Böse Wünsche - böses Mädchen

 

Elias grübelte. Seine extraweichen Spezial-Fesselseile waren wohl nicht so der Bringer gewesen – für seine Frau. Er dagegen hatte sich schon sehr verrucht gefühlt, als sie da so gefesselt und blind vor ihm gelegen hatte! Nach zehn Jahren hatte sie ihm gestanden, dass Blümchensex „nicht so ihr Ding war.“ So hatte sie ihren wunderbaren ehelichen Sex bezeichnet: „Nicht so ihr Ding!“ Sie hätte es gern wilder, rauer. Sie hätte gerne … ja, und dann hatte sie herumgestottert. Was er hörte waren: „Seile, Fesseln, Gewalt“. Heimatland! Seine Mutter hatte gesagt, Helena sei nicht die richtige für ihn. Immer hatte sie das gesagt! Aber er liebte sie doch! Und nun … wollte er ihre Wünsche erfüllen. Nur … ob er das konnte? Zumindest versucht hatte er es! Seile gekauft, Knebel und eine Augenmaske – von allem die Luxusversion. Weich und plüschig – rosenrot! Es hatte nicht funktioniert. Er hatte es in ihren Augen gesehen - danach. Aber verdammt! Was zur Hölle wollte sie? Wollte sie vergewaltigt werden? So richtig brutal? Das gab es doch nicht. Seine Frau, die Anwältin der oberen 10.000! Keine Frau wollte das!

Seine Mutter hatte ihm eingebläut: „Mädchen schlägt man nicht! Man tut ihnen nicht weh! Man schützt sie vor allem Unbill dieser Welt!“ Bisher hatte er das auch immer befolgt. Der Kitzel, der ihn befallen hatte, als er seine Helena - auf ihren persönlichen Wunsch hin - so „verschnürte“, der war ihm selber unheimlich gewesen. Und doch war es offenbar nicht so, wie sie es gewollt hatte. Verflixt! Was genau wollte sie? Er hatte sie doch gefragt! Und er hatte geglaubt jeden ihrer verklausulierten Winke verstanden zu haben. Dennoch konnte er nicht umhin zu bemerken, dass sie geknickt und ihre Blicke enttäuscht waren – nach der Fesselungsnummer.

Inzwischen grübelte er fast Tag und Nacht über diesem Problem.

Diese Wutnummer fiel ihm ein, damals, als sie ihn vor den Kollegen blamiert hatte und dann noch zu spät kam - zur Einladung bei seinem Chef. Der Abend war eine einzige Katastrophe gewesen, und er hatte innerlich gekocht. Als sie heimkamen und er sie zur Rede stellte, hatte sie immer noch nur Spott übrig. „Ich gehe mal davon aus, dass der Herr Gemahl heute keine Lust zum Kuschel-Sex haben?“, hatte sie gehöhnt, und da war er ausgerastet. „Doch, gerne!“, hatte er geknurrt und sich fast auf sie geworfen. Ihr Spitzenhemd war dabei draufgegangen. Er hatte sie gepackt aufs Bett gedrückt und genommen. Wortlos! Zuerst hatte sie versucht ihn wegzustoßen, aber er hatte ihre Hände aufs Bett genagelt und sich nicht stören lassen. Und plötzlich war sein liebend Weib abgegangen wie eine Rakete, hatte gestöhnt und geschrien vor Lust. Das Dumme war nur … er hatte sich anschließend entschuldigt und diese Episode vor lauter schlechtem Gewissen beiseitegeschoben. Heute dachte er, dass er schon damals hätte aufmerksam werden müssen.

… und dann, eines Tages, er stand an einer roten Ampel, da sah er sie. Sie witterte nach allen Seite, als befürchte sie beobachtet zu werden – und verschwand dann in einer kleinen Seitengasse. Ohne zu überlegen fuhr er um genau diese Ecke, sah sie gerade noch in einem schäbigen, kleinen Laden verschwinden. Er stellte seinen Wagen in eine dunkle Einfahrt und hoffte, dass da keiner rein oder raus wollte, und folgte seiner Frau. 007 fiel ihm ein! Er grinste. Manchmal verstand er sich selber nicht.

Durch trübe Scheiben sah er Reepschnüre, Taue, Seile, nichts als Seile! Waren sie nicht schon mal hier gewesen … Elias erinnerte sich. Da vorne war sein bevorzugtes Fotogeschäft. Helena hatte aber hierher gewollt. Er hatte es für einen Spleen gehalten. Was wollte sie in einem Geschäft für … Marinebedarf? Seile, Taue, Tampen, what ever? Aber nun … ergab das einen Sinn. Sie wollte gefesselt werden. Nur langsam sickerte die Erkenntnis in sein Hirn. Sie wollte DAMIT gefesselt werden! Nicht wirklich, oder? Frauen waren doch nicht so! Frauen wollten keinen wilden, abartigen Sex! Seine Mutter hatte …

Er sah sie. Seine Helena redete mit einem verhutzelten Alten, ließ ihre Finger über die Seile gleiten, als seien sie … Die Blicke, die sie dem Mann zuwarf … Hätte er es nicht besser gewusst, dann hätte er denken können, sie mache ihn an. Aber wusste er es denn besser? Verdammt, was tat sie da? Wenn sie so weitermachte, dann würde der da drin das völlig falsch verstehen und über sie herfallen. Tatsächlich, der Alte grinste lüstern und öffnete galant eine Tür – und seine Helena verschwand darin. Sie musste doch wissen, was für Signale sie aussandte. Ihr Benehmen schrie geradezu: „Fick mich!“ Wenn dieser Knecht Ruprecht genau das dann tat, musste sie „Danke!“ sagen.

In seinem Kopf kreisten unmögliche Gedanken. Am liebsten wäre er da hineingestürmt, hätte sie mit diesen Seilen festgebunden und durchgefickt, sodass sie endlich begreifen würde, was sie da tat. Himmel, ihm wurde ganz schwummerig. Er musste sich setzen. Hilflos ließ er sich auf die Eingangstreppe nieder und atmete tief durch. Was da drin wohl jetzt passierte? Ob der Alte seine Frau nun … vielleicht konnte der ihr ja geben, wonach sie verlangte! Der war offensichtlich ein ganzer Kerl, ein harter Seemann! Vielleicht drückte er sie über seinen Tresen, zerrte ihren dünnen Sommerrock hoch und riss ihr das Höschen vom Leib? Sein Schwanz wurde hart! Verdammt! Ob er ihn ihr hineinrammte, den steifen Prügel, den der Alte gewiss auch hatte. Seine Helena war schließlich ein scharfes Weib!

Aber dann hörte er Stimmen. Sie kamen zurück. Er riss sich zusammen und verschwand schnell in der Einfahrt, duckte sich hinter seinen Wagen, und sie rannte fast gehetzt an ihm vorbei. Dieser Ausdruck auf ihrem Gesicht … er hatte es nur für den Bruchteil einer Sekunde gesehen. Angst und Lust, ja … Gier hatte sich darauf gespiegelt. Konnte es sein, dass sie heiß war - auf diesen alten, knorrigen Recken da drin? Aber vielleicht war es ja gar nicht der Mann, der sie aufgeilte! Sie hatte es ihm doch gesagt. „Fessle mich!“ Da drinnen gab es Fesseln zuhauf! Die Vorstellung da drinnen vertäut zu werden … Ihm wurde schlecht. Die Vorstellung sie zu fesseln, trieb ihm den Schweiß auf die Stirn! Das konnte er nicht! Das wollte er nicht! Warum wollte es dann sein Schwanz? Er pochte in seiner Hose, sprengte fast jede Dimension. Verdammt, diese Hexe! Sie machte ihn verrückt!

Wie an Schüren gezogen ging er in den Laden. Er passte da nicht hin! Er, in Anzug und Krawatte … und der alte Seemann …

„Good day, menear!”

„Ja, ja, guten Tag! Die Dame da eben ...” Elias stockte.

Der Alte grinste ihn an. „In geile Poppe!”

Er schluckte. Der hatte erkannt, was ihm bisher verborgen geblieben war. Oder hatte er es nicht sehen wollen? „Ja, eine geile Puppe! – Was wollte sie?”

„Se sjocht nei har de touwen, mar ik tink dat se nedich in fuck!”

„Ja, Alter, da hast du wohl recht!”, dachte er. „Sie schaut nach den Tauen, aber sie hat einen Fick nötig!” Er nickte.

„Is jo skerpe frou? Wêrom dogge jimme stjoere se mei my?”

Elias verstand ihn kaum. „Scharfe Frau? - Ja, mein … scharfes Weib! Wêrom jimme stjoere se ... Warum ich sie schicke …? Ich schicke sie nicht! Ik net stjoer se!”

Der alte Seebär nickte! Offenbar verstand er. Ihn! Sie! Nur er, Elias, er verstand nichts!

„Soe ik neuk har en do sjochst nei?”

Nun war er am Ende seines Verständnisses angekommen. Er zückte sein Handy. Translater! Reichte es weiter. Der Alte tippte.

„Soll ich sie ficken, und du schaust zu?”

„Nein!” Das klang lauter, als er es erwartet hatte. Drohend ging er auf den Alten zu. Dieses Schwein sollte die Finger von seiner Frau lassen!

„Oh Ik begryp no al! Kom werom as jo witte wat jo wolle!”

Elias floh aus dem Laden. Jetzt verstand er den gehetzten Ausdruck seiner Frau. Dieser Rüpel mochte ja vielleicht alles begreifen. Wenn er selber nur wüsste, was er wollte - oder sie? Verdammt! Verdammt! Verdammt!

„Komm wieder, wenn du weißt, was du willst!” Leichter gesagt als getan!

Elias fuhr nachhause und vermied es in den nächsten Tagen tunlichst, seiner Frau zu begegnen. Seine Gedanken waren allerdings immer bei ihr, um sie, in ihr! Er fesselte sie. Mit seinen süßlila, weichen Spielzeug-Fesseln, und sie hatte wieder diesen Blick! Er hasste es, wenn sie ihn so ansah – so mitleidig. Er hasste sie, wenn sie ihm vormachte, dass alles in Ordnung sei, dass sie … Nein, verdammt, er wusste es längst, er schaffte es nicht, sie so hochzujagen, dass sie endlich die Kontrolle verlor. Sie, die kontrollsüchtige Juristin!

Er wollte es ihr so besorgen, dass sie schrie vor Geilheit, und wenn er dafür den Alten brauchte … Nein! Das nicht! Die Taue vielleicht. Wenn er sie damit fesseln würde?




Elias ging wieder hin – und der Alte grinste.

„Jo witte no wat jo wolle?”

„Ja, ich weiß was ich will! Vor allem will ich Deutsch sprechen!”

„Kein Problem!”, lachte der Alte. „Manchmal erfährt man mehr, wenn die Leute glauben, man versteht sie nicht!”

„Dann erzähl mir, was du erfahren hast!”

„Willst du das wirklich wissen?”, fragte Mann, der mehr denn je wie ein Freibeuter aussah.

Elias schüttelte sich. „Sie ist meine Frau!”

„Komm mit!”, befahl der Seebär.

Elias trottete folgsam hinter ihm her, durch die Türe, durch die schon seine Frau verschwunden war, setzte sich auf Wink des Alten an einen wackeligen Tisch und nahm letztendlich den heißen Grog entgegen, den er ihm reichte.

„Dein Frou ist ein geiles Meisje!”, begann er. „Ein besonderes Mädchen! Und wenn du sie behalten willst, dann musst du ihr geben, was sie braucht, nicht was du meinst! Aber …” Er sah ihn durchdringend an. „Ich weiß nicht, ob du es nicht genau so brauchst!”

Elias nahm einen großen Schluck und hustete.

„Was … was muss ich … ihr geben?“

„Weißt du das immer noch nicht? Ist doch alles hier!“ Er machte eine große Geste zu den Tauen. „Sie braucht dich! Du musst die Verantwortung übernehmen, sie zu ihrem Glück zwingen! Manche Frauen sind so erzogen. Lust ist böse! Und nur wenn du sie zwingst, kann sie vor sich selber entschuldigen, dass sie ein geiles Stück ist!“

Elias trank den Grog und hielt dem Alten das Glas hin. Grinsend goss er es voll.

„Wie heißt du?“ Elias wollte wenigstens wissen, wem er die tiefschürfende Erkenntnis der Seele seiner Frau verdankte.

„Synke!“

„Ich kann das nicht!“

„Ûnsin! Jo kin, en jo wolle! Du kannst, und du wirst! Oder …“ Er blickte ihn verschlagen an. „Giet it net meitsje jim geil? Macht es dich nicht geil, wenn du daran denkst … Dyn frou … hier …“ wieder die große Geste. „… neaken an bûn … mei schenkeln spread breed …“

Synkes Augen glühten, und Elias schluckte den Rest des heißen Grogs.

Seine Frau … hier … nackt und gefesselt … mit gespreizten Beinen … und dem Alten, der ihre Möse beglotzte! Himmel, dieses Miststück! In was für Situationen brachte sie ihn. Trotzdem! Es stimmte ja! Er war geil! Wenn sie jetzt … so … nackt und gefesselt … Oh, er würde ihr zeigen, was für ein geiles Fickstück sie für ihn war!

„O ja, do bist geil as … and as jo wolle, ik sil dy helpe!”

Das glaubte er sofort, dass ihm der Alte nur zu gern geholfen hätte, aber wollte er das auch? Die eigentliche Frage war … ob er wollte oder nicht … brauchte er nicht seine Hilfe?

„Was … ist … für dich drin?“, fragte er dämlich, und schob gleich nach: „Ficken ist nicht!“

Synkes Hand mit dem Grog zitterte jetzt auch. Er sprach mehr zu sich selber: „Moaie frou … geile frou … neaken en tied … ich binde sie – für dich, aber ich befingere sie auch! Überall! Ich ficke sie nicht. Das ist dein Job! Aber …“

Elias sprang auf, donnerte das Glas auf den Tisch und rannte, als sei der Leibhaftige hinter ihm her.





Was hatte er sich dabei bloß gedacht? Synke hatte ja wohl einen Knall! Seine Frau! Helena war seine Frau, und verdammt, er dachte darüber nach, wie der alte Knacker seine Frau befingerte! Wie er ihre Handgelenke band und sie fixierte an der großen Reeperbahn, die in dem hinteren Raum stand, wie er ihr die Kleider von Leib riss, und schließlich ihre Beine einfing, die nach ihm traten und sie festzurrte – weit gespreizt. Und er, Elias, stand nur da und sah zu. Er wichste jeden Tag dreimal – immer wenn er nur daran dachte. Er quälte sich. Seine eigene schmutzige Fantasie quälte ihn! Wer war hier eigentlich das Problem? Sie oder doch er? In den nächsten drei Wochen nahm er fast 10 Kilo ab.

Je öfter er daran dachte, desto weniger unmöglich wurde diese ganze Sache. Wenn sie es doch wollte! Aber wollte sie das wirklich? Was, wenn er wieder alles missverstanden hatte – und der alte Pirat auch? Dann wäre das Missbrauch! Es wär eine Vergewaltigung! Konnte es denn wirklich sein, dass eine Frau vergewaltigt werden wollte? Seine Frau?

Aber wenn sie es wollte? Musste er dann nicht wenigstens versuchen, ihr zu geben, was sie wollte? Oder war das nur etwas, das er … wollte? NEIN! Er wollte es nicht. Es stieß ihn ab – und es machte ihn so unglaublich geil! Er verstand sich selber nicht mehr. Sich nicht und sie nicht! Wochenlang quälte er sich mit Vorstellungen, die ihn zwar erregten, aber auch zutiefst verwirrten. Er schlief kaum noch mit seiner Frau, denn irgendwie blockierten die Fantasien seine bisherigen Sexualpraktiken. Er konnte nicht mehr fragen: „Ist das gut so für dich, mein Hoppelhäschen?“, und nicht mehr zartfühlend in sie eindringen und sie langsam und fast tänzerisch lieben. In seinem Kopf befahl er: „Mach die Beine breit, du Schlampe!“, und fickte sie um den Verstand.

Aber wie - verdammt - konnte er sicher sein, dass nicht nur er … Sie mussten reden, aber wie? Er peinigte sich mit Vorstellungen in denen Helena ihn auslachte, ihn beschimpfte, trotzdem … Irgendwann, um sich selber auszutricksen, schrieb er einen Zettel.

                                     „Wir müssen reden, Schatz!“

Was zur Hölle wollte er ihr sagen? „Du hast mich infiziert? Ich bin genauso irre wie du?“ Und als sie sich dann abends gegenüber saßen, bei einer Flasche teuersten Weines, da kniff er feige. „Häschen, ich liebe dich, ich möchte dich doch glücklich machen. Sag mir wie?“

Helena seufzte tief, knetete ihre Hände und betrachtete intensiv ihre Füße. Gut, dann sah sie nicht, was offensichtlich war: Nämlich, dass ihr Mann ein gieriger Dreckskerl war!

„Ich, ich …“, begann sie stockend. „Du weißt es doch. Ich mag es, … wenn ich mich hilflos fühle.“

„Ja, aber das kann alles Mögliche bedeuten. Meinst du wirklich körperlichen Zwang … Fesseln? Das letzte Mal hat es nicht funktioniert.“

Sie griff nach dem Glas Rotwein und trank einen großen Schluck. „Ich mag es, wenn du zärtlich bist. Wirklich! Nur nicht immer! Ich mag es nicht … nicht … manchmal nicht beim … Sex!“

Gut, sie war mutig! Er würde ihr auch … „Ich hab dich gesehen … bei Synke!“

Sie sah ihn an – mit weit aufgerissenen Augen. „Bei … wem?“

Scheiße! Jetzt hatte er sich reingeritten! „Ja, ähhhh … bei dem Kerl mit den Seilen! In der kleinen Gasse … hinter meinem Fotoladen.“

Seine Frau wurde knallrot.

„Diese ganzen Taue, Seile … willst du damit …?“ Er musste es wissen.

Sie nickte beklommen.

„Dort? Mit ihm? Willst du von ihm …“

„Nein!“, schrie sie entsetzt. „Du bist mein Mann. Ich will vielleicht gefesselt werden, aber ich will dich nicht betrügen!“

„Und wenn … wenn …?“ Nun konnte er nicht weiter, und jetzt schaute sie ihn an – verstehend.

„Das … würde dir gefallen?“

Plötzlich lachte sie laut und schallend. „Du hat auch verbotene Wünsche!“

Elias nickte und plötzlich musste er grinsen. „Wir kriegen das hin! Wir müssen nur wissen, wann es zuviel wird.“

„Aber … wenn ich doch nicht weiß, was … zuviel ist?“ Sie wirkte klein und unsicher. Seine taffe, erfolgreiche Frau, die Anwältin, die alle Gegner durch Sonne, Mond und Sterne prozessierte, war verunsichert … und er fand es toll. Er würde ihr Held sein.

„Keine Ahnung! Wir finden es raus! Fangen wir … jetzt … an?“

Sie nickte, sagte aber kein Wort.

„Ich habe aber nur die weichen Stricke …“ Er dachte eigentlich nur laut nach, aber dann hatte er eine Idee! „Zieh dich aus, Schlampe!“, herrschte er sie an. Als er das Funkeln in ihren Augen sah, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. „Was kümmern mich deine Wünsche? Das Seil passt so wie es ist! Los mach schon, du geiles Stück! Jetzt wird gefickt!“

Und Helena stand fügsam auf. „Draußen im Müll!“, flüsterte sie, während sie ihre Bluse aufknöpfte, und den Business-Rock abstreifte.

Elias sah fasziniert zu, hatte aber keine Ahnung, was sie meinte. „Im Müll?“

„Reepschnüre! Ich habe welche gekauft!“

Er konnte es fast nicht hören. „Hole sie!“, befahl er, und als sie zur Bluse greifen wollte, schnappte er: „Habe ich etwas von anziehen gesagt?“

Sie sah bezaubernd aus in ihrer champagnerfarbenen Unterwäsche. BH und Höschen schimmerten golden auf ihrer braunen Haut, und er ergötzte sich an dem Gedanken, was sein Nachbar denken oder vielleicht sogar sagen würde, wenn er sie so zu Gesicht bekam – oder Synke. Verdammt, er war wirklich ein Dreckskerl, und … es fühlte sich saugut an!

Hochrot im Gesicht kehrte sie innerhalb kürzester Zeit zu ihm zurück und überreichte ihm eine Papiertüte. Er schüttelte den Inhalt auf den Esstisch und besah sich vier dunkelrote Reepschnüre. Sie erschienen ihm zu dünn, um als Fesseln zu dienen, aber wenn Helena sie dazu gekauft hatte … „Damit?“, fragte er sicherheitshalber.

Sie nickte.

„Räume den Tisch ab!“, befahl er. Was sollte das werden? So ganz sicher war er nicht, aber als er sah, wie dienstbeflissen sie seinen Wünschen nachkam, grinste er. Sein Schwanz pulsierte verlangend in der Hose. Er wollte sie haben, und diesmal wollte er sie nicht lieben, er wollte ficken! „Leg dich drauf!“

„Auf den Tisch?“, fragte sie entgeistert, aber dann begann ihr Gesicht zu leuchten, und sie tat wie ihr geheißen.

Elias hatte keine Ahnung, wie man jemanden fesselte, und so musste er improvisieren. Er gab ihr ein Ende der Schnur in die Hand und führte sie unter dem Tisch zur anderen Seite, dort legte er sie um ihren Ellenbogen und dann zurück. Vorsichtig zog er an. Ihre Ellbogen lagen nun angewinkelt wie Flügel neben ihr. „Tut das weh?“, fragte er unsicher.

„Nicht fragen!“, flüsterte seine Frau kopfschüttelnd.

Er zog fester, vertäute die Enden der Schnur, und dieses Miststück lächelte selig. „Warte nur, das Grinsen werde ich dir austreiben!“ Er traute sich nicht, war verdammt unsicher und sie bekam genau das, was sie wollte. „Hexe!“, knurrt er.

Da lag sie nun – halbnackt! Die Arme waren fixiert, die Beine hingen vom Tisch herab. Er nahm die Schnur doppelt, führte sie um ein Tischbein und ihren Oberschenkel, zog fest an und machte eine Schleife. Zufrieden besah er sich sein „Geschenk“. Nun kam das andere Bein. Er zerrte es nach links, spreizte sie so weit wie möglich und rückte ihren Arsch nach vorne an die Tischkante. Das Ganze war unbequem und stümperhaft. Er wusste es.

„Ich bin noch angezogen!“

„Halt den Mund, Miststück!“, fuhr er sie an. Wusste sie mehr darüber als er? Langsam wurde er wirklich sauer. Er kam sich benutzt vor, obwohl das ganze Prozedere nicht den Anschein erweckte. „Nicht mehr lange!“, flüsterte er drohend, und sie wurde wirklich blass. Elias griff zu der großen Papierschere, die sie in der Tischschublade verwahrte um Geschenke zu verpacken. „Jetzt geht’s ans auspacken!“, verkündete er und fuhr behutsam ihre Leiste entlang unter das Höschen. Schnapp! Nochmal … und der Stoff klaffte auf und fiel zwischen ihre Schenkel.

„Wow!“ Damit hatte er jetzt nicht gerechnet. Ihre Möse lachte ihm geschwollen und feucht entgegen. „Du geiles Stück bist patschnass! Davon hast du also geträumt!“ Er zerschnitt den BH und griff zu. Mit beiden Händen walkte er grob ihre Brüste – und sie stöhnte lüstern. „Wolltest du es mit ihm tun?“, fragte er.

Sie schüttelte den Kopf.

„Lüg mich nicht an!“, knurrte er. „Sonst … lass ich dich hier liegen … und verschwinde! Du hast ihn angemacht! Ich habe es gesehen!“ Die Vorstellung, dass Synke sie so sehen könnte erregte ihn. Der alte Pirat würde sich eins grinsen. Ha! Jetzt hatte er eine geniale Idee. Während er aus den Schuhen schlüpfte und seine Hose auszog, berichtete er ihr: „Ich war bei ihm, weißt du! Er sagte, du hast einen Fick nötig!“

„Das ist nicht wahr!“, stöhnte Helena verlegen und wurde puterrot. Sie versuchte ihre Beine zu schließen, aber die Reepschnur hielt. „Du hast mit ihm … über mich gesprochen?“ Ihre Stimme zitterte.

„Ja, du geile Hexe! Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre dich gemeinsam zu ficken!“ Ohne Vorwarnung steckte er ihr einen Finger in die Möse.

Sie stöhnte laut und bäumte sich ihm entgegen. „Jaaahhh!“, keuchte sie.

„Das gefällt dir?“ Er fasste es nicht, aber es gefiel auch ihm! „Antworte!“

Helena kaute auf ihre Unterlippe, sagte aber kein Wort.

„Sag schon!“, befahl er, aber sie schwieg eisern. Elias lachte. „Soll ich ihn holen? Er käme sicher gern!“ Inzwischen steckten zwei Finger in ihr, und er fickte sie damit.

Erneut zerrte sie an den Schnüren.

Er sah, wie sie in ihre Schenkel einschnitten, aber sie brauchte ja nur aufzuhören – damit! „Er wollte dich befingern, …“, lachte er spöttisch, „während ich dich …“ Sein Ständer ragte steil auf, und er trat näher, packte ihre Hüften, setzte ihn an … und stieß zu! „… ficke!“

Seine Frau schrie auf, keuchte und warf den Kopf hin und her, aber ihr Unterleib stieß ihm entgegen. Sie riss an den Fesseln, die sich immer tiefer in ihr Fleisch gruben.

„Hör mit diesem Scheiß auf!“, befahl er keuchend. „Wir werden das machen! Er wird mit seinen rauen Händen deine Titten kneten, und ich werde dich ficken, du geiles Stück!“ Elias umfasste ihre Brüste und presste sie zusammen. „Das gefällt dir doch, du Fotze!“, stöhnte er und hämmerte seinen Schwanz in sie. Noch nie hatte er eine Frau so behandelt. Er hatte ja keine Ahnung gehabt, wie geil das sein konnte – mit der richtigen!

Sie wand sich vor ihm, nackt und gefesselt, und sie liebte es! Er konnte es sehen – und hören. Sie wimmerte ihm ihre Lust entgegen. „Er wird deine Fotze spreizen und dich wichsen, während ich meinen geilen Schwanz in dich ramme und es dir so richtig besorge!“ Lange hielt er das nicht mehr durch. „Wir werden dich gemeinsam durchziehen, du versautes Fickstück!“

Sein letztes Wort ging schon unter in dem unartikulierten Lustgebrüll, das aus diesem Wesen kam, das seine Frau war. Stöhnend stieß er weiter, stieß und stieß, rammte sich in sie, spürte wie ihre Fotze sich zusammenzog und ihn auspresste. „Grrreilunrrundsogrrrlllllicnhsprlllitze!“

„Du lieber Gott!“ Er sank auf sie. Seine Zungenspitze berührte zärtlich ihre Lippen, leckte. „War das in etwa so, wie du dir das vorgestellt hattest?“

Helena nickte atemlos und strahlte ihn an – solange bis er ziemlich überzeugend und breit grinsend sagte: „Und nächstes Mal … spielt Synke mit!“

© Anna







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