CS*


Er konnte sie nur oberhalb des Schreibtisches sehen

- im Monitor, aber das genügte.

Denn schließlich sah er ihre Augen.

Sie sagten ihm alles, was er wissen musste:

Sie waren verbunden im Geist - in Gefühl.

„Ich weiß genau, was du jetzt möchtest!“

Erschrocken öffnete sie ihre Augen weit,

als würde ihr erst jetzt bewusst, dass er sie ansah.

„Woher willst du das wissen?“, fragte sie unsicher.

„Ich lese es  - in deinen Augen!“,

flüsterte er zärtlich.


Erschauernd schloss sie die Augen - bot ihm ihr leidenschaftliches Gesicht.

Sie wollte ihn ja!

Alles in ihr sehnte sich nach ihm.

Sie musste sich nicht berühren, um zu wissen, wie es um sie bestellt war. 

Die Flutwelle der Lust stieg unaufhörlich.


„Ich möchte dich küssen.“

Er stöhnte.

Sie wollte ihn - und doch trennte sie eine ganze Welt.
„Weißt du, wo ich dich küssen möchte?“

Sie sah ihn an.

Ihre Augen - blau - von magnetischer Leuchtkraft.

Ja, sie wusste es!

Sie wusste, wo er sie küssen wollte - aber sie schwieg.

Sah ihn nur an.


„Deine Lippen - möchte ich küssen.“

Sie wurde rot.
„Deine - glatten Lippen!“,

wisperte er.

„So schön rot - und fest - und weich!“
Sie stöhnte.

Wieso machte sie das so an?

Wieso schaffte er es, sie so verrückt zu machen?

Was war es, das sie so sehr anzog, so faszinierte?

Wieso war alles was sie noch denken konnte:

„Ja, bitte, ja!“


Hingebung.

Alles was sie wollte, war sich ihm schenken.
Sie sah ihn an.

„Liebling!“


Auch sie konnte ihn nicht völlig sehen - nur bis zur Taille.

Und doch.
„Spürst du mich?“

- Was für eine Frage? -

Ja, oh ja!

Sie spürte ihn, spürte, wie ihre Lippen sich öffneten - für ihn.

Sie schwamm in Lust, ertrank in wildem Verlangen nach ihm.


Sein Oberkörper bewegte sich - nur ganz sachte.

Leise vor und zurück.

Er tat es!

Sie war sich auf einmal ganz sicher.


„Ich kann dich fühlen!“, stöhnte er.
Nein, er wollte es nicht verbergen - verbergen vor ihr!

Er tat es.

Und er wollte, dass sie es wusste.


Und bei ihm - nur bei ihm - wollte sie es wissen.

Der Gedanke machte sie lüstern.

Der Gedanke, dass er sich selbst befriedigte - mit ihrem Bild vor Augen.

In dem Wissen, dass auch sie ihn begehrte.


„Jaah!“, stöhnte sie.

„Jaahhh!“

Und dann schaltete sie ihren PC ab.

           

                                                                                                            

*CyberSex

 

 

© BvS

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