Alexander und Bettina


2. Aphrodite

Als sie Paris erreichten, waren sie alle total fertig. Die lange, unbequeme Bahnfahrt hatte sie geschafft. Nun noch mit der Metro nach Montmartre, dann hatten sie ihr Hotel erreicht. Es war ein kleines, efeuumranktes Hotel in einer Seitenstraße. Bezeichnenderweise hieß es „Aphrodite“. Bettina lächelte Alexander an, als sie die verwitterten Holzbuchstaben unter dem Efeu sah.

 

Jetzt musste sie schnell sein. Augenblicklich hatte sie sich durch die Gruppe geschlängelt und war die erste an der Rezeption. Alexander bat um Ruhe. Er wollte sich um die bestellten Zimmer kümmern. Also drängte er sich nach vorne und bat die Concierge um die Zimmerschlüssel. „Meine Damen, es gibt nur vier Einzelzimmer! Der Rest sind Doppelzimmer, aber das wird Sie ja wohl nicht stören! - Meine verehrte Frau Kollegin Behrens bekommt eines dieser Einzelzimmer und ich selbstverständlich das zweite. Wie Sie den Rest unter sich aufteilen ist mir egal.“ Es war ihm keineswegs egal, aber sagen konnte er das ja wohl nicht. Allerdings hatte er Bettina bereits den dritten Schlüssel in die Hand gedrückt, und ... er hatte es natürlich bemerkt: Das Zimmer lag neben seinem!

 

Es war später Nachmittag und so trat er an seine Kollegin heran und schlug vor, den Abend frei zu geben. „Was halten Sie davon, unseren Mädchen einen freien Abend zu gönnen? Wir sind doch alle erschöpft von der Bahnfahrt, lassen wir sie in Ruhe. - Meine Damen, Sie können über den heutigen Abend verfügen! Gehen Sie Essen, ruhen Sie sich aus, machen Sie, was Sie wollen!“ Gedämpfter Jubel brach aus, die Mädels verteilten die Schlüssel unter sich und suchten ihre Zimmer.

 

Bettina hielt ihren Schlüssel ganz fest und verzog sich in ihr Einzelzimmer. Sie packte ihren Koffer aus, stellte ihre Kosmetiksachen auf das Waschbecken und suchte ihr Nachthemd. Innerlich jubilierte sie. Sie hatte zwar ein sexy Nachthemd eingepackt, aber sie glaubte nicht, dass sie es brauchen würde. Sie knöpfte ihre Bluse auf und zog sie aus. Sie wollte noch duschen gehen, und dann würde sie weiter sehen.

 

Genau in diesem Augenblick klopfte es an ihrer Türe. Sie war gerade dabei, ihren BH auszuziehen und ließ sich nicht dabei stören. „Herein!“ rief sie.

 

Alexander öffnete die Türe. Er hatte sie fragen wollen, ob sie mit ihm zum Essen gehen wollte, aber als er sie halbnackt im Zimmer stehen sah, blieb ihm die Frage im Hals stecken. Eigentlich entschwand sie völlig rückstandslos aus seinem Gehirn. Rasch trat er ein und schloss die Türe hinter sich. „Ich dürfte hier nicht hereinkommen!“ stellte er fest, „aber wenn du hier so unglaublich sexy und halbnackt … da muss mir ja der Verstand stehen bleiben. Kein Wunder, dass ich nur noch Blödsinn mache!“

 

Er trat hinter sie und schlang beide Arme um ihre Taille. Seine Lippen legten sich auf ihren Nacken. „Ich wollte dich fragen, ob du mit mir zum Essen gehen möchtest, aber ehrlich gesagt, habe ich momentan auf ganz andere Dinge Appetit.“ Seine Hände fühlten ihre nackte Haut, und so konnte er einfach nicht anders, als ihre Brüste zu umfassen. Sanft drückte er zu. Bettina stöhnte leise. „Du weißt schon, dass du mich komplett verrückt machst?“ flüsterte Alexander. Er presste sich an ihren verführerischen Körper und war hin- und hergerissen zwischen der Begierde, sie zu nehmen und seiner Pflichterfüllung, die genau das verbot. Aber er hatte sich längst entschieden.

 

Er wollte sie haben, sie lieben, ihren Körper unter sich spüren, sie stöhnen hören vor Lust. Seine Finger spielten mit ihren steif gewordenen Brustwarzen. Sie war genauso verrückt nach ihm - er fühlte ihre Lust. Ihr Stöhnen, die Schauer, die ihre Haut überrieselten, all das sprach eine deutliche Sprache. Der kurze Rock, den sie trug, war vorne geknöpft. Langsam öffnete er die Knöpfe und schälte sie aus den restlichen Kleidungstücken. Als sie nackt in seinen Armen lag, war ihm klar, dass er nicht zurück konnte.

 

Er löste sich von ihr, verschloss die Türe und löschte das Licht. „Wir sind nicht da!“ sagte er und dann kam er zu ihr zurück. Im Dämmerlicht des Abends stand sie vor ihm und ihm wurde der Atem knapp. „Du bist so schön, so unglaublich sexy!“ Alexander flüsterte ganz leise. „Meine süße Bettina, komm zu mir! Ich muss dich ganz einfach spüren“. Er öffnete sein Hemd und zog es aus. Bettina ließ sich auf das Bett sinken und sah fasziniert zu, wie er langsam den Reißverschluss seiner Hose herunterzog.

 

Er schaute sie an und sah die Begierde in ihren Augen. Alexander lächelte - und dann wurde der Akt des Ausziehens zum Striptease. Ursprünglich wollte er nur seine Kleidung so schnell wie möglich loswerden. - Jetzt aber, wollte er sie erregen! So wie sie ihn erregte.

 

Er drehte sich um, dann streifte er langsam die Hose über seine Oberschenkel. Bettinas Atem ging schneller - lauter. Er konnte es hören. Er beugte sich vor - um seine Schuhe auszuziehen - ganz weit vor! Sein Po reckte sich in ihre Richtung. Bettina verstand das als Aufforderung.

 

Sie kniete hinter ihm nieder und griff mit beiden Händen zu. Damit hatte Alexander nun wieder nicht gerechnet. Er schnappte nach Luft, und als ihre Finger unter den Rand seiner Unterhose fuhren, begann er zu keuchen. Nein, er würde sich nicht aufrichten! Er verharrte genau in dieser Position. Und Bettina zog ihm geschickt die letzte Hülle von den Partien, die sie besonders interessierten. „Das ist wie Weihnachten! Das Auspacken ist das Schönste!“ murmelte sie zwischen den kleinen Küssen, mit denen sie sein Hinterteil bedeckte. Zärtlich, aber bestimmt, schob sie seine Schenkel auseinander.

 

Instinktiv wusste er es - er hatte es geschafft! Er hatte sie erregt! So sehr, dass sie Dinge tat, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte. Ihre Hand fand seine Hoden, vorsichtig ließ sie sie sich in die Handfläche fallen, drückte sanft. Sie spielte mit ihm. Entzückt hörte sie sein Stöhnen, drückte gleich noch mal - etwas fester, begann ihn zu massieren. Sie sah, dass Alexander die Hüften bewegte.

 

„Du willst mich haben!?“ stellte sie fest. - Was für eine Frage! „Oh jaa! Ja, ich will dich haben! Und wie ich dich haben will!“ keuchte Alexander und stieß, wie zur Bestätigung, mit dem Becken.

 

Bettinas andere Hand hatte inzwischen den Weg nach vorne gefunden und umfasste seinen steifen Penis. Er stöhnte laut auf: „Oh ja, jaaa, Bettina! Ist das schön! Soo schön! Mach weiter! Oh jaa!“ Sie küsste seine Kehrseite, leckte über seine Backen - zwängte sich dazwischen … „Nein, Bettina, nein!“ keuchte er. „Das solltest du nicht tun! Lange halte ich das nicht mehr aus, was du mit mir tust!“ Er drehte sich um, sah sie vor sich am Boden knien - nackt, wie die personifizierte Sünde, und ihm wurde ganz schwindlig vor Gier.

 

Sie hatte ihn nur ganz kurz losgelassen, aber sofort hatten ihre Hände das Ziel wieder gefunden. Sie konzentrierte sich ausschließlich auf ihn, hob sich auf die Knie. Ihr Gesicht war direkt vor ihm. Sie sah ihn an und leckte sich über die Lippen. Alexander wagte nicht zu hoffen, was diese Geste für ihn bedeutete, aber ihr Blick sagte ihm deutlich, was sie zu tun im Begriff war. Sie fixierte sein hartes, pulsierendes Glied und schob sanft die Vorhaut ein ganz klein wenig zurück. Dann berührte sie ihn genau da mit ihrer Zungenspitze.

 

Alexander schloss die Augen und konnte kaum mehr atmen. Er stöhnte und bog sich ihr entgegen. Er spürte ihre Zunge, die zärtlich die Spitze seiner Eichel umkreiste. Auf einmal wurde sie ganz weich und ihre Lippen umarmten ihn. Wunderbar warm und feucht drang er vor, in diesen Raum, der dem, den er anstrebte, so ähnlich war. Sie saugte an ihm, sog ihn tief in sich hinein. Er fasste ihren Kopf, krallte sich in ihr Haar und bewegte sich vorsichtig hin und her. Er wollte ihr nicht wehtun, nicht zu tief in sie hineinstoßen. Was sie für ihn tat, war ohnehin viel mehr, als er je zu träumen gewagt hatte.

 

Ihre Hand massierte immer noch seine Hoden, die so hart waren, dass er das Gefühl hatte, sie müssten jeden Augenblick zerplatzen. Alexander musste dieses unglaubliche Spiel auf der Stelle beenden. Er würde sofort explodieren, wenn er es nicht tat. Nein, das wollte er nicht - noch nicht! Er zog sich zurück, verabschiedete sich von diesen zauberhaften Lippen, die ihn so geil machten, dass er es kaum noch aushielt.

 

Dann kniete er sich hinunter zu ihr auf den Teppichboden und griff nach ihr. Ihre Brüste waren fest und kühl, und sie stöhnte, als sie seine warmen Handflächen fühlte. Sanft drückte er zu, und dann wanderten seine Hände über ihren Körper. Sein Mund fand die harten Krönchen und saugte. Die rechte Hand war inzwischen angekommen. Ihre Schenkel waren gespreizt und ihre feuchte Spalte bot sich seinen Fingern schutzlos dar. „Wie feucht du bist, meine Kleine!“ raunte er an ihrem Busen. Bettina lachte leise: „Was glaubst du, mein Süßer, woraus ich bin? Aus Stein? Du kannst doch nicht annehmen, dass mich das kalt lässt, wenn ich dich so vor mir sehe, dich so verwöhne?“- „Nein, ich kann fühlen, dass es dich nicht kalt lässt.“ lächelte er.

 

Alexander kniete seitlich von ihr. Er wusste nicht, welche der zauberhaften Stellen ihres Körpers er zuerst verwöhnen sollte, aber nachdem seine Finger bereits den Jackpot gefunden hatten, konnte er sich nicht davon trennen. Er spielte behutsam mit ihren Schamlippen, dann legte er die ganze Hand auf ihren Venushügel und massierte ihn sanft. Seine andere Hand glitt ihren Rücken hinab, streichelte ihren Po, fasste die Backen und drückte zu. Bettina warf den Kopf in den Nacken und stöhnte. Sie spreizte ihre Beine noch ein bisschen weiter. „Oh jaa, das tut gut, - ja, Alexander, jaa!“ stöhnend schaukelte sie vor und zurück zwischen seinen Händen. Die Spitze seines Zeigefingers hatte den Punkt gefunden, die kleine, empfindsame Liebesperle, nach der er gesucht hatte. Zärtlich umkreiste er sie. Bettina öffnete die Augen weit und sah ihn an, sie wollte etwas sagen, aber nur ein lautes Stöhnen kam heraus. Ihre Hüften begannen sich wie von selbst zwischen den beiden Punkten, die sie verrückt machten, zu bewegen. „Aah… Alexander, jaaaa. Oh, machst du mich geil! - Ich will dich spüren. - Lass mich auf dich. Lass mich deinen Zauberschwanz haben. Bitte!“

 

Sie lehnte sich gegen ihn und drückte ihn mit ihrem Gewicht zu Boden. Alexander ließ sich nach hinten sinken, spürte ihren warmen, nackten Körper über sich. Er fasste nach ihrem Busen und zog sie auf sich. Ihr Anblick, die festen Brüste, die über ihm wippten, ließen ihn fast den Verstand verlieren. „Mein Gott, Bettina, du machst mich verrückt!“ keuchte er unter ihr. „Ja, jaaa, komm auf mich, - lass mich, - oh mein Gott, - lass mich dich haben! Deine feuchte Möse spüren - jaaa, oh jaa! - an meinen - jaaaaaaa!“

 

Er schloss die Augen, als er fühlte, wie er in sie eindrang. Sein Gesicht zerfloss zu einer Miene entrückter Glückseligkeit. Er genoss ihre Wärme, die Feuchtigkeit ihrer Scheide, die Enge, die ihn umschloss. „Bettina! Mein Gott, Bettina, ich - ich weiß - wir dürften das hier nicht tun, - aber du bist so wunderbar! - Du machst mich so geil, ich kann kaum noch atmen vor Verlangen!“

 

Er stieß immer schneller, immer kraftvoller. Bettina saß hoch aufgerichtet über ihm und vollführte einen wahren Teufelsritt. Seine Hände suchten nach ihrem Glückspunkt. Er wollte seine Lust mit ihr teilen. Als er ihn fand und seine Daumenspitze ihn berührte, schrie Bettina auf: „Ja, oh jaa! - Mach weiter! - Oh Alexander, ich kann - nicht - jaa, jaaa, jaaa!“ Sie schluchzte wild. „Oh ja, ich kann nicht mehr! - Jaaa, tu es! - Stoß zu, jaaa!“ Er packte ihren Po und drückte sie fest auf seine Härte hinab.

 

In diesem Augenblick reagierte ihr Körper und sie brach zuckend und stöhnend über ihm zusammen. Als er fühlte wie ihre heiße Spalte sich zusammenkrampfte und ihn umklammerte, verlor er endgültig die Beherrschung. Seine Leidenschaft brach sich Bahn und ließ ihn explodieren. „Oh Bettina! Du bist unfassbar!“ Heftig atmend und um Luft ringend, konnte er sie nur noch in die Arme nehmen. Er wusste nur, er wollte sie nicht loslassen, nicht um alles in der Welt. - Was war es nur, das ihn so zu ihr hinzog?

 

„Ich kann nicht gehen! Bettina, ich will nicht ohne dich in mein einsames Zimmer zurück, ich will bei dir bleiben! Deine warme Zärtlichkeit spüren, neben dir schlafen, in deinen Armen!“

 

Er zog sie hoch und ließ sich mit ihr auf das französische Bett fallen. Bettina schmiegte sich in seine Arme, als würde sie dahin gehören. Ihr Kopf passte genau in seine Armbeuge und ihr Körper an seinen, wie dafür gemacht. Völlig befriedigt hielt er sie in seinen Armen, küsste ihr Haar und zog die Decke über sie. „Meine Süße, ich fasse es zwar selber nicht, aber ich glaube, ich habe mich schrecklich verliebt in dich!“ Er ergriff ihr Haar und drehte es um sein Handgelenk, dann legte er es sich um den Hals wie eine Fessel. „Du hast mich gefangen!“

 

Bettina lächelte zärtlich, und dann küsste sie seinen Mund. „Vergiss nicht:  An der anderen Seite hänge ich dran!“, flüsterte sie an seiner Brust und zog an ihrem Haar. Sie nahm es ihm aus der Hand und breitete es wie einen Fächer über sein Gesicht. Er fühlte sich wie unter einer weichen, rotgoldenen Seidendecke und plötzlich war die Fessel verschwunden. Er war nicht gefangen, er war hier, weil er hier sein wollte. Vielleicht liebte er sie wirklich! So einfach war das.

 

© Beatrice von Stein

 

 

 

 


3. Sehnsucht