obhut! Sie begehrte nur ihn! Und heute - würde sie sich nehmen, was er ihr nicht gab!

 

Sie ging hinauf in seine Bibliothek. Es war wie damals. Der Duft, der sie umfing, erinnerte sie an lange Abende hier. Sie beide liebten diesen Raum. Sie waren füreinander geschaffen. Warum sah er es denn nicht? Aber nein, er wusste es ja! Er liebte sie genauso, wie sie ihn. Aber sie war die Tochter seines besten, verstorbenen Freundes Stefan. Er kannte sie, seit sie auf dieser Welt war. Der Gedanke hielt ihn zurück. Ihr war dieser Gedanke immer Trost gewesen!

 

Samantha sah sich um. Der Schreibtisch war schon oft Gegenstand ihrer Träume gewesen. Schwer und solide gebaut - im letzten Jahrhundert. Mit geschnitzten Löwenklauen als Füßen! Und wie üblich: Es lag nicht das kleinste Stäubchen darauf. Kein Blatt Papier, kein Stift, keine Notiz. Dabei wusste sie, dass er hier intensiv arbeitete! Sonja kam herein und brachte die große Kristallvase mit den Rosen, die sie mitgebracht hatte. Sie stellte sie auf den Tisch und zog sich zurück. Sam nahm die Vase und stellte sie auf den geheiligten Schreibtisch. Dann ging sie zum Fenster. Sie hatte sein Auto gehört.

 

Sascha stieg aus. Sie beobachtete es durch die Gardinen. Sein Anzug war makellos, obwohl heute ein heißer Tag war. Sein silbergraues Haar schimmerte in der Sonne. Sam spürte ihr Herz klopfen. Was würde geschehen? - Würde er sie rauswerfen? - Oder würde er endlich die Beherrschung verlieren? - Sie nehmen - auf dem Schreibtisch!? Als er sein Haus betrat, versuchte sie zu lauschen. Aber diese alten Villen waren solide gebaut. Sonja hatte versprochen, ihr die Überraschung nicht zu verderben.

 

Sie spähte durch den Türspalt und sah ihn die Treppe heraufkommen. Am Spiegel blieb er stehen. Auf der Konsole darunter stand ein Bild. Ein Bild von ihr. Sam hatte es als stillschweigendes Eingeständnis gewertet. Sascha nahm ihr Foto in die Hand und sah es an. Lange! Dann stellte er es zur Seite - und zog seine Rosenknospe aus dem Revers und legte sie dazu. Ihr Herz bebte. Er liebte sie! Er musste sie lieben! Oder sie würde sich grenzenlos blamieren! Aber sie musste das Risiko eingehen. Sie konnte einfach nicht mehr.

 

Sie lief zum Schreibtisch und setzte sich darauf! Gerade als er die Türe öffnete, sah sie ihn an. Sascha stand, wie vom Donner gerührt. Hatte er eine Wahnvorstellung - geboren aus seiner unbeschreiblichen Sehnsucht? „Sam!" Seine Lippen formten lautlos ihren Namen. Er schloss die Türe und ging auf sie zu. Würde sie verschwinden? Sich vor seinen Augen in Luft auflösen? Sie sah so unbeschreiblich schön aus. Ihre üppige Figur, die Rundungen, das weiße Kleid mit den goldenen Knöpfen. Nur das lange, goldblonde Haar war verschwunden. Sie hatte einen kurzen Lockenkopf. Ihre gebräunten, nackten Beine lagen auf seinem Schreibtisch! Weiße hochhackige Pumps. Er schluckte vor Verlangen. Tagträume!

 

„Hallo Sascha!" Ihre Stimme klang weich, zärtlich. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag! - Ich bin gekommen - ich musste doch kommen - heute!" Sie stotterte vor Aufregung und doch: Sie musste es tun! „Ich wollte dir dein Geschenk bringen! - Ich - bin dein Geschenk!"

 

Hatte er sich verhört? Hatte sie gesagt: „Ich bin dein Geschenk!?" Er konnte kaum mehr aufrecht stehen. Langsam verlor er die Beherrschung. Er spürte, wie heiße Begierde in ihm aufwallte. Er trat zu ihr. Sie saß vor ihm - hinreißend schön - verführerisch - und seine Hand legte sich auf ihren Knöchel. Sie streckte ihr Bein aus und seine Hand glitt an ihrer weichen Haut hinauf. „Du trägst keine Strümpfe!", flüsterte er.

 

In diesem Augenblick wusste sie es. Er war wehrlos! „Nein, ich trage keine Strümpfe! - Ich trage auch nichts Anderes - fast nichts!" Er musste sich anstrengen, um sie zu verstehen. Doch als er sie verstanden hatte, als der Sinn ihrer Worte in sein Gehirn gedrungen war, stöhnte er laut auf. Wie ein schmerzgepeinigtes Tier. „Sam! Tu das nicht!", flehte er. „Ich bin am Ende! - Ich kann nicht länger widerstehen! Nicht heute! - Wir dürfen es nicht tun! - Oh Sam!"

 

Er sah die Tränen. Ihre blauen Augen wurden türkis. Tränen glitzerten. „Bitte! Sascha, bitte! - Du weißt es doch! - Ich liebe dich! - Ich kann nicht länger - verzichten! Bitte Sascha!" Sie lehnte sich zurück und streifte mit einer Hand den weiten Rock hoch hinauf über ihre langen Beine.

 

Er konnte nicht anders. Er musste sie anfassen. Seine Hand schob den Stoff beiseite. Wie hypnotisiert sah er auf ihr blondes Schamhaar, sah ihre rosa Spalte. Seine Finger zitterten, als er sie berührte. Sam stöhnte und schloss die Augen. „Oh jaaah, Sascha!", hauchte sie und schlang ihre Beine um ihn. Sie hatte ihn erwischt in einem Traum - einem Traum von ihr. Er hatte nicht damit gerechnet, sich schützen zu müssen. Er hatte nicht mit ihr gerechnet - mit ihrer Schönheit, mit ihrer Liebe - obwohl sie in all seinen Gedanken war! Und jetzt! Was jetzt?

 

„Oh Stefan! Verzeih mir!", keuchte er und dann fiel er über sie. Seine Lippen brannten, als er sie traf. Ihre Haut, ihren Mund, den sie ihm bereitwillig öffnete. Er erinnerte sich an den schönsten Moment in seinem Leben: Den Kuss an der Alster. Er hatte getrunken und sich vergessen - für einen Moment!

 

Aber jetzt - hier! Hielt er sie in seinen Armen, presste ihren verführerischen Körper an sich und keuchte vor Leidenschaft. Er musste sie einfach haben. Dieses eine Mal konnte er nicht mehr verzichten. Und sie wollte ihn ja auch! Erst jetzt realisierte er, was sie gesagt hatte! Er war immer so bemüht gewesen, keine Gefühle zuzulassen, dass es ihm entgangen war: Sie liebte ihn!

 

„Oh Gott, Sam! Ich liebe dich! - Ich habe dich immer geliebt! - Du bist so schön! - duu!" Seine Hände streichelten ihre Beine. Ihre nackte, glatte Haut machte ihn wahnsinnig. Wie konnte er dieser zauberhaften Frau widerstehen? Er liebte sie doch so sehr! Seine Finger verirrten sich in ihrem Schamhaar. Er hörte ihr Stöhnen. Es erregte ihn, ihre Lust zu spüren. Er drang ein in diesen glühenden Spalt, der sich seinen Fingern bot und stieß zu, spürte wie sich ihr Körper spannte unter ihm. „Sam, meine Liebste!" Er trat zurück und öffnete seine Hose. Sam richtete sich auf. Sah ihn an, sah wie verrückt er nach ihr war. Sein Glied war hart und lag glänzend in seiner Hand.

 

„Oh jaah! Bitte, jaah! Sascha, komm zu mir! Bitte!" Sie bettelte wie ein kleines Mädchen. Sie wollte ihn so sehr. Sie hätte alles getan - für ihn. Als er zwischen ihre Beine trat, zitterte sie vor Begierde. Seine Hände spreizten sie auf und als seine Spitze sie traf, schrie sie leise und flehentlich. Sascha schloss die Augen und stieß zu - hinein - mitten hinein in seinen persönlichen Himmel! „Oh Gott! - Oh mein Gott, jaaah!" Seine Stimme klang geborsten. Aber er fühlte, wie sie sich unter ihm wand. Wie sie ihm entgegenkam, seine Lust steigerte, indem sie ihre Muskulatur spannte. Seinen Schwanz knetete - mit ihrer heißen Möse.

 

Niemals hätte Sascha vermutet, dass sie ihm derartige Lust bereiten könnte. Dass sie überhaupt derartige Dinge wusste?! Sie war doch sein kleines Mädchen! Nein! War sie nicht! Sie war diese unglaubliche Frau, die unter ihm wimmerte, um noch mehr von seinem Schwanz zu bekommen! Er stieß zu - rasend vor Gier, sie ganz und gar zu besitzen. Sie war sein! Sie gehörte ihm. Nur ihm allein! Sie war sein alles! Sein ganzes Sein hatte immer nur sie bestimmt und jetzt hatte er alles, was er immer erträumt hatte. Seine Sam - Mädchen, Kind, Frau, Geliebte, Mutter und Schwester - das ganze Himmelreich!

 

Seine Finger suchten ihre Liebesperle. Im Augenblick war ihm die Sünderin am Liebsten. Er massierte den empfindlichen Kitzler und als sie ihn noch tiefer in sich schob, war er angelangt - zu Hause - bei ihr! Sascha schrie auf: „Meine Sam!" Und kam in ihren Armen. Sie umschlang ihn mit Armen und Beinen, hielt ihn und versuchte gleichzeitig wieder Luft zu bekommen. Sie konnte ihn nicht loslassen. Sie brannte vor Glück. Sie hatte seinen Widerstand bezwungen. „Sascha, mein Sascha! Ich liebe dich!", flüsterte sie. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!"

 

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