Chat

 

Amanda saß vor ihrem PC und langweilte sich. Sie hatte gerade ihr Referat beendet. Goethes Faust! Es war gut geworden. Jetzt aber, wollte sie sich entspannen. Aus lauter Langweile und vielleicht auch aus Frust, weil sie kein Date hatte - am einem Samstag Abend, klinkte sie sich ins Internet ein. Sie würde chatten! Ihr Bruder chattete regelmäßig und er hatte gesagt, es sei „echt cool“!

 

Sie brauchte nur seiner Spur folgen und schon hatte sie ein Chatforum gefunden. Jetzt brauchte sie noch einen Namen! Man chattete nicht unter seinem richtigen Namen. Gut! Aber welchen? „Hexe“ gefiel ihr - war aber schon vergeben! Was dann? Eigentlich war es ja egal, aber trotzdem: Sie wollte sich  mit ihrem Namen identifizieren. Sie überlegte und die Zeit verstrich. Wie wäre es mit „Silberdistel“? Ja, das war gut und auch noch frei. Sie war jetzt Silberdistel!

 

Was kamen da bloß für blöde Sprüche! Einer mit Namen „geiler Hengst!“, wollte eine „heiße Maus“ finden. Und ein „Busenwunder“ wollte unbedingt noch ausgehen, heute Nacht. - Eine Weile sah sie zu, dann kam plötzlich eine interessante Meldung.

„Einsamer Wolf“: Ist da jemand mit Herz und Hirn, der Lust hat mit mir zu ratschen?
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Robin:  wW knfun Mrrhishnreof jffnfj  Dfkri Ddml ewjogfntf, ksinruFiwehbflllrhb?
„Einsamer Wolf“: Ist da jemand mit Herz und Hirn, der Lust hat mit mir zu ratschen?
.............................
Silberdistel: Ich dachte schon es gibt keine normalen Menschen mehr auf diesem Stern! Hallo „Einsamer Wolf“! Ich hätte vielleicht Lust auf ein Schwätzchen?
„Einsamer Wolf“: m oder w?
Silberdistel: w und Du?
Busenwunder: WXhbsuen kLDnei8isbenöo Ffkd FDemsooen...
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Robin:  wW knfun Mrrhishnreof jffnfj  Dfkri Ddml ewjogfntf, ksinruFiwehbflllrhb?
„Einsamer Wolf“: M!  Wie alt bist Du, Distelchen?
Silberdistel: Warum willst Du das wissen? - Wie alt bist Du?
„Einsamer Wolf“: Viel zu alt!
Silberdistel: Hast Du ein Problem mit Deinem Alter?
„Einsamer Wolf“: Nein, eigentlich nicht! Nur Heute Abend! Aber ich bin 30! Das heißt, morgen werde ich 30! Ist das Grund genug für ein Problem?

 

Amanda lachte. Nein, das war kein Grund. Aber vielleicht war er wirklich einsam und hatte Niemanden mit dem er feiern konnte. Sie könnte ihn einladen für morgen - in die Schule. Ihr Lieblingslehrer hatte auch morgen Geburtstag und die Klasse wollte ihn feiern. Nach dem Unterricht gab es Pizza und Tiramisu! Aber er hatte noch keine Ahnung. Es war eine Überraschung!

 


Silberdistel: Nein, kein Grund für ein Problem. Ich bin übrigens 19!
„Einsamer Wolf“: Soo jung!
Silberdistel: Ich bin schon ganz schön reif für mein Alter!
„Einsamer Wolf“: :-)))! Wie reif bist Du denn?
Silberdistel: Finde es raus!
„Einsamer Wolf“: Caramba, das ist ein Angebot! ;-))
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Amanda fiel fast vom Stuhl! „Caramba“ war ein wirklich seltenes Wort und Dr. Pfeifers Lieblingswort! Konnte es sein, dass der „Einsame Wolf“ und ihr großer Schwarm Dr. Pfeifer ein und dieselbe Person waren? Ihr wurde heiß! Das konnte ja interessant werden.



Silberdistel: Solche Angebote gibt es nur zum Geburtstag!
„Einsamer Wolf“: Ich danke Dir für das entzückende Geburtstagsgeschenk. - Was machst Du beruflich?
Silberdistel: Ich bin Schülerin und Du?
„Einsamer Wolf“: Passt! Ich bin Lehrer!



Donnerwetter! Er war es. Es war ihr süßer Zigeuner. Dr. Laszlo Pfeifer! Das war der Hit. Jetzt hatte sie ein heißeres Date, als sie je gehabt hätte - außerhalb des Netzes. Sie würde mit ihm flirten. Er wusste ja nicht, wer sie war! Wer wusste schon, was da noch dabei heraus kam? - Wie war er privat? Sie wollte es schon lange wissen!



„Einsamer Wolf“: Wie siehst Du aus?
Silberdistel: Gut natürlich!
„Einsamer Wolf“: Ganz klar! :-) Geht es noch etwas detaillierter!
Silberdistel: Logo! 172 cm, Blond, aber nicht blöd! Locken, bis in den Nacken. Augen wie Veilchen, groß und rund! Figur traumhaft! Oberweite ......... Na ja, jetzt wird es doch zu intim!
„Einsamer Wolf“: Wow! Entweder Du lügst wie gedruckt oder Du bist eine Traumfrau!
Silberdistel: Beides! - Und Du? Wie siehst Du aus?
„Einsamer Wolf“: Natürlich bin ich Dein Traumprinz! Was denn sonst!
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Wie recht er hatte! Er war ihr Traumprinz. Sie himmelte ihn schon an, seit sie ihn kannte. Aber er bemerkte es nicht. Sie war sehr diskret. Aber jetzt und hier konnte sie ihn richtig anmachen. Er wusste nicht wer sie war!



Silberdistel:
Geht es etwas genauer?
„Einsamer Wolf“: Freilich!  - 187 groß, schlank, aber nicht zu sehr! Schwarzes Haar - auch Locken bis zum Nacken! Sind wir uns nicht ähnlich? :-) und: blaue Augen! :-) Meine Lieblingsschülerin nennt mich: „Zigeuner!“



ER WAR ES!!!!!!!!!!!! ER WAR ES!!!!!!!!!!! ER WAR ES!!!!!!!!!!!! ER WAR ES!!!!!!!!!!!!



Silberdistel: 
Du hast eine Lieblingsschülerin? Darf man das?
„Einsamer Wolf“: Natürlich darf man das. Sie weiß ja nichts davon! Meinst Du nur Schülerinnen schwärmen?



Und ob sie Etwas davon wusste! Ihr Herz hatte einen Sprung gemacht. Sie nannte ihn „Zigeuner!“



Silberdistel:
Das ist doch ein Schimpfwort - oder?



Es war kein Schimpfwort! Es war eine Liebeserklärung! Sie wollte nur auf keinen Fall, dass er Etwas bemerkte.



„Einsamer Wolf“:
Nein! Ich weiß, dass sie es nicht so meint! - Als Schimpfwort! Sie ist sehr nett, musst Du wissen.
Silberdistel:  Muss ich eifersüchtig sein?
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„Einsamer Wolf“: Nein, musst Du nicht! Sie ist unerreichbar! Mit Dir kann ich reden, flirten, Spaß haben! - Kommst Du mit?
Silberdistel: Wohin soll ich mit?
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„Einsamer Wolf“: Ins Séparée! Die vielen Idioten hier herum stören mich. - Dich nicht?



Er wollte mit ihr alleine sein! Davon träumte sie schon seit Ewigkeiten. Sie würde ihn verzaubern! Heute Abend! Sie würde seinen Geburtstag versüßen!



Silberdistel:
Klar! Ich war noch nie in einem Séparée, aber mit einem Zigeuner kann ich ja gar nicht anders. Außerdem liebst Du ja eine Andere. Das ist dann ja nicht so gefährlich.
„Einsamer Wolf“: Ich liebe keine Andere! Wen sollte ich denn lieben?
Silberdistel: Na, Deine Lieblingsschülerin! Wie sieht sie aus?
„Einsamer Wolf“: Ich liebe sie doch nicht - na ja, nicht sehr!
Silberdistel: Aha! Gestehe! Du findest Sie süß! - Und mich nicht!



Amanda zitterte innerlich! Was für ein Spiel spielte sie denn da? Das war wirklich gefährlich ! Aber natürlich auch so wunderschön. Er liebte sie! Sie war schon ganz aus dem Häuschen. Sie musste nur aufpassen, dass sie sich nicht verriet!



„Einsamer Wolf“:
Ich  finde sie süß! - Sie ist süß! Aber Du auch! Und sie ist verboten und Du nicht!
Silberdistel: Warum heißt Du so?
„Einsamer Wolf“: Wie?
Silberdistel: Einsamer Wolf?
„Einsamer Wolf“: Weil es so ist!
Silberdistel: Suchst Du nach ......... einem Lämmchen oder vielleicht nach einer Wölfin?
„Einsamer Wolf“: Unter welche Kategorie würdest Du denn passen?
Silberdistel: Unter gar keine!  Ein Lämmchen ist ein Schaf und ich bin kein Schaf!
„Einsamer Wolf“: Was bist Du dann?
Silberdistel: Grrrrrrrrr! Eine große Katze! Eine Raubkatze!
„Einsamer Wolf“: Kann ich Dich nicht zum Schnurren verführen?
Silberdistel: Du kannst es versuchen! Ich bin nicht so stachelig, wie mein Name vermuten lässt! Und ich schmuse, ...äähh schnurre gern!
„Einsamer Wolf“: Hoppla! War das ein Freud’scher Fehler oder ein Angebot?
Silberdistel:  ?????????????????????
„Einsamer Wolf“: :-))))) Du bist genauso frech, wie meine kleine Süße in der Schule. Sie macht auch immer so vorlaute Angebote.
Silberdistel:  Und Du stehst drauf!
„Einsamer Wolf“: Und wie! - Aber annehmen darf ich es nicht!
Silberdistel:  Warum nicht?
„Einsamer Wolf“: Weil ich ein Mann bin. Solche Angebote müssen von mir kommen!
Silberdistel:  Mein hübscher Zigeuner! Wo lebst Du? Hast Du noch nicht bemerkt, dass wir im 22. Jahrhundert leben? Frauen dürfen so Etwas!
„Einsamer Wolf“: Ja, ja kleine Emanze! Machen wir die Probe aufs Exempel! Sag’ mir, was Du willst!



Sie atmete tief ein!



Silberdistel: Dich! :-) Mit Haut und Haar!



War sie nun so frech oder war sie nur gut geschützt von der Anonymität des Internet? - Aber sie reizte ihn. Das war nicht zu leugnen - und sie erinnerte ihn an Amanda! Seine hübsche, süße, kleine Lieblingsschülerin. Jetzt würde er sie beim Wort nehmen, sehen, ob sie so mutig war, wie sie tat.



„Einsamer Wolf“: Wo bist Du jetzt?
Silberdistel: Zu Hause, in meinem Zimmer!
„Einsamer Wolf“: In Deinem Schlafzimmer?
Silberdistel: Ich habe nur dieses eine Zimmer. Es ist Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer gleichzeitig!
„Einsamer Wolf“: Auch ein Zimmer zum Schnurren? - Zum Schmusen? - Zum...!?
Silberdistel:  Vielleicht!
„Einsamer Wolf“: Vielleicht sollte ich kommen und es überprüfen! Wer weiß? - Vielleicht sagst Du nicht die Wahrheit!



Langsam wurde ihr wirklich heiß! Er flirtete mit ihr  - und wie er flirtete. Es war schon fast mehr. Aber es war ihr noch nicht genug. Wie konnte sie ihn noch weiter treiben? Ohne das er Verdacht schöpfte?



Silberdistel:
Das geht nicht!
„Einsamer Wolf“: Warum nicht? Verlierst Du den Mut, kleine Emanze?
Silberdistel: Nein, aber ich habe nicht so sehr viel an!



Donnerwetter! Jetzt blieb ihm die Luft weg. So ein Früchtchen! Sollte er einlenken - oder sollte er sie jetzt herausfordern? Er wollte sehen, wie weit sie ging! War sie wie Amanda? Sie würde nicht zurückscheuen! Sie würde ihm Paroli bieten. Aber sie war natürlich durch ihr Lehrer - Schüler - Verhältnis geschützt. Aber diese reizende Unbekannte war ja auch geschützt - durch das Internet!



„Einsamer Wolf“: Ich denke mit „Haut und Haar“? - Also, kleines Lämmchen! Was hast Du an?
Silberdistel: Zigeuner! Du bist ganz schön ....!
„Einsamer Wolf“: Was bin ich? Ein Mann? - Also! Was hast Du an? Ich will es wissen! Du warst so vorlaut, jetzt musst Du in den sauren Apfel beißen!
Silberdistel: Weiße Söckchen!
„Einsamer Wolf“: Weiter!
Silberdistel: Eine Legging!
„Einsamer Wolf“: Und?
Silberdistel: Einen süßen, schwarzen, durchsichtigen BH!
„Einsamer Wolf“: Biest! - Weiter!
Silberdistel: Eine Kette - Gold mit einem Herz! Rot! Emaille!
„Einsamer Wolf“: Warum ist es auf einmal so heiß hier?
Silberdistel: Nicht die leiseste Ahnung! - Du?
„Einsamer Wolf“: Was noch?
Silberdistel: Noch was? Kriegst Du denn nie genug, mein Zigeuner?
„Einsamer Wolf“: Doch ! Eigentlich genügt es mir schon lange. Mir bricht schon der Schweiß aus - bei dieser Vorstellung! Du musst zauberhaft aussehen! Aber die Legging passt doch nicht dazu - oder?
Silberdistel: Soll ich sie ausziehen? :-))
„Einsamer Wolf“: Na klar! Was ist drunter?
Silberdistel: Wenn ich Dir das verrate, was kriege ich dafür?
„Einsamer Wolf“: Was willst Du dafür?
Silberdistel: Morgen um die gleiche Zeit? Hier?!
„Einsamer Wolf“: Versprochen! - Also! Zieh’ sie aus!
Silberdistel: Das ist noch nicht genug!
„Einsamer Wolf“: Was möchtest Du noch?
Silberdistel: Was hast Du an?
„Einsamer Wolf“: Auch nicht viel!
Silberdistel: Was? - Genauer! Du willst es doch auch genauer!
„Einsamer Wolf“: Erst Du! Die Legging! - - - Bitte!
Silberdistel: So ist es brav! Ein höflicher Zigeuner! Gut! - Erledigt!
„Einsamer Wolf“: Was?
Silberdistel: Was wohl?
„Einsamer Wolf“: Du hast die Legging ausgezogen?
Silberdistel: Hhmmmm!
„Einsamer Wolf“: Was ist drunter?
Silberdistel: Haut!
„Einsamer Wolf“: Genauer!
Silberdistel: Nackte, gebräunte, lange, schlanke Beine! Wohlgeformt! Leicht überhaucht mit goldglänzenden Flaumhärchen und höher ....???
„Einsamer Wolf“: Ein Höschen?
Silberdistel: Willst Du es wissen? - Mein Zigeuner! - Vielleicht später! Jetzt Du!
„Einsamer Wolf“: Ich muss erst mein Fenster öffnen. Mir ist so heiß!
Silberdistel: Kneifst Du, einsamer Wolf!? - Vor einem Lämmchen? - Nimmst Du Reißaus?
„Einsamer Wolf“: Von wegen: Lämmchen! - Tigerlilli!
Silberdistel: Also, wenn Dir schon so heiß ist! - Zieh’ Dich aus! Was hast Du noch an? Lass’ es mich „sehen“! - Mit Deinen schönen, aufredenden Augen!
„Einsamer Wolf“: Du weißt ja, Wölfe tragen nicht viel!
Silberdistel: Was?
„Einsamer Wolf“: Fell!
Silberdistel: Wo?
„Einsamer Wolf“: Oben und unten! Und dazwischen!
Silberdistel: Genauer oder wird Dir schon wieder heiß?
„Einsamer Wolf“: Ich kann schon gar nicht mehr sagen, wie heiß mir ist. Du heizt mir ganz schön ein!
Silberdistel: Wo??????????????
„Einsamer Wolf“: Also! Meine Brust ist behaart!
Silberdistel: Schwarz! Wow! - Weiter!
„Einsamer Wolf“: Meine Beine sind haarig, wie von einem Insekt!
Silberdistel: Und ?
„Einsamer Wolf“: Ist das nicht genug?
Silberdistel: Ich weiß es nicht! Was meinst Du?



Jetzt war er am Zug. Sollte er es stoppen, oder sollte er seinen Geburtstag gebührend feiern? Es war ein erregendes Spiel, das sie da spielten. In Gedanken sah er Amanda! Sie war längst mit dieser kleinen Silberdistel verschmolzen. Er wollte, sie wäre es! - Nein! Das wollte er nicht! - Aber er träumte davon!



„Einsamer Wolf“:
Nein! Es ist mir noch nicht genug - aber Du kannst jederzeit aussteigen, Lämmchen!
Silberdistel: Danke mein süßer Zigeuner! Du bist ein Gentleman! Also ............es ist ein String!
„Einsamer Wolf“: Ich sehe ihn vor mir! Schwarz? Richtig?
Silberdistel: Bist Du Hellseher?
„Einsamer Wolf“: Nein! Aber Alles was Du anhattest war schwarz! Bis auf das Herz!
Silberdistel: Mr. Spock muss ich aber nicht zu Dir sagen?
„Einsamer Wolf“: Wo hast Du noch überall Haare?
Silberdistel: Du bist ganz schön neugierig!
„Einsamer Wolf“: Nicht kneifen, mein süßer, blonder Engel!



Amanda schluckte. So nannte er sie in der Schule manchmal! Hatte er Etwas bemerkt? Nein! Das konnte nicht sein. Er würde sofort aufhören - damit!



Silberdistel: Bist Du sicher, dass Du mich meinst? Oder ist das die kleine Süße aus der Schule?
„Einsamer Wolf“: Du bist sehr sensibel! - Aber ich gebe zu: Sie gefällt mir! - Stört es Dich, wenn euer Bild vor meinem geistigen Auge verschmilzt?
Silberdistel: Ich glaube nicht! Ich kenne sie ja nicht! Vielleicht bin ich ihr ja ähnlich. Soll ich sie sein - für Dich?



Jetzt wurde sie wirklich wagemutig. Was wenn er „ja“ sagte? Würde sie dieses Spiel durchhalten? - Egal! Er begehrte sie: Amanda! Sie war hingerissen.



„Einsamer Wolf“:
??????????????????????????????????
Silberdistel: Ganz schön viele Fragezeichen! Wie heißt sie?????
„Einsamer Wolf“: Nein, das nicht! Sie ist süß, sie ist sexy und sie ist klug - obwohl blond! Wie Du!
Silberdistel: Gut! Ich kann Dich verstehen! Manchmal träume ich auch von einem Mann, den ich nie bekomme! Lass’ uns zusammen träumen!
„Einsamer Wolf“: Du bist mindestens genauso süß wie meine Aman ...!
Silberdistel: Wie war Deine Frage?
„Einsamer Wolf“: Ich weiß nicht mehr!
Silberdistel: Du lügst!
„Einsamer Wolf“: Natürlich!
Silberdistel: Zigeuner! Mein süßer, blauäugiger Zigeuner. - Sie sind goldblond und weich und lockig und ganz kurz.
„Einsamer Wolf“: Wo, Engelchen? Wo, mein süßes Lämmchen? Sag’ es mir!
Silberdistel: Im Höschen!
„Einsamer Wolf“: Hast Du nicht doch Eis da? Ganz viel Eis? -
Silberdistel: Wozu?
„Einsamer Wolf“: Du bist so heiß! - Weißt Du, ich habe in zwei Stunden Geburtstag! Schenk’ es mir ... Dein Höschen!
Silberdistel: Bekomme ich Deine Adresse???????
„Einsamer Wolf“: Kleiner Scherzbold! Zieh’ es Aus!



Was sollte sie jetzt tun? Es entartete immer mehr zum Cybersex! Und sie war noch nie in ihrem Leben so geil gewesen. Sie war so  feucht, dass sie das Höschen sowieso ausziehen musste! Aber sollte sie noch weiter gehen? Wenn er hier gewesen wäre - hier bei ihr - sie hätte mit ihm geschlafen! Auf der Stelle!



Silberdistel:
Ich möchte Dir ganz etwas Anderes schenken! Du machst mich ganz schön nervös, mein süßer Zigeuner!
„Einsamer Wolf“:  Schön oder nervös?
Silberdistel: Beides!
„Einsamer Wolf“:  Würdest Du mich küssen - wenn Du könntest?



Es war ihr egal! Diese Situation kam nie wieder. Sie wollte ihn haben! - Wenigstens in ihrem Geist!



Silberdistel: Wo?
„Einsamer Wolf“:  Biest! - Tiger! - Raubkatze! - Wie soll da ein einsamer Wolf bestehen? Würdest Du es tun? Wo auch immer?
Silberdistel: Ich bin eine Schmusekatze! Deine - Schmusekatze! Und ich würde ................ Alles!
„Einsamer Wolf“:  Wirklich alles?
Silberdistel: Natürlich nur weil Du Geburtstag hast!
„Einsamer Wolf“:  Ich glaube, ich gebe Dir vielleicht doch meine Adresse!
Silberdistel: Tu’ es!
„Einsamer Wolf“:  Was???????
Silberdistel: Was immer!
„Einsamer Wolf“:  Was tust Du jetzt?
Silberdistel: Was soll ich tun?
„Einsamer Wolf“:  Großer Gott! Du machst mich völlig verrückt! Ich möchte, ich möchte, oh jaah, ich möchte Dich! In die Arme nehmen. Deinen warmen Körper spüren ........
Silberdistel: Ich kann es fühlen! Deinen Atem auf meiner Haut, Deine Lippen, Deine Hände ...
„Einsamer Wolf“:  Ich möchte niederknien - Dich anbeten! Deine Goldlöckchen ansehen - hinfassen - fühlen - zärtlich - weich - fester - tiefer - dazwischen - atmen - blasen - hauchen - küssen - lecken  - saugen - schmecken - eindringen ... mit meinen Fingern - meiner Zunge - meinem ...................... Oh großer Gott - oh großer Gott! Lämmchen, mein Lämmchen! Meine süße Raubkatze!
Silberdistel: Ich spüre Dich - ganz dicht! An meinem Körper! An meiner Haut! Auf meiner Haut! Unter meiner Haut! - Tief in mir! In meinem Leib! In meiner Seele! - Oh mein Zigeuner! Ich liebe Dich! - Ich liebe Dich! - Ich will ..., oh ja! Ich will, dass Du mich liebst! Dass Du mich nimmst! Dass ich Dir gehören darf!
„Einsamer Wolf“: Gib mir fünf Minuten! Ich bekomme g’rad keine Luft mehr! - Außerdem träumt es sich besser mit geschlossenen Augen! - Nein! Geh’ nicht fort! Bleib’ hier, bei mir! Ich brauche keine Pause. Ich will nicht, dass Du gehst! Gib mir Deine Telefonnummer! Ich will Deine Stimme hören!
Silberdistel: Ich würde es tun - vielleicht morgen! Aber Du willst nicht nur meine Stimme hören. Du willst den Hörer an Dein Gesicht pressen - und  - und - und ..................
„Einsamer Wolf“: Ja! Du hast recht. Ich würde mich in mein Bett legen und träumen Du bist bei mir! Du nicht auch? - Bitte, sag’ „ja“!!!!!!!!!!
Silberdistel: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
„Einsamer Wolf“: Was würdest Du träumen? Verrate es mir, mein süßer, blonder Engel!



Er meinte sie: Amanda! Er war verrückt nach ihr! So wie sie nach ihm! Er wollte mit ihr schlafen! Wollte hören, was sie sich erträumte! Sollte sie es ihm verraten? - Was sie mit ihm tun wollte?



Silberdistel: Vielleicht käme ich zu Dir! - Würde nachschauen, ob Du die Wahrheit gesagt hast. Ob Deine Brust wirklich so haarig ist - und auch das Drumherum!
„Einsamer Wolf“: Oh jaah! Schau nach! Ich zeige es Dir! Alles! Du darfst jedes einzelne Haar zählen!
Silberdistel: Kannst Du die Augen schließen?
„Einsamer Wolf“:  Ich werde den Teufel tun!
Silberdistel: Stell’ es Dir vor! Ich „zähle“ nach. Meine Hände auf Deiner Brust - ganz leicht nur! Sie streicheln Dich - hinauf über die Schultern - den Hals - über Dein Gesicht! Meine Fingerspitze berührt Deine Lippen, Deine Wangen, streichelt Deine Augen. - Jetzt möchte ich es!
„Einsamer Wolf“: Was? - Was möchtest Du? Sag’ es mir!
Silberdistel: Dich küssen! Meinen Mund ganz zärtlich auf Deinen legen. Spüren, wie weich Deine Lippen sind! Den kleinen Leberfleck berühren - unter Deinem Mundwinkel. Meine Zungenspitze hineinschieben ................



LEBERFLECK????????????? Woher wusste sie das! In seinem Kopf läuteten alle Alarmglocken aufeinmal! - Wer  - zum Teufel - war sie? War sie seine Amanda!?????????
Nein! So Etwas gab es doch nicht! Dass er ausgerechnet unter Millionen von Internetnutzern an sie geraten war! Aber trotzdem - er konnte jetzt nicht zurück! Er war so hingerissen - so verrückt nach ihr - so unglaublich geil! Aber er musste vorsichtig sein!



„Einsamer Wolf“: Leider kein Leberfleck vorhanden!



Amanda hätte sich ohrfeigen können! So ein blöder Fehler! Sie konnte es doch nicht wissen! Was jetzt?



Silberdistel: Mein Traummann hat einen - entschuldige! Aber wie bei Dir: Ihr zwei seid eins! Du wolltest doch auch von Deiner süßen Schülerin träumen. Gleiches Recht für Alle! Aber auch Du - kannst jederzeit aussteigen, mein Zigeuner!
„Einsamer Wolf“: Nein!Nein!Nein!Nein!Nein!Nein!Nein!Nein!Nein!
Silberdistel: Genug!???
„Einsamer Wolf“: Noch lange nicht! - Ich spüre Deine Küsse! Ich genieße sie - so sehr! Wer könnte da schon aufhören? Außerdem habe ich bald Geburtstag! Mach’ doch weiter - bitte!
Silberdistel: Nein! Jetzt bist Du dran!



Was sollte er tun? Aussteigen? Oder Cybersex haben mit seiner süßen Amanda! Sie war es! Er war sich fast sicher! - Oder doch nicht?



„Einsamer Wolf“: Weißt Du, dass unsere Lippen sich kennen? Sie sind alte Freunde! Sie sind füreinander geschaffen! - Aber ich möchte noch mehr an Dir kennenlernen! Darf ich meine Lippen auf Erkundungstour schicken?
Silberdistel: Wohin??????
„Einsamer Wolf“: Überall hin! Über Deine Wangen - küssen - zärtlich - ganz weich! Deine Ohren. - Sie sind so süß! Versteckt unter dem Goldhaar. Ich möchte hineinhauchen! - Deine Ohrläppchen berühren - lecken - hineinbeißen! - Den Hals entlang - zärtlich den ganzen Weg mit meiner Zunge erkunden - bis hin zu !!!!!!!!!!! Dein Dekolleté ist absolut bezaubernd. Besonders in dem schwarzen BH! Ich zieh’ ihn Dir aus! - Und dann .....................
Silberdistel: Dann????????????????????????????????
„Einsamer Wolf“: Dann lege ich meine Lippen auf Deine festen Spitzen!
Silberdistel: Jaaaaahhhhhhhhhhh!
„Einsamer Wolf“: Sag’ mir, dass Dir genauso heiß ist, wie mir?! Sag’ mir, dass ich weitermachen soll! Sag’ mir, dass Du es spüren kannst!
Silberdistel: Oh jaah! Ich spüre es - bis in die letzte, meiner Haarspitzen. Mein ganzer Körper hat eine Gänsehaut! Deine Küsse sind wunderbar! Und Du bist an einer sehr sensiblen Stelle.................
„Einsamer Wolf“: Gut! Dann lass’ mich weiter machen! Ich ziehe sie zwischen meine Lippen - Deine sensible Stelle! Lecke und sauge daran! Oh Gott - wie wunderbar!



Wenn es Amanda war, war er geliefert. Aber er konnte nicht aufhören - es war ja Amanda! Seine Amanda! Und sie machte ihn wahnsinnig!



„Einsamer Wolf“:
Mein Hände sind neugieriger! Sie  entdecken noch ganz andere Sachen! Tiefer! Weicher! Praller!
Silberdistel: Was gibt es da noch zu entdecken? Verrate es mir, mein Zigeuner!
„Einsamer Wolf“: Willst Du es wirklich wissen? Weißt Du noch, was wir hier tun? Willst Du wirklich noch mehr - von mir?
Silberdistel: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
„Einsamer Wolf“: Keine Antwort ist auch eine Antwort! Aber ich möchte es hören! Bitte!
Silberdistel: OK! Du sollst es hören! Zu Deinem Geburtstag!  Und weil ich keine Spielchen mag! - Manchmal müssen sie sein - - -  sonst darf nichts Anders sein! - Und ich will es doch - so sehr!!!!!!



Sie wusste wer er war! Und er wusste wer sie war! So unwahrscheinlich es auch schien - sie hatten sich gefunden! Durch die Kraft der Anziehung, die zwischen ihnen war!



„Einsamer Wolf“:
Es ist schon zu weit gediehen! Ich kann nicht zurück! Egal was Du mir sagst! - Engel! Mein Engel!



Amanda zitterte. Wusste er Alles? - Und wenn nicht? - Würde es zu Ende sein? - Oder war es tatsächlich so, wie er sagte? Sie wusste nicht, ob sie die Wahrheit sagen sollte!?! Und wenn - wieweit? Sollte sie sagen, dass sie wusste - wo sein Leberfleck war!



Silberdistel:
Was ich von Dir will? ALLES! Ich will Alles! Deine Hände, die mich berühren! Deine Lippen, die mich küssen. Deinen Leib, der meinen entdeckt, ihn erkundet, tief - tiefer - !!!!!!!!!!!!!
Dich! Der Du Besitz von mir nimmst - mit Leib und Seele!   -  Oh großer Gott! Ich muss jetzt aufhören! Ich kann einfach nicht mehr! Ich wollte Du wärst hier! Ich wollte, ich wollte, ich wollte!
ICH LIEBE DICH!
Alles Gute zu Deinem Geburtstag! Und denke an Dein Versprechen - Morgen - 22 Uhr! Wieder hier!
ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH! ICH LIEBE DICH!



Mit bebendem Herzen und bebenden Händen schaltete sie ihren Monitor aus, fuhr ihren PC herunter. Sie musste unter die Dusche. Sie musste wieder normal werden. Und sie musste noch eine Karte zeichnen - für ihn! Eine Silberdistel!
Am nächsten Morgen war sie leicht hohläugig. Sie hatte nicht viel geschlafen. Als er in der letzten Stunde die Klasse betrat, vibrierte jeder Nerv in ihrem Körper. Die Klasse feierte ihn - ihren Lieblingslehrer. Sie luden ihn ein - und er freute sich! - Sah er sie seltsam an? - Es hagelte Geschenke. Sie legte ihre Karte mit unter den großen Haufen. Als er sie in die Hand nahm, schluckte er! Er drehte sie um. Ein unverfänglicher Glückwunsch! Aber er musste es wissen! „Was soll denn das für eine Blume sein?“, fragte er burschikos. Die Anderen lachten. Amanda war schlagfertig genug! „Na, von Botanik haben Sie wohl keine Ahnung! Ist doch ganz klar: Das ist eine Silberdistel!“ Sie lächelte strahlend.


So einen Zufall gab es nicht! Seine Hand zitterte, als er die Karte zurücklegte. „Das passt zu Ihnen, kleine Distel! - Stachelig wie immer!“, konterte er. - Sie war es gewesen! - Die Frau, die ihn verrückt gemacht hatte. Wenn er sie ansah, reagierte er schon wieder! Oh Gott! Er sehnte sich nach ihr! - Er musste diese Feier jetzt mit Anstand zu Ende bringen und dann würde er überlegen, was zu tun sei. Er würde sie nicht wieder treffen - im Netz!
Als er nach Hause ging, flatterten seine Nerven. Er konnte es kaum erwarten, ins Internet zu kommen. Aber er würde nur sehen ob sie da war! Mehr nicht! Er würde sich nicht melden!
Punkt 22 Uhr!



Silberdistel: Wo bist Du, mein Zigeuner????????????
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Silberdistel: Wo bist Du, mein Zigeuner???????????? Hast Du Dein Versprechen vergessen? ....................



Er saß da und starrte auf seinen Monitor. Es durfte doch nicht sein! Und doch zog es ihn mit jeder Faser seines Herzen zu ihr!



Silberdistel: Wo bist Du, mein Zigeuner????????????????? - Gut! Ich glaube, Du bist da! Ich glaube, Du weißt nicht, was Du tun sollst! - So wie ich! Ich weiß aber, was ich tun muss - sonst stirbt mein Herz! - Es war nicht gelogen - gestern! Es war die Wahrheit! Wenn Du darauf verzichten kannst ................ Ich sehne mich so ............! Bitte! Sag’ Etwas!



Er saß da und Tränen liefen über sein Gesicht! Er durfte doch nicht weiter! Und doch: Sie war so süß! Und Er war so verliebt!



Silberdistel: Wo bist Du, mein geliebter, blauäugiger Zigeuner???????????? Laszlo!!!!!!!!!!!!!! Liebster!????????????????? Gut! Vielleicht kannst Du nicht anders! - Alles Gute zu Deinem Geburtstag! Dein Geschenk findest Du in Deinem Briefkasten! - Und: Du wirst mich nicht vergessen ! - Nie!



Wie von einer Tarantel gestochen rannte er hinunter zu seinem Briefkasten. Er hatte ihn geleert, als er heute Nachmittag nach Hause kam. Und doch: Es lag ein großer, brauner Umschlag darin. Ohne Namen! Er nahm ihn mit hinauf. Laszlo hatte das Gefühl eine Bombe in der Hand zu halten. Er atmete tief ein - und zerriss die Hülle!


Seine Augen wurden immer größer! In seinen Händen hielt er - den schwarzen String! Ihr Duft stieg ihm in die Nase. Er würde sie nie vergessen! Sie hatte recht! Und er konnte sie nicht aufgeben! Seinen süßen, blonden Engel! Dieses kleine Teufelchen! Er musste sie einfach haben! Es gab kein Zurück! Er hatte es gestern schon gewusst!


Laszlo stand auf wie in Trance. Er ging hinunter und hinaus auf die Straße. - Er ging zu ihr. Es war ziemlich weit, aber was machte das! Er würde sie sehen, sie in seine Arme nehmen!
Er wusste, wohin er sich wenden musste. - Er wusste, wo er sie finden würde! Vor ihrem Haus blieb er stehen. Er konnte nicht zurück. Leise schlich er um das Haus. Sie hatte einen Balkon nach hinten. Und da stand sie! Wunderschön  - im Mondlicht. Sie weinte! Sein Herz bebte. Er würde sie trösten!


Als er aus dem Schatten trat, sah er ihr Erschrecken. „Komm zu mir, mein süßer, blonder Engel - kleine Distel!“, flüsterte er. - Als sie in seinen Armen lag, wusste er es: Es war kein Zufall!
Zum ersten Mal fanden sich ihre Lippen - und der Himmel stürzte ein! „Ich liebe Dich, mein Zigeuner!“, flüsterte sie an seinem Hals und dann trat sie zurück und sah ihn an. „Ja!“, sagte er. „Ja!“ Sie verschränkte seine Finger mit den ihren und zog ihn mit sich - hinauf in ihr Zimmer! Das Zimmer zum Schnurren, zum Schmusen und zum ...........! Amanda drückte auf ihren PC.

Es erschien:
Silberdistel verlässt den Raum!


Und dann feierten sie seinen Geburtstag. Und ihre Liebe!

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