Alexander und Bettina


10. Anstandsbesuch

Bettina saß bei einer ehemaligen Lehrerin. Frau Kaminski hatte ihre Klasse damals in der Unterstufe in Mathematik gehabt, und sie war ein ausgesprochen mütterlicher Typ gewesen. Bettina mochte sie sehr gerne, und das war auch der Grund, warum sie ihr immer noch Besuche abstattete, obwohl die Lehrerin schon seit Jahren pensioniert war. Frau Kaminski war alleinstehend. Warum es bei ihr mit Partner und Familie nie geklappt hatte, war Bettina unerfindlich, denn die alte Dame war ein so lieber Mensch, und sie wäre bestimmte auch eine gute Mutter gewesen. Einmal im Monat tranken sie beide also gemeinsam Kaffee, und Bettina brachte den Kuchen mit. Frau Kaminski freute sich jedes Mal schrecklich und wollte sie gar nicht mehr weglassen. Meistens sollte sie sogar noch zum Abendessen bleiben.


Heute jedoch läutete es an der Türe, kaum dass sie sich hingesetzt hatten und den ersten Bissen von dem Butter-Mandel-Kuchen gekostet hatten, den Bettina heute gekauft hatte. Butter-Mandel-Kuchen war Frau Kaminskis absoluter Favorit, und so war sie wegen der Störung etwas ungehalten, aber als sie die Haustüre öffnete, strahlte ihr Gesicht. „Herr Bauer!“ Sie jubilierte. Ihr ehemaliger Chef kam sie besuchen. Ab und zu tat er das und meistens dann, wenn er von seiner Mutter aus dem Garten jede Menge Obst mitbekommen hatte, die er alleine gar nicht bewältigen konnte. Dann besuchte er seine pensionierte Kollegin, um ihr etwas abzugeben und natürlich auch, um ihr die Einsamkeit zu vertreiben, ein Schwätzchen zu halten und aus der Schule zu erzählen.

 

„Kommen Sie doch bitte herein! Sie werden überrascht sein wer bei mir zu Besuch ist! Ich habe nämlich schon einen Gast, und Sie kennen sie wahrscheinlich noch.“ Alexander trat ein. Seine Neugierde war nur mäßig, aber als er ins Wohnzimmer kam und Bettina da sitzen sah - wie einen armen Sünder - dachte er, sein Herz bleibe stehen. Plötzlich machte es einen Sprung und dann raste es davon, wie nach einem Hundert-Meter-Sprint.

Er räusperte sich. „Guten Tag, Bettina! Das ist aber eine Überraschung!“ –

Frau Kaminski holte noch ein Gedeck.

„Was tust du hier?“ fragte er heiser. Gestern hatten sie noch ein unglaubliches Gespräch miteinander geführt - am Telefon! Ihm wurde noch ganz schwach, wenn er daran dachte. „Ich gehe gleich wieder! Das kann nicht gut gehen!“, flüsterte er.

 

„Nein, das kannst du nicht machen. Sie freut sich so über deinen Besuch.“ Bettina schüttelte energisch ihre roten Locken.

Er sank neben ihr auf die Couch und legte eine Hand auf ihr Bein. „Ich halte es nicht aus! Du weißt doch, was heute Nacht war?“ Er schüttelte seinen Kopf. „Noch nie, niemals habe ich so etwas erlebt! In meinem ganzen Leben nicht! Du bist einfach …“

Frau Kaminski kam zurück. „Ach ja, Sie haben sich schon gesetzt! Wie schön. Ist es nicht wunderbar in meinem Wintergarten?“ Sie deckte ihm auf.

Bettina brachte immer Kuchen mit, der ihr für zwei Tage langte. Heute würden sie ihn aufessen, aber sie war so froh, Gäste zu haben!

 

„Ich habe noch irgendwo eine Flasche Frankenwein!“, fiel ihr ein. „Den hole ich jetzt!“ und schon war sie wieder verschwunden.

Alexander schlang seine Arme um Bettina und zog sie an sich.

„Bist du jetzt total verrückt?“ Bettina war konsterniert.

Aber er presste seinen Mund auf ihren und ihr Körper reagierte einfach. Ihr Verstand fiel der Lust zum Opfer, die ihren Körper überflutete. Leidenschaftlich erwiderte sie seine Küsse. Seine Hände suchten und fanden die besonders empfindsamen Teile ihre Körpers, und ihre Schenkel öffneten sich ihm nur allzu bereitwillig.

Seine Finger hinterließen eine Gänsehaut, wohin sie auch kamen. In Windeseile hatte er den Rand ihres Höschens erreicht.

Bettina stöhnte leise. Sie wollte es genauso sehr, wie er, denn auch in ihrem Kopf war die Erinnerung an die Nacht. Sie hatte mit einem Telefonhörer geschlafen! Darüber nachdenken durfte sie nicht, aber sie durfte seit Paris überhaupt nicht mehr so viel nachdenken, sonst hätte sie dieses Verhältnis sofort beenden müssen.

Auch ihre Finger machten sich selbständig. Sie streichelten sein Haar, den Nacken, den Rücken, und sie glitten weiter hinab, gezogen von unbändiger Sehnsucht ihn zu spüren. Seine Schenkel fühlten sich stramm an unter dem dünnen Stoff der weiten Leinenhose. Und nicht nur seine Schenkel waren so hart. Sie konnte ihre Hand nicht bei sich behalten. Sie wollte, oh Gott, sie wollte …!

Er zuckte zusammen und schloss die Augen. Sein Becken hob sich ihr entgegen, und sie griff zu. Das war schließlich eine Einladung! Wer konnte da schon widerstehen? Und außerdem war die wunderschöne Tischdecke von Frau Kaminski so ungewöhnlich lang und eine fantastische Deckung.

 

Die Lehrerin kam zurück mit einer total verstaubten Weinflasche. Sie legte umständlich ein Geschirrtuch daneben, dann holte sie die Gläser aus der Küche. Sie hatte schließlich nicht oft Gäste, die mit ihr Wein tranken.

Alexander atmete auf, als sie den Raum wieder verließ. Sein Penis in Bettinas Hand war ein Genuss, von dem er nicht abgelenkt werden wollte. Außerdem bekam er kaum noch Luft, und es wäre wahrscheinlich schon sehr aufgefallen, wenn er nur gestöhnt hätte, anstatt Konversation zu machen. Aber momentan konnte er nur noch stöhnen.

 

Bettinas Finger massierten seinen harten Schaft. Sie hatte den Reißverschluss so schnell geöffnet, dass er nicht wusste, wie sie es gemacht hatte, und sein Glied sprang in ihre Hand, als würde es dahin gehören. Genauso war es auch. Er konnte sich keinen besseren Platz dafür vorstellen! Fast keinen!

 

Bettina wusste auch keinen besseren Platz dafür - momentan. Sie sah, dass er die Augen schloss und den Kopf zurücklegte. Sie musste sich beeilen, wenn sie das hier zu Ende bringen wollte, ohne einen Herzschlag bei der älteren Dame zu riskieren. Sie bediente sich an der Kaffeetafel. Alexander fielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie einen Löffel Sahne auf ihre Handfläche nahm und zwischen den Fingern verrieb. Er wusste genau, was sie damit vorhatte, und sein steifer Schwanz zuckte in gieriger Erwartung. Er hatte so etwas tatsächlich niemals vorher erlebt, aber er kannte sie schon so lange. Er wusste doch, sie hatte auf diesem Gebiet kaum Erfahrung. Woher zu Teufel hatte sie diese Ideen?

 

Als er die kühle Sahne auf seiner heißen Haut spürte, glaubte er zu platzen. Am liebsten hätte er seine Liebste auf den Kaffeetisch gelegt und ihren kurzen Rock hoch über den Bauch hinaufgeschoben, ihre heiße Möse geküsst und anschließend gevögelt, dass sie „die Engelein singen hörte“. So aber konnte er sich nur in Fantasien ergehen und sich in sehnsuchtsvoller Gier nach irgendeiner ihrer warmen, einladenden Höhlen winden.

 

Und ausgerechnet da kam Frau Kaminski zurück.

„Ach bitte, Frau Kaminski!“ krächzte er. „Hätten Sie nicht noch ein bisschen Eis für uns?“

Frau Kaminski überlegte, dann drehte sie sich um und auf dem Weg hinaus sagte sie: „Ich werde nachsehen, aber wahrscheinlich nicht!“ Sie wiegte nachdenklich ihren Kopf. „Ich denke, vielleicht hat meine Nachbarin noch Eis!“

 

Alexander atmete auf, als sie erneut den Raum verließ. Er lehnte sich weiter zurück und flüsterte: „Bitte, Liebling! Ich kann nicht mehr!“

Eis war das Letzte, was er wollte. Er wollte sie nur aus dem Weg haben.

Auch Bettina keuchte in heißer Lust, aber sie wusste es ja: Sie musste hier zurückstehen. Es war nicht beides möglich: Eigentlich war das alles ganz und gar unmöglich - hier! Aber er sollte es haben! Sie wollte ihn lieben, ihn erlösen aus seiner Gier, aus dem Mühlrad in seinem Kopf befreien, das ihn nur noch an den Orgasmus denken ließ.

Gab es in ihrem Kopf eigentlich etwas anderes? Ihre feuchten Finger glitten an seinem Glied auf und ab. Sie rieb seine prallgeschwollene Eichel. Ließ die Zeigefingerspitze zärtlich darübergleiten, umrundete den empfindlichen Rand, berührte die kleine Öffnung an der Unterseite. Mit der anderen Hand zog sie die Vorhaut zurück.

Alexander stieß ihr entgegen, stöhnend vor Lust. „Jaah!“ knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. „Oh jaah!“

 

Bettina musste den Reiz erhöhen. Sie hatten keine Zeit, hier lange Spielchen zu spielen. Sie zerrte an ihrem Ausschnitt, ließ ihn ihre nackten Brüste sehen.

„Stell dir vor: Ich habe kein Höschen an und ich bin soo heiß auf dich. Meine kleine Katze ist wild nach dir. Sie möchte auf deinen Schoß, auf deinen Schwanz!“ Ihre Stimme gehorchte ihr fast nicht mehr, auch sie war rau und gebrochen. Konversation konnte sie nicht machen. Aber das war es auch nicht, was sie wollte. Sie wollte auf ihm reiten, sich über seinen steifen Schwanz knien, spüren, wie er an ihrer geilen, nassen Vulva anklopfte, sich langsam, ganz langsam darauf niederlassen. „Oh jaah!“ Sie keuchte vor Erregung.

Alexander hatte beide Hände um ihre Brüste gelegt und presste sie zwischen seinen gierigen Fingern. „Ich will dich! Mein Gott! Ich will in dich stoßen, meinen Schwanz hinein - mitten in deine heiße Hölle hinein - deine geile Möse! - Lecken! - Ficken!“

 

Bettina schloss ihre Finger fest um ihn und schickte ihn direkt in den Himmel.

Alexander stieß einen Schrei aus und explodierte - unter dem Tisch seiner ehemaligen Kollegin. Er japste nach Luft.

Bettina nahm eine Serviette zu Hilfe und half ihm, sich zu säubern. Sie lächelte ihn liebevoll an und verpackte ihre Oberweite.

 

Frau Kaminski kam zurück mit einer Schüssel voll Eis. Sie servierte ihnen den eisgekühlten Likör.

Alexander war froh, dass sie ihm die Peinlichkeit ersparte, Bettina seine Geilheit erklären zu müssen. Er war zwar sicher, dass sie wusste, was in ihm vorging, aber jetzt war es ihm doch unangenehm. Er trank den Wein auf einen Zug aus und atmete tief durch. Sie machte ihn so verrückt, dass er einen Weg finden musste - zu ihr. Er musste dieses Verhältnis aufgeben - oder legalisieren! Aufgeben konnte er sie nicht, also, was blieb ihm übrig? Er musste, er wollte sie heiraten - er liebte sie!

 

Der Nachmittag wurde noch sehr schön für Frau Kaminski. Sie blieben sogar zum Abendessen bei ihr, und sie fand wieder einmal bestätigt, was für nette Menschen es doch gab. Besonders ihr Ex-Chef und Bettina! Und als die Zwei sich verabschiedeten und sie ihnen nachsah, fand sie, dass die beiden ein schönes Paar abgegeben hätten. ‚Die sollten heiraten‘, dachte sie.

Ts! Wie kam sie bloß auf solche Ideen?

 


11. Die List