Alexander und Bettina


11. Die List

Bettina saß in der Schule auf einer Bank. Sie hatte eine Freistunde und langweilte sich. Neben ihr unterhielten sich einige Lehrer über die Konferenz, die demnächst in München stattfinden sollte. Sie hatte nicht so genau zugehört, denn es interessierte sie nicht so sehr. Als allerdings sein Name fiel, stellte sie doch ihre Ohren auf.

 

„Herr Bauer muss da wahrscheinlich ein paar Tage bleiben, denn der Kultusminister hat danach noch ein Sondertreffen für die bayrischen Gymnasien angeordnet.“ - 

 

Sie hatte es gehört, stand auf und ging, aber es ließ sie nicht los. Hin und her überlegte sie. „Odysseus, du Listenreicher, gib mir einen Rat!“ Sie grübelte über diesem Problem, bis die nächste Stunde anfing.

 

Frau Behrens hatte Geschichte bei ihnen, und Frau Behrens liebte sie. Seit sie ihr in Frankreich bei ihrem Unfall zur Seite gestanden hatte, konnte Bettina gar nichts mehr falsch machen. Wie es der Zufall so wollte, erzählte auch sie in der Klasse von der bevorstehenden Konferenz. Bettina konnte gar nicht anders, sie musste diese Gelegenheit nutzen.

 

Am Ende der Stunde sagte sie so beiläufig wie möglich, dass auch sie an diesem Wochenende nach München müsse. Sie sollte ihre Großmutter besuchen.

„Sie liegt nämlich im Krankenhaus, wissen Sie, und meine Eltern haben keine Zeit hinzufahren!“ - 

 

Frau Behrens sah sie mit großen Augen an und überlegte. Man sah ihr an, was sie ausbrütete, aber Bettina tat so, als bemerke sie gar nichts. Dabei wusste sie genau, ihre List war auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Sie war ein geduldiger Mensch, und die Zeit würde für sie arbeiten, da war sie ganz sicher.

 

Zwei Tage später, als sie in die Schule kam, sah sie Alexander mit einigen Kollegen auf dem Flur vor dem Lehrerzimmer stehen. Als er sie sah, rief er laut: „Ach Bettina, könnten Sie bitte einmal kurz herkommen?“

 

Ihr Herz hüpfte. Natürlich kam sie und sah ihn fragend an. Er sagte so, dass alle es hören konnten: „Bettina, ich muss morgen früh nach München zu einer Konferenz!“ –

 

„Ja, ich habe davon gehört!“ antwortete sie.

 

„Die Frau Kollegin Behrens hat mich gebeten, ob ich nicht eine Schülerin, die ebenfalls nach München muss, mitnehmen könnte! - So wie es aussieht, sind Sie das!“

 

Bettina wurde rot. Sie holte tief Luft und sagte leise: „Das ist mir jetzt aber sehr peinlich! Ich muss zwar nach München, aber ich wollte Sie nicht damit belästigen! Frau Behrens sollte Ihnen das gar nicht erzählen.“

 

Die umstehenden Kollegen lächelten wohlwollend.

 

„Aber Bettina, das macht mir gar nichts aus. Ich bin ja froh, wenn ich Sie mitnehmen kann und freue mich, nicht alleine fahren zu müssen. Mit Ihnen kann mich unterhalten!“ Sein Ruf als hilfsbereiter Mann war gesichert. „Wann könnten Sie fertig sein?“ fragte er.

 

Bettina schüttelte den Kopf: „Ich komme, wann immer Sie abfahren wollen, wenn Sie schon so nett sind mich mitzunehmen!“ Innerlich jubilierte sie. Sie hätte laut schreien mögen vor Glück. Gelungen! Vielleicht hatte Odysseus ja doch ein weibliches Gegenstück! Aber sie lächelte nur bescheiden, und als er sagte „Neun Uhr, am Parkplatz!“ nickte sie, drehte sich um und ging in die Klasse. Jetzt wusste sie, was für ein Gefühl es sein müsste „high“ zu sein. Sie war high!

 

Sie würden sich sehen. Sie würden sich lieben! Sie hatten ein ganzes Wochenende! Abgesehen von ein bisschen Konferenz. Und! Jeder wusste es und keiner fand etwas dabei. Sie zitterte vor Begeisterung.

 

Ihre Freundin Annemie sah sie bedauernd an. „Was hat sich die Behrens dabei nur gedacht? Nun hast du den Rex am Hals! - Na ja, Gott sei Dank musst du nur mit ihm fahren und kannst dich dann verdünnisieren!“

 

Bettina nickte. „Ich weiß auch nicht so recht, aber sie hat es sicher gut gemeint!“ Damit war der Fall abgehandelt. Jetzt musste sie nur noch ihren Eltern erzählen, dass sie die Großmutter besuchen wollte. Das war kein Problem, denn das tat sie öfter, und sie hatte es ja auch wirklich schon lange vorgehabt.

 

Er ging zur Konferenz und sie zur Oma - und der Rest des Tages und die ganze Nacht gehörte ihnen.

 

Am nächsten Morgen um neun Uhr stand sie brav und sehr züchtig gekleidet auf dem Parkplatz. Er kam fünf Minuten zu spät. Ganz Kavalier stieg er aus und verstaute ihren Koffer im Auto. Leise sagte er: „Wenn du wüsstest, wie lange diese fünf Minuten Verspätung waren! Ich bin seit sechs Uhr heute früh fertig!“ Galant öffnete er ihr die Tür und sie stieg ein. Als sie endlich im Wagen saßen und die Türen geschlossen hatten, atmeten beide erst mal tief durch. Er gab Gas und sie entfernten sich endlich aus der Sichtweite des Schulhauses.

 

„Sag mir, wie hast du das um Himmels Willen geschafft? - Ich dachte mich trifft der Schlag, als die liebe Frau Behrens fragt, ob ich dich nicht mit nach München nehmen kann!“ –

 

Bettina lachte. „Ich habe ihr nur erzählt, dass ich dahin muss. Den Rest habe ich ihr überlassen. Es war ganz und gar ihre Idee!“

 

Alexander lächelte: „Du ist eine Zauberin! Aber das weiß ich ja schon länger! - Mein Gott, ein Wochenende mit dir! Eine ganze Nacht in deinem Bett, in deinen Armen. Ich konnte schon diese Nacht nicht schlafen!“

 

Sie legte ihre Hand auf seinen Oberschenkel: „Du wirst wahrscheinlich heute Nacht nicht so sehr viel Schlaf bekommen, aber wer will schon schlafen, bei so einer aufregenden Konferenz?“

 

Sie fuhren gerade durch den Wald, und er hielt am Straßenrand an.

 

Sie sah ihn fragend an.

 

Zärtlich nahm er sie in die Arme und küsste sie mitten auf den Mund.

 

„Nein, nein Alexander!“ wehrte sie ihn ab. „Noch nicht hier! Wenn uns hier jemand sieht, ist unsere schöne List dahin! Fahr nach München, oder wenigstens in die Nähe - und dann!“

 

Er schaffte es gerade mal bis Herrsching. Und auch da konnte er kaum schnell genug ein Hotel finden, aber sie hatten Glück und das Erstbeste, war wirklich das Beste! Es war zauberhaft.

 

„Was machen wir nun?“ fragte er. „Doppelzimmer oder Einzel?!“

 

Bettina lachte. „Von mir aus nur ein einziges Bett in einer Rumpelkammer!“

 

Zusammen gingen sie an die Rezeption. „Meine Frau und ich möchten ein schönes Doppelzimmer mit Bad!“ Verlangte er ganz selbstverständlich.

 

Bettina wusste nicht, wohin sie schauen sollte. Wahrscheinlich sah man es ihr an! Der Portier war sehr freundlich, und Alexander erzählte leutselig: „Ich muss nämlich zu dieser Lehrerkonferenz und meine Frau ruht sich hier aus. - Nicht wahr, mein Schatz!? Vielleicht kannst du ja mal zum Einkaufen nach München fahren, aber ich komme zurück, sobald es geht!“

 

Der Portier trug ihre Koffer auf das Zimmer und bekam sein Trinkgeld.

 

Als er verschwunden war, ließ Alexander fallen, was er in der Hand hatte und zog sie an sich. „Ich liebe dich, ich kann kaum mehr erwarten, bis es heute Abend ist!“

 

Bettina lächelte zärtlich und dann sagte sie drei Worte, die ihn um den Verstand brachten. „Dann warte nicht!“ Und damit zog sie ihren Pullover über den Kopf und schüttelte ihre rote Mähne. Der BH, den sie trug hatte denselben Farbton wie ihr Haar. Und als er den Rest ihrer Unterwäsche zu Gesicht bekam, nahm er einen ähnlichen Farbton an.

 

„Ich denke, du hast es eilig?“ fragte sie.

 

Er keuchte! Als er sich seinen Anzug vom Körper riss, grinste sie und bemerkte spöttisch: „Den brauchst du später noch mal!“ Damit drehte sie sich um und zog sich ihr knapp bemessenes Höschen über die langen Schenkel nach unten.

 

„Du machst mich verrückt!“ stöhnte er und trat hinter sie. Er umfasste ihre Hüften und drückte ihr seinen Ständer zwischen die Pobacken.

 

Bettina kniete sich vor ihm auf das breite Doppelbett und reckte ihm verführerisch ihr Hinterteil entgegen. „Komm schon endlich!“ flüsterte sie, „ich kann nicht mehr warten. Ich will dich endlich spüren! Ich bin schon über drei Wochen auf Entzug! Weißt du nicht, dass ich süchtig bin nach dir?!“ Sie wiegte sich in den Hüften.

 

Er beugte sich vor und küsste sie auf den Po, kniete sich hinter sie und nahm Maß. Er schob seine pralle Eichel an diese verlockend feuchte Stelle. Dummerweise versuchte er erst dann, ihren BH zu öffnen. Konzentration! Als er es geschafft hatte, legte er seine Hände um ihre Brüste, drückte zu - und gleichzeitig stieß er tiefer. Sie stöhnten lustvoll. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl, sie unter sich zu fühlen. Alexander platze vor Gier. Er hatte sich drei Wochenlang nach ihr verzehrt, genau wie sie, und jetzt konnte er keine Beherrschung mehr aufbringen. Wie von Sinnen stieß er zu. Fasste ihre Hüften und ließ sie unter seinen Stößen erbeben. Seine Hand streichelte ihr Becken, ihre Pobacken und suchte sich den Weg zum Himmelreich. Seine Finger fanden ihre glatten Lippen und die Liebesperle. Als er sie berührte, schrie sie leise auf und drückte sich gegen ihn.

 

„Jaah, Alexander, jaah! Komm! Stoß zu!“ Wie wahnsinnig warf sie sich gegen ihn und röchelte: „Komm, mein Liebster, komm! Oh jaa! Oh jaa, großer Gott, ist das schön! - Jaah!“

 

Sie wand sich in den Hüften, rieb sich an ihm, ließ ihn immer wieder anstoßen in ihrem Inneren. Sie hielt die Augen geschlossen und seufzte vor Behagen, aber lange hielt sie es nicht mehr aus.

 

Er spürte es - genau wie sie - und als er aufstöhnte, hielt sie inne in ihren Bewegungen. Er zögerte kurz, aber dann spürte er, wie sich ihre Scheide zusammenzog und stieß einen Schrei aus. Er packte zu, stieß ein letztes Mal, explodierte keuchend in ihr und sank über ihren Rücken. 

 

Bettina und Alexander ließen sich zur Seite sinken. Er hielt sie immer noch umschlungen, presste sie an sich und küsste ihren Nacken.

 

Sie stöhnte zufrieden und flüsterte: „Ich liebe dich, mein Alexander! Jetzt kannst du zur Konferenz, denn jetzt weiß ich wieder, warum ich so verrückt nach dir bin!“

 

Er lachte leise, aber er musste sie loslassen. Ob er wollte oder nicht, er musste gehen. „Ich werde so schnell wie möglich zurückkommen. Und ich werde dich lieben, bis du um Gnade flehst!“

 

Bettina kuschelte sich in das schöne Bett und zog die Decke über sich. Sie sah zu, wie er sich anzog, und als er sie zum Abschied küsste, legte sie seine Hand auf ihre Brust und flüsterte: „Vergiss mich nicht!“ Diesmal war sie glücklich bei diesen Worten. Beim letzten Mal wäre ihr beinahe das Herz gebrochen. Jetzt konnte sie die Augen schließen und von ihm träumen - und auf ihn warten.

 

Er würde zurückkommen!