Ein fesselndes Schauspiel

 

Als Katharina die Wohnung aufschloss war sie verwundert. Manuela hätte da sein müssen. Sie hatten sich zum Lernen für die nächste Klausur verabredet, aber offenbar hatte sie es vergessen. Katharina überlegte. Sie würde sich einstweilen Kaffee kochen und warten. Als sie den Kaffeevollautomaten, Manuelas wertvollsten Besitz, einschaltete, knallte es. Sie erschrak zu Tode. Hatte sie ihn kaputt gemacht? Erst nach dem zweiten und dritten Knall, realisierte sie, dass dieses überdimensional laute Geräusch gar nicht aus der Küche kam. Auch das kaum unterdrückte Stöhnen kam – aus Manus Schlafzimmer.

Seltsam!

Sie ließ Kaffee Kaffee sein und schaute nach. Die Schlafzimmertüre stand offen, und als sie hineinschaute, sah sie direkt in Manuelas Augen – und die blitzten giftgrün. Bevor sie jetzt wusste, ob diese Situation peinlich war, grinste Manu sie diabolisch an und winkte sie zu sich. Oh, sie hatte ihr erzählt von dem Mann mit den seltsamen Wünschen, aber sie hatte niemals erwähnt, wer er war. Ob sie das nun herausfinden sollte? Erst als es erneut knallte, entdeckte sie die Peitsche in Manus Hand! Neugierig trat sie näher, gerade noch rechtzeitig, um den roten Striemen aufblühen zu sehen – auf einem bemerkenswert knackigen Hinterteil. Der nackte Mann auf dem Bett ihrer Freundin trug eine schwarze Maske und biss gerade aufheulend in ihr Kopfkissen.

„Bist du wohl still!“, zischte Manu und ließ gleichzeitig die Peitsche in seinen Hintern beißen.

Katharina schüttelte sich. Manu konnte es manchmal aber auch übertreiben, aber sie konnte anscheinend auch Gedanken lesen. Beruhigend lächelte sie ihr zu, aber als Katharina ihr pantomimisch zeigte, dass sie gehen würde, schüttelte sie heftig den Kopf. Katharina schnitt eine Grimasse. Solche SM-Spiele mochte sie nicht, das wusste Manu, aber die gab ihr zu verstehen, dass sie warten sollte.

Als der nächste Schlag das wehrlose Fleisch traf, und der Mann sich auf die Lippen biss, verlangte sie: „Zeig mir deine Lust!“ Kopfschüttelnd trotzte er ihr einen weiteren Hieb ab, ehe er sein Becken drehte. Donnerwetter, war das ein Ständer! Katharina verstand die Welt nicht mehr. Ganz klar! Dem Mann mit der Maske gefiel dieses Spiel! - Ihr nicht!

„Ich gehe jetzt!“, sagte sie laut.

Der Mann fuhr hoch und mit ihm sein Schwanz, was eigentlich unmöglich war. Sein Kopf und dieser stramme Riemen zeigten in ihre Richtung.

„Du siehst, heute gehen alle deine Wünsche in Erfüllung!“, lachte Manuela.

Von wem sprach sie eigentlich? Katharina würde jetzt diese gastliche Stätte verlassen - gleich! Aber irgendwie konnte sie es nicht. Gefesselt starrte sie auf diesen gutaussehenden Nackten, sah zu, wie ihre Freundin die Peitsche hob. Sie hielt den Atem an. Es knallte. Die Lederschnur traf klatschend auf runde Hinterbacken und wickelte sich um Hüfte und Lenden. Ob und wo das Ende traf, sah sie nicht, aber sie hörte das Ergebnis. Aufheulend warf der Mann den Kopf in den Nacken. Wie unglaublich gut er aussah! Was für ein Körper! Alle Muskeln traten hervor, fit bis in die letzte Faser! Erst jetzt sah sie, dass er rasiert war - überall. Halblanges, schwarzes Haar wallte über die Schultern eines griechischen Gottes. Sehenswert! Fasziniert trat sie näher, streckte die Hand aus.

Diese Haare! Sie kannte doch diese Frisur! Ihr fragender Blick suchte Manuela, deren Gesicht in lachender Genugtuung zerfloss.

Als Katharina ihm ihre Nägel über den Schwanz zog keuchte er lustvoll.

„Zeig uns dein Gesicht, mein geiler Herr Professor!“, befahl Manuela, und als er nicht sofort gehorchte, ließ sie ihn spüren, dass sie nicht scherzte. „Und … unsere Noten werden in diesem Semester … erstklassig sein!“

Ob er das tun würde?

Verlegen lächelnd entfernte er die Maske!

„Selbstverständlich, Herrin! Eins mit Stern!“, bestätigte er. „Und bitte … mach das nochmal!“

 

© Anna