Vertrauen

 

Erwachen war immer etwas Besonderes für sie gewesen. Lena genoss es langsam ins Bewusstsein zurückzukehren. Die Wärme ihres Bettes zu spüren, das Wohlbefinden ihres entspannten Körpers. Es war einfach wunderschön.

 

Als sie heute den Weg aus ihrem Traum fand, war es seltsamerweise ganz anders als sonst. Irgendwie schien ihr Gefühl gefangen zu sein. All ihre Aufmerksamkeit konzentrierte sich - zwischen ihren Beinen. Lena öffnete ihre Augen, d.h. sie wollte ihre Augen öffnen, aber über ihrem Gesicht spürte sie die sanfte Weichheit eines Seidentuches. Nein, er hatte ihr nicht die Augen verbunden, lediglich ein dünnes Seidengespinst hinderte sie daran festzustellen, was hier eigentlich los war. Sie hätte nur zu pusten brauchen und es wäre davon gesegelt. Sie unterließ es. Konzentrierte sich stattdessen auf all ihre anderen Sinne.

 

Sie lang ausgestreckt auf dem Rücken - sehr bequem. Ihre Arme waren seitlich nach oben ausgestreckt und auch hier spürte sie weiche Seide - an ihren Handgelenken. Wie ein Armband umschlag sie ihre Gelenke und als sie ihren Arm anzog, spürte sie, dass das Ende des Tuches an ihr Rattanbett gebunden war. Aber auch hier war es eher ein Alibi, als eine Fessel. Sie hätte nur die Hand aus der Schlaufe ziehen müssen - um zu entkommen.

 

Lena lächelte. Sebastian kannte sie sehr genau. Er wusste, dass er sie nicht fesseln durfte. Es tötete ihre Lust, wenn sie sich gefangen fühlte. Und doch hatte er es geschafft, irgendwie ein völlig neues, aufregendes Gefühl in ihr zu wecken. Sie hatte die Illusion ausgeliefert zu sein - ohne die Qual, die ihr tatsächliche Gefangenschaft bereitete und die ihr jedes sexuelle Gefühl schlagartig vertrieb.

 

Lena folgte dem Gefühl - weiter hinab. Auch ihre Beine waren weit auseinander gespreizt und ebenfalls mit einem zarten Tuch fixiert. Aber ihr gesamter Körper lag geborgen unter ihrer warmen Bettdecke. Sie fühlte sich wohl - und sie wartete gespannt auf das, was da noch kommen würde. Alleine die Vorstellung, dass es eine besondere Art von Sex sein würde, erregte sie. Offensichtlich hatte Sebastian bemerkt, dass sie erwacht war. Ihre Bewegungen hatten sie verraten. Eine Hand glitt unter das Seidentuch und streichelte sanft ihre Wange. „Jetzt ist sie wach?!" flüsterte eine dunkle, leise Stimme. War das tatsächlich Sebastian? Lena war nicht ganz sicher - auf einmal. Wer sollte es sonst sein? Aber gerade als sie fragen wollte, spürte sie, wie die warme Decke auf ihren Beinen nach oben geschoben wurde.

 

Kühle Luft, traf auf ihre Füße, strich über glatte Waden, die Knie. Lena atmete schneller. Wow! War das ein Gefühl! Plötzlich wurde sie sich ihrer Position bewusst. „Höher!", befahl eine Stimme zu ihren Füßen. Eine winzige Sekunde nur verstrich, dann berührte eine zärtliche Hand erneut ihre Wange - und die Decke glitt über ihre Scham hinauf, gab sie den Blicken preis.

 

Wessen Blicke streichelten sie jetzt? Diese Stimme gehörte doch ihrem Mann - oder etwa nicht? Oder gab es da noch eine zweite Stimme? Lena zitterte plötzlich. Jemand kam zwischen ihre Beine - langsam - ganz nahe. Sie spürte Hände, sehr zielsichere Hände, die sich an ihrem kurzen Seidenhemdchen zu schaffen machten, das ohnedies nur bis an ihre Oberschenkel reichte. Sie knöpften es auf bis ganz hinauf und öffneten es weit, entblößten ihren nackten Körper. „Schööön!" Ein zarter Hauch nur - ehrerbietig. Sanft glitten diese Hände zu ihren Brüsten, legten sich warm über die steifen Spitzen. „Genug!", tönte die feste Stimme (Herrgott, es waren doch zwei Männer!). Die Hände verschwanden und die Decke wurde wieder herabgezogen bis sie Brüste und Bauch bedeckte - mehr aber auch nicht.

 

„Sebastian!", flüsterte sie verunsichert. „Bist du das?" Sie spürte, wie er sein Gesicht an ihres schmiegte, nur getrennt durch die zarte Seide. „Natürlich!", murmelte er leise. Lena atmete auf und wandte ihm ihr Gesicht zu, suchte seinen Mund. Er küsste sie durch das Tuch. Doch plötzlich fühlte sie den Hauch kühler Luft an ihrer Scham - wie wenn jemand.... Erregung brandete durch ihren ganzen Körper. Sie stöhnte auf und hörte sein leises Lachen an ihrem Ohr. (Das gab es doch nicht! - Konnte es doch nicht geben! Nein, wirklich nicht!) „Ich weiß es!", flüsterte er fast ein bisschen spöttisch. „Ich kenne dich so genau!"

 

Und doch blies jemand.... Sie spitze die Ohren. War da nicht ein ganz leises Summen im Raum - das vorher nicht da gewesen war? Sie war nicht sicher. Aber Sebastian würde doch nicht einen anderen Mann teilhaben lassen - an ihrem Liebesspiel - oder vielleicht doch?

 

Sie hatten schon einmal darüber gesprochen, sie erinnerte sich jetzt plötzlich. Thomas, sein bester Freund, war sehr fasziniert von ihr gewesen und Lena hatte ihrem Mann verraten, dass der Gedanke sie erregte, dass sein Freund sie heimlich beobachten würde - dabei! Aber das war doch nur Theorie gewesen - keine Praxis! Nur der Gedanke gefiel ihr - oder nicht? Hitze überflutete ihren Leib.

 

Sie brauchte ja nur zu pusten - und sie würde es wissen. - Wenn sie es aber nicht wusste... nicht genau wusste? - Nicht sicher war? Sie konnte sich von der Illusion erregen lassen und... - Lena stöhnte laut und ihr Mann lachte. Er hatte sie durchschaut. Sein Finger streichelte über ihr Gesicht, berührte sanft ihre Lippen und sie begann zärtlich zu saugen.

 

In dem Augenblick, als sie die Berührung zwischen ihren Oberschenkeln spürte, hätte sie beinahe zugebissen. (Es konnte doch nicht sein - oder doch?) Aber die Hand war da - oder was war es? Warm und weich, wie ein Pelz glitt ein zärtliches Etwas ihr Bein hinauf. Lena hatte aufgehört zu atmen. Er oder es hatte ihren Schamhügel erreicht, legte sich kurz darüber, schmiegte sich an - und glitt dann tiefer - hinunter zwischen ihre Schenkel. Es rieb und kitzelte, löste unglaubliche Gefühle aus - in ihrer Muschi. Lenas spürte die Feuchtigkeit, die sie förmlich überschwemmte. War sie jemals so heiß gewesen? So gierig?

 

Wer war es, der sich jetzt zwischen ihre gespreizten Beine kniete? Der sich über ihren entblößten Unterleib beugte? Den Blick auf ihre nackte Scham genoss? Der weiche Pelz verschwand und der kühle Luftstrom kehrte zurück. Sie hörte, wie er (wer?) tief Luft holte und blies. Und dann spürte sie eine warme Zunge, die sanft ihre Schamlippen streichelte. Und gerade in dem Moment, als sich die lüsterne Zunge in sie hinein schob, spürte sie eine Hand auf ihrem Haar.

 

Stöhnend bäumte sie sich auf, zuckte in wilder Lust und zärtliche Finger drangen tief in sie ein. Wellen der Leidenschaft überrollten sie. Ihr Körper reagierte, umfasste die harte Zärtlichkeit in ihrem Inneren - hielt sie fest. Das gab es doch nicht! Es konnte doch nicht sein, dass allein der Gedanke, dass - wer(?) sie so intim betrachten konnte - sie in Lust explodieren ließ?

 

Lenas Atem ging schwer. Sie keuchte fast in gieriger Erregung. Was für eine irre Erfahrung. Immer noch fühlte sie ihren Mann, (sie hoffte es zumindest - oder nicht?) der ihre Muschi verwöhnte. Und dann sagte eine raue Stimme hinter ihrem Kopf: „Jetzt ist es genug!" Lena versteinerte. „Wer ist da?", krächzte sie fassungslos. Sie hörte sein warmes Lachen. „Wer, Liebchen?" und dann verließ er sie und die Decke wurde ihr über ihren zitternden Unterleib gezogen. „Sag mir, dass du das bist!", verlangte Lena. Sie hörte sein leises Lachen. „Natürlich bin ich das!", und dann verstummte er.

 

Jetzt hörte sie wieder ein winziges Geräusch hinter ihrem Kopf. War er um sie herumgegangen? Jemand hob die Bettdecke an und entblößte ihren Oberkörper. Er kniete an ihrem Kopf nieder, achtete darauf, dass ihr Seidentuch nicht verrutschte. Lena schnupperte. Ja! Das war ihr Mann. Sie konnte ihn riechen - sie liebte ihn, diesen markanten Duft. Er spreizte seine Knie auseinander und beugte sich über sie. Sie spürte seine Erektion, die sich prall und warm über dem Seidentuch an sie drückte. Seine Hände legten sich auf ihre nackten Schultern, massierten gekonnt. Doch dann schob er sie tiefer, ließ sie über ihr Dekolleté streicheln und umfasste sanft ihren Busen. Sein Daumen reizte ihre steifen Brustwarzen.

 

Lena genoss diese intime Berührung. Sie liebte es, wenn er ihre Brüste verwöhnte. Er brachte sie damit in höchste Ekstase. Immer wieder umrundeten seine Hände ihre prallen Halbkugeln. Wieder und wieder ließ er seine Fingerspitzen an ihren festen Knospen reiben und dann beugte er sich tiefer und leckte zärtlich. Stöhnend drückte er ihren Busen zusammen und saugte diese aufreizend süßen Nippel tief zwischen seine Lippen. Biss zärtlich hinein!

 

Genau in diesem Moment hörte sie es. Eine leise, heisere Stimme flüsterte vom Fußende ihres Bettes nur ein einziges Wort. „Geil!" - Lena erstarrte zu Eis. - „Schschsch!" - Sie lag stocksteif. Trotzdem! Das war nur äußerlich. Ihr Blut hatte die Siedetemperatur längst überschritten. War es Thomas, der ihnen bei diesem aufregenden Spiel Gesellschaft leistete? Hatte er sie berührt? Oder spielte er nur den stillen Genießer? -

 

„Sag mir, dass wir alleine sind?!" flehte sie - hin und her gerissen zwischen Lust und Angst. Was wollte sie denn nun eigentlich? Thomas - und den Gedanken, dass er immer verrückter wurde, bei ihrem Anblick - sie immer mehr wollte, sie immer heißer begehrte - oder nicht?

 

Sebastian hatte nicht aufgehört ihre Brüste zu kneten, aber er betrachtete sie. Lächelte versonnen. Er wusste um den Zwiespalt, der in ihr kochte. Er konnte fühlen - wie es wirkte - sein Spiel! Schließlich hatte er lange genug über der Lösung dieses Problems geknobelt. Der Gedanke an Thomas erregte sie - trotzdem sie Angst hatte davor - und wenn er ehrlich war - ihn ließ diese Vorstellung auch nicht völlig kalt.

 

Durch das Tuch hindurch suchte er ihre Lippen, küsste sie heiß. „Natürlich sind wir allein, Liebes! - Vertrau mir!“, flüsterte er in ihr Ohr und kniff sie sanft in empfindsames Gewebe. Natürlich vertraute sie ihm. Sie würde ihm ihr Leben anvertrauen. Und doch war da ein kleiner Zweifel. Warum blies sie nicht in die Seide? Dann würde sie es wissen - wenn sie das denn wollte.

 

Als Lena spürte, wie die Decke von unten über ihre Füße hoch geschoben wurde, hielt sie den Atem an. Es war unmöglich! Er konnte nicht hier und dort gleichzeitig - oder doch? Ihre langen, schlanken Beine wurden behutsam entblößt. „Thomas?" Sie stöhnte verlangend. Beinahe konnte sie die streichelnden Blicke spüren, die sanft über ihre Knie hinauf glitten - höher, die Innenseite ihrer gespreizten Schenkel berührten. Sie jagten ihre heiße Schauer durch den Leib.

 

Jemand hob ihr endgültig die Decke vom Körper. „Wow!" Verlangendes Stöhnen drang an ihr Ohr. War es Sebastian, der auf ihre gespreizte Scham reagierte - oder waren es - Sebastian und ...!

 

Du bist ja so heiß, meine Süße!", flüsterte eine leise Stimme. Das war eindeutig ihr Ehemann. Gott sei Dank. Es waren seine Hände, die sie berührten - dazwischen, sein Atem der sie streifte. „Du hast die schönsten Beine der Welt", murmelte er und schob sie noch weiter auseinander. Er kniete sich dazwischen, betrachtete ihre entblößte, erregte Muschi. Der Gedanke machte sie noch gieriger. Aber vielleicht war ja da noch jemand? Thomas? - Kaum hatte sie diesen Gedanken zu Ende gedacht, fühlte sie erneut den weichen, aufregenden Pelz - diesmal an ihrem Hals - kurz unterhalb des Ohres. Wie wunderbar sich das anfühlte! Sie neigte ihren Kopf, drängte sich der zarten Berührung entgegen. - „Thomas!"

 

Lena spürte aber doch Sebastians Hände. Sie lagen auf ihrem Venushügel - öffneten vorsichtig ihre prallen Blütenblätter. „Du bist so aufregend!“, keuchte er. „Deine süße Möse schwimmt in Lust!" Lena keuchte, hob ihm ihr Becken entgegen. „Wie erregt du bist! Wie feucht! - Haben wir dich so geil gemacht?"

 

Wir? Schreck fuhr ihr durch sämtliche Glieder - und unbändige Lust! Großer Gott! Es machte sie verrückt - zu wissen(?), dass er da war - sie betrachtete. Thomas! War es sein Finger, der sich ganz langsam von oben zwischen ihre Schamlippen schob? Der ganz leicht nur - ihren Kitzler berührte? Lena schrie auf. Das Verlangen ihres Körpers ließ sie überkochen. Hatte sie jemals diese unglaubliche Begierde gefühlt, die sie jetzt völlig wahnsinnig machte?

 

Nein, sie wollte es nicht wissen. Sie würde nicht fragen und - sie würde das Tuch nicht entfernen. Sie würde genießen, was Sebastian ihr schenkte. Sebastian und ....! Ihr Becken bewegte sich im Takt der Fingerspitze. Auf und ab!

 

Sie stieß ihm entgegen. Stöhnend wand sie sich. „Komm schon, Schatz! Fick mich - jetzt!" Aber Sebastian lachte nur - leise. „Meine süße, gierige Zaubermaus! - Was bist du geil!" Immer noch rieb dieser zärtliche Finger in ihr - machte sie verrückt. „Tu es endlich", keuchte sie. - „So tu es schon! Schieb ihn mir rein! - Ich will dich!" Lena wurde wahnsinnig unter seinen Händen.

 

Wie geil sie aussah! Und wie lüstern sie ihn machte. Ihre nackten Brüste wogten. Jetzt brauchte sie keine Fesseln mehr. Sie spreizte ihre Schenkel so weit wie möglich auseinander - für ihn. Sie wollte ihn - oder vielleicht auch...! -

 

Aber er wollte noch mehr. Seine zweite Hand würde sie ausflippen lassen. Er legte sie auf das Bett und schob sie näher. Dazwischen! Noch näher! Lenas Becken wippte ihm entgegen - auf und nieder - und dann stieß sie an. Sie stöhnte laut und drängte sich dieser wunderbaren Hand entgegen. Sebastian keuchte, als seine Finger ihre gierige Feuchtigkeit berührten. Er drückte sie tiefer - stieß behutsam zu.

 

Jetzt! Er konnte es jetzt nicht mehr abwarten und rückte näher. Sein Penis berührte sie - glühende Hitze vernebelte seinen Verstand. Großer Gott, war sie geil! Machte sie ihn verrückt. So völlig verrückt! „Fick mich!" Lena stöhnte, als sie ihn fühlte. Sebastian griff nach einem Kissen und schob es ihr unter den Unterleib, beugte sich gleichzeitig tiefer und leckte.

 

Wimmernd drückte sie sich ihm entgegen. „Ja, Schatz, jah!" Sie schnappte nach Luft. „Bitte!", flehte sie. „Bitte!" Und dann spreizte sie ihre hungrige Venusblüte auseinander und bot sie ihm dar. Jetzt musste er es tun! Er konnte es nicht länger aushalten. Er musste sie spüren! Er musste sie ficken! Er brauchte sie! Jetzt! Ihr heißes, nasses Fleisch, das sich über seine Männlichkeit schieben würde. Ein Gefühl, wie in einen Hochofen einzutauchen. Schon die glühende Hitze, die ihn empfing, wenn er nur in die Nähe kam. Hier - zwischen ihren Beinen - begann der Trip in die heißesten Tiefen der Hölle.

 

„Lass mich dein Teufel sein!", flüsterte er, als seine Spitze sie berührte und als er eindrang, flüsterte eine Stimme an/in ihrem Kopf: „Ich will dich!" War sie das gewesen? Oder Sebastian? Oder doch...? Sebastians Hände fassten sie um die Hüften und rissen ihren Unterleib näher heran. - Thomas! - Sie biss die Zähne zusammen. Wenn das so weiter ging, würde sie durchdrehen vor Gier. „Ja, Liebling, ja!" Stöhnend stieß sie ihm entgegen - diesem wunderbaren Schwanz, der sie erfüllte, ihr den Höhepunkt der Lust schenkte.

 

„Großer Gott!", stöhnte Sebastian und schloss die Augen. Er würde sie haben! Er warf den Kopf in den Nacken und spannte seinen gesamten Körper. „Liebling!" Und dann drang er ganz langsam tiefer, schob sich ganz hinein, in diesen heißen Glutofen der Leidenschaft. Aber in dem Augenblick, in dem er anstieß, tief in ihrem Inneren, verließ ihn die Beherrschung. „Ja!", knurrte er. „Oh jaaah!" Und stieß und stieß und stieß.

 

Zähneknirschend vor Anstrengung tastete er nach dem kleinen, schwarzen Kätschen, das auf den Bett lag und drückte. „Jetzt, jaah, jetzt!", stöhnte eine raue Stimme hinter ihnen. Und dann vergaß er sich endgültig. Lena keuchte, sie warf sich ihm entgegen. So etwas hatte sie noch niemals erlebt. Jeder ihrer Nerven stand unter Strom, ihr Blut kochte. Sie war nur noch heiß, gierig nach Lust. „Bitte!", flüsterte sie. „Bitte - bitte - bitte!"

 

War er da? Sah er zu? - Berührte er sie? - Vielleicht auch mehr? Thomas? - War er es, der...? - Egal! Auf jeden Fall war er in ihrem Kopf - in ihrem Bewusstsein. Der Kick, der sie in die Stratosphäre beförderte. Wimmernd drängte sie sich an ihn, genoss jeden Stoß. „Du hast ja keine Ahnung, wie sich das anfühlt!", keuchte sie atemlos. „Keine Ahnung!" Lena streckte ihr Bein und Sebastian griff danach, hob es hoch, lehnte sein Gesicht an ihre glatte Wade, küsste die weiche Haut. Seine Hand glitt entlang, hinunter, streichelte dazwischen und berührte ihren Kitzler.

 

Lena bäumte sich auf. Ihre Stimme kippte um. Ein wilder Schrei riss ihn mit. Wogen der Leidenschaft schlugen an ihren Strand überschwemmten das Delta mit einer gewaltigen Flut und rissen sie weit hinaus ins offene Meer. Die tobenden Elemente wirbelten sie in schwindelnde Höhen und schleuderten sie zurück in die Tiefe, bis sie schließlich beide auf einer sich beruhigenden See dahinschaukelten. Lenas Hand hatte sich aus der Seidenschlaufe befreit und fast zögerlich griff sie nach ihrer „Scheuklappe", zog sie langsam von ihren Augen.

 

Sebastian sah ihren hastigen Rundblick und musste schmunzeln. Unsicherheit und ein wenig Frucht flackerten in ihrem Blick. Er nahm sie in seine Arme, schmiegte sich an sie. „Keine Angst, meine Liebste!", flüsterte er rau. „Er war nur hier drin!" Sein Finger tippte an ihre Stirn. „Nicht in unserem Schlafzimmer!" Zärtlich küsste er ihre Schläfe. Seine Hand glitt über ihren schönen, nackten Leib. „Du glaubst doch nicht, dass ich zulasse, dass er das hier sieht?"

 

Lena drehte sich zu und atmete tief. Sie erkannte, dass es wirklich nur der Gedanke gewesen war, der sie erregen konnte. - Die Realität hätte sie erschreckt. „Danke!", murmelte sie und dann küsste sie ihn hingebungsvoll. Denn er allein, war der Mann, den sie wollte!

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?