Gedankenlesen

 

Ich liege mit ihr im Bett, es ist Samstag, gleich Mitternacht, und es ist schön! So schön wie jede Samstagnacht. Meine süße Frau und ich haben Sex! Sie fühlt sich so gut an – unter mir. Meine Hand auf ihrer Brust, mein Schwanz in ihr, und ich gebe mir alle Mühe. Ich stoße fest und fester. Gleich ist es soweit.

 

„Bin ich gut für dich, Liebling?“ Auch diese Frage stelle ich allsamstäglich, wie auch mein stilles Stoßgebet: Manchmal wünsche ich mir wirklich, ich wüsste, was eine Frau fühlt beim Sex. Ich will ja gut sein – für sie.

 

Es ist dunkel im Raum, aber in diesem Moment fällt der Lichtschein eines vorbeifahrenden Wagens auf ihr Gesicht, und ich sehe es.

Cara verdreht die Augen und ihr Gesicht weg von mir.

 

„Mach bloß fertig, bevor ich da jetzt was dazu sage!“

 

Mir bleibt nicht nur die Luft weg.

„Was heißt bevor?“ 

Die Nummer ist zu Ende, und ich bin völlig desillusioniert.

 

„Was hast du gesagt, Thomas?“, fragt sie und kuschelt sich schläfrig in ihr Bett. Es macht ihr nichts aus, dass es kein Finale gab. Sie tut so, als sei alles ganz normal.

 

„Na, das war doch diesmal gar nicht so schlimm!“

„Was hast du gesagt?“, frage ich zurück, aber sie schläft schon fast.

„Gute Nacht, Schatz!“

„Gute Nacht!“ Als ob es das werden könnte.

 

Als ob ich jetzt schlafen könnte! Sie hat mir den ganzen schönen Samstagabendsex verdorben! Himmel, was war denn das eben? Hat sie PMS oder vielleicht Migräne? Aber das hätte sie doch sagen können. Ich bin ein liebender Ehemann, ein rücksichtsvoller Mann.

 

Aber das? 

„Mach bloß fertig, bevor ich da jetzt was dazu sage!“

Es brennt in meinem Gedächtnis. Was sollte das heißen? Ich habe nicht die geringste Ahnung. Bisher war meine Ehe wunderbar. Auch unser Samstagabendsex war es! Oder?

 

Gerade weiß ich es nicht mehr so genau.

Manchmal wünsche ich mir wirklich, ich könnte fühlen, was eine Frau fühlt beim Sex. 

Ich dachte, ich wäre gut – im Bett.

 

Verfluchte Scheiße, ich kann jetzt nicht mehr schlafen, also stehe ich auf, gehe in die Küche und hole mir ein Glas kalte Milch.

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich platze gleich. Mein Kopf fühlt sich heiß an – rot! Ich bin beschämt, denn … gut ist wohl anders, oder?

Ich muss mich abkühlen. Nicht, dass ich geil wäre, oh nein! Mir ist, als hätte ich Fieber. Vielleicht sollte ich duschen? Müde bin ich ohnehin nicht mehr. Ich bin hellwach.

Barfuß tapse ich ins Badezimmer und ziehe mir das verbliebene Schlafanzugoberteil aus, da fällt mein Blick in den Spiegel.

 

Offenbar bin ich krank, oder warum sehe ich so verschwommen? Ich mache die Augen zu und reiße sie wieder auf. Mir wird schwindlig. Ich öffne den Wasserhahn und lasse das Wasser laufen bis es eiskalt ist, dann fülle ich meine Hände und schwappe mir das Wasser ins Gesicht. 

„Hhhhsch!“

Jetzt bin ich wirklich wach, muss wach sein. Trotzdem! Mein Spiegelbild sieht aus, als würde ich mich in einer Eisfläche sehen: Unscharf! Doppelt! Ich sehe zwei Gesichter, dabei habe ich doch gar nichts getrunken heute Abend, oder nicht viel wenigstens. Höchstens drei Bier, oder so!

Ich schaue genauer, versuche meine Augen scharf zu stellen, aber irgendwie …

„Verdammt, reiß dich zusammen!“

 

Ich blicke mir tief in die Augen. Braun – wie immer, aber … dahinter sehe ich noch ein Paar Augen: Blaue! Blau, wie …

Ich verstehe das nicht. Vielleicht habe ich doch zu viel getrunken? Und dann - dieser Tiefschlag. Ich sollte schlafen gehen. Morgen geht es mir bestimmt besser.

Okay! Gesagt, getan! Ich gehe zurück ins Bett und versuche zu schlafen. Irgendwann geht es auch.

„Gute Nacht!“

 

Als ich erwache, ist alles so wie immer. Sonntag! Ich kann schlafen - schlafen, solange ich will. Ich mache meine Augen wieder zu und drehe mich um. Kurz bevor ich hinüberdämmere, höre ich meine Frau stöhnen.

 

„Warum kommt er nie auf die Idee die Samstagsabendnummer auf den Sonntagmorgen zu verlegen?“

 

„Hä?“ Ich wälze mich zurück und schaue.

Meine Frau liegt im Bett, die Decke bis zur Nase hochgezogen, die Augen geschlossen. Sie schläft. Sie hat aber doch …?

„Willst du jetzt vögeln?“, frage ich. Okay, nicht besonders charmant, aber ich bin verwirrt.

Sie drückt die Augen noch fester zu, tut, als habe sie nichts gehört. Ich höre sie nicht mal mehr atmen.

Ich spinne! Alles klar! Ich spinne!

„Schlaf weiter, du Depp!“, denke ich mir, und ich versuche es wirklich – zumindest bis …

 

„Himmel, wie blöd bist du eigentlich, Thomas!“

Ich reiße die Augen auf. Cara schläft. Ganz bestimmt schläft sie, und ich – ich halluziniere.

„Jetzt hätte ich Lust! Lust auf so eine Nummer wie damals in der Uni.“

Kann man sowas halluzinieren?

Die Nummer in der Uni war wirklich heiß. Wieso fällt mir die gerade jetzt ein? Wir saßen beide in der Unibibliothek und arbeiteten an der Hausarbeit, und dann waren wir irgendwann allein.

Der Gedanke daran gefällt mir. Ich habe sie verführt, als sie auf der Leiter stand. Was hat sie aber auch für tolle Beine! Schon immer gehabt!

Der Gedanke treibt mir das Blut gen Süden, und als ich mir überlege, ob ich nicht vielleicht doch … wirft sie die Zudecke zurück und steht auf.

 

„Zu spät, mein Lieber! Wie üblich!“

 

Habe ich das jetzt gedacht? Echt? Na ja, „zu spät“, denke ich manchmal, aber „wie üblich“? Ich habe es aber gedacht. Ich habe es gedacht – in meinem Kopf. Vielleicht werde ich wirklich verrückt?

Wie kann das sein?

Was kann das sein?

Ich schiebe ihn weg – diese Gedanken an Wahnsinn, Schlaganfall und Konsorten und stehe auf.

 

Jetzt gehe ich erst mal duschen, das macht den Kopf klar. Hoffe ich zumindest.

Das warme Wasser rinnt an meinem Körper entlang und erzeugt ein Wohlgefühl, das mir zum ersten Mal wieder ermöglicht, nicht an Irrsinn und Psychosen zu denken. Es fühlt sich einfach nur gut an. Das gutriechende Duschgel verwandelt meine Haut in eine Rutschbahn und meine Hand gleitet … Ich werde wieder geil!

 

„Weiter, Schatz, weiter. Das würde ich jetzt gern sehen!“

 

Meine Hand erstarrt und mein Großer schrumpft.

„Mist!“

Hinter mir fällt die Badezimmertür ins Schloss.

 

War das jetzt Cara?

War sie hier?

Hat sie mir zugesehen?

„Weiter, Schatz, weiter. Das würde ich jetzt gern sehen!“

Das habe ich gedacht – oder nicht?

Warum sollte ich das denken? Ich weiß doch, wie das geht, wie das aussieht.

Aber ich habe es gedacht!

Nur …

 

Psychose?

Neurose?

Hab ich einen Knacks?

Bin ich jetzt völlig plemplem, oder geht hier was ab, das ich nicht verstehe?

Kann das denn sein?

 

Ich steige aus der Dusche und trockne mich ab. Ich sehe mich im Spiegel. Bin das ich?

Ist das mein Gesicht? Ja, irgendwie schon, aber auch irgendwie wieder nicht.

Ich brauche jetzt einen Kaffee. Koffein! Viel Koffein!

 

In Boxershorts komme ich in die Küche. Da sitzt meine Frau – vor sich einen, nein, zwei Cappuccino. Sie schiebt mir einen entgegen.

„Danke! Das brauche ich jetzt!“

Sie lächelt und stellt ihr Bein auf den Stuhlrand – zwischen meine Beine.

Sie hat so hübsche Beine!

Lang und wohlgeformt und glatt.

Meine Hand berührt ihr Knie und gleitet über das Schienbein hinab, umrundet den Knöchel und streichelt an der Wade hinauf. Sie schmeichelt sich in meine Handfläche.

 

„Wenn du jetzt denkst, das reicht für nen Fick, dann hast du dich getäuscht!“

 

Ich sehe sie an. Sie trinkt Kaffee! Sie hat kein Wort gesagt.

Also!

Also?

Ich hab es aber doch gehört – gedacht!

Kann das sein?

Ich stehe auf, trete hinter sie, streiche ihr Haar beiseite und hauche ihr einen Kuss auf den Nacken. Ich weiß, dass sie das mag.

Cara schnurrt.

Ich puste.

 

„Viel besser, aber noch lange nicht gut genug!“

 

Mir fällt beinahe der Kaffee aus der Hand.

 

Ich kann hören, was sie denkt!

Das gibt es nicht!

Nein, das gibt es nicht!

Ich flüchte ins Schlafzimmer.

Da sitze ich nun auf meinem Bett – aber in Wirklichkeit „stehe ich neben mir“!

Kann das denn sein?

Kann ich hören, was Cara denkt?

 

Ich stehe auf und stecke den Kopf in die Wohnküche. Da sitzt Cara und liest Zeitung. Stille.

Das kann nicht sein. Sie liest nicht in der Zeitung ohne einen einzigen Gedanken.

Ich lausche.

Nichts!

Sie sieht mich fragend an.

„Ich hab vergessen, was ich wollte!“, entschuldige ich mich und drehe mich um.

Also kann ich nicht hören, was sie denkt. Wäre ja auch irre!

 

Ich ziehe mich an, aber in meinem Kopf dreht sich ein Mühlrad.

Was, zur Hölle, „denke“ ich?

Manchmal.

Verflixt, ich muss wissen, was da los ist.

 

Als ich zurückkomme, sitzt sie immer noch da – in ihrem kurzen Hemdchen.

Ich mache mir einen Espresso, setze mich dazu.

 

„Woran denkst du?“

„Ich hab an Mutter gedacht. Wir müssen sie wieder mal besuchen!“

Aha, sie denkt.

Ich „denke“ nicht, aber ich nicke. „Das sollten wir tun!“

Cara schaut überrascht. Normalerweise bin ich nicht so leicht zu haben für einen Besuch bei Mutter.

 

„Liebling …“

Sollte ich das jetzt tun?

Wirklich?

Sie schaut mich an – mit ihren großen, blauen Augen.

„Das heute Nacht … war nicht so der Hit, oder?"

 

„Das wäre noch untertrieben!“

 

Sie hat kein Wort gesagt.

„Es tut mir leid!“

 

„Ja, mir auch!“ denkt sie - in mir.

 

„Ist doch nicht so schlimm!“, sagt sie – laut!

Ich senke den Kopf. „Du solltest mich nicht anlügen!“, flüstere ich.

Ihre Augen werden noch größer.

 

„Kriege ich noch einen Kaffee?“ Ich will Zeit schinden – bin mir so unsicher.

„Klar!“ Sie steht auf und macht mir noch einen Espresso. Den dritten heute. Zuviel!

Dann sitzen wir wieder da – beim „Frühstück“.

„Wie lange sind wir jetzt schon zusammen?“ Ich weiß es eigentlich ganz genau. Vier Jahre, sieben Monate und ein paar zerquetschte Tage.

„Fast fünf Jahre!“

„Glaubst du nicht, wir sollten uns inzwischen kennen?“

Cara nickt.

„Sag mir, … kenne ich dich?“

Sie nickt.

Ich hole tief Luft. „Ich meine … kenne ich deine Gelüste, deine sexuellen … Träume, deine geheimen Wünsche?“

Sie wird rot.

„Also nicht!“

Eine Weile schweigen wir uns an.

Warum „denkt“ sie jetzt gerade nicht? Es wäre hilfreich.

 

Stille.

 

„Weißt du …“, beginne ich wieder, „ich möchte dich glücklich machen. Wirklich! Ich gebe mir Mühe, aber irgendwie scheint es mir nicht zu gelingen. Das Dumme ist nur, ich weiß nicht, was ich falsch mache. Das kannst eigentlich nur du mir sagen.“

Cara kaut auf ihrer Unterlippe herum. Ob sie weiß, wie sexy das aussieht?

Sie steht auf und holt sich auch noch einen Espresso. Ich muss grinsen. Heute Nacht können wir bestimmt nicht schlafen – bei so viel Koffein. Immerhin könnten wir dann …

ausprobieren.

„Kannst du …, Liebling, könntest du mir nicht sagen …“

„Nein!“

Ich ziehe den Kopf ein. Das war deutlich.

 

„Mensch, das ist doch sowas von peinlich, wenn ich sagen soll, noch nicht reinstecken, bitte erst mal ganz zart streicheln – außenrum!“

 

Hoppla!

DAS habe nicht ich gedacht! Und doch irgendwie schon.

Und wie lösen wir nun dieses Problem?

„Okay, ich versteh dich schon.“ Ich flüstere fast. „Ist mir auch peinlich „Regieanweisungen“ zu geben!“

„Ehrlich?“ Auch Cara haucht nur noch.

„Klar!“

Sie schaut mich an. Neugierig. So, als sähe sie mich zum ersten Mal. Das ist gut. Glaube ich zumindest.

„Möchtest du auch manchmal was … anderes?“

Ich nicke.

„Warum sagst du es mir nicht?“

Ich muss fast lachen. „Vermutlich aus demselben Grund wie du. Es ist mir peinlich. Ich will dir nicht wehtun!“

 

Stille

 

„Und wie lösen wir nun dieses Problem?“ Auch sie will, dass es besser wird.

„Das habe ich mich gerade auch gefragt.“

 

Stille

 

„Könntest du es mir nicht vielleicht … irgendwie … beibringen?“, schlage ich vor. „Nicht reden! Nur … andeuten?“

Sie hat jetzt rosarote Bäckchen. Einfach süß!

„Und wie?“

Ich hab keine Ahnung!

„Na ja, vielleicht schiebst du mich einfach weg, wenn ich was … falsch mache! Nicht weit, nur ein bisschen, so dass ich es merke.“

 

Cara steht auf.

 „Ich werde darüber nachdenken! Und jetzt ziehe ich mich an.“

Das Gespräch ist zu Ende.

 

Die nächsten zwei Stunden ist sie verschwunden.

Sie hat ja auch viel nachzudenken.

 

Aber ich auch. Kann ich nun wirklich ihre Gedanken hören? Und warum habe ich dann nichts gehört, als es um Mama ging? Hat sie mich angelogen? Oder höre ich es nur, wenn es um … uns, um … Sex geht?

Und wieso höre ich es?

Da gab es doch mal einen Film. Der Typ hat einen elektrischen Schlag bekommen. Ich nicht!

Also wieso?

Gut, ich wollte immer mal wissen, was Frauen so denken beim Sex, was sie fühlen. Aber vom Wollen wird man doch nicht zum Gedankenleser, oder? Vielleicht bilde ich mir das aber auch alles nur ein. Wer weiß?

Ich nehme mein Buch zur Hand und lese. Schließlich ist Sonntag. Außerdem braucht mein Hirn eine Pause.

 

Um eins kommt sie ins Wohnzimmer.

„Hast du Hunger?“

Ich nicke, aber ich weiß, dass sie nicht gern kocht.

„Was hältst du davon, wenn wir zum Chinesen gehen?“, schlage ich vor und werde von einem Strahlen belohnt.

„Okay, ich ziehe mich an!“

„Ich komme auch gleich, muss bloß noch eine Seite!“

Als ich ins Bad komme, bietet sich mir ein wunderschöner Anblick. Cara trägt nur einen BH, einen engen, roten Rock und hochhackige Schuhe. Sie greift gerade zum Top, als ich sie an mich ziehe. Meine Hände streicheln ihren nackten Rücken hinauf, über die Schulter und die Arme wieder hinab.

 

„Du willst aber doch jetzt keinen Quickie?“, höre ich sie in mir.

 

Ich lasse sie los.

„Beeil dich, wir sind schon spät dran!“. Sie atmet auf, und ich grinse. „Aber sexy bist du trotzdem!“

Cara lächelt. „Na also, es geht doch!“

Na klar! So auf jeden Fall.

 

Die Fahrt verläuft schweigend. Unser Lieblings-Chinese macht unseren Tisch frei. Das ist gut, denn er steht etwas abseits in einer Nische. Fast nicht einzusehen. Das freut mich. Ich hab ja schon manchmal dran gedacht, meine Süße zu verwöhnen – in der Öffentlichkeit. Gut, wirklich öffentlich ist es nicht, aber doch mehr, als unser Schlafzimmer.

Sollte ich das versuchen?

Vielleicht heute?

Warten wir’s ab.

Wir bestellen Ente „Acht Kostbarkeiten“, Rinderfilet mit Si-Chuan Pfeffer, Gemüse und Cashewkernen und Bier. Wir lieben chinesisches Bier.

Und dann sitzen wir da und warten. Vielleicht sollten wir uns unterhalten. Worüber?

Ich wüsste schon worüber, aber hier – mitten in einem Lokal?

Cara sitzt rechts von mir.

Ich lasse meine Hand unter den Tisch sinken und lege sie auf ihren Oberschenkel, drücke leicht.

 

„Was wird das jetzt, wenn es fertig ist?“

 

Sie trägt ja nur den kurzen Mini und es ist Sommer. Ihre nackte Haut inspiriert mich, aber sie blickt sehr skeptisch in die Gegend.

Okay, soll sie!

Meine Finger gleiten ihren Schenkel hinab zum Knie, und sie hält die Luft an. Ich umrunde die Außenseite ihres Beines und spüre ihre Kniekehle an den Fingerspitzen. Ganz zärtlich auf und ab. Ganz leicht nur.

 

„Au Mann! Das ist ja … so … toll!“

 

Ich lächle. Gut so! Mir gefallen diese Regieanweisungen!

Cara rutscht nach vorn, gibt mehr Bein frei, und ich liebkose die Rückseite. Oberschenkel, Kniekehle, Wade und wieder zurück!

 

„Guuut! Hör jetzt bloß nicht auf!“

 

Ich denke ja gar nicht daran. Caras Atem geht schwerer, ihr Blick in die Ferne.

Wunderbar! Es gefällt ihr, was ich hier tue. Ich weiß es. Nicht nur, weil ich ihre Gedanken hören kann, ich sehe auch steife Spitzen, die sich durch das dünne Top bohren.

Ich rücke näher und wechsle die Stellung. Jetzt schiebe ich meine Hand zwischen ihre Schenkel – und sie öffnet sie mir!

Ganz klar, sie liebt, was ich tue.

Warum habe ich bisher nie darüber nachgedacht, ob es ihr gefällt? Wieso bin ich immer davon ausgegangen, das alles was mir gefällt auch für sie gut ist?

Meine Hand rutscht höher. Ich schiebe den Rock mit hinauf, und sie – meine Cara hält den Atem an.

 

„Jaahh!“

 

Behutsam versuche ich seitlich einen Finger unter den Saum ihres Höschens zu schieben.

Geschafft!

 

Da kommt der Chinese! Ausgerechnet jetzt!

So ein …

Ich ziehe meine Hand zurück und Cara seufzt enttäuscht.

Er arrangiert die Teller und die Speisen.

„Danke schön!“

„Hast du Hunger, Liebling?“

Sie nickt.

„Und wie!“

„Pfeif auf das Essen. Am liebsten würde ich dich jetzt vernaschen - hier auf diesem Tisch!“

 

Ich angle mir eine Garnele aus meinen „Acht Kostbarkeiten“ und lecke, schiebe sie mir zwischen die Lippen, drücke sie sanft zusammen und sauge sie mir in den Mund.

„Köstlich!“

Cara isst nicht. Sie beobachtet mich – mit großen Augen.

„Du hast doch Hunger!“, sage ich und knabbere an der nächsten Garnele.

 

„Du verdammter Mistkerl! Du weißt genau, was ich will!“

 

Ich kann mir das Grinsen kaum verkneifen.

„Iss!“

Cara steht auf. „Ich muss mal!“

Als sie wiederkommt, ist sie schöner denn je. Sie leuchtet!

 

„Na, dann werden wir mal sehen, ob dir das gefällt, mein Casanova!“

 

Was hat sie getan? Sie wird doch nicht …?

Dieser Gedanke sprengt mir fast meine Frühlingsrolle.

Ich lecke meine Finger ab und schiebe sie ihr zwischen die Schenkel – höher …

„Braves Mädchen!“, flüstere ich und dringe ein.

Cara keucht.

 

Und da steht schon wieder der Chinese.

„Nein, danke, wir brauchen momentan nichts!“ Ich bin freundlich.

Cara nicht. „Außer unsere Ruhe! Depp!“

Meine feuchten Finger angeln noch eine Garnele. Ich schiebe sie ihr zwischen die Lippen und bin mir sicher, sie kann ihre eigene Lust riechen.

„Ablecken!“, befehle ich, und sie gehorcht.

 

„Hör jetzt bloß nicht auf, Schatz!“

 

Habe ich nicht vor. Bestimmt nicht.

Ich drehe mich, beuge mich zu ihr – und sie kommt mir entgegen. Sie lehnt ihr Gesicht an meines, und ich hauche an ihren Hals. Ich weiß, wie sehr sie das liebt. Komischerweise sind ihr Ohr, ihr Hals und der Nacken unter dem Haar sehr erogen.

Ob das bei allen Frauen so ist?

Meine Zungenspitze gleitet über ihr Ohrläppchen.

Cara wimmert leise.

„Willst du unsere Samstagabendnummer heute wiederholen?“, flüstere ich.

„Ja, jah, jahhh!“

Sie nickt.

 

„Würden Sie uns das Essen bitte einpacken?“

Der Chinese ist sehr dienstbeflissen – und er lächelt.

Bis er wiederkommt, vergrabe ich meine Finger zwischen weit gespreizten Schenkeln.

Er beeilt sich, und Cara wird rot.

 

Wir haben es nicht weit nach Hause.

Ich stelle das Essen irgendwo ab und ziehe sie in meine Arme.

„Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Thomas, und ich würde Sie gerne näher kennenlernen!“

Sie schaut mich mit großen Augen an.

„Vielleicht …“

Ich ziehe ihr das Top über den Kopf, und der Rock landet am Boden.

Da steht sie nun – in BH und High Heels.

„Geil!“

 

„Und was kriege ich jetzt zu sehen?“

 

Normalerwiese würde ich jetzt ins Schlafzimmer … aber meine Süße will etwas sehen. Ich knöpfe mein leichtes Oberhemd auf und lasse es von den Schultern rutschen.

Cara lächelt.

 

„Was? Du hängst es nicht auf? Ist ja ganz was Neues!“

 

Ups! Das hat ihr missfallen? Kein Problem.

Ich streife mir die Schuhe von den Füßen, öffne meine Hose und lasse sie fallen. Ich habe die Boxershorts schon vor dem Anziehen ausgezogen.

Cara zieht die Luft hörbar ein.

 

„Ja, wie geil ist das denn? Du hast ja doch mehr drauf, als ich dachte, Tommiboy! Jetzt bloß nicht wieder das Bett!“

 

Aber natürlich nicht, Süße! Dein Wunsch ist mir Befehl!

Ich gehe in unsere Küche und stelle die Espressotassen beiseite, dann hebe ich sie hoch und setze sie auf den Tisch.

„Leg dich zurück!“

Caras Augen glühen.

Mein Finger prüft die Lage.

„Heiß! Aber da geht noch was!“, stelle ich fest und ziehe mir den Stuhl heran. Ich spreize ihre Beine und setze mich dazwischen.

 

„Wow, ist das jetzt geil! Was wird denn das, wenn es fertig ist?“

 

Wirst du gleich sehen, Schätzchen!

Der Anblick ist grandios! Ihre feucht-glänzende Muschi glitzert im Licht des hellen Tages. Wir haben bisher immer nachts … Warum eigentlich?

„Du bist so unglaublich schön, Cara-Liebling!“ Die Ehrfurcht in meiner Stimme ist echt. Ich liebe diese Frau.

 

Ich lege meine Hände auf ihre Knie und lasse sie langsam an der Innenseite der Schenkel hinaufgleiten. Kurz vor dem Ziel stoppe ich. Mit den Daumen umrunde ich ihre Schamlippen – außen.

Caras Becken zuckt.

Zusammendrücken, aufziehen, sanft blasen!

Nochmal!

 

„Oh jaah, DAS gefällt mir – sehr!“

 

Zusammendrücken, aufziehen, sanft blasen, und dann … lecken!

Meine Zunge schlängelt sich zwischen weiches, feuchtes, kühles Fleisch – von unten nach oben, erreicht den Kitzler und kitzelt.

Cara stöhnt.

Noch nicht reinstecken hat sie gesagt! Gedacht!

Ich folge!

Meine Lippen umschließen die Perle, drücken sanft, so wie vorhin die Garnele. Ich sauge und meine Süße beginnt zu wimmern.

 

„Oh jaah! Ist das guuut. So geil! Mehr!“

 

Gerne, meine Schönste!

Meine Fingerspitzen gleiten tiefer. Da geht es hinein, aber ich werde den Teufel tun … nur außen spielen wir heute unser Spiel. Ich lasse meine Finger kreisen – rundherum und rundherum.

Ihr Unterleib beginnt sich zu bewegen. Sie schiebt ihn mir entgegen, lässt ihn auf und ab schwingen.

Mit der ganzen Hand drücke ich ihr Fleisch zusammen, halte es bedeckt.

 

„Himmel, so mach doch!“

 

„Bist du geil, Liebling?“ Sie kann das Lächeln in meiner Stimme bestimmt hören. Es gefällt mir, das zu sagen, obwohl wir sonst nie …

 

„Oh jaaah, …“

 

Sie wirft den Kopf hin und her, aber sie schweigt.

Warte nur Schätzchen, ich kriege dich schon noch!

Ich öffne ihre Muschel und puste.

Cara zuckt.

Meine Daumenspitze reibt den Liebesknopf, und die Zunge dringt ein – kurz nur, ganz kurz! Dann leckt sie tiefer.

Cara hält den Atem an.

 

„Jaaaaahhhh!“

 

Ups! Das hätte ich jetzt nicht vermutet. Meine Finger übernehmen. Rund um den Kratersee und tiefer hinunter ins Tal, während die andere Hand, die Höhe hält.

„Du weißt, dass du mich wegstoßen kannst, wenn dir was nicht gefällt!“

Cara schnaubt.

Ich grinse!

Einen Finger eintauchen, reiben und weg. Hinunter und die andere Quelle besuchen. Feuchtgebiete! Meine Zunge sorgt schon dafür.

 

„Geil, oh, so geil! Wer hätte gedacht, dass du sowas draufhast?“

 

Tja, mein Schatz, ich tue alles für dich, wenn ich nur weiß, was du haben willst. Alles!

Ich dringe ein. Ein Finger, zwei.

 

„Fick mich!“

 

Mach ich!

 

„Noch nicht!“

 

Und raus! Das ist wirklich eine überaus interessante Lehrstunde.

Mein Hauptprotagonist ist anderer Meinung. Er will sich ins Getümmel stürzen. Aber von wegen! So weit sind wir noch nicht. Ich gebe ihm nicht nach.

 

 

Ein Finger hinein, zwei, mit dem Handballen nach unten drücken – und jetzt …

 

„Oh jaaah, guuut! Oh jaaah, oh … nein, nein, nicht so schnell, lass mir Zeit, das zu fühlen. Langsamer, bitte, …“

 

Wieso denn das, bitte? Ich dachte jetzt geht’s los! Schneller und härter … offenbar nicht. Falsch gedacht, aber ich kann das.

Ich nehme die Geschwindigkeit raus. Langsam, ganz langsam. Drücken und zurück. Langsam und zärtlich! Es soll gut sein für sie, richtig gut.

Cara öffnet die Augen, sieht mich an - fassungslos.

„Du bist so guuut!“, flüstert sie.

„Ich liebe dich! Lass dir Zeit, Schatz! Genieße es! Es ist nur für dich!“

Sie schließt die Augen und fließt dahin. Eine einzige Welle. Ich habe sie noch nie so gesehen – so völlig offen, gierig, lustvoll hingegeben.

Das ist fast besser als Sex – meiner!

Ihr ganzer Körper bewegt sich rhythmisch, pulst meinen Händen entgegen.

Ganz behutsam – auch dann, wenn sie schneller wird, lauter - geduldig, hinhaltend und nur unmerklich fester werdend, härter …

„Oh ja, oh ja, ohhhh … Liebling, bist du gut, so guuut! Oh jaah, mach, oh mach doch! Oh bitte, fick mich!“

 

Das ist es. Genau die richtige Höhe, weit offen, glänzend, weich, verlockend …

Jetzt!

Ich setze an und drücke mich hinein – jetzt!

 

„Oh ja, oh ja, fick mich! Jetzt! Fick mich richtig fest! Jetzt!“

 

Dein Wunsch ist mir Befehl.

Rein und raus und schon ist all meine Zurückhaltung dahin. Ich kann nicht mehr.

Ich muss jetzt – für mich, nein, nicht für mich: Für sie – für UNS!

Und die Wellen steigen an, fluten unsere Welt. Ein Tsunami der Lust bricht über uns herein!

Wir strömen gemeinsam - zusammen – verbinden uns in Liebe, und die Lust gischtet auf.

Noch nie, niemals war es so. So völlig grenzenlos, mitreißend, vereinigend.

Wir beide – ein Leib, eine Seele!

Cara in mir! Ich in ihr! In mehr als einer Weise!

 

Ich höre die Lustschreie, die durch unser Haus hallen. Sind wir das? Ich weiß es nicht, aber irgendwie kann ich es fühlen – mein Hals kratzt.

„Meine Schönste! Meine Liebste!“ Zärtlich sinke ich über sie, küsse sie behutsam und fühle ihre Arme mich umschlingen.

„Ich … ich …“ Mehr bringt sie nicht heraus. Es ist aber auch nicht nötig.

 

„Ich liebe dich!“

 

Ich spüre, dass wir uns trennen, aber ich halte sie, nehme sie in meine Arme, hebe sie hoch und trage sie ins Schlafzimmer.

Gemeinsam kuscheln wir uns in unser Bett. Ich ziehe die Decke über uns und bin vollkommen glücklich!

 

„Alles Liebe, Cara!“

Sie sieht mich fragend an.

„Zum Hochzeitstag!“

„Ja!“, sagt sie.

„Ja!“

 

© Anna