Die Lehrerin


The Teacher

 

Liebe fesselt unsere Körper und befreit unsere Seelen



Viele Jahre später würden sie in der Innenstadt von Hamburg zusammenstoßen, einen Cappuccino miteinander trinken und sich an die wilde Liaison erinnern, die sie gemeinsam genossen hatten - damals in Berlin. Sie würde eine bekannte Familientherapeutin geworden sein und er ein erfolgreicher Geschäftsmann - Amerikaner jetzt - und auf einer seiner vielen Geschäftsreisen in Deutschland. Jahre später!


Aber jetzt war hier und heute und Anna war noch immer die 26-jährige Medizinstudentin an der Humboldt-Universität und er Thomas, war noch immer der acht Jahre jüngere Teenager, der seine Humanistische Bildung gerade mal zur Hälfte absolviert hatte. Getroffen hatten sie sich im Krankenhaus. Er war dort um eine Zyste unterhalb seiner rechten Brustwarze entfernen zu lassen und sie half bei diesem Eingriff als Assistenzärztin. Als er eine Woche später kam, um die Fäden ziehen zu lassen, war sie diejenige, die die Fäden zog - und sie kamen ins Gespräch - und anschließend gingen sie dann miteinander in der Krankenhauscafeteria zum Essen.


Sie sagten es sich damals nicht, aber das war der Zeitpunkt an dem sie es bemerkten: Es war Liebe auf den ersten Blick. Eine besondere Art von Liebe, wie er später herausfand. Die, der wilden, heißen Art. Die aufregende Art, die einen in einem Strudel von Begierde wegreißt. Die einen in Lust und Ekstase ertrinken lässt.


Irgendwie fühlte Thomas es von Anfang an: Hier war eine Frau, der er einfach nicht widerstehen konnte, obwohl er ja Margarete hatte, seine Schulfreundin und mit ihr eigentlich ständig zusammen war. Vielleicht war sie auch deshalb so unwiderstehlich, weil Thomas spürte, wie sehr sie von ihm angezogen war. Ihr Interesse an ihm schmeichelte! Sie war so weiblich, während alle anderen... halt Mädchen waren! Bestimmt noch keine Frauen! Noch nie hatte er eine Frau gesehen, deren Hüften so schwangen, wie die von Anna! Diese unglaublich langen Beine, dieses lange Goldhaar! Und die geheimnisvollen grauen Augen! Einfach alles an ihr machte ihn an und als sich die Gelegenheit ergab sich mit ihr zu unterhalten, war es für Thomas der Himmel auf Erden! Und nachts in seinem Bett stellte er sich vor, wie erfahren sie in der Kunst der Liebe wäre. Würde er sie wieder sehen? Würde sie ihn einweihen in diese Mysterien - ihn verrückt nach ihr machen? Vor Liebe - vor Lust? Margarete konnte ihn schlechterdings nicht einführen in diese Kunst, denn sie war selber Jungfrau.


...Anna fühlte sich von Thomas angezogen in der Minute, als sie ihn sah und ihre Gefühle wuchsen je mehr sie mit ihm zusammen war, je mehr sie mit ihm redete. Anna liebte jüngere Männer, vor allem dann, wenn sie in Liebesdingen noch unerfahren waren. Thomas war jung, groß und stark, benahm sich wie ein großer Junge und offenbarte doch eine überschäumende Männlichkeit, die ihr unwiderstehlich erschien. Anna wusste, dass sie ihn beeindruckt hatte vom ersten Blick an, den er auf sie geworfen hatte und je mehr sie darüber nachdachte, desto verwirrter wurde sie. Also beschloss sie, festzustellen woran das liegen konnte, sich intensiver zu beobachten. Und dann eines Tages, musste sie es sich eingestehen: Sie wollte diesen Mann - diesen Jungen. Wollte von ihm besessen sein und wollte auch ihn besitzen. Anna war gerade allein, ohne Freund. An manchen Abenden träumte sie davon mit ihm zusammen zu sein, ihn nackt zu sehen, erregt - und vielleicht in ihren Armen vor Lust zu vergehen. Und sie wusste: Ihre einzige Chance ihn besser kennen zu lernen, war seine letzte OP-Nachbehandlung im Krankenhaus. „Wie würde es dir gefallen ein bisschen Zeit mit mir zu verbringen, wenn ich nicht arbeiten muss?“, fragte sie mit einem kleinen Zittern in der Stimme.


„Oh Jaa!“ Thomas war sehr dafür! Denn eigentlich hatte er verzweifelt nach einem Weg gesucht, Anna wieder sehen zu können. Und nun hatte es geklappt und Anna hatte die ganze Arbeit für ihn getan. „Vielleicht holst du mich von zuhause ab und wir gehen in den Zoo!“ - Vier Tage später holte Thomas sie ab und sie gingen in den Zoo - und danach in ihr Apartment. Sie wussten beide, dass es geschehen würde - und so lagen sie sich nach kurzer Zeit in den Armen, küssten sich - unersättlich - endlos lange! Sie öffnete sein Hemd und seine Hose und er spürte, dass er ihr denselben Dienst erweisen sollte. Und dann waren sie nackt - empfingen die Bewunderung des Partners, wie ein kostbares Geschenk. Auf Annas Bett kniend berührten sie einander ehrfürchtig. Ihre Finger folgten den Muskeln seines Brustkorbes hinunter zu seinem Bauch, den Hüften, berührten die Stärke seines schwellenden Phallus und verteilten zärtlich seine Liebessäfte auf der strammen Eichel.


Und Anna war weit mutiger, als Thomas. Sie ergriff die Hand, die ihre Brüste erkundete und führte sie über ihren Bauch und die Hüften an ihr heißes, feuchtes Liebesnest. Obwohl er so viel größer und stärker war als sie, war es Anna, die dank ihrer Erfahrung in Liebesdingen die Führung des jungen Mannes in ihren Armen übernahm. Immer wieder unterbrach sie die Entdeckung seines Körpers um ihn zu küssen, um seine süße Zunge zu kosten. Thomas hatte niemals vorher solche Leidenschaft erlebt. Annas Zunge liebkoste seinen Nacken, seine Brust. Sie saugte an seinen Brustwarzen, biss zärtlich hinein. Und dann war sie über ihm, küsste seine Augen und hatte ihren Spaß mit ihm.


Als sie ihn liebte, war er im siebten Himmel. Und als sie sich seinen Penis holte, sich aufrecht auf seinen harten Schwanz setzte und ihn mit sanften Stößen - ihrer eignen Explosion immer näher kommend - liebte, war er sicher, dass er niemals etwas so Schönes gesehen hatte, wie diese leidenschaftliche junge Frau - die ihn die Lust fühlen ließ, die er ihr schenkte. Anna wimmerte jetzt sehnsüchtig - auf dem Weg in ihr eigenes, privates Paradies. Und als Thomas nach ihren Brüsten griff, hielt sie auf einmal ganz still und dann schob sie ihm ihre süßen Spitzen zwischen die Lippen. Sie stöhnte begierig nach dem Gefühl, das dieses sanfte Saugen ihr schenkte. Halb wahnsinnig vor Lust stieß Anna Thomas ihre Zunge in den Mund. Küsste ihn, als ob sie niemals zuvor einen Mann geküsst hatte. Und plötzlich überwältigte sie ihr Orgasmus. Sie richtete sich steil auf und hielt den Atem an. Die Leidenschaft riss sie hin und ihr durchdringender Lustschrei war für Thomas der Tropfen, der ihn zum  Überlaufen brachte. Seine Lust explodierte. Er überschwemmte zum ersten Mal die süßen Tiefen im Leib einer Frau mit seinem Samen und sein Schrei kam aus tiefster Kehle, klang sowohl nach Schmerz, als  auch nach Lust.


Nun, da es vollbracht war, war Thomas nicht länger ein Junge. Er war ein Mann und Anna lächelte bei dem Gedanken, dass seine Jungfräulichkeit ihr gehörte. Sie schwelgte in dem Wissen, wie köstlich sein erster Orgasmus sich in ihrem Inneren angefühlt hatte und - er war immer noch tief in ihr. Sie beute sich über ihn und küsste ihn liebevoll und tief - mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit. Ihre Muskeln umfassten seinen Phallus der immer noch ziemlich steif in ihr geborgen lag. Thomas dehnte sich genüsslich und stöhnte zufrieden in dem süßen Nachgeschmack seiner Lust. Dann lagen sie einander in den Armen und sie wiegte ihn, wie er es sich immer erträumt hatte. Hin und her mit sanften, kleinen Bewegungen ihres Unterleibes. Bald war Thomas eingeschlafen und sie betrachtete ihn liebevoll. „Danke schön, mein Lieb!“, wisperte Anna. „Oh wie ich dich liebe, mein schöner, junger, starker Hengst. Du hast ja keine Ahnung wie wundervoll das eben für mich gewesen ist! Ich werde dich verrückt machen mit meiner Liebe.“


Während der nächsten zwei Wochen trafen sich die beiden Liebenden wann immer es ihnen möglich war. Und Thomas hätte wirklich alles getan, nur um sie lieben zu können. Jedes Mal wenn er sie besuchte und sie sich liebten, war Anna hingerissen von der jungen Kraft seines Begehrens, von der Geilheit mit der er sie liebte. Mit weit geöffneten Schenkeln lag sie unter ihm, den Kopf zurückgeworfen, seine Liebesstöße genießend. Und Thomas war im siebten Himmel, konnte nicht genug bekommen von dieser Frau, von diesen Gefühlen die so wahnsinnig waren - intensiver als alles, was er bisher je mit Margarete erlebt hatte. Aber dann war der erste Hunger gestillt, der erste große Durst gelöscht und Anna entschloss sich ihren feurigen Hengst jetzt tiefer in die Geheimnisse der Liebeskunst einzuweihen.


Sie erinnerte sich daran, wie sie sich gefühlt hatte, als Helmut, ein entfernter Cousin, sie vor einigen Jahren verführt hatte. Er hatte sie einfach unwiderstehlich gefunden und eine kurze Affäre mit ihr begonnen, in der er ihr die Kunst des Liebens zeigte, so wie er sie kannte. Und so gab Anna nun ihr erworbenes Wissen an Thomas weiter. Sie begann damit ihm zu zeigen auf wie viele verschiedene Arten er eine Frau erregen konnte bis fast zum Höhepunkt und sie dann eine geraume Weile am Rande der Ekstase halten, bevor er ihr schließlich den Gipfel schenkte.


„Küss’ meine Brüste!“, flüsterte sie eines Tages, als sie rittlings nackt auf seinem Schoß saß. „Versuche mal, ob du es schaffst mir den Himmel zu schenken - nur durch deine Lippen, deinen Mund - nur durch küssen und lecken!“ Und Thomas lauschte neugierig auf Annas stockenden Atem und reagierte dabei selber auf die Zärtlichkeiten, mit denen er sie verwöhnte. Er wurde hart. Und immer wieder stoppte ihn Anna, zog sich stöhnend zurück, beugte sich über ihn um ihn tief und leidenschaftlich zu küssen und ihm dann wieder ihre Brustwarzen zu bieten. „Schnell, oh schnell! - Schieb’ deine Finger in mich und halt dann ganz still!“, wisperte sie aufgeregt. „Du spürst dann wenn es mir kommt - und ich spüre dich!“ Einige Minuten später bäumte Anna sich auf und Thomas fühlte, wie sie im Krampf ihrer Wolllust zuckte, spürte, wie ihr Nektar seine Finger, seine Handfläche benetzte, hörte ihren Lustschrei und empfing wilde, dankbare Küsse, während der schier endlose Höhepunkt sie schüttelte.


Und Thomas war ein eifriger Schüler. Als er eines Abends zu ihrem Apartment kam, fand er Anna auf ihrem beinahe völlig dunklen Balkon. „Die Türe ist offen“, sagte sie, „Komm einfach rein! Ich kann es kaum erwarten, deine Hände zu spüren!“ Thomas schloss das Apartment hinter sich zu und ging zu ihr auf den Balkon. Anna war hochgradig erregt. Sie hatte ihre Bluse geöffnet, stand am Geländer und stöhnte lustvoll. Sie trug keinen Büstenhalter und rieb ihre Nippel an den kalten Stangen des Metallgeländers. „Oh Thomas!“, stöhnte sie. „Ich bin so geil nach dir! Ich hab dich so sehnsüchtig erwartet.“ Thomas griff nach ihren Brüsten um sie zärtlich zu liebkosen, aber sie hielt ihn zurück.


„Nein, Liebchen! Knie dich hinter mich. Zieh meinen Rock hoch und fass mich an.“ Jetzt konnte er diese wundervollen, endlos langen Beine sehen, die ihn schon am ersten Tag verrückt gemacht hatten. Anna hatte ihre Schenkel leicht geöffnet und Thomas sah, dass sie kein Höschen trug - nur halterlose Strümpfe, die bis fast an ihre Hüften reichten. Thomas streichelte ihre Beine, die Schenkel, den Po. Er schob seine Hände um ihre Hüften auf ihren Bauch, liebkoste sie dort - ließ seine Finger von beiden Seiten in sie eindringen - streichelte, erregte - und stöhnte. Thomas öffnete seine Hose, um seinen Phallus zu befreien. Anna bemerkte es. „Noch nicht, Liebling. Nimm mich noch nicht!“, sagte sie mit zitternder Stimme. „Beweg deine Finger nur ganz zärtlich. Ich will jetzt noch nicht kommen!“ Anna wollte ihre Erregung heute Nacht ganz auskosten und sich selbst die Befriedigung vorenthalten, bis die Lust sie völlig verrückt werden ließ. In sekundenschnelle hatte Thomas seine Kleidung abgeworfen und kniete wieder hinter ihr. Ganz langsam streichelte er zwischen Annas Beine, kehrte dann wieder zu ihrer Muschi zurück. Wie wundervoll sie duftete -  und wie glühend heiß sie war. Zärtlich schob er zwei Finger tief in sie hinein und begann sie innerlich zu liebkosen. Anna ächzte von Lust, stöhnte und keuchte und unterbrach ihn doch immer wieder, um die Erfüllung hinauszuzögern. Aber genau das machte Thomas wild. Er bettelte, sie solle zu ihm ins Bett kommen.


Doch erst als sie die Spannung nicht mehr ertragen konnte, ihre Knie nachgaben, folgte sie ihm, erlaubte ihm sie ganz langsam zu entkleiden. Ein Dutzend Küsse später und völlig atemlos brachte sie Thomas dazu sich auf den Rücken zu legen. „Lass’ mich dich heute auf meine Art lieben! - Sag mir nur, wenn du es nicht mehr aushältst!“ Helmut hatte ihr gezeigt, wie eine Frau ihren Liebhaber wahnsinnig machen konnte, in dem sie die Unterseite seiner Eichel kreisförmig mit ihrer flachen Handfläche streichelte. Und nun war Thomas zum ersten Mal das Liebesopfer - wurde zum ersten Mal dieser süßen Qual unterzogen. Seine Säfte flossen unter Annas kreisender Hand. Er keuchte und schwitzte, wand sich unter ihren Händen. Sein Kopf schlug hin und her - zuckte auf und nieder. Er bettelte darum sie nehmen zu dürfen. Er konnte kaum noch ertragen, was sie ihm da antat - und ihr eigener Brunnen lief beinahe über nur von seinem Anblick - nur davon, seine süße Pein zu beobachten. Dann stand Anna auf und verließ ihn kurz, um mit einem Teller voll Schlagsahne und einem Rasierpinsel zurückzukommen. Thomas wusste nicht genau, was jetzt kommen sollte, aber er fand es sehr bald heraus, als Anna begann seine Eichel mit dem weichen, schaumigen Pinsel zu behandeln.


Der junge Mann in Annas Bett litt Höllenqualen vor Verlangen und bettelte um Gnade: „Oh bitte Anna, bitte! - Anna! - ANNA! - Lass - mich - jetzt kommen! - Bitte - bitte! BITTE! - Ich kann nicht mehr!  - Kann mich nicht mehr zurückhalten! - Das ist ja so geil!  - ANNA! - ANNA! - BITTE ANNA - BIIIIIIIIITTTTTE! - Mach es mir! Bitte, Liebling!“ Anna war ebenfalls der Explosion nahe. Es würde einfach wundervoll sein mit Thomas gemeinsam das Paradies zu erleben. Nur noch ein bisschen - ein kleines bisschen - länger! Und schließlich konnten sie die Qual dieser außergewöhnlichen Lust nicht länger ertragen und Anna gab ihnen den Kick, der zur höchsten Ekstase führte. Sie schwang sich über ihn und ließ seinen Schwanz eindringen - bewegte sich mit sanften, rollenden Stößen, ritt sie beide zum Höhepunkt. Dann, kurz vor dem Orgasmus hörte Anna auf zu atmen. Alle ihre Gefühle spielten verrückt: „Liebling! - Ohh jaa, LIEBLING! - Jaah! - Ich komme! - Oh wie wundervoll - wundervoll - WUNDERVOLL! Jetzt! -  Jaha JETZT!“


Und als sie explodierten, schrieen sie gemeinsam ihre Lust heraus, zitterten und bebten eine kleine Ewigkeit, wie es schien und brachen dann stöhnend und schwitzend aufeinander zusammen. Thomas wusste, dass er niemals vorher so geliebt worden war, aber er wusste auch, dass er darauf nicht mehr würde verzichten können. Er würde diese Erfahrung immer und immer wieder machen wollen - mit den Frauen, die in seinem Leben wichtig sein würden.
Anna hielt ihn in ihren Armen. Nach dem Sturm der Lust, den sie zusammen erlebt hatten, fühlte sie nun nichts als pure Zärtlichkeit für ihn. Und kurz bevor sie in den süßen Schlaf der Erschöpfung hinüber glitten, sah Thomas sie schläfrig an und sagte: „Ich liebe dich, Anna! Wir beide müssen noch mehr zusammen erleben! Auch noch andere Dinge - außerhalb des Bettes!“ Aber Anna sah ihn an und antwortete: „Nein, Thomas! Für mich wäre „mehr als das“ - weniger. Alles andere - wäre weit weniger!“


Und dann war es Herbst. Monatelang hatte Thomas sich von der unbeschreiblichen Liebe dieser schönen Frau berauschen lassen. Doch es kam der Augenblick, an dem der Rausch nachließ. Er erinnerte sich. Es gab ja da noch Margarete – seine gute Freundin Margarete. Das Mädchen mit dem er alles teilte, seit er sie kannte. Er hatte sie doch geliebt – er liebte sie doch noch immer! Natürlich war es „nur“ Seele gewesen – „nur“ Herz, denn für die Körperlichkeit waren sie beide zu jung, zu unerfahren gewesen. Jetzt war er es nicht mehr. Wenn er daran dachte mit ihr… Dann vergaß er einfach alles. Auch Anna!


Und Anna spürte die „Rückbesinnung“. Sie fühlte, dass sein Interesse hauptsächlich ihrer Lust gegolten hatte – nicht ihr selber. Darüber konnte sie ihm nicht einmal böse sein, denn sie empfand es ja ganz genauso. Das was ihn ihr so faszinierend machte, war eben genau diese universelle Maskulinität, die ihm zu Eigen war – nicht seine Persönlichkeit als junger, unerfahrener Mann: Thomas. Sie spürte, dass er sich von ihr löste und als das letzte Mal kam, wusste und billigte sie es. Dennoch war Trauer in ihr, als er wieder ging, sich vor dem Haus auf sein Fahrrad schwang und kraftvoll wie ein Junge in die Pedale trat und mit fliegendem Haar davoneilte. Sie sah ihm mit Tränen in den Augen nach. „Komm wieder, Darling!“, flüsterte sie. Doch Thomas kam nicht wieder.


Anna sah ihn erst 20 Jahre später das nächste Mal - in Hamburg. Er war zu seiner Margarete zurückgekehrt.

 

© Nimrod                                                                                        Ihre Meinung?

 








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