Alexander und Bettina


1. Abifahrt

Offensichtlich war er eingeschlafen. Als er aufwachte, spürte er seinen rechten Arm nicht mehr, und außerdem hatte er Kreuzschmerzen. Kein Wunder, er lag zwischen den Sitzreihen des Eisenbahnabteils. Sie, das hieß seine Mädels und er, waren unterwegs nach Paris - auf Klassenfahrt. Bei der Abfahrt hatten es sich alle sechs Insassen des Abteils so gut es ging bequem gemacht, und nach zehn Stunden in diesem unbequemen Gefährt, hatten sie sich gegeneinander gelegt und waren eingeschlafen.

 

Nun öffnete er die Augen. Es war dunkel und das Abteil war weitgehend leer. Er lag quer über die Sitze ausgestreckt in der Mitte der Polster, und Bettina lag entgegengesetzt an seiner linken Seite. Alle anderen waren verschwunden. Vermutlich waren sie unterwegs auf einen kleinen Schwatz bei den Freundinnen in den anderen Abteilen.

 

Das war „seine“ Abiturklasse, und diese Reise sollte ihre Abschlussfahrt werden. Er war zur Begleitung abkommandiert worden, das heißt, eigentlich hatte er sich selber abkommandiert, denn er war Direktor an ihrem Gymnasium, und diese Mädchen waren seine absolute Lieblingsklasse. Er war richtig traurig, dass sie schon am Ende ihrer schulischen Laufbahn waren, „seine Mädels“, und seiner Intervention war es auch zu verdanken, dass Paris genehmigt worden war. Das war sein Abschiedsgeschenk an sie. Es waren aber auch ganz entzückende junge Damen. Niemals hatte es Schwierigkeiten gegeben, und man konnte mit ihnen reden. Er hatte keine andere Klasse wie diese. Außerdem musste er zugeben, dass einige wirklich ausgesprochen hübsch waren.

 

Er machte nochmal ein Auge auf und gewöhnte sich langsam an die Dunkelheit. Bettina war eine von denen, die er besonders mochte. Sie war ein tolles Mädel. Erstens war sie ausgesprochen intelligent und zweiten war sie überaus charmant … „und sie ist sooo sexy!“, dachte er. Allein ihre rote Lockenpracht! - Wenn er nicht ihr Direktor gewesen wäre, hätte er wahrscheinlich schon ein zweites Mal über sie nachgedacht - schließlich war er auch ein Mann.

 

Jetzt … sah er doch noch mal hin. Ihr kurzer Rock war ziemlich hochgerutscht. Alexander öffnete das zweite Auge. Diese Aussicht war überaus sehenswert. Aus seiner Position konnte er ihr unter den kurzen Mini sehen! Es war heiß im Abteil, aber vielleicht war auch nur ihm heiß. Ihre schlanken, langen Beine lagen an seiner Seite. Wenn er den Kopf drehte, hatte er ihre bloßen Füße vor der Nase. Er riskierte einen Blick. Bettina hatte hübsche Füße, wohlgeformt, mit rotlackierten Zehennägeln. Er drehte den Kopf noch ein Stückchen weiter und berührte mit dem Haar ihren Fuß. Sie rührte sich nicht. Ihr linkes Bein lag dich an seinem. Alexander spürte es auf einmal überdeutlich. Er drückte ein ganz kleinwenig dagegen. Eigentlich war es wunderbar warm, aber ihn verbrannte es fast.

 

Was war denn nur los mit ihm? Er kannte sie, seit sie dreizehn Jahre alt war und er ein junger Referendar von dreiundzwanzig. Natürlich hatte er sie immer gemocht, aber jetzt war sie eine Frau geworden und fertig mit der Schule. Zum ersten Mal erlaubte er sich den Gedanken, sie als Erwachsene zu sehen. Aber gut war das nicht für ihn! Er schluckte. Sein Mund war auf einmal so trocken.

 

Über seiner Zehenspitze hing der Saum ihres Rockes. Er bewegte seinen Fuß. Der Rock hob sich, und er sah ihr Höschen. War er verrückt geworden? Was, um alles in der Welt, tat er da? Sie trug ein schwarzes Höschen. Auf einmal wurde ihm bewusst, wie sehr er sie mochte, aber warum war es jetzt plötzlich mehr? Machte Gelegenheit Diebe?

 

Langsam ließ er wie zufällig seinen Arm über ihre Beine sinken. Sie bewegte sich nicht. Er konnte so tun, als bewege er sich im Schlaf. Also legte er den Arm zwischen ihre Schenkel. Bettina stöhnte leise und schob die Beine ein bisschen weiter zu ihm herüber. Dadurch bekam er mehr Raum. Sein Kopf machte sich selbständig und schob sich weiter nach links. So konnte er genau zwischen ihre Schenkel sehen. Als er sich bei dem Gedanken ertappte, wie sie wohl ohne Höschen aussah, wurde ihm klar, wie erregt er schon war. „Mein Gott, rote Locken - Kringellöckchen!“ Die andere Hand legte er auf seinen Schritt. - Wenn sie die Augen aufschlagen würde, könnte sie seine Erregung gar nicht übersehen! Sie hatte seinen pulsierenden Männlichkeitswahn praktisch genau vor der Nase.

 

Er musste jetzt aufstehen und hinausgehen. Die klare Nachtluft würde ihn wieder zur Vernunft bringen. Leider wollte er im Augenblick nicht zur Vernunft gebracht werden! Ihr warmer Schenkel an seinem … und seine Hand war ja schon an so günstiger Stelle! Die Versuchung war einfach zu groß. Seine Finger legten sich vorsichtig auf ihre Haut. Bettina schlief tief und fest. Seine Hand streichelte ihr Knie, das zarte Fleisch ihres Oberschenkels. Sie rückte ein Stück weiter und spreizte dadurch noch mehr ihre langen Beine. „Schlaf nur weiter, meine Süße“, dachte er. 

 

Eigentlich kam er sich schlecht vor, aber es war ein so erregendes Spiel. Außerdem schlief er ja - und wer schläft, ist nicht verantwortlich für seine Bewegungen. Oder? Mit den Zehen schob er den Rock aus dem Weg, berührte ihre Hüfte. Seine Hand glitt immer höher an der glatten Innenseite ihres Schenkels. Seine Fingerspitzen hatten schon den Rand ihres winzigen Slips erreicht. Alexander stellte fest, dass er mehr aufrecht saß als lag. Er hatte sich längst aufgerichtet, nur um sie zu spüren, und er war nahe dran, seine Hand auf ihren Venushügel zu legen.

 

War er eigentlich noch bei Trost? Alexander zweifelte an seinem Verstand. Was er hier tat, konnte ihn seine Karriere kosten - und trotzdem - er konnte sich einfach nicht zurückhalten. Sie war ein so verführerisches Kätzchen. Und so wehrlos. „STOP!“, dachte er. Das war es. Er tat es gegen ihren Willen! Nein, so wollte er es nicht. Er würde ihr nicht mehr in die Augen sehen können, wenn er jetzt nicht endlich seine Finger von ihr ließ. Alexander riskierte einen letzten Blick, und dann zog er ganz langsam die Hand zurück. Nur: sich ganz zu lösen von ihrem glatten, weichen Fleisch, das schaffte er noch nicht, aber zumindest entfernte er sich aus der Explosivzone.

 

Er konnte sich sein eigenes Verhalten nicht erklären. Natürlich mochte er sie, das wusste er schon lange. Natürlich war sie süß und sexy, aber so erregend wie heute Nacht war sie ihm noch nie erschienen. Hatte er sich verliebt? Oder waren es seine Hormone, die mit ihm durchgingen?

 

Plötzlich hörte er das leise Schnurren einer Katze. Das gab es doch nicht. Nein, es kam von ihr. SIE schnurrte! Er glaubte es nicht, aber es war ganz klar. Es war das wohlige Schnurren einer kleinen Katze, der man den Bauch kraulte.

 

„Nicht aufhören!“, flüsterte Bettina.

Sofort lag seine Hand wieder an einer Stelle, an der sie eigentlich gar nichts zu suchen hatte. Alexander war sich im Klaren darüber, dass sie einfach reagierte. Sie war noch gar nicht wach. Sie wusste nicht, was sie tat! Aber ihm ging es ähnlich. Er wusste auch nicht mehr was er tat. Sein Verlangen nach ihr war einfach übermächtig. Inzwischen war er langsam auf den Boden gerutscht und saß genau vor ihr. Sie drehte sich ein wenig zur Seite und er hatte ihr Hinterteil direkt vor der Nase, nur noch in schwarze Spitze verpackt. Er konnte nicht anders. Er griff zu und dann küsste er den absolut heißesten Po, den er je gesehen hatte. An ihre Backen geschmiegt murmelte er: „Du weißt nicht was du tust, du schläfst ja noch, meine süße Bettina!“ Aber er küsste sie weiter und seine Hände massierten sie hingebungsvoll.

„Nein!“, hörte er ganz leise.

„Was „Nein“?“, fragte er vorsichtig, zwischen zwei Küssen, zurück.

„Ich weiß, was ich tue, was ich will!“, hauchte Bettina mit geschlossenen Augen.

 

Alexander wagte nicht daran zu glauben, aber er war schon so weit gegangen und wollte nicht zurück. Er wollte sie haben! Seine Hände drängten sich zwischen ihre Schenkel. Jetzt legte er sie doch auf die verbotene Stelle. Bettina drehte sich zu ihm, öffnete sich ihm. Er schluckte. Sein Körper war nahe daran zu bersten vor Begierde, aber noch arbeitete sein Verstand. „Weißt du … wer ich bin?“, fragte er fast unhörbar. Seine Finger waren unter ihr Höschen gerutscht. Plötzlich öffnete Bettina die Augen und sah ihn an. Ihr Blick traf sein Herz. Jetzt hatte sie alle Macht der Welt über ihn.

„Ich weiß, wer du bist, Alexander!“ Sie lächelte ein so kleines Lächeln, dass er es kaum wahrnahm. „Und ich weiß, was du tust! - Und: Ich will es!“ Sie schloss die Augen - überließ sich ihm. Alexander stöhnte laut und schlang seine Arme um ihren Leib. Sie waren nicht mehr Lehrer und Schülerin! Er küsste sie, legte seine Lippen auf ihren verführerischen Mund und küsste sie, wie er noch niemals geküsst hatte. Sie war eine Frau! Seine Frau! Er spielte mit ihren Lippen, ihrer Zunge - so heiß und doch so zärtlich, und sie küsste ihn ja auch! Oh Gott, war das schön!

 

Er kannte keine Frau, die ihm je solche Gefühle entlockt hatte. Alexander hatte sich verliebt! Plötzlich wurde es ihm bewusst - wieso hatte er es nicht früher gespürt? Seine Hand legte sich auf ihren Busen, spürte ihrer Erregung nach, fühlte ihre harten Brustwarzen. Vorsichtig schob er das T-Shirt nach oben. Der Anblick machte ihn verrückt. Er musste sie haben!

 

„Ich will dich so sehr!“, keuchte er, und damit beugte er sich über sie und leckte, saugte, knetete ihre Brüste, bis er sie stöhnen hörte.

 „Zieh mein Höschen aus!“

Wer konnte dazu schon „nein“ sagen. Sie spreizte die Beine. Mit dem letzten Rest Verstand, den er noch unter Kontrolle hatte, fragte er: „Hier?“ –

Bettina zögerte kurz, sie wollte ihn haben. „Ich brauche dich! Ich muss dich spüren! Jetzt! Du machst mich wahnsinnig! - Komm, Alexander! Komm zu mir!“, bettelte sie. Ihr Atem ging schwer, aber dann hatte sie eine Erleuchtung. „Warte!“, stieß sie hervor. Sie ließ sich von der Bank rutschen und stand auf. Alex kniete vor ihr zwischen den Sitzen. Sie trat zur Seite, ganz nach vorne an die Abteiltüre und setzte sich auf den vordersten Sitzplatz. Sie hielt sich an dem Türgriff fest und blockierte ihn so, außerdem kontrollierte sie die Vorhänge.

 

Dann öffnete sie langsam ihre Beine. Alexander konnte den Blick nicht von ihr lassen. „Zeig mir!“, flüsterte er heiser und kam zu ihr. Seine Hände hatten Mühe, seinen Reißverschluss aufzubekommen, nur auf ihrem Körper verwandelten sie sich in Künstlerhände.

 

Er strich sanft die Oberschenkel entlang, und als er ihren Venushügel erreichte, verlor er die Beherrschung. Er stöhnte laut auf und fiel über sie her. Sein Mund wollte sie schmecken. Mit den Fingern zog er ihre Schamlippen auf, spreizte ihre Pobacken, und seine Zunge drang in sie ein. Bettina keuchte, sie hob sich ihm entgegen, presste ihre Scham gegen seinen so wunderbar warmen Mund

„Oh jaa, Alexander, jaa!“ Sie röchelte nur noch. Sie wollte ihn so sehr, dass sie glaubte zu zerspringen. „Komm, Alexander, so komm doch!“ Ungeduldig wand sie sich unter ihm, zog ihn immer mehr zwischen ihre Schenkel, immer näher an den Brandherd. Seine Zungenspitze umkreiste noch immer ihren empfindlichsten Punkt. Bettina stöhnte laut. Er legte ihr seine Hand über den Mund und zog sich zurück.

 

Langsam richtete er sich auf und dann berührte er sie dort mit seiner Härte. Ihre feuchte Muschi zuckte. „Du bist die Süßeste, die Heißeste, ich - oh großer Gott, - ich will dich - ich will - dich ! - So sehr!“ Langsam drang er ein, in diesen Körper, den er so sehr begehrte … den er nun geschenkt bekam. Alexander wollte jeden Moment genießen. Seine Hand fand ihren Schamberg - massierte ihn. Seine Finger drangen ein, spielten mit ihrem Kitzler. Bettina stöhnte, und es machte ihn so an, ihre Reaktion zu sehen - auf ihn! Er wusste, sie wollte ihn! Es machte ihn glücklich!

„Ja, ja, oh jaa! Oh jaa, komm, Alexander, komm zu mir!“ Bettina stieß ihm entgegen, hemmungslos, gierig nach ihm, nach seinem Körper, und er drängte sich in sie und als er sah, wie sie ihr Top nach oben schob, um ihm ihre Brüste zu präsentieren, gab es kein Halten mehr. Er fasste ihre Hüften, und stieß, wurde immer schneller, immer wilder, und Bettina umschlang ihn mit den Beinen, presste ihn noch tiefer in sich hinein. Als sie nach ihm griff und er spürte, wie ihre Fingernägel seine Haut aufkratzten, stieß er einen heiseren Schrei aus. Zwei-, dreimal stieß er zu, und als sie unter ihm zu wimmern begann, drückte er sich noch einmal fester hinein in diese kleine, begehrenswerte, geile Katze.

 

Als er fühlte, wie ihr Fleisch sich um seinen harten Penis zusammenzog, ihn fasste und auspresste, explodierte er. Gemeinsam kamen sie zum Höhepunkt und sanken erschöpft in sich zusammen. Was war das für eine Nacht? Die Welt hatte sich verändert. Sein Leben hatte sich verändert! Alexander hielt sie umschlungen, sein Mund lag immer noch auf ihr. Unbewusst küsste er sie, ein ums andere Mal. Er konnte nicht aufhören, er konnte sie nicht loslassen. „Geh’ nicht fort, geh’ nicht fort von mir!“, flüsterte er zwischen seinen Küssen.

„Ich bin ja hier, Liebster, ich bin hier bei dir, und wir haben eine ganze Woche. Eine ganze Woche Paris! Eine ganze Woche Liebe!“

 

Bettina setzte sich wieder auf und strich den Mini zurecht. Alexander kniete immer noch vor ihr. Sie grinste ihn an und sagte zwinkernd: „Sie haben einen Toilettenfehler, Herr Direktor!“

Alex lachte. Wieso fühlte er sich bloß so sicher bei ihr?

„Nein, ich glaube, ich habe einen Fehler im Hirn!“, sagte er laut und stand auf. Dann behob er die Indiskretion seiner Hose und setzte sich zu ihr: „Schau!“, sagte er und zog die Vorhänge zurück, „die Sonne geht auf! - Was für ein herrlicher Tag!“

 

© Beatrice von Stein


2. Aphrodite