Schnee-Engel

 

Hand in Hand liefen sie durch den Schnee, sprachen kein Wort. Sie konnten miteinander schweigen. Das war es, was sie verband. Ihre Gedanken, ihre Gefühle erreichten den anderen auch ohne Worte. Der erste Schnee - heute Nacht war er gefallen. Ein frisches, reines Geschenk des Himmels. Niemand hatte ihn noch berührt. Ihrer beider Spuren waren die ersten - bewiesen, wie nah sie sich waren. Sie führten den Hügel hinauf in den Wald. Die Sonnenstrahlen brachten alle Schneekristalle zum Glänzen. Die eisigen Zweige glitzerten vor dem hellblauen Firmament.

 

Wie süß sie aussah, seine Ilona. Ihr dunkles Haar umrahmte ein Gesicht, wie es nicht schöner gemalt sein konnte: Ebenmäßig und weiß. Ihr roter Mund hatte Lippenstift nicht nötig. Er glänzte wie Seide. Sie war ganz passend zu diesem Tag gekleidet. Weiß und himmelblau. Ein dicker weißer Strickpullover und eine kurzer weißer Jeansrock umschmeichelten ihre schlanken Formen. Dazu trug sie weiße Overknees, die nur einen Schimmer ihrer hellen Haut unter dem Rock erahnen ließen. Der hellblaue Wildledermantel und die blauen Stiefel sorgten dafür, dass man sie für die Schneekönigin persönlich halten konnte.

 

Und mit dieser wunderbaren Frau lief er durch den hellen Tag und genoss ihre Gegenwart. Als sie den Hügel erreichten, hatten sie den Wald verlassen. Hier oben war es fast warm im Sonnenschein. Sie hatten freien Blick auf den See. Hier mitten in der Natur konnte man beinahe meinen alleine auf der Welt zu sein. Andreas schloss die Augen und atmete tief. Er war glücklich mit ihr.

 

„Weißt du wie man einen Schnee-Engel macht?", klang ihre weiche Stimme an sein Ohr. Andreas schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Ahnung!", lachte er. Immerhin war sie hier aufgewachsen. Hier inmitten freier Natur. Er war ein Stadtmensch. Er konnte sich nicht erinnern jemals in seiner Kindheit soviel Schnee gesehen zu haben. Schnee war für ihn immer Matsch und Schmutz gewesen. Niemals reinweiß und kristallen, so wie hier. Hier war Schnee und Engel logisch. In der Stadt nicht.

 

„Also! Wie macht man einen Schnee-Engel?", fragte er. Ist das so etwas Ähnliches wie ein Schneemann?" Jetzt lachte Ilona. „Überhaupt nicht! - Schau! Ich zeig’ es dir!" Vorsichtig, um nicht die glatte Schneedecke zu zerstören, ging sie ein paar Schritte von ihm weg. Dann drehte sie sich um und ließ sich der Länge nach rückwärts in den weichen Pulverschnee fallen. Glitzernde Wolken stiegen um sie auf, tauchten sie in eine Aureole von Diamanten. Wie schön sie war. Der blaue Mantel fiel auf und der weiche Pelz umrahmte sie malerisch.

 

Ilona streckte die Arme aus und spreizte sie, legte sie neben sich und dann bewegte sie sie langsam auf und ab, so als würde sie fliegen. Und tatsächlich sah die Spur im Schnee aus, als hätte sie Flügel. Dann spreizte sie langsam ihre Beine, schloss sie wieder und öffnete sie erneut. Ihre ohnehin kurzer Rock schob sich noch höher und gab ihm einen hinreißenden Blick frei. Inzwischen hatte er es begriffen: Die Form im Schnee war ein Rauschgoldengel - Ein Schnee-Engel. Dafür hatte er momentan allerdings gar keine Augen.

 

Andreas sah nur noch ihre Beine. So sexy! Die blauen Stiefel, die weißen, langen Strümpfe und darüber helle, nackte Haut - auf dunkelblauem Fell. Sie trug tatsächlich keine Strumpfhose darunter. Ob sie wusste, wie das aussah? Ob sie wusste, dass sich ihr Rock mit jeder Bewegung höher schob? Ob sie ahnte, dass er, immer wenn sie ihre Beine spreizte, ein süßes weißes Spitzenhöschen zu Gesicht bekam? Er trat einen Schritt näher, sah genauer hin.

 

Wie schön sie war. Ihr dunkles Haar, das unter der blauen Kappe hervorquoll, umrahmte ein Engelsgesicht. Sie WAR sein Schnee-Engel! Und wie sie ihn anstrahlte! Der rote Mund und ihre weißen Zähne lockten. Plötzlich hatte er das Bedürfnis sie zu küssen. Aber er konnte sich doch nicht zu ihr in den Schnee legen, um sie... Er hätte sie gar zu gerne in seine Arme genommen, geküsst und auch - berührt.

 

Jetzt waren seine Blicke wieder angekommen. Noch ein Schritt - ihre Beine öffneten sich. Das Höschen blitzte. Sah er da dunkle Ringellöckchen schimmern? Seitlich schlängelte sich ein seidiges Strähnchen unter dem Saum hervor, kringelte sich um den zarten Stoff. Und war da nicht eine winzige dunklere Stelle inmitten des duftigen Weiß? Das hinreißende Aroma, das sie bei der Liebe verströmte - jetzt hatte er es wieder in der Nase. Ob sie jetzt - da - so duftete?

 

Ilona war eine einzige Verlockung. Warum sollte er nicht? Es war warm hier inmitten der Sonne. Sie waren alleine und sie liebten sich. Mit einem Hechtsprung landete er neben ihr. Der Schnee stäubte auf und rieselte in kleinen Wolken auf sie herab, traf auch die nackte Haut ihrer Oberschenkel. Erschrocken schrie sie auf, aber schon hatten seine Lippen ihren Mund verschlossen. Wie aufregend es war, sie zu küssen. Ihre kalten Lippen zu öffnen um dann ein warmes, anheimelndes, aufregendes Zuhause zu finden. Sinnliche Küsse im Schnee. Heiß und Eis! Sein Blut kochte und doch kühlten die Schneekristalle seine Haut.

 

Seine Hand tastete hinunter, fand ihre Beine, das Ende der Strümpfe. Er musste unbedingt seine Atmung wieder unter Kontrolle bringen. Sie war für ihn wie ein Aufputschmittel. „Ich liebe dich!", flüsterte er und lachte über ihren spitzen Schrei, als seine kalten Finger warme, nackte Haut trafen. Seine Handfläche legte sich auf ihren Venushügel und massierte sanft. Ihr Schrei war in wohliges Schnurren übergegangen. Andreas lächelte. Seine Hand erkundete sie, streichelte prachtvolle Schenkel und dann glitten seine Fingerspitzen unter den Rand des Höschens und tauchten ein in weiche, feuchte Hitze.

 

Erneut fiel er über sie, schob seine Zunge in ihren Mund, imitierte seine Finger, die ihre glatte Erregung immer tiefer erkundeten. Behutsam spreizte er ihre Scham und liebkoste ihren Kitzler. Ilona stöhnte verlangend, öffnete sich noch mehr und hob sich ihm entgegen. Das wollte er jetzt genauer sehen - riechen - schmecken. Langsam schob er sich hinab, legte seinen Kopf auf ihren Unterleib und zog das lästige Stückchen Stoff beiseite. Der Dufthauch ihrer Lust traf ihn wie ein Blitz - direkt zwischen die Beine. Behutsam kam er noch näher, atmete tief dieses erregende Aroma und dann ließ er seine Zunge hervorschnellen und berührte die empfindsamste Stelle. Ilona zuckte keuchend.

 

„Schenk mir deine Lust!", flüsterte er und sein Daumen strich langsam durch ihre Nässe. Ihre rosige Muschi dampfte in der Kälte des klaren Wintertages. Vorsichtig nahm er ihren Kitzler zwischen seine Lippen und saugte, während sein Finger zärtlich den Kraterrand umkreiste. Er kannte sie so gut, wusste um die Stellen ihrer Lust - und er wollte sie erwecken, verrückt machen und zum Gipfel führen.

 

„Oh ja, Andreas! Oh jaa, bitte!", keuchte sie und ihr Becken stieß rhythmisch. - Oh nein! Diesen Gefallen würde er ihr noch nicht tun! Noch würde er nicht eindringen in ihr heißes Liebestal! Noch nicht. Noch sollte sie schweben zwischen Raum und Zeit - gefangen von der Lust ihres Leibes. Sie sollte es genießen, ihn zu wollen, sein Fleisch zu ersehnen. Sollte die Sehnsucht zelebrieren, sie bewusst steigern und schwelgen in brennendem Gefühl. Das war es doch, was sie um den Verstand brachte. Er ließ ihr die Zeit ihre Ekstase auszukosten bis zur Neige - hatte es niemals eilig. Denn Andreas wusste, seine Erfüllung würde kommen. SIE kam für ihn an erster Stelle und er delektierte sich inzwischen an ihrer Wonne.

 

Zu sehen, wie ihr Verlangen wuchs, zuzuschauen, wie ihr ganzer Körper aufblühte in Sinnenlust, wie sie sich seiner Führung zum Gipfel überließ, war für ihn momentan genug Entzücken. Ihr Leib wand sich, tanzte zur Melodie der Lust, wiegte sich auf und ab, im Takt seiner Hände. Ilona stöhnte begierig. Die schmale rosige Stelle ihrer Leidenschaft glühte immer intensiver, schwoll an und lud ihn immer nachdrücklicher ein, doch endlich - endlich tiefer vorzustoßen. „Bitte!", flehte sie. „Bitte, Andi, bitte!"

 

Seine Zunge reizte sie, tippte an und verschwand, kreiste und umrundete - und drang doch nicht ein. Aber er spürte, wie nahe sie ihrem Höhepunkt war und so intensivierte er seine Bemühungen. „Oh, so mach’ doch schon - endlich!", keuchte sie atemlos. „Mein Engelchen! Mein süßer Schnee-Engel!", flüsterte er ihr ins Ohr, blies ihr seinen warmen Atem über den Hals in ihr erhitztes Dekolleté. „Mein süßes, geiles Engelchen!"

 

Ilona wimmerte. Sie hielt ihre Augen fest geschlossen. Rang um ihre Lust, um den Höhepunkt und genoss doch jede Sekunde auf der Schwelle zur Ekstase. Wie sehr er sie anmachte! Wie sehr sie reagierte - auf ihn! Der Lufthauch aus seinem Mund auf ihrem erregten Fleisch, ließ sie erbeben. „Stell es dir vor, kleiner Engel!", murmelte er an ihrer Wange. „Stell dir vor wie es sich anfühlt! - Du und ich zusammen! - Ich bin so hart, so geil - nach dir! Und jetzt ...", er stockte. Hielt sie hin. „Weiter!", keuchte sie. „Mehr, Andreas! - Bitte! - Schieb ihn mir rein!" Jetzt wollte sie nicht mehr warten.

 

Sie schnappte nach Luft und gab auf. Sie wollte sich nicht mehr beherrschen. „Komm schon!", stöhnte sie. „Lass’ sie mich spüren, deine pralle, runde Spitze. Schieb’ sie mir zwischen die Schamlippen!" Seine Finger reagierten - gehorchten. Mit beiden Daumen spreizte er sie, leckte so aufregend langsam über ihr erregtes Fleisch - drang ein. Dann presste er mit den Lippen ihren Kitzler zusammen und als er spürte, wie sie sich unter ihm aufbäumte, schob er genüsslich zwei Finger tiefer und tiefer und tiefer.

 

Ilona stieß ihm entgegen. „Ja! Ja! Ja! - Jaaaahhhh!" Großer Gott, war das schön! Die Lust überrollte sie, wie eine Lawine. Glitzernde Schneekristalle tanzten vor ihren Augen. Ilona sah nur noch Sternchen - funkelnde kleine Lustblitze durchzuckten ihren Körper, schossen sie in den Himmel.

 

Völlig erschöpft und außer Atem ließ sie sich zurücksinken. Andreas schloss sie in seine Arme und küsste ihre Schläfen. Lächelnd streichelte er ihre Wangen, gab ihr den eigenen Duft zu atmen. Zärtlich schmiegte sie sich an ihn. „Danke!", flüsterte sie in sein Haar. „Weißt du, eigentlich machst du wirklich viel bessere Schnee-Engel als ich!" Auch Ilona musste lächeln. Und als sie aufstand und an ihm herab sah, lachte sie laut: „Oder vielleicht doch Schneemänner!"

 

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