Matthäus 4, 10


oder

 

Die Autorin des Teufels

 

Diese Geschichte stammt aus meiner Zeit bei EzN und ist eine Antwort auf das bitterböse Posting eines "Paters", das meine geschätzte Kollegin Anita Isiris und ihre Geschichte "Maria Grazias Beichte" der Inquisition und der Hexenverbrennung überantwortete.

 

***



Da saß er nun - vor seinem Monitor und surfte. Er wusste schon jetzt wohin ihn dieser dämliche Computer führen würde. Denn es war jedes Mal das Gleiche. Er hätte darauf schwören können - und es war eigentlich gar nicht seine Schuld - oder doch? Es gab da eine Seite, die ihn anzog, wie die Motte das Licht. Und sein Laptop kannte die verschlungenen Pfade, die dorthin führten, wie ein alter Gaul den Weg zu seinem heimischen Stall. Und er führte ihn hin. Jeden Abend - immer wieder! Obwohl er sich jeden Morgen schwor: Niemals wieder! Er hasste seinen Laptop! Er hasste diese Seite! Er hasste diese „Schreiberlinge“, die solchen Unrat fabrizierten! Und er verschlang jede einzelne Zeile, die dort geschrieben stand.


Er war ein Feigling und ein Schuft! Er wusste es. Er sündigte! Jeden Abend aufs Neue - und er hasste sich dafür. Aber er konnte es nicht lassen. Wenn er auf seiner Kanzel stand, da predigte er Feuer, gegen die Unzucht. Gegen diesen schamlosen Sex, gegen die Lust, die überall offen zur Schau gestellt wurde - und die ihn verdammt noch einmal - in Versuchung führte. Er war doch gerne Priester! Er war es aus Überzeugung und er half den Menschen. Nur in gewissen Momenten hasste er - ja was? Die Versuchung? Die schönen, verlockenden Körper der Frauen? Diese aufregende Vorstellung, er könnte ...? Diese unglaublichen Geschichten, die ihn so anregten, die seine Phantasie reizten - und nicht nur seine Phantasie? Wieso nur führte ihn sein Weg durch die Tiefen und Untiefen des Äthers immer und immer wieder dorthin? In die Niederungen der Sünde?


Er wurde so verrückt, wenn er diese Geschichten las. Sehnsüchte, die er nicht haben durfte, überfielen ihn. Ein tiefes Verlangen, das er aber dennoch ausleben wollte. Er sehnte sich danach. Wenigstens in heimlicher, einsamer Lust - versteckt zuhause in seinen eigenen vier Wänden! Wenn er sich die Dinge vorstellte, die er gelesen hatte - auf dieser verfluchten Internetsite, die er doch niemals hätte finden dürfen - und die dennoch in seinem Kopf so fest verankert war, wie der Zölibat.


Wenn das so weiterging, würde er dem Wahnsinn anheim fallen. „Weiche von mir...!“ - Mit jeder Geschichte, die er las, wurde er süchtiger. Jedes Mal, wenn ihm sein unbotmäßiger Körper zeigte, dass er nicht Herr war im eigenen Haus, wurde er wütender - auf sich und auf sie. Diese Autoren des Teufels! Die, die sein Begehr so genau trafen, dass er gar nicht anders konnte, als reagieren!


Schließlich war er ein Mann in seinen besten Jahren. Pater Cyprian war 55 Jahre alt, groß und massig von Gestalt, mit dunkler Lockenmähne. Ein kraftstrotzender Mann, dem die Frauen durchaus gerne nachblickten und nicht nur das. Sie sahen ihm auch tief und verführerisch in die Augen und - recht auffällig  - auf andere exponierte Körperteile, die dann auch prompt reagierten. Außerdem war er  - am gegenteiligen Ende - mit einem Kopf gesegnet, dass ihn manche Leute Petrus nannten. Ein Charakterkopf eben.


Nur sein Unterleib war gar nicht „Petrus-mäßig“. Er quälte ihn mit seinem Verlangen nach der Sünde. - Aber vielleicht hatte auch Petrus dieses Verlangen gekannt? Dieses ziehende Gefühl in seinen Lenden, das erfolgreich verhinderte, dass er seine Gedanken auf Gott richtete. Diese Sehnsucht nach aufregender Weiblichkeit. Nach weicher, anschmiegsamer Haut, nach zärtlichen Lippen, nach aufregenden Schenkeln, die sich ihm öffneten. „Oh Herr, hilf!“


Durfte so etwas sein? Solche Gefühle? Solch lüsterne Gedanken und Wünsche?
Durfte man wirklich nicht einmal in Gedanken nachvollziehen, was andere ohne Reue und völlig schamlos  täglich genossen? Er jedenfalls konnte es nicht verhindern. So sehr er es auch wollte. Seine Gedanken konnte er nicht in Zaum halten. Seine Phantasien waren wie Wildpferde, die mit ihm durchgingen - die ihn umrissen und niedertrampelten. Er konnte ihnen nicht Einhalt gebieten. Er hatte um die Kraft dazu gebetet - aber sie war ihm nicht zuteil geworden.


Aber war es ein Wunder, dass ihm der Herr nicht beistand - in dieser Versuchung? Er fand ja auch immer wieder den verbotenen Weg zu dieser vermaledeiten Seite - zu heimlicher Lust! Das aufregende Verlangen seines Leibes war seine Strafe. Die Strafe für seine Schwäche! Für die wild aufschäumende Lust seines so überaus maskulinen Körpers.


Und doch - manchmal - ganz in Geheimen - tief in seiner Seele, an einer Stelle, die er bei klarem Verstand niemals wieder finden würde - da war er sogar ein klein wenig stolz - auf seine Männlichkeit. Stolz auf die bewundernden, begehrlichen Blicke schöner Frauen, die zu ihm kamen, um ihm ihr Herz auszuschütten. Die ihm ihre sündigen Wünsche auch noch offerierten. Ihm ihre Begierden - ihre Lust - zu Füßen legten. Er brauchte sie nur aufzuheben. Oh Gott! Einen Harem könnte er haben!


Solche Gedanken! Schande! Schande über ihn! Und doch dachte er so - manchmal. Er würde es keinem Menschen eingestehen. Und dann, wenn es dunkelte, dann schlich er sich still und leise - auf verbotenen Pfaden zu einer gewissen Internetsite. Diese nächtliche Versuchung - seine persönliche Teufelsqual. Verlockungen des Bösen! Und er erlag ihr allabendlich - im Schein einer Kerze. Nicht einmal die Lampe konnte er ertragen. Er versteckte sie so gut es ging - seine geheimen Begierden. Sogar vor sich selber.


Aber widerstehen konnte er doch nicht - den Lockungen des Fleisches - des weiblichen Fleisches. Rund und fest, weich und so sanft. So harmlos erscheinend. Geschaffen um das Werk Gottes zu tun - Kinder zu empfangen - zu gebären - Babys zu nähren. Und er sah ganz andere Dinge in seinem Geist. Er sah pralle Brüste - an denen er seine Gier stillte.


Warum war er immer wieder hier? Kam immer wieder? Diese Seite war Teufelswerk! War Versuchung der tiefsten Hölle! War er eine Motte, die fasziniert um die leuchtende Flamme flatterte - solange bis sie ihr zu nahe kam? So lange bis sie verglühte? So lange bis ER verglühte - in der beißenden Glut seiner eigenen Lüste? -


Denn wenn es Nacht wurde, zog es ihn mit aller Macht zu seinem Computer. Er vermochte Wege zu finden, die niemand dokumentieren konnte. Nein! Seine Sekretärin würde es nicht sehen können - würde nicht wissen, welch frivolen Gedankenspielen sich ihr Pater hingab - des nachts - wenn er alleine war. In seinem Computerverlauf würde nur eine harmlose Suchmaschine stehen. Wer konnte schon wissen, was er in Wahrheit gesucht hatte? - Dass er in Wirklichkeit heiße Geschichten suchte, die seinem Verlangen Vorschub leisteten - wer konnte das ahnen? Und auch hier hatte er eine gewisse, spezielle Vorliebe. Eine ganz bestimmte Autorin hatte es ihm angetan.


Sie war eine Schönheit. Dieses aufregende, dunkle Antlitz, das ihre Biographie schmückte. Die schlanken, bloßen Schultern. Nackt bot sie sich ihm dar! Ihre schwarzen Augen sahen ihn an - herausfordernd. Als wolle sie sagen: „Ja! - Es ist nur für dich!“ Und sie bekannte ganz offen, dass ihr Sinnen und Trachten darin bestand ihn zu reizen - ihn allein. Ihn so lange aufzugeilen, bis er verrückt wurde. Das war es, was sie wollte - was sie anmachte. Sie wurde genauso lüstern davon, wie er. Sie gestand es in ihrer Biographie: Anita Isiris! - Sie hatte den Teufel im Leib. Davon war er überzeugt. Er brauchte nur das “I“ aus ihren Vornamen entfernen und das „S“ ihres Nachnamens hinzufügen und schon hatte man ihren wahren Namen: „Satan“.


Zu dieser verführerischen Schönheit kehrte er Abend für Abend zurück - zu dieser sündigen Hexe, die seine Sinne verwirrte. Und dann, eines abends traf sie ihn mitten ins Herz. Sie kannte ihn - durch und durch. „Maria Grazias Beichte“ war für ihn - über ihn geschrieben! Vor seinen geistigen Augen sah er sie knien, dieses sündige Weib. Sie war es! - Anita! Sie kniete vor ihm - in seinem Beichtstuhl. Sah ihn an - mit großen Augen. Und er las:


„Die junge Italienerin fasste den Schaft des Riesenorgans vor ihr und schob es sich zwischen die Lippen. Pater d’Ambrosio drehte beinahe durch: Dieses zweifellos hochanständige und unschuldige Mädchen umschloss soeben mit ihrem Schmollmund sein Glied und reizte gleichzeitig mit der Zunge seine empfindliche Penisspitze. Mit der rechten Hand (was für eine zartgliedrige Hand das war!) massierte sie seinen Hodensack, der schwer herabhing. Der Pater wollte aber keinesfalls in ihrem Mund kommen. Er wollte mehr.“


Sein Schwanz war inzwischen ebenfalls zu einem „Riesenorgan“ angewachsen. Er pulsierte unter seiner Soutane. Wenn er sich vorstellte, dass er ihn dieser Hexe zwischen ihre roten Lippen stieß, würde auch er durchdrehen. Mein Gott, machte ihn diese Geschichte an. Er durfte nicht daran denken - und doch konnte er nicht aufhören zu lesen. Diese süße Maria Grazia mit ihren entzückenden Söckchen und dem nackten, runden Arsch - dieses unschuldige Kind. - Er würde es ihr schon zeigen! Ihn mit ihrer Unschuld zu verführen!


„Der Pater streckte die Hand aus und berührte vorsichtig die Stelle, an der Maria Grazias Schamlippen zusammentrafen. Er streichelte sie ein paar Mal – und spreizte dann mit Mittel- und Zeigefinger ihre Venus. Er wollte unbedingt ihr feuchtes blassrosa Loch sehen, die Stelle, von der seit Jahrtausenden Sünde ausging.“


Oh ja, das wollte er. Nichts wollte er sehnlicher! Sein Geschlecht vibrierte - machte ihn wahnsinnig vor Gier. Und jetzt - endlich - musste er zufassen. Stöhnend fühlte er Maria Grazias Finger an seiner Eichel - ihre Zunge.


„Ich werde Dich jetzt segnen, Kind.“ Er benetzte seine Hand mit etwas Weihwasser, befeuchtete Maria Grazias Pobacken und betupfte mit dem kostbaren Nass ihr Geschlecht. Dann konnte er sich nicht mehr beherrschen. Seine zurückgehaltene und oft unterdrückte Manneskraft drängte ihn.“

 

In seinen Gedanken kniete sie vor ihm: Anita! Es war ihr kurzer Rock, den er ihr über glatte Schenkel hinaufstreifte. Es waren ihre Backen, fest und weißhäutig, die zum Vorschein kamen. Was für ein geiler Hintern! Er musste es einfach tun.
Er musste sie jetzt ficken - ihr „blass-rosa Loch“, die Stelle der Sünde! Sie wollte es doch. Nur darum kniete sie hier - vor ihm - im Beichtstuhl. Sie wollte seinen Schwanz tief in ihrer gierigen Möse!


„Sein stattlicher Penis suchte sich den Weg zu Maria Grazias Flaschenhals wie von selbst. Sie war sehr eng gebaut, aber dehnbar. Beim Eindringen musste er ein wenig Druck ausüben. Der Schwanz des Paters wurde zu einem gewissen Grad komprimiert und flutschte dank Maria Grazias Säften tief in ihr Inneres. Ihre Mösenmuskeln umklammerten seinen Schweif wie eine kleine Faust.“


Cyprian stieß zu. Stieß in seine Faust und stöhnte laut in heißer Begierde. In seinem Kopf vögelte er Anita, die Hexe. Die, die verbrannt werden sollte - weil sie Männer wie ihn in Versuchung führte. Und die größte Hinterlist war, dass es tatsächlich Mädchen gab, wie Maria Grazia und dass sie so unschuldig waren, wie frisch gefallener Schnee - und dass sie gerade durch ihre Unschuld Männer zur Sünde trieben. - Er hasste sie. Sie wusste es. Anita kannte die Wahrheit! Sie wusste wer die Schuld trug! Verbrennen sollte man sie, dieses geile Miststück!


„Sie begann zu stöhnen, so dass er ihr mit der einen Hand den Mund zuhalten musste. Mit der andern grapschte er gierig nach ihren Brüsten. Pater Nico d’Ambrosio hatte vollkommen die Beherrschung verloren. Dabei hatte er dem sündigen Kind, das ihm seinen festen runden Hintern entgegenstreckte, doch nur die Absolution erteilen wollen.“


Hatte er das wirklich gewollt, der gute Pater d’Ambrosio? Ihr nur die Absolution erteilen? - Der vielleicht! - Aber er selber - Cyprian? Mit einem erstickten Schrei ergoss sich sein heißer Strahl der Lust über seinen Laptop.


Keuchend lehnte er sich zurück. Jetzt hatte er seine Strafe. Es würde länger dauern, als drei "Vater unser" die Tastatur so zu säubern, dass seine Sekretärin nichts bemerkte - viel länger! Und außerdem konnte er Anita jetzt nicht seine unverblümte Meinung schreiben - dieser Hexe, dieser vermaledeiten. Das hatte sie absichtlich gemacht. Ganz sicher!


Aber vielleicht war sie auch genauso unschuldig wie Maria Grazia in ihrer Geschichte, und er hasste sie nur deshalb, weil er nicht von ihr lassen konnte? Sie führte ihn in Versuchung - und er konnte nicht widerstehen. Wer von ihnen beiden beging denn nun die größere Sünde? Das war wirklich die Frage!

 

Er würde sie demnächst seinem Bischof stellen - bei der Beichte!

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?


Die fett gedruckten Zeilen sind Zitate aus der Geschichte "Maria Grazias Beichte" von Anita Isiris. Mit freundlicher Genehmigung.