Das Netz

oder
Kennen Sie Erozuna?


- für C. und V. -



Wissen Sie was das ist? Nein? Es ist kein Krimi von Edgar Wallace. Aber mindestens genauso spannend. Ein weltumspannendes Netz der Kommunikation! Jeder trifft jeden! Oder zumindest fast. Einsamkeit wurde abgeschafft! Oder zumindest fast! Und irgendwann - ja - irgendwann trifft man auf: EROZUNA!


Haben Sie schon einmal von Erozuna gehört? - Nicht? - Wie schade! „EROtisches ZUr NAcht!“ Jeder sollte das kennen. Dieser Ansicht waren zumindest Irina und William. Und das hatte natürlich gute Gründe! Irina und William verband etwas - etwas ganz Besonderes - und das war ihr Hobby. Aber nicht nur das! Es gab noch etwas anderes Verbindendes - aber das hatten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht entdeckt.


Noch war es nur ihr Hobby, das sie gemein hatten. Wie gesagt, es war ein besonderes Hobby. Nicht jeder hatte so ein Hobby! Nein! Beileibe nicht! Man konnte es nicht einmal jedem erzählen, denn es war schließlich schon etwas anrüchig. Irina und William verband ihre Liebe zu Märchen. Finden Sie das seltsam? Ja! - Aber das war es nicht alleine. Denn sie erfanden ihre Märchen selber - sie schrieben Märchen! EROTISCHE Märchen!


Das war ihrer beider Geheimnis - ihre anrüchige, heimliche Beschäftigung! Und Erozuna war die Plattform im Internet, die es ihnen ermöglichte, ihre Märchen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Irina lebte in NordRheinWestfalen und William in Berlin, aber sie kannten natürlich die Geschichten der anderen! Und sie fanden sie sehr anregend - die heißen Märchen der „Kollegen“. Zumindest manche. Es gab schließlich nicht so sehr viele gute Erotikschreiber! - Oh nein!


Manche Leute glaubten ein paar obszöne Worte - zusammen gesetzt zu einem nicht so sehr sinnvollen Satz - und fertig wäre die Erotik. Manche meinten, es genüge geil zu sein und irgendwelche dümmlichen Phantasien zu Papier zu bringen - und das wäre es dann! Aber das war es eben nicht. Man brauchte etwas Besonderes. Man brauchte Talent - eine Gabe für die Sprache und ein Gefühl für Erotik. Und sie hatten es - alle Beide!


Was sie alle beide nicht hatten - leider! - war ein Partner. Alle ihre wunderbaren, erotischen Märchenereignisse erlebten sie ausschließlich in ihrer Phantasie. Und dann kam der Tag, an dem Irina ein „fremdes“ erotisches Märchen las. Ein zauberhaftes, sehr anregendes Märchen. Es erzählte von der sehnsüchtigen Phantasie eines Gastes, dem eine junge Kellnerin so sehr gefiel. Mit dezenten und doch überaus anregenden Worten, träumte der offenbar männliche Autor diese schöne Frau in seine Arme.


Donnerwetter! Das war mal ein Mann, der nicht gleich aufs Ganze ging. Der nicht jetzt und hier puren Sex wollte! Irgendwie hatte er eine träumerische Ader. Irina war begeistert. Diese Art eine erotische Liebesgeschichte aufzubauen, kam ihrer eigenen romantischen Ader so sehr entgegen. Gab es solche Männer tatsächlich? In ihrem Leben war ihr noch keiner begegnet. Begeistert las sie weiter.


Nein! Es wurde keine heiße Sexgeschichte daraus. Obwohl ihr schon immer heißer wurde. Sie stellte ihn sich vor, den Mann, der da vor ihr saß - in der Kneipe. Versetzte sich hinein in diese Story - in die Bedienung. Sie fragte „ihn“ nach seinen Wünschen. Immer mehr wurde sie in die Geschichte hineingezogen - ließ sich in ihr versinken. Sie „sah“ seine geheimnisvollen Augen, die jede ihrer Bewegungen verfolgten. Sah das kurze, begehrliche Aufblitzen, wenn sie in sein Blickfeld kam und träumte mit der süßen Kellnerin sie und er ...!


Nein! Sie bekamen sich nicht, die beiden! Aber Irina konnte die Begierde spüren - die eigene und die der beiden Protagonisten. Die träumerische Hingabe an heiße Sehnsüchte. Das war wieder so ein Moment, in dem sie sich einen Mann wünschte, an ihre Seite, in ihr Bett - aber auch in ihr Herz. Was für eine Geschichte! Sie hatte sie aufgewühlt - erregt! Wie der Mann wohl sein mochte, der dieses Märchen ersonnen hatte? So hinreißend rücksichtsvoll wie sein Geschöpf?


Offensichtlich war er zartfühlend. Natürlich wollte auch er, dass sie sich fanden, die Beiden! Natürlich würde auch er heißen Sex genießen. Aber das wollte sie ja auch! Sie war eine leidenschaftliche Frau. Sie wollte die Lust ihrer Körper - aber nicht „leblos“ - nicht ohne ihr Herz, ihre Seele! Irina wollte „ihm“ alles schenken - dem Einen! Ihr ganzes Sein. Sie wollte ihm heißen Sex geben - und zarte Liebe. Körper - Geist - und Seele! Aber bisher hatten die Männer in ihrem Leben genau das nicht gewollt!


Die ganze Nacht konnte sie nicht schlafen. Sie dachte nach, sie grübelte! Wie war er - im wirklichen Leben? Immer mehr verschwamm das Bild des Gastes mit dem seines Schöpfers. Vielleicht hatte er sich selbst beschrieben? Eigentlich war Irina nie besonders neugierig gewesen. Jetzt hätte sie brennend gern mehr gewusst - über diesen Mann. Ob sie ihm schreiben sollte? Mitten in der Nacht stand sie auf und fuhr ihren Computer hoch. Sie las seine Biographie. Bei Erozuna gab es eine Seite für den Schriftsteller.


Aber er hatte diese Seite nicht genutzt, um sich zu beschreiben. Er beschrieb ein Lebensideal. Und sie war jetzt genauso schlau wie vorher. Sie würde ihm schreiben! - „Lieber großer Unbekannter!“ Nein! So ging das nicht. Das hörte sich blöd an. Was konnte sie schreiben? „Ich wüsste gerne wie du bist?“, oder „Ich würde dich gerne treffen, denn ich habe das Gefühl, wir kennen uns!“ Auch nicht! Das war alles blöd! Obwohl es natürlich alles stimmte. Zwei Stunden saß sie vor ihrem PC und las seine Geschichte - immer und immer wieder. Schließlich klickte sie auf seine mail-Adresse und als das Fenster aufging, schrieb sie: „Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte!“, und schickte die Nachricht ab - bevor sie sie wieder löschen konnte. Sie legte sich wieder in ihr Bett. Gut! Sie hatte ihm ein Kompliment gemacht: Das war doch in Ordnung. Die Geschichte gefiel ihr - also! Jetzt konnte sie endlich schlafen.


Als sie am anderen Morgen in den Computer sah, blinkte es ihr fröhlich entgegen. „Sie haben Post!“ Ihre Laune stieg. Doch dann öffnete sie ihre mail. Da stand nur ein einziges Wort - und das konnte man eigentlich nicht als Wort bezeichnen: „Hä?“ War das die Antwort von diesem sensiblen, eloquenten Mann, den sie in ihrem Geist vor sich sah? Das konnte doch wohl nicht sein! Oder doch? Oder wusste er einfach nicht wovon sie sprach? Vielleicht hatte er ja mehrere Geschichten in verschiedenen Plattformen veröffentlicht? Also beschloss sie, ihm noch eine zweite Chance zu geben sie kennen zu lernen. Und dieses Mal war er doch gleich viel freundlicher. Er freute sich wirklich über das Lob einer „Kollegin“.


Außerdem hatte er sich natürlich sofort eingeklinkt und „nachgelesen“ was sie so schrieb. Und das schien ihn schon auch zu inspirieren. Die mails flogen hin und her!


Als er schrieb: „Ich versuche mir ein Bild von dir zu machen!“, wurde sie neugierig. Sie war gespannt, wie er es anfangen würde. Und so fragte sie: „Wie sieht dein Bild aus? Ich werde es korrigieren!“ - Sehr geschickt ging er darauf ein: „Oh, das ist schwer!


Eine junge Frau - Anfang/Mitte dreißig? - Sehr weiblich, sinnlich... - Eher Kleider als Hosen? - Eher farbig als grau in grau? - Eher kurze als lange Haare? - Eher wild als brav? - Nicht knochig-dürr, sondern weiblich-sanft? - Den Genüssen des Lebens zugeneigt (gutes Essen, Wein, Kultur, Musik ...). - Beim Sex eher romantisch, als aggressiv? - Lieber zärtlich, als dominant-devot? - Lieber küssen und streicheln, als schlagen und beißen? - Aber vielleicht irre ich mich ja auch?!?“


Donnerwetter! Er war wirklich gut! Oder hatte er beschrieben, was er gerne gehabt hätte? Auf jeden Fall beeindruckte sie schon die Art und Weise, in der er dieses Problem löste. Er hatte nichts behauptet, er deutete nur eine Tendenz an - und die stimmte - zumindest fast!


Und dann schrieb er: „Darf ich dir meine neue Geschichte schicken? Ich meine - bevor ich sie ins Netz stelle?“ Irina war gespannt wie ein Flitzebogen. Natürlich wollte sie diese Geschichte lesen. Und was dann kam, versetzte sie schon wieder in Erstaunen.


Eine sehr sanfte Geschichte! Sanft und aufregend zugleich! Die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die einander noch fremd, eher zufällig nebeneinander in einem Kino saßen und durch die Handlung auf der Leinwand so animiert wurden, dass sie ihre Lust nicht mehr völlig zu verstecken vermochten. Eigentlich wurden sie zu Komplizen in ihrer Erregung. Mehr geschah nicht. Die Beiden waren nur verbunden durch die gemeinsamen Gefühle und durch ihr Wissen um die Erregung des Anderen. - Für den Fall, dass er damit etwas andeuten wollte, war es ihm gelungen.


Wenn sie an ihn dachte, wurde ihr schon wieder heiß. Genauso, wie damals, als sie seine Geschichte las. Vielleicht war er ja wirklich derjenige welche? Auf jeden Fall brachte er sie dazu, recht kurzatmig zu werden. In gewisser Hinsicht, war es genauso, wie bei den beiden in seiner Geschichte. Sie kannten sich nicht und waren doch verbunden durch ihre aufregenden Geschichten. Komplizen der Lust. Wenn er jetzt bei ihr gewesen wäre ...!


Vielleicht sollte sie ihm ja auch eine Geschichte schreiben? Aber zuerst schrieb sie ihm, wie gut sie seine Story fand - wie anregend.  „Möchtest du noch eine?“, kam prompt seine Antwort. - „Klar!“ Und ob sie wollte! Diesmal kam eine durchaus heißere Phantasie. Und! Sie war in der ich-Form geschrieben! Wer war da wohl das weibliche „Du“? Ob er sie meinte? - Auf jeden Fall fühlte sie sich angesprochen.


Und ihre Post wurde immer aufregender, aber auch immer inniger. Zumindest hatte Irina dieses Gefühl. Und irgendwann - sie wusste gar nicht mehr wie es dazu kam - hatten sie beschlossen sich zu sehen. Er würde kommen - zu ihr in ihre kleine, süße Wohnung - und sie besuchen. Und das ganz und gar ohne irgendwelche Voraussetzungen! Ohne Erwartungen - ohne Zwang und - ohne Sex!


Dabei wurde ihr schon flau in der Magengegend, wenn sie nur an ihn dachte. Wenn sie die Geschichten las - und sie las sie oft! - dann glaubte sie, ihr heißes Blut durch die Adern toben zu spüren. Sie kochte gewissermaßen im eigenen Saft. Wenn ihre Haut einfach aufgeplatzt wäre, es hätte sie nicht gewundert. Sie war empfindsam wie nie. Wenn sie nur die Hand flach auf ihre Brust legte, fühlte sie gierige Spitzen, die sich in ihre Handfläche bohrten. Eigentlich hatte sie nur eine Sehnsucht: Diesen Mann! Zärtlich und heftig - spüren tief in ihrem Körper! Und doch sollte es ohne Sex sein - dieses Mal! Puuuhhh! Ob sie das aushalten würde? Ob er das aushalten würde? Ob sie es überhaupt noch wollte? Na ja, man würde sehen!


Und dann kam der Tag der Tage: Freitag, der 13te! Auch das noch! Irina hatte ein Nest gebaut. Ihre Schlafcouch stand in einer Ecke des Raumes - und in der anderen Ecke lag ein großes, dickes, aufblasbares Gästebett . In die Mitte des Raumes hatte sie ein niedriges Tischchen gestellt und darauf gab es alle möglichen Köstlichkeiten. Und weil sie nicht wusste, was er mochte, hatte sie sich etwas einfallen lassen.


Es gab da Lachs und Shrimps, Parmaschinken mit Melone, Spargelröllchen mit gekochtem Schinken, verschiedenen Käse, Schalen mit Früchten, Trauben, Bananen, Erdbeeren, Ananas, Nüsse und als Nachspeise eine große Schüssel Mousse au chocolat. Was er wohl gerne trinken würde? Sie ließ ihm die Auswahl: Sekt - ihre Lieblingsmarke, weißen Bordeaux und einen klassischen Merlot. Nur Bier befand sie als zu profan!


Irina war soo nervös! Würde er so sein, wie sie ihn sich erträumte? Würde sie ihm gefallen? Würden sie sich verstehen? Oder wäre das Ganze ein totaler Flopp! Eine dämliche Schnapsidee? - Sie zumindest hatte alles getan - für ihr erstes Treffen.


Sogar ihr Outfit war perfekt. Sie hatte so lange gegrübelt. Was sollte sie anziehen? Sie  hatten sich versprochen: Kein Sex! Also konnte sie doch nicht in supersexy Strümpfen und Straps aufwarten - obwohl es ihm sicher gefallen hätte! - Vielleicht?! - Aber allzu brav wollte sie auch nicht! Das wäre sie nicht gewesen - nicht echt! Außerdem wollte sie ihm ja gefallen! Also hatte sie sich entschieden. Sie trug einen engen, roten Rock und ein weißes - bauchfreies T-shirt. Auch die Unterwäsche durfte nicht zu gefährlich sein. Schließlich hatten sie ja beschlossen ....! - Schei...! Also hatte sie sich für einen zarten, weißen Bustier entschieden und nachdem der Rock sehr eng war, für einen winzigen, weißen String. Auf Strümpfe hatte sie ganz verzichtet. Ihre langen, wunderschönen Beine würden ihre Wirkung auf ihn nicht verfehlen - zumal wenn sie die hohen, roten Pumps trug.


Als sie dann auf dem Bahnsteig stand und von einem Bein auf das andere trat, konnte sie ihre Neugierde kaum mehr beherrschen. Wo blieb er denn bloß? Sie sah sich um. Der Zug war doch schon da! Ob er in letzter Sekunde gekniffen hatte? Langsam leerte sich der Bahnsteig und die Enttäuschung stieg in ihr hoch. Noch fünf Minuten würde sie warten, dann konnte sie heim gehen. Alleine! Aber plötzlich spürte sie zwei Hände, die sich sanft über ihre Augen legten. Sie lächelte!


William stand hinter ihr. Er schob sich ganz dicht an sie heran und Irina spürte seinen warmen Atem an ihrem Hals. Eine Gänsehaut überzog ihren Körper. „Wie schön du bist -“, flüsterte er, „und wie gut du duftest!“ Seine Hände glitten über ihren Hals, streiften ihre Schultern, die Arme hinab und dann umschlang er ihre Taille und hielt sie fest. Und Irina fühlte sich so wohl in seinen Armen. Es würde ein wunderbares Wochenende werden - sie hatte es im Gefühl. „Herzlich willkommen in meinem Leben!“, murmelte sie und dann drehte sie sich um und küsste ihn zärtlich.


Wow! War das ein Gefühl! Als krabbelte eine Ameisenarmee über ihren Bauch - immer höher hinauf. Sie spürte, wie sich ihre Brüste  strafften. Und seine Blicke - genau in diese Richtung - taten ein Übriges. „Was tun wir jetzt?“, fragte er leise. Irina lächelte. „Ich lade dich ein. Komm, wir gehen essen!“ Sie griff nach seiner Hand und zog ihn zum Ausgang.


Irina führte ihn in den botanischen Garten. Es war so herrliches Wetter und eigentlich war es ein Tag, um im Freien zu sein. In ihrem Auto hatte sie einen Picknickkorb und als sie sich auf ihrer Decke am See niederließen, kam sie endlich dazu ihn anzusehen. Wie groß er war! Größer als sie ihn sich vorgestellt hatte. Sein dunkles Haar glänzte in der Sonne. Auch seine hohe Stirn gefiel ihr. Ihre Blicke streichelten seinen Körper. So stellte sie sich einen Mann vor. Nicht so eine halbe Portion, wie die Anderen. Und diese Augen erst. Er strahlte sie an, als sei sie sein Weihnachtsgeschenk.


Sehr zufrieden servierte Irina ihre gebratenen Hühnerbeine und den Apfelcidre. Dass ihr enger Rock in dieser Stellung immer höher rutschte war Zufall - ein sehr willkommener! Dieses „Geschenk“ würde er sehr gerne auspacken - so viel war sicher! Aber zunächst unterhielten sie sich - und sie hatten sich so viel zu erzählen. Eigenartigerweise waren sie sich so vertraut, als würden sie sich schon lange kennen. Was ein paar mails so anstellen konnten!


Die Zeit verging so unglaublich schnell! Der Nachmittag war vorbei und sie bemerkten es erst, als sie beinahe nichts mehr sehen konnten. Es war bereits 10 Uhr und die Dunkelheit hatte sich angeschlichen, wie ein sehr geübtes Raubtier. Sie beide hatten jedenfalls nichts bemerkt. „Und jetzt?“, fragte William zum zweiten Mal an diesem Tag. Es war gut, dass er zu ihr gekommen war, so blieb ihr die Entscheidung, was zu tun sei. Irina stand auf und reichte ihm die Hand. „Es wird Zeit, dass du mein zu Hause kennen lernst.“


Natürlich hatte sie alles auf Hochglanz gebracht für ihn - trotzdem war er sichtlich überrascht. So heimelig hatte er es sich nicht vorgestellt. Diese Frau gefiel ihm immer besser. Sie war hübsch - nein, eigentlich war sie nicht bloß hübsch! Sie war schön. Ein ganz besonderer Typ. Ausgefallen! Ihr rotes Wuschelhaar passte so gut zu ihrem Wesen. Süß und ein klein bisschen hexisch! Und sie war gescheit. Man konnte sich mit ihr unterhalten - über Gott und die Welt. Wo war nur dieser Tag geblieben? Es hatte keine Sekunde Langeweile gegeben! Er war jedenfalls hoch gespannt, wie es weitergehen würde.


Irina hatte innerhalb kürzester Zeit ihr „Büffet“ aufgedeckt - und dann saßen sie sich gegenüber - ziemlich weit auseinander und sahen sich an. Ob das wirklich die passende Sitzordnung war? Er hätte schon etwas näher kommen dürfen. Aber auf der anderen Seite, sahen sie sich zum ersten Mal - heute! Und auf diese Art und Weise konnte sie ihn betrachten - nach Herzenslust. William war ihr Typ - das hatte sie schon gewusst. Schließlich hatte er ihr ein Foto geschickt. -


Nein! Es war schon ganz gut so. Wäre er näher gekommen - sie hätte nicht garantieren können! Sie dachte an seinen Begrüßungskuss. Davon hätte sie gerne mehr gehabt. William zog seinen dünnen Pulli aus. Das Hemd genügte! - Das fand sie auch. Sie tranken sich zu - und redeten - und redeten. Es war schon weit nach Mitternacht, als er fragte: „Möchtest du eine Geschichte hören?“ Irina wurde rot! „Lieber nicht - heute!“ Ihre Stimme kratzte. „Es ist schon spät! - Lass’ und schlafen gehen!“ Natürlich hatte sie recht, aber er wollte sich nicht von ihr trennen. Nicht einmal im Schlaf!


„Okay!“, stimmte er zu und begann langsam sein Hemd aufzuknöpfen. Irina staunte - und - sie guckte! Seine Augen blitzten. Er hatte es gesehen! Langsam schob er das Hemd über seine Arme. Sie erhob keinen Einspruch! Vielleicht war sie genauso neugierig wie er? Als William aufstand und seine Hose aufknöpfte, stand auch Irina auf. Er zögerte. Aber sie überraschte ihn noch einmal. Lächelnd zog sie ihr nabelfreies Shirt über den roten Wuschelkopf.


Großer Gott! War dieses Mädchen schön! Ihre Haut glänzte im Kerzenschein, wie mattes Gold. Und er konnte ihre festen, kleinen Knospen sehen, die den transparenten Stoff des BH’s beinahe durchbohrten. Er konnte doch jetzt die Hose nicht ausziehen?! Ihr Anblick hatte da einiges angerichtet! Oder vielleicht doch? Sie wusste doch, dass er ...! Also gut! Er ließ los - und die Hose fiel auf seine Knöchel. „Du hast schöne Beine!“ Irina betrachtete ihn. „Du auch!“, hauchte er. Sie musste lachen. „Du hast sie ja noch gar nicht gesehen!“ - Aber dann zog sie den Reißverschluss hinab und stieg aus dem engen Rock heraus - und zeigte sie ihm. - Beine bis in den Himmel! Und diese Schuhe! Mein Gott, sah das geil aus! Doch erst, als sie sich umdrehte, um den Rock wegzulegen, wusste er was „geil“ war!  Dieser pralle, runde Po, der so schamlos geteilt wurde von einem dünnen, weißen Seidenstring! Sein Penis zuckte verräterisch.


„Und jetzt?“, fragte er - schon wieder. „Kannst du auch noch was anderes fragen?“, schnappte sie zurück und griff nach hinten. Weiße, süße, feste, absolut geil-machende Brüste verschlugen ihm die Sprache! Er starrte sie an, wie eine Himmelserscheinung. Und was ihn betraf, so war sie das auch. „Du bist dran!“, flüsterte  Irina. William schnappte nach Luft. Es war doch noch gar nichts gewesen - und doch war er so aufgeregt, so erregt, wie nie zuvor. Ihre Blicke, die so zärtlich über seinen Körper streichelten, die sicher auch die riesige Beule in seiner Short bemerkt hatten - sie machten ihn verrückt. Er konnte sie beinahe spüren - auf seiner Haut. Sollte er - oder nicht? - Nein! Kneifen kam nicht in Frage! Also schob er seine Hände unter den Gummi und entfernte dieses letzte Hinderniss. Er hörte sie stöhnen. Ihre Hände glitten über den Bauch hinauf und umfassten ihren Busen. Offensichtlich gefiel ihr, was sie sah! Als sie zudrückte, stöhnte auch William und griff zu. Sein unbotmäßiger Schwanz wippte aber auch gar zu auffällig. „Du bist dran!“, keuchte er. Irina lächelte. Eine Göttin in roten Schuhen und einem winzigen Slip! Sie zerwuschelte mit beiden Händen ihr Haar und dann drehte sie sich verführerisch um die eigene Achse. Ein- zwei Mal. Zeigte ihm ihren schönen Körper, den Rücken - und dann - hakte sie ihre Finger behutsam unter das zarte Seidenband und schob das winzige Stückchen Stoff aufreizend langsam über diese endlos langen Beine hinab. William hatte aufgehört zu atmen.


Dieses aufregende Hinterteil ließ ihn glatt überschnappen. Und als sie dann noch ein Bein anhob, um aus diesem Etwas von Slip herauszusteigen! Das hellrot schimmernde Feuer zwischen ihren Schenkeln setzte auch ihn in Brand. Irina war einfach eine Offenbarung! Erst als sie sich aufrichtete und sich zu ihm umdrehte, konnte er wieder Luft holen. Aber auch jetzt war sein Blick gefangen, wie durch eine Zauberhand - oder vielleicht durch eine Zauber....! - Ein süßer, gestutzter Liebeshügel! - Ein schmaler Streifen dunkelrote Kringellöckchen. Sie bräuchte sich nur noch zurücklegen auf ihr Bett und diese hinreißenden Beine ein ganz klein wenig zu spreizen - und er würde explodieren.


Kein Sex  - hatten sie abgemacht! Wie sollte er sein Wort halten? Und sie ihres? - „Gibst du mir einen Gute-Nacht-Kuss?“, hörte er sie leise fragen. War das ihr Ernst? Seine Männlichkeit rebellierte,  bäumte sich auf in seiner Hand. Aber er nickte - reden konnte er gerade nicht - sein Mund war gerade zur Sahel-Zone mutiert. Langsam sah er sie auf sich zukommen. Ihre Hüften schwangen. Dieser Gang! Diese Frau! So sexy! Wieso zitterte er jetzt nur am ganzen Körper? Irina stand vor ihm - ganz dicht vor ihm. So wunderschön, so aufregend, so nackt! - Und jetzt? Und was jetzt? Was um Himmelswillen jetzt?


Die Spitzen ihrer Brüste kräuselten sich. Er konnte es sehen - und spüren, denn als er erneut die Luft anhielt, berührten sie ihn. Nur ganz leicht - und doch hatte er das Gefühl ein Stromstoß habe ihn gestreift. Der Hauch ihres Atems, der seine Haut streichelte, elektrisierte ihn - und doch stand er wie versteinert. William konnte sich einfach nicht rühren. Erst als Irinas Hände sanft nach den seinen griffen, zärtlich über seine Arme hinaufstrichen, kam Leben in ihn.


Diese nackte Schönheit in seinen Armen zu halten! Ob er dann in der Lage war, sie wieder los zu lassen? - Egal! Er umschlang sie behutsam und zog sie fest an sich. Die Kühle ihrer Haut an seiner! Wow!


Als ihre Lippen sich berührten, wusste er es. Irina drängte sich an ihn, drückte ihre Brüste an seine Brust - und dann öffnete sie ihre Beine. Seine Härte schob sich sanft dazwischen. Er konnte ihre Hitze spüren - ihre Feuchtigkeit - ihre Begierde! Ihre Zunge liebkoste seine. Sie wollte ihn genauso, wie er sie. Und doch! Er hatte sein Wort gegeben!


Als er sie losließ, hatte er das Gefühl sein Herz würde brechen. „Gute Nacht!“, flüsterte er. Irina drehte sich um und ging zurück zu ihrem Bett. Als sie sich hineinsetzte, lächelte sie zufrieden - und sein Herz schwamm plötzlich im Glück. Sie würden ihr Versprechen brechen - alle beide! -


Aber noch nicht heute Nacht!









.....to be continued!

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?

 




Teil 2 - Kein Sex?!