Blonde Versuchung

 

Siaamak war gebürtiger Grieche. Sein Vater war Grieche und seine Mutter Perserin, aber er lebte schon seit beinahe drei Jahrzehnten in Deutschland. Mittlerweile war er 47 und er hatte immer geglaubt er habe sich perfekt integriert - eingelebt in seiner neuen Heimat - und nun? - Sein Lebensbild geriet ins Wanken.


Für ihn mussten Frauen immer dunkel sein! Schöne Frauen waren schwarzhaarig. - Und jetzt gab es hier diesen goldlockigen Engel - und sein Verstand war plötzlich nicht mehr vorhanden. - SIE - Gloria war blond! So wunderbar blond! - Gold und Silber, weich und zart, seidig - der Zauberstoff schlechthin. Goldblondes, schimmerndes Haar! Materie gewordener Sonnenschein. Und er hatte nur noch den einen heißen, unbändigen  Wunsch: Es zu berühren - zu streicheln - sich hinein zu graben und die Welt ringsum zu vergessen.


Sie war die personifizierte Versuchung! Jetzt wusste er genau, warum man in seinem Land den Frauen ein Kopftuch verpasste. Nein! Es war das Land seiner Mutter gewesen - er war zeitweise im Iran aufgewachsen. Aber solch ein Anblick war eine Gefahr für jeden Mann! Verführung in Form von purem, gesponnenem Gold! Siaamak sah nur noch eine weißhäutige, fremde Schöne, umgeben von Himmelsglanz - er sah blaue, strahlende Augen - Augen wie Edelsteine - Saphire - ein bezauberndes Lächeln - und er hörte auf zu denken. Er machte sich zum Narren. Er wusste es. Und doch!


Wenn sie ihn verließ, versank seine Welt in trübem Grau. Die Sonne ging erst auf - mit ihr. Sein Herz öffnete die Blütenblätter, wie eine Rose im Sonnenschein. Nie hatte er solch überschäumendes Glück gespürt, wie wenn sie zu ihm an den Stand kam. Nie hatte er sich so albern benommen. Seine Kollegen grinsten schon, wenn er ihr süße Datteln schenkte, Feigen und Macadamianüsse. Er erklärte ihr die Küche seines Landes - redete und redete - nur um sie bei sich zu behalten - sie ansehen zu dürfen. Und wenn sie dann doch irgendwann ging - hörte sein Herz auf zu schlagen.


Und mit seiner Sehnsucht kam die Schwäche zu ihm. Er konnte  nicht - durfte sie nicht lieben! Seine Freunde, Landsleute verachteten ihn. Er sah es in ihren Blicken. Seine Bereitschaft auf sie - eine Frau - einzugehen. Seine Erfüllung zu finden, indem er sie glücklich machte. War er verrückt geworden? War er ein Schwächling? Frauen waren auf dieser Welt um den Männern zu dienen! Ihnen zu gefallen! Und er stellte die Welt auf den Kopf! Nur weil dieser goldene Schimmer seine Sinne verwirrte? Das durfte doch alles gar nicht wahr sein! Wahrscheinlich war es doch nur so, dass er sie in seinem Bett haben wollte. Er, Siaamak, wollte sie besitzen! - Sonst nichts!  - Oder war es doch mehr?


Diese weiß-goldene Schönheit brachte ihn an den Rand des Wahnsinns. Schließlich hatte er das alles gar nicht nötig. Er war ein erfolgreicher Mann. Heute war er das! Er hatte es geschafft. Denn heute hatte er sein eigenes Geschäft! Einen der größten Obst- und Gemüsestände auf dem Hauptmarkt.
Als er vor fast 30 Jahren nach Deutschland gekommen war, da hatte er sein Leben verwünscht. Er war alleine! Er konnte nicht Deutsch und er hatte keine Ahnung von diesem Land, in dem angeblich Milch und Honig fließen sollten. Siaamak war einsam. Und er hatte Vorurteile gerade genug.


Alle diese Frauen in ihren kurzen Röcken, ärmellosen Blusen! Sie zeigten ihm ihren Busen in tiefen Dekolletés, ihre nackten Beine bis in den Himmel - bloße Füße in hochhackigen Schuhen - und - lockendes, lockeres, glänzendes Haar! Ohne jede Bedeckung und ohne jede Scham. Er verachtete sie alle! Seine Mutter hatte ihn gelehrt, woran man eine anständige Frau erkannte - und diese schamlos nackten Geschöpfe waren durch die Bank Huren. Käuflich für jedermann! Und er - er war einsam und fast pausenlos geil!


Ja! Sie machten ihn an, diese bloßen Knöchel - schlanke Waden - Knie, unter kurzen Minis. Aber am meisten reagierte er auf dieses zarte, goldene Lockenhaar. Seine Finger zuckten vor Lust es zu berühren. Zu Hause hatte er niemals eine Frau auf der Straße gesehen, die ihr langes Haar zurückwarf. Schande! - Sie konnte es ihrem Mann zeigen - zuhause in ihrem Schlafzimmer. Kein anderer durfte es sehen. Seidiges Haar war in seinem Kopf eng verknüpft mit Sex! Und dementsprechend reagierte er - und er hasste sie dafür - diese leichtfertigen Weiber, die ihn so anmachten. Sie wollten doch nichts anderes! Das war seine feste Überzeugung.


Damals, wenn seine Gier zu groß wurde, hatte er seinen archaischen Charme benutzt - aber wenn er sie gehabt hatte, diese zauberhaften Frauen, dann warf er sie weg. Nur manchmal, da war da doch ein Gefühl, das ihn zurückhielt. Dann hätte er die eine oder andere gerne behalten. Aber es ging nicht. Sie waren keine ergebenen Dienerinnen - so wie Frauen sein sollten. Und dann warfen sie ihn weg. Sein Selbstvertrauen litt. Er litt! Dieses Land war nicht für ihn gemacht. Aber er konnte nicht zurück - nicht nach Hause. Zumindest nicht ohne Geld und Erfolg! Er hätte sein Gesicht verloren. Es wäre ein Eingeständnis seines Versagens gewesen.


Und dann kam Suzi. Suzi war die Ehefrau seines besten Freundes. Gerd und er kannten sich jetzt schon fast 15 Jahre. Sie hatten sich beim Sport kennen gelernt. Fußball verband Nationen! Und sie waren Freunde geworden. Er hatte erlebt, wie Gerd seine Suzi kennen gelernt hatte, wie sie sich verliebten und schließlich heirateten. Sie hatten mittlerweile zwei Kinder - und er, Siaamak, war der Pate des Sohnes geworden. Er empfand es als Ehre. Er mochte Suzi und er kannte sie - gut. Sie war keine Hure! Sie war eine treue, liebevolle Ehefrau und Mutter - und sie war trotzdem so ganz anders, als sie sein sollte - in seinen Augen!


Aber Suzi war noch etwas: Sie war eine Freundin - für ihn! Sie führte ihn behutsam ein in den Kulturkreis, in dem er jetzt lebte. Sie erklärte ihm Dinge, die er nicht verstand. Sie setzte ihm den Kopf zurecht, wenn er wieder einmal seinen anerzogenen Meinungen Ausdruck gab. „Du und deine Vorurteile!“, schimpfte sie dann liebevoll mit ihm. Und ganz langsam schaffte sie es, ihm klarzumachen, dass er tatsächlich urteilte ohne zu wissen. Suzi war keine schlechte Frau - im Gegenteil! Er mochte sie sehr. Außerdem respektierte er sie. - Und doch zeigte sie Beine und Busen und wunderschönes, blondes Haar! Manchmal flirtete sie sogar mit ihm und dann leuchteten ihre Augen! Was war das für eine Welt?!
Lange Zeit konnte er es sich nicht eingestehen. Trotzdem! Seine Mutter hatte es sicher gut gemeint, aber ihre unverrückbaren Anschauungen waren falsch! Hier, in Deutschland zumindest waren sie falsch. So weit war er gediehen in seinem Erkenntnisprozess - und dann kam SIE! Gloria!


Als sie zum ersten Mal bei ihm einkaufte, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Diese Frau ging ihm unter die Haut, sie brachte sein Blut in Wallung und - sie  berührte sein Herz. Er verscheuchte seine Angestellten. Sie wollte er selber bedienen. Und sie unterhielt sich mit ihm - ganz unbefangen. Die Beurteilung seiner Mutter kam ihm in den Kopf. - Schwachsinn! Sie war nicht so! Gloria war anders! Obwohl ihre Augen im Sonnenlicht strahlten wie polierte Diamanten. Obwohl ihr Lächeln so verführerisch war wie das einer göttlichen Jungfrau im Paradies und obwohl ihr Haar ihn einfach verrückt machte. Siaamak war hingerissen. Was für eine Frau! Sie erzählte ihm, sie sei Krankenschwester. Seine Mutter wäre in Ohnmacht gefallen - aber er war lange genug in Deutschland, um ihren Beruf würdigen zu können. Zumindest ansatzweise.


Sie flirtete mit ihm. Immer wenn sie zu ihm an den Stand kam, dann schwebte er auf Wolken. Wenn sie ihre Augen zu ihm aufschlug und die Sonne ihre blauen Saphire aufblitzen ließ, dann hätte er sie am Liebsten in seine Arme genommen, um sie nie wieder loszulassen. Sie war so süß! Und doch störten ihn seine anerzogenen Wertvorstellungen. Sie war so unbefangen - so frei. Selbstbewusst und so sicher, dass sie gleichwertig war. Sie war weder demütig noch untertan - und wenn er ganz ehrlich zu sich selbst war, gefiel ihm das - obwohl er es gleichzeitig hasste.


Und dann stellte sich heraus, dass Suzi sie kannte. Sie waren zusammen in der Schule gewesen und - Suzi kuppelte gar zu gern! Als Gerd ihn so wissend angrinste, bekam er es mit der Angst zu tun. Denn schließlich kannte er Gloria ja nun schon fast ein halbes Jahr und doch hatte er bisher nicht den Mut aufgebracht, sie zu fragen, sie zu bitten.....! Obwohl sie bestimmt nicht abgeneigt gewesen wäre. - Aber - was würde seine Mutter dazu sagen? Er zweifelte an seinem Verstand. Er sah seine Mutter nur einmal im Jahr, wenn er im Urlaub nach Griechenland fuhr. Es könnte ihm egal sein, was seine Mutter sagte - und doch! Bei dieser Frau war es ihm ernst - zu ernst.


Aber er wollte sie doch! - Gloria! - Er wollte sie doch so sehr! Die Sehnsucht ließ seine Gedanken Karussell fahren. Er hasste sie. - Dafür, dass sie ihn so in Versuchung führte. Und er liebte sie. - Dafür, dass sie so war, wie sie war! Beides gleichzeitig. Sie war fünf Jahre jünger als er und sie war geschieden. Auch das noch! Aber sie war frei - frei für ihn! Sie war auf dieser Welt - für ihn! Er wusste es doch! Und sie wusste es genauso.


Manchmal sah sie ihn an - spöttisch! Machte kleine, freche Bemerkungen. Forderte ihn heraus. Und er ging nach Hause und zitterte vor Liebe, vor Begierde - und vor Wut. Sie hatte ihn längst durchschaut!  Sie wusste, dass er sie begehrte. Er liebte diesen Gedanken - und er hasste ihn! - Sie wusste es! - Wieso konnte er nicht widerstehen? Dieser zauberhaften, aufreizenden, charmanten - Hexe? Siaamak musste sich abreagieren. Er setzte sich hin und dichtete. Das war schon immer eine heimliche Liebe gewesen und nun floss ihm das Herz über:

 


Verlockung

Gold’nes Haar, so glänzend weich,
wie ein Stern vom Himmelszelt,
oder gar der Sonne gleich,
gibt es Schön’res auf der Welt?

Locken, die sich zärtlich schmiegen
um ein hübsches Angesicht,
wie so fallend sanft sie liegen
über Schultern - hell und licht.

Kringel, zauberhaft verlockend -
rufen sie nach meiner Hand?
Meine Sinne, plötzlich stockend -
wohin hab’ ich mich verrannt?

Will sie halten, sinnlich spüren,
kuscheln, kraulen, zärtlich sein.
Was sind das denn für Allüren?
Sehnsucht, wie bist du gemein!

Dieses Weib, im Strahlenkranze
ist nicht mein - wird’s niemals sein.
Doch der gold’nen Haare Glanze
schimmert mir ins Herz hinein!

Warum nur, zum Donnerwetter,
kann ich mich ihr nicht entzieh’n?
Wäre doch gern etwas netter,
diese Frau bringt mich zum Glüh’n!

Kann mich doch nicht offenbaren
dieser zauberhaften Frau.
Dieser Hexe, reif an Jahren,
denn sie kennt mich zu genau!

Wenn ich sie nicht haben kann,
dann soll sie verflucht mir sein! -
Wär’ ich trotzdem gern der Mann,
dem sie schenkt ihr Herz - allein!


Als er Suzi dieses Gedicht zeigte, besiegelte er sein Schicksal. Und das war es schließlich, was er wollte. Was immer sie Gloria erzählte, er wollte es nicht wissen. Allein schon die Tatsache, dass Gerd ihm grinsend erzählte, dass Gloria zum nächsten „Familien-Essen“ eingeladen war, ließ die Schmetterlinge in seinem Bauch zu Flugzeugen mutieren. Mein Gott! Er war doch ein Mann und kein Schlappschwanz. Außerdem wollte er sie! Oh jaahh! Er wollte sie! Haben - besitzen - behalten - immer und ewig!

 

Siaamak konnte von nichts Anderem mehr träumen, als von dieser goldblonden Versuchung. Sie würde all die süßen Spiele der Liebe mit ihm spielen, nach denen er sich sehnte. Würde sich nicht schamhaft verstecken in tiefer Dunkelheit, wie es eine keusche Frau tun sollte. Seine Frau sollte das nicht! Er hatte da inzwischen andere Vorstellungen. Gloria würde ihm einen Blick ins Paradies schenken. Er wusste es - und was noch wichtiger war: Er wollte es! Sie würde ihn verrückt machen - seine sehnsüchtigsten Wünsche erfüllen. Und er ihre!


Er wollte Dinge mit ihr tun, die eine Frau, die seine Mutter billigte, niemals zulassen könnte. Er wollte, dass sie sich ihm auslieferte. Aber er wusste auch: Das war ein Spiel auf Gegenseitigkeit. Wenn er es tat - dann war es für immer! Sie würden verbunden sein auf alle Zeit. Konnte er das? Durfte er das? Siaamak war hin- und hergerissen.


Als er dann an Suzis Tisch saß, umgeben von „seiner“ Familie und in ihre Augen sah, die ihn anlachten, da verschwanden seine Zweifel. Sie verbrachten einen wunderbaren Abend. Und zum allerersten Mal seit 30 Jahren fühlte er sich zu Hause. Es lag an ihr. Gloria war seine Heimat. Sie war seine Frau. Er brauchte sie nur dazu zu machen. Wenn er den Mut dazu hatte. In dem Moment, in dem er das erkannt hatte, fiel die Spannung von ihm ab.


„Hast du mein Gedicht gelesen?“, fragte er mitten hinein in die allgemeine Unterhaltung. Er konnte nicht mehr warten - die Ungewissheit nicht länger ertragen. Gloria nickte. Siaamak stand auf. „Komm!“, bat er und sie folgte ihm. Gerd und Suzi lächelten in völligem Einverständnis. Als sie den Garten betraten, nahm er ihre Hand und zog sie näher. Er wollte sie fragen - sie bitten - ihr erklären - und alles was er herausbrachte, war: „Gloria - ich liebe dich!“


Langsam griff sie nach seiner Hand, hob sie hoch und öffnete sie. Streichelte sanft darüber hin. Behutsam legte sie ihre Handfläche auf seine. Ein Schauer durchrieselte seine Hand - und seinen gesamten Körper. „Wenn Handfläche sich an Handfläche legt, öffnet sich das Herz!“, murmelte sie leise und ihre Augen blitzten. Siaamak  konnte nicht länger widerstehen. Er musste sie in seinen Armen fühlen, sie halten und küssen, küssen, küssen.... Jetzt!


„Komm mit zu mir!“ Fragend sah Gloria ihn an und er - nickte. Eine Frau, die ihn aufforderte...! Und doch wollte er nichts sehnlicher. Wie um sich selbst zu überzeugen nickte er noch einmal und dann verließen sie den Garten - und er betrat zum ersten Mal ihre Wohnung.


Sie wollten es beide. Er spürte es, als seine Hände zärtlich ihren Körper erforschten. Sie drängte ihm entgegen und als ihre Lippen sich fanden, glaubte er mit ihr zu verschmelzen. „Weißt du, was du hier tust - und vor Allem: Willst du das wirklich?“, fragte sie fast unhörbar. Und als er lächelnd die Hände unter ihr Top schob, entschied sie sich.


Seit sie ihn kannte, ging er ihr nicht mehr aus dem Kopf und von Suzi wusste sie, dass es ihm ähnlich ging. Solange schon hatte sie nicht mehr geliebt. Aber jetzt und hier - wollte sie es. Sie wollte ihn lieben. Behutsam entkleideten sie sich gegenseitig. Ihre Kleidungsstücke lagen um sie verstreut und als sie langsam zurückwich folgte er ihr - ins Schlafzimmer. Seine Blicke streichelten ihre Formen. Davon hatte er geträumt! Gloria kniete sich auf ihr Bett. Was hatte sie für ein sexy Hinterteil! Er würde verrückt werden - jetzt und hier. Und dann drehte sie sich und kam in seine Arme. „Willst du wirklich - eine „Hexe“ - zu deiner Frau?“, fragte sie lächelnd. Siaamak drückte sie an sich. Ja, das wollte er. Er war so sicher, wie nie in seinem Leben. „Ich will DICH zu meiner Frau!“, erklärte er deshalb ernsthaft, „denn du gehörst zu mir! - Ich weiß es!“


Ganz langsam ließ sich Gloria an seinem warmen Körper entlang gleiten. Es fühlte sich so gut an. Ein wohliges Gefühl überflutete ihn - so als ob er sich im kalten Winter an einen warmen Kachelofen schmiegte. Sie küsste seine glatte Haut. Seine Hände hielten sie, sicher und fest. Streichelten ihre Lenden, den Rücken hinauf und dann umrundeten sie ihre Schultern und glitten über ihr Dekolleté hinab.


Er hielt den Atem an, als er zum ersten Mal ihre Brüste umfasste. Sie waren wie gemacht füreinander. Sie für ihn - und er für sie! Sanft drückte er zu. „Du bist so schön!“, flüsterte er „Und du fühlst dich so gut an!“ Seine Fingerspitzen umkreisten ihre harten Nippel. „Süß!“, murmelte er und dann steckte er seinen Finger in den Mund und benetzte ihn mit seinem Speichel. Glatt und nass kehrte er zu ihr zurück. Feucht schimmerten ihm ihre Brustwarzen entgegen. Siaamak beugte sich über sie, betrachtete sie hingerissen - und dann blies er sanft. Gloria stöhnte und fühlte, wie eine Gänsehaut ihren Leib überzog. „Wow“, keuchte sie, „das ist heiß! - Obwohl es sich so kühl anfühlt, wie Eis! - Mach’ das noch mal!“ Siaamak schluckte. Er hatte es gewusst. Sie war sein Traum!


Jetzt beugte er sich über ihre prallen Brüste und öffnete seine Lippen. Sanft hauchte er. „Ohh jaah!“, stöhnte Gloria und griff nach seinem Kopf. Sie fuhr durch sein Haar und dann drückte sie seinen Mund auf ihre erregten Spitzen. Diese raue Zunge, die so verführerisch an ihren empfindlichen Warzen rieb - sie schnappte nach Luft und presste sie ihm noch tiefer zwischen die Lippen. Seine Finger spannten die Haut unter seiner Zunge. Diese harte Knospe! Er saugte, wie ein Baby, leckte immer wieder kreisend um diese süße Kirsche.


Und wie sie reagierte! Keine Frau, die er bisher gekannt hatte, hatte so empfindsame Brüste gehabt. Ihre Hände streichelten über seinen Rücken, griffen nach seinen Backen. Instinktiv spannte er seine Muskulatur an. „Wirst du wohl!“, fauchte sie leise - wie eine Pantherkatze - und schlug ihre Fingernägel in sein Hinterteil. Sein gieriger Unterleib wurde gegen ihren weichen Bauch gedrückt. Sein Phallus lag eingebettet zwischen ihren Leibern und pulsierte in heißem Verlangen. Keine Andere dürfte sich so etwas erlauben.

 

Jetzt strich sie sanft über seinen Po, hielt seine Backen in ihren Händen - regulierte so den Druck, dem seine Härte ausgesetzt wurde. Seine erregte Spitze rieb an ihrer Bauchdecke. Siaamak stöhnte. „Du machst mich so wild! - Lange kann ich dir nicht mehr widerstehen!“ Und das war ernst gemeint.


Sein Mund suchte den ihren - und Gloria kam ihm entgegen. Zärtlich vereinigten sich ihre Lippen. Doch dann war es, als sollten sie verschmelzen. Als müssten sie jede Distanz zwischen sich aufheben, saugten sie sich am anderen fest. Weich und feucht und glatt - fühlte er ihre Zunge, die eindrang und ihn liebte. Behutsam erkundete sie seinen Mund, spielte mit ihm, reizte und verlockte. Brachte ihn dazu eine ganz andere Vereinigung zu „sehen“ - in seinem Geist - und irritierte ihn fürchterlich. Ihre süße, rosige, goldene Muschi - er sehnte sich danach sie zu sehen. Sie fühlen - berühren - seine Finger tief in sie hinein schieben! Er musste es tun - sie jetzt - endlich - sehen - riechen - schmecken.


Langsam löste er sich von ihr - lächelte sie an: „Lass mich ...! - Bitte!“ - Gloria ließ ihn los und legte sich zurück, öffnete sich ein ganz klein wenig - für ihn! Siaamak musste seine ganze Kraft zusammen nehmen, um nicht sofort über sie herzufallen. Er richtete sich auf, beugte sich über sie und dann rutschte er hinunter, saß direkt vor dieser verlockenden Spalte. Sie zog seine Hand an - wie ein Magnet. Aber nicht nur seine Hand.


Siaamak rückte näher, schnupperte neugierig. Dieser warme, lüsterne Duft! Tief atmete er ein - und dann drückte er seine Lippen auf ihren Venushügel. Durfte er das tun? Konnte er das tun? - Er konnte es nicht lassen! - Sanft erkundete er ihre Formen. Seine Zunge spürte pralle, glatte Schamlippen, glitt darüber hin - höher hinauf, erfühlte die Spitze und tastete sich wieder hinab. Er ließ sich von ihren Reaktionen „führen“. Die „Spitze“ der Lust! Wie feucht sie war! Er schob sich tiefer - dazwischen - berührte ihre geschwollene Liebesperle. Gloria stöhnte genießerisch. Seine Finger halfen ihm bei der Entdeckung. Behutsam spreizte er sie auf, leckte erregend langsam, kreiste - ein bisschen fester nur - um diesen Mittelpunkt ihrer Lust. Und immer noch wuchs sie unter den zärtlichen Bemühungen seiner Zungenspitze in seinen saugenden Mund.


Wie geil sie ihn machten - seine eigenen Bemühungen sie verrückt zu machen. Und es gelang ihm zunehmend. Diese Zaubermuschi, so golden schimmernd und hingebungsvoll - sie drängte sich immer fester gegen seine Finger, seine Lippen. Siaamak musste es jetzt einfach wissen. Wie tief war er, dieser glühend-heiße Vulkankrater? Würde er seinen harten Penis, der ihm größer und härter erschien als jemals zuvor, in dieser süßen, engen Muschi versenken können? Hineinstoßen - besinnungslos vor Gier - vögeln - ohne sie zu verletzen? Ohne sie in Stücke zu reißen? Sie war so prall, so rund und fest - so eng. Langsam drückte er seine Fingerspitze tiefer. Gloria keuchte - hob sich ihm entgegen. Glatt, feucht, anziehend! Diese süße, goldblonde Scham war das Aufregendste, was er jemals gesehen hatte. Tiefer! Sein Finger glitt noch tiefer hinein. Wurde fest umschlossen von drückendem, weichem Fleisch. War er jemals so verrückt gewesen nach einer Frau?


„Tu es! - Jetzt!“ Das war es! Der Kick! Der letzte Tropfen, der ihn zum Überschäumen brachte. - Eine Frau hatte Macht über ihn! - Und das war so wundervoll! Jetzt! Ja, jetzt - musste er es tun! Siaamak kniete sich zwischen weit gespreizte Schenkel, fasste nach ihren Hüften und zog sie näher. Der Anblick erregte ihn auf das Höchste. Eine nackte Schönheit, die nur darauf wartete seinen Phallus zu spüren. Goldblondes, wirres Wuschelhaar über einem süßen Gesicht, leicht geöffnete Lippen, ein lustverschleierter Blick, wippende Brüste - und dann - die heißeste Muschi aller Zeiten. - „Gloria!“ - Und diese wunderbare Frau stöhnte, flehte um seinen Schwanz, begierig seine Lust zu teilen.


Siaamak hob sich auf die Knie, drängte sich an diesen Urquell aller Lust. Glorias Becken wippte auf und ab, rieb aufreizend an seiner Spitze. „Jaaahhhh!“ Er konnte nur noch verlangend stöhnen. Glühende Hitze umfing seine Männlichkeit. Eigentlich konnte er nur noch seine Geilheit spüren - und doch - auch SIE war in seinem Kopf. SIE wollte er lieben - verrückt machen! Seine Finger spreizten sie auf. „Geil!“, keuchte er. „So geil!“, und rieb behutsam an ihrem Kitzler. Was für ein Anblick. Seine Eichel drückte sich hinein. Doch dann hielt er plötzlich inne.


Er hatte eine Idee, die ihn beinahe überkochen ließ. „Könntest du...?“ Aufmerksam sah sie ihn an. „Ich war noch nie - einer Frau unterlegen!“, flüsterte er atemlos. „Du bist die Einzige, bei der ich das zulassen könnte!“ Gloria fasste seine Schultern und rollte ihn herum - kam auf ihn - über ihn. „So?“ - Siaamak konnte nicht antworten. Der Anblick ihrer wippenden Brüste kostete ihn jede Beherrschung, die er noch hatte. „Komm! - Oh bitte! - Komm!“, stöhnend vor Verlangen griff er zu. Massierte diesen prallen Busen und zog ihn näher zu sich - hin zu seinen Lippen.


Gloria spreizte ihre Schenkel, rieb ihr heißes Geschlecht an seinem. Instinktiv wusste sie um die Besonderheit, die er ihr - und auch sich selbst - zum Geschenk machte. Sie spürte seine harte Lanze, genoss diesen Reiz und dann ließ sie „ihn“ ganz langsam tiefer hinein gleiten. Siaamak hatte aufgehört sich zu bewegen - zu atmen. Fasziniert genoss er die Exklusivität - der Gefühle, - dieses Augenblicks. Er fühlte sich keineswegs „unterlegen“. Im Gegenteil! Was war er für ein Idiot gewesen. „Gloria!“ Stöhnend stieß er tiefer.


„Nicht!“, flüsterte sie. „Nicht stoßen!“ Folgsam hielt er sich zurück. Sie war seine Frau - sie würde tun, was immer sie wollte - für ihn und für sie! Schwingend bewegte sie ihr Becken auf ihm. Langsam und so intensiv wie nie, spürte er ihre heiße Scheide.


„Nur reiben - und - drücken!“. Behutsam kippte sie ihr Becken, presste sich fester auf ihn. „Jaahhh! - Oh mein Gott - jaaahh!“ Genuss! - Himmel was für Gefühle konnte sie ihm schenken? Ganz sanft und innig - und doch so geil schaukelte sie zärtlich auf ihm - und diese Aussicht. Ihre Brüste bewegten sich leise in seinen Händen. Die Augen waren geschlossen - völlig hingegeben, ging sie auf in ihrer Lust - den Gefühlen, die sie mit ihm teilte - die sie ihm schenkte. Nicht weil es ihre Pflicht war als Frau, sondern weil SIE es wollte. Aus Liebe zu ihm! - Glück! - Das war das Glück!


Ein verirrter Lichtstrahl ließ ihr Haar aufleuchten. Eine Aureole aus Gold. „Gloria!“ - Dieser Name - diese Frau! Lust - Pure Lust tobte durch seine Adern. Am Ende seiner Beherrschung stieß er zu. Gemeinsam überfiel sie die Erlösung. Siaamak füllte ihre zuckende Scham mit seiner Lust. Vermischung, Durchdringung. Sie wurden eins. Die Ekstase verschmolz ihre Körper zu einem Leib. Erschöpft sank sie über ihn und er umschlang sie - hielt sie fest in seinen Armen. „Für immer!“


Siaamak hatte sich niemals in seinem Leben so wohl gefühlt. Er musste  nicht ihr „Herr“ sein. Er musste nicht stark und überlegen sein. Er durfte sie lieben - und sich von ihr lieben lassen! Ohne Scham - ohne Scheu! Denn sie teilte seine Gefühle, seine Liebe und auch seine Lust - ja sogar seine Begierden. Nein, seine Mutter hatte nicht recht. Männer waren nicht überlegen kraft ihres Geschlechtes! Er jedenfalls war es nicht und was noch wichtiger war: Er wollte es nicht sein! Er wollte nur glücklich sein - und sie glücklich machen. Seine Gloria! Er war nicht länger einsam. Denn jetzt - endlich - fühlte er sich hier zu Hause. Und sie würde sein Leben mit ihm teilen.

 

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