Das Geschenk 1





Das Geschenk 2

Dass Carla jetzt das Gegenteil von sauer auf mich war, war eigentlich das Ziel gewesen, nur war Georg weit darüber hinausgeschossen. Sie spielte mit ihren Füßen an meinen Beinen, als wir am Tisch saßen und ignorierte meine ermahnenden Blicke. Ich fragte mich, wie ich aus der Nummer wieder rauskommen sollte und entschied, dass es nur einen gab, der sich was einfallen lassen musste. Georg würde den Anschiss seines Lebens erhalten und dann würde er sich eine Lösung überlegen müssen.

 

„Ich soll dein Luxusproblem lösen, dass zwei Frauen scharf auf dich sind? Bin ich bescheuert?“ Georg erkannte mein Dilemma nicht oder war der Arsch, für den ich ihn gerade hielt. „Leg die Kleine flach und gut ist.“

Ich hätte ihm aufs Maul gehauen, wenn er zwei Köpfe kleiner und nicht mein bester Kumpel gewesen wäre.

„Du hast mir die ganze Scheiße eingebrockt! Wie kann man auf so eine schwachsinnige Idee kommen und so eine Scheiße kaufen?“

„Ich wette, sie hat sich darin gefallen“, er grinste, als müsste ich ihn loben, „lass dir einen von ihr blasen, dann fühlt sie sich scharf und sucht sich einen Kerl in ihrem Alter.“

Georg sah meinen Stinkefinger und ich war mit meinem Problem allein.

 

Zu Maries Wohnung ging ich erst, als ich sicher war, sie dort anzutreffen. Carla verbrachte den Abend in ihrem Zimmer, wo sie bestens aufgehoben war. Marie hatte ihre Tage und ich daher Sendepause. Also lagen wir in einer halbnackten Umarmung im Bett und ich hatte eine Dauerlatte, bis ich endlich einschlafen konnte.

 

Am Morgen hätte ich Maries frühen Aufbruch verschlafen, wenn sie mich nicht wachgeküsst hätte. Noch ehe ich begriff, dass sie schon in voller Montur vor mir stand, erhielt ich meinen zweiten Kuss, den allerdings zum Abschied. Ich schleppte mich ins Bad, pinkelte und stellte mich unter die bodengleiche Dusche. Das Wasser tat gut und begann, mich zu wecken. Als ich mich umdrehte legte ich mich fast auf die Klappe. Carla stand vor mir.

„Hast du mich erschreckt. Morgen.“ Ich versuchte, wertneutral rüberzukommen, obwohl sie nackt und ihr Blick alles andere als neutral war. Sie kam auf mich zu, während sie ihre Haare zu einem Pferdeschwanz formte.

„Was immer du vorhast, ich werde kein Teil davon sein“, machte ich ihr klar und stellte die Dusche ab.

 

Sie ging vor mir auf die Knie und sah zu mir hoch. Ihr teuflisches Grinsen hatte sie eindeutig von ihrer Mutter geerbt. Ihre Hand griff nach meinem besten Stück, das erfreulich schnell seine halbsteife Form einbüßte.

„Vergiss es!“

Ihr Kopf ging zu einem Angriff über, der mich in die Ecke drängte. Ich wehrte ihn mit den Händen ab, was mich in ihrer landen ließ.

„Hör auf! Das bringt doch nichts!“

Ich erhöhte meinen Druck auf ihren Kopf, bis sie nach hinten überfiel, auf dem Hintern landete und sich den Kopf an den Fliesen stieß. Nicht schlimm, aber sie war sauer.

„Au! Das war gemein!“ Sie hielt sich den Kopf.

„Tschuldigung, war nicht so fest geplant.“ Ich ging zu ihr und hielt ihr die Hand hin.

Für den Bruchteil einer Sekunde konnte ich wieder diesen teuflischen Ausdruck sehen, dann hatte sie erfolgreich meine vergeudete Morgenlatte zwischen ihre Lippen befördert. Sie saugte sich regelrecht fest und ich spürte, wie sie alles daran setzte, mich augenblicklich mit ihrer Zunge aufzurichten.

 

Ich dachte für eine zu lange Sekunde an Georgs Worte, das eine Mal und die gleichaltrige Ablösung.

„Was soll das? Warum machst du das?“, versuchte ich es trotzdem. Sie wollte nicht antworten, weil mich das aus ihrem Mund befreit hätte. Als ich zurückwich, tat sie es doch.

„Weil ich es will und weil ich jetzt weiß, dass du es auch willst. Sonst hättest du mir kaum dieses scharfe Zeug gekauft.“

„Das war nicht ich, das war ein Freund.“

„Als ob das einen Unterschied macht.“ Sie kam wieder gefährlich nah.

„Macht es, weil ich dir was ganz anderes ausgesucht hatte.“

„Wer’s glaubt … Mama wird es dir sicher nicht glauben, wenn ich ihr das Zeug zeige.“ Ihre Augen nahmen eine bedrohliche Form an.

„Das wirst du nicht tun.“

„Kommt drauf an.“ Wieder dieser Teufel in ihrem Gesicht.

 

Die Welt drehte sich, und zwar um Marie und deren durchtriebene Tochter und um Georg und eine Faust in einem Gesicht. Carla dockte wieder an und ich verdrehte die Augen.

„Nur dieses eine Mal! Verstanden?“

Sie nickte, weil sie den Mund voll hatte, zunehmend.

Maries Zunge war wirklich angenehm, aber was Carla hier veranstaltete, war Profiliga und eine definitive Premiere für mich. Sie hielt meinen Schwanz zwischen ihre geöffneten Lippen und bewegte ihre kreisende Zunge auf mir, dass ich buchstäblich weiche Knie bekam. Sie sah mir an, was sie gerade in mir auslöste und schenkte mir ein Siegerlächeln, das ich in der Tat gerne an Marie gesehen hätte.

„Wenn du so weitermachst, komme ich in weniger als zwei Minuten“, warnte ich sie.

„Einer.“ Sie hatte recht und schien jeden Schub, der zwischen ihren saugenden Lippen landete, zu genießen.

 

Sie machte keine Anstalten, ihre Bemühungen zu beenden, auch nicht, als ich ihr die Sensibilität meiner Spitze nicht mehr verheimlichen konnte.

„Wenn ich nur einmal darf, sind wir hier noch lange nicht fertig.“ Ich rollte wieder meine Augen nach oben, verfluchte den Gott der Stiefväter und meine Eier bekamen ihre erste ausschließlich von einem Mund vorgenommene Massage.

Natürlich fühlte sich das alles unglaublich an und natürlich war es längst zu spät, damit aufzuhören. Ich schloss die Augen und stellte mir Marie vor mir kniend vor, was mäßig funktionierte.

 

Carla hatte mich in Rekordzeit wieder aufgerichtet. Sie stand auf und legte mir die Arme um den Hals.

„Heb mich hoch und fick mich.“

Ich hob sie hoch, drückte sie gegen die Wand und gab alles, damit das hier bald ein Ende hatte. Dadurch, dass ich schon in ihrem Mund gekommen war, war ich etwas ausdauernder. Carla feuerte mich an, obwohl ich fast sicher war, ihr mit einigen Stößen wehgetan zu haben.

„Fester“ rief sie, bis ich nicht mehr fester konnte, dann wechselte sie zu „schneller“. Das wurde hier zum Ritt meines Lebens und weil es ihr einziger bleiben sollte, sagte ich zu, als sie in ihrem Bett weitermachen wollte.

 

Ich legte sie auf ihr Bett und sie wollte mich auf sich.

„Von hinten gibt es erst später, ich mag es, wenn sich das Gefühl steigert.“

Sie war die offenste Frau, mit der ich je im Bett war. Und irgendwie machte es diese Offenheit erstaunlich leicht. Als ich wieder in ihr steckte und von mir aus fester und schneller wurde, umschlang sie mich mit ihren Armen und mein Ohr wurde Zeuge der offenkundigsten Erfüllung, die ich je erlebt hatte. Ich hörte auf, in sie zu stoßen, weil sie den friedlichsten Gesichtsausdruck annahm, den ich mir hätte vorstellen können.

„Alles okay?“

„Ich liebe dich“, sagte sie und küsste mich.

„Hör auf damit, Carla, du bist viel zu jung für mich. Ich könnte dein Vater sein.“

„Dann stell dir einfach vor, ich wäre deine Tochter und nimm mich jetzt von hinten, Daddy.“

Das war der Abtörner des Tages. Ich stieg von ihr ab und meine Erektion fiel zusammen wie ein kalter Heißluftballon.

„Sei nicht so ein Spießer. Das war ein Scherz.“

„Kein guter. Ich meine es ernst. Ich bin mit deiner Mutter zusammen und das kann von mir aus ein Leben lang halten.“

„Wie romantisch.“ Sie lag auf mir und krabbelte in Richtung meiner hoffnungslosen Körpermitte.

Der Klaps, den ich ihr auf den Hintern gab, ging in die falsche Richtung los.

„Das ist schon besser“, befand sie. Ich verschwand wieder zwischen ihren Lippen, erinnerte mich augenblicklich an ihre Zunge und keine Minute später saß sie auf mir und ritt mich, wie es ihr passte.

Sie war bildschön und sexy aber jünger als alles, was ich ab meiner Pubertät auf oder unter mir gehabt hatte.

Ich legte die Hände auf mein Gesicht und schüttelte den Kopf. Sie nahm sie, legte sie auf ihre Brüste und sah mich so verliebt an, wie sie zu sein behauptet hatte.

Sie fühlte sich an, als hätte sie eine Hand in sich, die nach mir griff und mich mit einem einzigen Finger umfasste.

„Wie viele hattest du schon vor mir?“, musste ich sie fragen.

„Oh, will Daddy hören, dass er mein Erster ist?“ Wieder dieser Teufel.

„Lass den Daddy-Scheiß. Wo hast du das alles gelernt?“

„Fühlt sich also gut an, ja?“

„Du fühlst dich unfassbar an.“ Ein erbarmungswürdiger Teil von mir wollte, dass sie nie mehr damit aufhörte.

„Höre ich ständig. Du bist auch nicht so schlecht … für dein Alter.“ Sie grinste, bis ich ihre Pobacke erwischte.

 

Sie sah mir an, dass ich fast soweit war und brachte mich so gekonnt an den Rand, dass ich geneigt war, ihr Becken mit meinen Händen zu dirigieren. Sie winkte nur mit dem Zeigefinger und stieg von mir ab. Als sie auf dem Rücken lag, hielt sie meinen Schwanz vor ihre kleinen Brüste und ich kam sofort darauf. Den jämmerlichen Rest saugte sie mir aus, bevor sie auf sich verteilte, was sie nicht in ihren Mund befördert bekam.

„Mehr davon!“, befahl sie, nicht zuletzt mit ihren Augen.

„Du kannst nicht real sein“, dachte ich.

„Doch bin ich“, ich hatte laut gedacht und war ertappt, „und wenn du das nochmal zustande bringst, werde ich dir meinen süßen Hintern zeigen, während ich dich reite und du wirst glauben, im Himmel zu sein.“

 

Nichts davon war gelogen oder auch nur übertrieben. Sie saß auf mir, ich sah auf ihren süßen Hintern und sie fühlte sich an, als sei das jetzt der viel zu frühe Höhepunkt meines Lebens. Ich glitt mit den Fingern über ihre Pobacken, dann versuchte ich, an ihre Brüste zu kommen. Als sie es merkte, lehnte sie sich zurück, bis sie schließlich auf mir lag und ihren Ritt einstellte, solange meine Finger ihren Brustwarzen klarmachten, dass sie ihre Bestimmung neu definiert hatten. Der Finger in ihr umklammerte mich und die Töne, die aus ihren Lippen drangen waren nichts anderes als pures Vergnügen.

„Ich komme gleich“, warnte ich sie.

„Dann komm. Ich werde dich erst freigeben, wenn du ihren Schlüssel hörst.“

Auch das war nicht gelogen und ich rollte nach Stunden von ihrem Bett und wankte ins Bad, um frisch geduscht vor Marie zu erscheinen. Dass sie noch immer ihre Tage hatte, war meine Rettung. Keine zehn Maries hätten mich wieder aufrichten können.

Carlas Fuß an meinem Bein beim Abendessen erntete einen Blick, der eher um Gnade flehte als ermahnte. Ihr kurzes Grinsen war unbezahlbar.

Was für ein durchtriebenes Luder. Sie hatte ihr einziges Mal hinter sich. Ich hoffte nur, sie sah das auch so.

 

Am nächsten Morgen ging ich zusammen mit Marie, nur um sicherzugehen. Ich fuhr in meine Wohnung und arbeitete von dort aus. Gegen zehn erhielt ich eine SMS, deren Absender nicht in meinem Telefonbuch war.

„Wann hattest du deinen letzten Analverkehr?“

Mein erster Gedanke war „Spam“, schon der zweite lautete „Carla“.

Ich erhielt Gewissheit in Form eines Bildes, diesmal per Whatsapp. Ein nackter Hintern mit dem Kommentar „Meiner ist viel zu lange her.“

Der Hintern hätte Carlas sein können, aber sicher war ich nicht.

Die Sicherheit ließ nicht lange auf sich warten. Das nächste Bild zeigte Carla in ihrem Dessous-Outfit.

„Laut Google Maps brauchst du zehn Minuten mit dem Auto bis hierher. Ich gebe dir fünfzehn, dann bekommt Mami Daddys Dessous zu sehen.“

 

Ich steckte bis zum Anschlag in ihrem Arsch, bevor es zwölf war. Sie bekam den sanftesten Analritt, den ich je einer Frau verpasst hatte.

Nach zehn Minuten machte sie Schnarch-Geräusche und fing sich wieder einen Klaps.

„Was denn? Du sollst mich ficken, nicht von innen eincremen.“

Mein gänzlich unüberlegtes Experiment bestand darin, ihr nun den härtesten Analritt zu verpassen, den zu verpassen ich im Stande war. Das kam sichtlich unerwartet, sie schrie auf, was ich der Überraschung zuschrieb. Nach ein paar Stößen begleitete sie jeden einzelnen mit einem lauten „Au!“, bis ich endlich in ihr kam.

Ich sah in ihr verheultes Gesicht, bekam sofort wieder Panik, weil ich es übertrieben hatte.

„So langsam verstehen wir uns“, sagte der Teufel, der ihr wieder im Gesicht hing. Ich hatte sie bis an ihren Bettrand gevögelt und zog sie wieder zu mir.

„Was machst du aus mir?“, fragte ich fassungslos.

„Was kann denn eine Neunzehnjährige schon aus einem Mann machen?“ Ihr Lächeln war wieder das eines verliebten Teenagers. Ich fiel hinten über und die Hände wieder auf meine Augen.

 

Carla ritt mich, bis ich Maries Schlüssel hörte. Diesmal sah ich nicht nur auf ihren Hintern, ich steckte darin. Nach der Dusche hinderte ich Marie daran, das Abendessen zuzubereiten, indem ich sie ins Schlafzimmer beförderte und mein Handtuch auf den Sessel warf. Meine Latte schien sie zu überzeugen, Analverkehr nicht. Ich fickte ihr den kompletten Tag aus dem Gedächtnis, zumindest musste sie beim Abendessen lange nachdenken, um uns zu erzählen, was sie gemacht hatte. Sie sah mich an, als hätte ich ihr einen Antrag gemacht und ich war kurz davor.

 

In der Nacht weckte mich Maries Hand. Ich fragte mich, womit ich mir eine Belohnung verdient hatte. Als ich ihre Zunge spürte wurde ich misstrauisch. Ich hob die Bettdecke an, konnte aber nichts erkennen. Ich griff neben mich, fühlte Maries Kopf, ihre Haare, ihren mir zugewandten Rücken. Zwischen meinen Beinen lag Carla und saugte mir in Minuten aus, was ich noch zustande brachte. Ich wagte nicht, mich zu bewegen, folgte ihr aber, als sie das Zimmer verließ.

„Bist du bescheuert?“, flüsterte ich.

Sie grinste nur und antwortete mit vollem Mund: „Brauchte einen Nachtsnack.“

„Mach das nie wieder! Was, wenn deine Mutter dich erwischt hätte?“

Sie verdrehte nur die Augen und verschwand in ihrem Zimmer.

Das entwickelte sich hier alles in eine ganz gefährliche Richtung. Ich kroch zurück zu Marie und nahm sie in den Arm. Sie bewegte sich im Schlaf, nuschelte irgendwas Unverständliches und schlief wieder ein.

 

Als Carla am Morgen ins Bad ging, schlich ich in ihr Zimmer. Ich durchwühlte ihren kompletten Kleiderschrank, bis ich alles zusammen hatte, das ich ihr geschenkt hatte. Ich nahm es mit, zog mich an und stürmte zu meinem Auto. Der nächstbeste Altkleidercontainer erhielt eine Spende, von der ich mir nicht vorstellen wollte, wer sie sortieren würde.

 

Ich hielt an einem Kiosk, kaufte Dosenbier und die ersten Zigaretten seit bestimmt fünfzehn Jahren. Das Bier schmeckte billig und die Zigaretten landeten im Müll. Ich fuhr zurück, nicht zu Marie, zu Carla.

 

Es machte keine von beiden auf, also wartete ich im Bistro am Ende der Straße. Von hier hatte ich keinen Blick auf die Haustür, also nervte ich Gäste und Personal damit, alle paar Minuten aufzustehen und wie ein Perverser oder ein eifersüchtiger Ehemann am Fenster zu lehnen. Ich schrieb Carla eine SMS.

„Wo bist du?“ Sehr wortgewandt.

„Sehnsucht?“ Ich hasste sie.

„Redebedarf.“

„Dann melde dich bei Mami. Bei Fickbedarf darfst du dich wieder melden.“

Ich schüttelte den Kopf und hätte beinahe meine erste rote Birne seit Jahren bekommen, als die Bedienung fragte, ob ich noch was bräuchte.

„Fick- und Redebedarf“, schrieb ich als Kompromiss zurück.

„Halbe Stunde.“

Ich bestellte Croissants und mehr Kaffee.

 

Nach zwanzig Minuten ging ich los, nach einundzwanzig stand ich vor der Tür. Sie brauchte eine Dreiviertelstunde, dann bog ihr hübsches Gesicht um die Ecke. Sie lächelte, als seien wir alte Freunde, grüßte mich genauso und ging wortlos vor. Nachdem sich die Tür hinter uns geschlossen hatte, ging sie in ihr Zimmer, sah sich lächelnd zu mir um und ich folgte ihr.

Sie zog sich aus, während ich bemüht war, ein paar Worte zu sortieren.

„Du wirst mich kaum angezogen ficken wollen.“

„Carla, ich muss mit dir reden.“

„Hab ich kapiert. Der Deal war Reden und Ficken.“

Ich schüttelte den Kopf und zog mich aus. Sie lag oben, meine Hände auf ihren Brüsten, ihr Kopf im Nacken.

„Lass mich einmal kommen, dann reden wir.“

Sie kam nach einer geschlagenen Stunde und musste mich zweimal wieder steifblasen, damit das passierte.

 

„Carla, ich bin wirklich bis über beide Ohren verliebt in deine Mutter.“

„Ich weiß.“

Ich konnte fühlen, wie dämlich mein Gesichtsausdruck war.

„Ich will den Rest meines Lebens mit ihr verbringen!“

„Weiß ich.“

Ich rang nach … was auch immer.

„Ich kann nicht gleichzeitig dich und deine Mutter vö… flachlegen.“

„Scheinbar doch, ich merke noch keine Einbußen, fühlt sich gut an.“

Meine Hände, meine Augen, mein Kopf, das Schütteln, alles bekannt.

„Du bist wirklich perfekt, glaub mir das, was du da gerade machst, würde jeden Mann um den Verstand bringen.“ Sie brachte mich augenblicklich um selbigen und wir mussten unser Gespräch für etliche Minuten unterbrechen.

 

„Wir werden wohl kaum heiraten. Ich bin … du bist … bei deiner Mutter ist das was anderes. Sie ist in etwa so alt wie ich. Vielleicht werde ich sie …“

„Sie will nicht heiraten.“

„Darum geht’s nicht.“

Wir mussten wieder für Minuten unterbrechen und ich verlor den Faden.

Ich fand ihn nicht wieder, bis ich den Schlüssel hörte.

 

Meine geduschte Variante begrüßte Marie und fiel nach dem Abendessen über sie her. Aus Carlas Zimmer drang laute Musik, also traute ich mich, Marie etwas fester von hinten zu nehmen. „Etwas“ musste ich streichen, weil sie sich an das Kopfende klammerte und die laute Musik in Grund und Boden stöhnte.

„Was ist los mit dir?“, wollte sie atemlos wissen.

„Ich liebe dich!“

„Ich dich auch, aber das war … huh … steigt da Rauch auf?“

„Nichts zu sehen, aber ich lösche mal vorsichtshalber.“

Als ich zwischen ihren Schenkeln verschwand, streckte sie mir ihren Hintern entgegen.

„Heute hätte ich deine Zunge gerne mal da hinten.“

Meine Begeisterung hätte kaum größer sein können. Ich hätte beinahe ausgeplaudert, wie sehr mir gefiel, wenn Carla das forderte, was sie quasi ständig tat.

 

Maries Hintereingang schmeckte phänomenal und sie versicherte mir, dass sich meine Zunge daran genauso anfühlte. Anders als bei Carla, war es nicht leicht, in sie einzudringen, aber ich schaffte es. Sie wich zurück, ich griff nach ihrem Becken.

„Nicht so angenehm?“

„Und ob. Mach das bitte nochmal.“

„So oft du willst.“

Ich drückte sie in die Matratze und meine Zunge in sie. Ein paar Mal verkrampften ihre Pobacken und ich glitt aus ihr heraus, dann gewöhnte sie sich langsam daran, und vergrub ihr bildschönes Gesicht in ihrem Kissen.

„Steck ihn rein“, sagte sie nach einer Ewigkeit, die in Sekunden vergangen war.

„Wir werden Gleitgel brauchen.“

„Dann beam welches her!“

Ich wusste, dass Carla welches hatte. Bescheuerter Einfall.

„Vielleicht unter der Dusche, mit Duschgel?“

Sie schüttelte den Kopf.

„Ich hab welches.“ Carlas Gesicht tauchte neben mir auf. Sie kam auf Knien aufs Bett. Mein Atem stockte, ich wollte sie gleichzeitig rauswerfen, ihr das Gleitgel abnehmen und im Boden versinken.

 

Carla legte sich neben Marie und sah sie lächelnd an. „Sollten wir ihn nicht langsam mal einweihen?“

Marie lachte stumm, nickte und ich verharrte in meiner Position.

„Was geht hier ab?“ Ich stand auf und betrachtete die beiden Schönheiten auf dem Bett.

„Ihr wollt mir nicht erzählen, dass hier so ein Mutter-Tochter-Ding … und ich mittendrin …“

„Für wie alt hältst du uns eigentlich?“

Marie wartete keine Antwort ab und ich hatte sie nie danach gefragt. Wozu?

„Carla ist zwanzig und ich bin zweiunddreißig. Selbst wenn ich frühreif gewesen wäre …“

Carla umarmte sie, spielte mit ihren Brüsten, sie küssten sich, ich hielt mich am Sessel fest. Mein Kopf war ein Universum gefüllt mit Fragezeichen.

 

„Wir sind nicht Mutter und Tochter, wir sind ein Paar.“ Marie streckte ihre Arme nach mir aus.

„Du hast mich heute aus der Uni geholt, aus einem guten Grund, wie ich finde.“ Carlas Arme streckten sich mir auch entgegen.

Weil sie nicht ein Fragezeichen entfernt hatten, blieb ich stehen.

 

„Wir wollen dich beide! Haben wir schnell festgestellt. Du bist süß. Du kannst dich auf eine Partnerin einstellen, also passt du zu uns. Der Rest war allerdings ein etwas hinterhältiges Spiel.“ Marie machte ein Gesicht, das nach Schuldgefühl aussehen sollte und versagte kläglich.

„Komm endlich zu uns!“ Carla fand wie immer die deutlicheren Worte.

 

Ich ging wie betäubt zu den beiden und ließ mich mehr oder weniger aufs Bett ziehen. Ich lag zwischen zwei bildschönen Frauen, die sich an mich drückten und mir trotzdem keine Latte verpassten, weil tausend Gedanken zwischen meinen Hormonen und meinen Nerven lagen.

 

„Aber ich hab nur die Geschenke vertauscht, sonst wäre nie was passiert.“

„Männer“, stellte Marie mit vertrautem Augenaufschlag fest, „du hast uns die Geschenke ausgehändigt und ich bin mit Carlas zu dir gekommen. Hast du nur nicht gemerkt, nicht einmal am Geschenkpapier.“ Sie lachte und Carla grinste.

 

„Hab die ganze Zeit gewartet, wann du endlich zu mir kommst. Dieser Blick, als ich dich mit dem BH beworfen hab!“ Jetzt lachte auch Carla.

 

„Aber woher wusstet ihr … also dass ich Dessous … und das zweite Geschenk?“

 

„Georg“, sagten beide.

 

„Woher kennt ihr Georg?!“

 

„Ein Mann, den du alle paar Tage anrufst und täglich zutextest und er dich. Du bist nicht schwul, also musste das dein bester Freund sein. Er war sehr begeistert von unserer Idee.“

 

„Welcher Idee?“

 

„Die einer polyamorösen Beziehung?“, Carla sah mich fragend an, „ein Mann, zwei Frauen und alle lieben sich? Nicht vorstellbar?“

Nichts war vorstellbarer als das und ich sah die beiden an, als hätten sie gerade mein Leben auf links gedreht.

 

© Joyce Cunnings

 

 


Das Geschenk 3