Tobias und das Mädchen

Als Dr. Tobias Lier von seinem Stammtisch nach Hause ging, war es schon halb eins durch und er selber ziemlich … illuminiert. Heute war ein schöner, warmer Tag gewesen, aber jetzt war es empfindlich kalt. Oktober eben! Gott sei Dank hatte er es nicht mehr weit. Da vorne war schon seine Apotheke, und darüber wartete seine gemütliche Wohnung. Er suchte seine Schlüssel in der Manteltasche, und als er sie gefunden hatte, sah er es!

Im Eingang zu seiner Apotheke bewegte sich etwas. Im Herbst wehte es da immer Laub hinein, und er sorgte dann dafür, dass es verschwand, aber jetzt doch noch nicht. Alle Blätter waren zwar bunt, aber noch fest an den Bäumen. Was also bewegte sich dort im Dunkeln? Es sah aus wie ein paar alte Decken, zerfledderte Zeitungen vielleicht? - Egal. Er würde es entfernen. Als er aber mit dem Fuß in den vermeintlichen „Müllhaufen“ hineinfuhr, mauzte etwas. Tobias Lier stutze. Hatte sich ein Kätzchen hier hineinverkrochen? Er schaute genauer, was allerdings nichts nützte. Es war zwar eine mondhelle Nacht, aber in der Eingangsnische war es dunkel. Als seine Augen sich an die Finsternis gewöhnt hatten, sah er einen Besenstiel in der Ecke lehnen, an dessen oberes Ende jemand eine Alditüte geknotet hatte. Also das gehörte definitiv keiner Katze!

„Hallo!“, sagte er laut in die Nacht und fuhr nochmal mit dem Fuß unter diesen Berg an Zeitungsblättern, Stoffdecken und -fetzen. Wieder maunzte es, und aus dem Haufen tauchte der Kopf einer Frau auf, die ihn verschlafen und ängstlich anblickte.

„Wer sind Sie, und was machen Sie hier?“ Das klang sehr laut und sehr verärgert in der Stille, obwohl Dr. Lier eigentlich nur erstaunt und müde war.

Sie antwortete nicht, erhob sich aber, sammelte diesen Wust an Klamotten und Decken zusammen und griff nach ihrem Bündel „Ich gehe ja schon!“, flüsterte sie resigniert.

Vielleicht war es der hoffnungslose Tonfall, der ihn anrührte, denn er sagte: „Los! Kommen Sie mit! Ich kann Sie doch nicht in dieser Kälte hier erfrieren lassen!“ Als er seinen Schlüssel ins Schloss steckte und realisierte, dass die Fremde ihm tatsächlich folgte, fragte er sich schon, was er da vorhatte, aber nun hatte er es schon mal gesagt. Auf der Treppe spürte er sie hinter sich, und alle möglichen kruden Gedanken schossen ihm durch den Kopf: ,Ob sie ihn ausrauben würde? Niederschlagen vielleicht?‘ Er fand jedoch, dass das wenig wahrscheinlich sei, da er sie ja freiwillig mitgenommen hatte und ihr schließlich auch etwas zu Essen geben wollte, sowie ein Bett für die Nacht!

Als er die Türe geöffnet hatte, trat er zurück und ließ ihr den Vortritt, was sie auch anstandslos zuließ. Offenbar hatte sie Erziehung – zumindest irgendwann einmal gehabt. Tobias trat ein und schloss die Tür, dann sah er sie an. Da stand eine nicht mehr ganz junge Frau, in einem viel zu leichten Kleidchen, das bessere Tage gesehen hatte. Sie war blaugefroren, dünn zum Erbarmen und ihr Haar hing in fettigen Strähnen wirr um ein nicht unhübsches, aber erschöpftes Gesicht.

„Hast du Hunger?“ Ungefragt war er zum Du übergegangen.

Sie nickte.

„Komm erst mal rein. Ich mache dir einen Tee und dann noch ein paar Brote!“ Er ging voran in die Küche, und sie folgte schweigend. „Setz dich!“ Tobias stellte Wasser auf den Herd und bereitete einen Kräutertee zu. Während der zog, stellte er ihr einen großen Becher, einen Teller und ein Glas Honig hin, dann schnitt er Brot ab, öffnete den Kühlschrank und entnahm ihm die Butter. „Wurst oder Käse?“

Die Frau zuckte ratlos die Schultern, also stelle er beides hin und legte noch Messer und Gabel bereit. Dann goss er den fertigen Tee in die Tasse, bediente sich auch selber und setzte sich ihr gegenüber. „Greif zu!“, forderte er sie auf und fügte hinzu: „Mein Name ist übrigens Tobias, und wie heißt du?“

„Sophia!“, flüsterte sie, griff nach dem Honigglas und holte sich mit dem Teelöffel eine gehörige Portion heraus. Sie rührte die Süßigkeit in den Tee, dann nahm sie die Tasse in beide Hände - wärmte sich dankbar. Sie nippte erleichtert an der heißen Flüssigkeit. Langsam und vorsichtig trank sie in ganz kleinen Schlucken die Tasse leer. „Danke sehr … Tobias!“ Sogar ein kleines Lächeln gelang ihr, als sie ihn ansah.

„Iss!“, forderte er sie auf, und sie gehorchte. Tobias Lier war inzwischen wieder völlig nüchtern geworden und betrachtete neugierig seinen ungewohnten Hausgast. Mit jedem Bissen, der in ihrem Mund verschwand, wurde er sicherer, das Richtige getan zu haben! Ganz offenbar war sie sehr hungrig, trotzdem waren ihre Manieren gut. Sie aß langsam und mit Messer und Gabel. Ab und zu trank sie zwischendurch einige Schlucke von der zweiten Tasse Tee.

,Wie alt sie wohl sein mochte?‘ Das war wirklich schwer zu schätzen, denn die Last eines unseligen Schicksals schien auf ihren Schultern zu ruhen und sie niederzudrücken. Er selber war 51, aber sie erschien ihm mindestens 10, wenn nicht gar 20 Jahre jünger. ‚Was ihr wohl geschehen war, dass sie auf der Straße lebte?‘ Aber nein, er würde nicht fragen - zumindest nicht heute. Sie brauchte Ruhe! Also stand er auf und erklärte: „Du kannst bei mir schlafen!“, und als er sah, wie sie zusammenzuckte, fügte er hinzu: „Bei mir, das heißt in meinem Gästezimmer! Hab keine Angst, ich bin nicht die Sorte Mann!“

Als er in sein Schlafzimmer ging, um ihr ein T-Shirt und eine Sporthose zu holen, überlegte er, welche „Sorte Mann“ er denn war – oder eben nicht! Er kam zu keinem Ergebnis, ging aber weiter ins Bad, nahm eine frische Zahnbürste heraus, Duschgel und ein Handtuch und brachte alles in die Küche. Da sie fertig war, bat er sie mitzukommen, zeigte ihr das Gästezimmer und das Bad. „Du kannst gerne noch duschen und dann schlaf dich aus, Sophia! Ich lebe hier allein. Du störst also keinen! - Die Tür kannst du übrigens abschließen.“, fügte er hinzu, dann drehte er sich um, wünschte ihr eine gute Nacht und schloss die Türe hinter sich.

Während er die Küche aufräumte, dachte er an die Zeit, als hier noch seine Frau gelebt hatte. Es war schon so lange her. Sie hatte damals ihr gemeinsames Kind verloren und damit unglücklicherweise ihre Fähigkeit Kinder zu bekommen eingebüßt. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen, weil er ahnungslos daher gesagt hatte, sie könnten ja später noch Kinder haben. Hätte er gewusst, dass sie keine mehr bekommen durfte, er hätte sich eher die Zunge abgebissen, als solch unsensiblen Blödsinn zu erzählen, aber es war zu spät. Eines Tages war sie weg, und sie blieb verschwunden, ganz egal was er anstellte, sie zu finden. Dieser doppelte Verlust hätte ihn beinahe umgebracht. Nach 12 Jahren hatte er sie für tot erklären lassen, und auch das war nun schon wieder 10 Jahre her. Er war also Witwer – wahrscheinlich – und nun schlief nebenan eine Frau. Das hieß, sie schlief nicht, die duschte, und er fand diese Vorstellung sehr erfreulich!

***



Am nächsten Morgen erwachte Tobias und war ungewöhnlich guter Dinge. Er war nicht alleine, er hatte einen Gast. Zuerst würde er Frühstück machen, also musste er Brötchen holen. Normalerweise schlüpfte er samstags in seinen Trainingsanzug und begab sich zu seinem Lieblingsbäcker, um Croissants zu holen. Auch heute würde er das tun, aber zwischendurch würde er kurz bei Takko um die Ecke reinschauen. Tobias war zwar noch nie dort gewesen, aber die Töchter seiner Freunde kauften dort regelmäßig „heiße Klamotten für lau“, und er freute sich schon darauf, es ihnen gleich zu tun. Es würde eine neue Erfahrung für ihn werden, und Sophia brauchte etwas zum Anziehen!

Als er den Laden betrat, kam er sich komisch vor und trotzdem: So gut hatte er sich schon lange nicht gefühlt. Die Größe war kein Problem. Sie war so dünn, dass nur „small“ in Frage kam. Auch die Auswahl würde ihm kein Kopfzerbrechen machen. Er wollte sie nicht blamieren, sondern nur helfen, also würde es eine günstige Grundgarderobe werden. Zuerst fand er eine hellblaue, schmale Jeans, zwei T-Shirts in Weiß und einen dunkelblauen Pullover mit einem Skyline-Motiv. Nun brauchte sie aber noch Unterwäsche. Dazu befragte er die Verkäuferin, und sie brachte ihm zwei cremefarbene Bustierhemdchen und passende Slips. Zum Schluss legte er noch eine Auswahl bunter Söckchen in seinen Einkaufskorb. Halt! Ein Sleep-Shirt mit einem Teddybären hing auf seinem Weg zur Kasse, und er fand, es sei genau das Richtige. Viel besser als sein altes T-Shirt. Für die Schuhe würde er sie brauchen, und außerdem gab es hier keine Schuhe. Das konnte noch warten.

Als er mit seinen gesammelten Einkäufen und einer Auswahl Gebäck nach Hause kam, hörte er sie im Bad rumoren. „Guten Morgen, Sophia!“, rief er, und dann hörte er ihre fröhliche Stimme: „Guten Morgen, Tobias! Komm rein!“ Offenbar ging es ihr gut. Er freute sich, dass sie sich wohl fühlte und so öffnete er arglos sein Badezimmer.

„Oh!“, war alles, was er bei diesem Anblick herausbrachte. Sophia saß in der Badewanne und aus dem Haufen Schaum, der sie umgab, ragte ihr ätherischer, bildschöner und vor allem nackter Oberkörper heraus. Tobias starrte ihre Brüste an, als habe er noch nie zuvor eine weibliche Brust gesehen. Lange genug war es her! Diese hier waren klein, gerademal eine Handvoll, milchweiß und wurden gekrönt von altrosa Spitzen, die nach oben hin immer dunkler wurden und in dunkelroten Blütenknospen endeten!

„Hilf mir!“, lachte sie und blinzelte.

Erst jetzt sah er, dass sie den ganzen Kopf voll Schaum hatte, der ihr über die Augen lief. „Soll ich …?“, fragte er und griff zum Duschkopf, als sie nickte. Hingebungsvoll spülte er ihr Haar und wickelte es anschließend in ein Handtuch. Wie intim ihm diese Tätigkeit erschien – und wie wundervoll! Als sie aufstand, stutze er. War sie …? Tobias machte Anstalten zu gehen.

„Du kannst ruhig dableiben!“, sagte sie, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt. „Ich bin nicht mehr schüchtern!“

„Aber ich!“, murmelte er errötend im Hinausgehen – und machte Frühstück. Als er die Semmeln an ihren Platz stellte, fielen ihm seine Einkäufe wieder ein. „Sophia, ich hab da was für dich!“, rief er und öffnete sie Tür, stellte die Tüte auf den Boden und schloss die Tür hinter sich. Als er den Freudenschrei hörte, setzte er sich zu Tisch und trank einen großen Schluck Kaffee. Er schmunzelte. Tobias fand es schön, sie hierzuhaben!

Als sie kurz darauf die Küche betrat, blieb ihm die Luft weg. Sie war eine wirklich schöne, junge Frau. Ihr nasses, dunkles Haar fiel ihr lang über die Schultern auf eine elfengleiche Figur. Große, dunkelbraune Augen strahlten ihn aus einem hübschen Gesicht an. Jeans und Pullover passten und standen ihr ausgezeichnet. . Wie gut sie hierher passte – in seine Küche!

„Danke!“ Sophia setzte sich und griff nach einer Semmel. „Du weißt gar nicht, wie gut das tut: Schlafen in einem Bett mit richtigen Kissen und einer Decke. Das Beste, was ich vorher hatte, war ein alter Lattenrost vom Sperrmüll mit Altkleidern gepolstert und Zeitungen zum Zudecken. Und sich waschen können! Wunderbar! Meine Haare haben schon ziemlich gemuffelt!" Sie schnitt die Semmel durch und bestrich sie mit Butter und Honig!

„Wundervoll!“ Sie lächelte glücklich. „Gestern hatte ich nur halbgefrorenen Spinat, den jemand am Supermarkt in den Müll geworfen hatte!“ Ihr schauderte bei dem Gedanken daran, wie kalt er gewesen war. „Und heute … so ein Festmahl! Ich danke dir, Tobias, du bist ein guter Mensch. Ich glaube nicht, dass mich viele Menschen einfach nachts mitgenommen hätten – in ihre Wohnung! Das heißt, ich weiß es: Niemand hat sowas bisher getan! Ich danke dir sehr!“

Zwei Stunden frühstückten sie, und Sophia wurde zusehends leutseliger, dann aber brach sie mitten im Satz ab, schaute verlegen. Doch nach einer Weile fasste sie sich offensichtlich ein Herz und fragte etwas unsicher, ob sie sich nochmal ins Bett legen dürfe. Sie wolle es genießen solange irgend möglich, denn sie wisse ja, dass es irgendwann enden würde. Ihr scheues Lächeln machte Tobias betroffen. Er hatte mit keinem Gedanken daran gedacht, sie fortzuschicken Sie tat ihm so leid. Was mochte sie alles durchgemacht haben? „Natürlich kannst du ins Bett gehen und schlafen, aber du darfst hierbleiben, solange du möchtest. Du musst nicht morgen gehen!“

Sophia lächelte wissend. „Danke, dass du das sagst, Tobias, aber ich weiß es besser! Wir … sind nirgendwo lange geduldet.“

Als sie gegen vier Uhr wieder auftauchte, hatte er Kuchen geholt und Kaffee gekocht. Es gefiel ihm, für jemanden sorgen zu können und nicht allein zu sein. Sophia strahlte ihn dankbar an, ließ sich nieder und verputzte Kuchen für mindestens drei. Tobias hatte schon den ganzen Tag darüber nachgedacht. Sophia war für ihn ein Geschenk den Himmels. Er wollte nicht, dass sie so bald wieder ging. Und für sie wäre es auch besser zu wissen, wo sie hingehörte – zumindest wo sie schlafen könnte!

„Weißt du …?“, fragte er, „ich hab da mal eine Frage: Würdest du, wenn du könntest, hierbleiben … eine … längere Zeit?“

Sie sah ihn groß an. „Wie … meinst du das? Wie lange könnte ich denn …?“

„Pass mal auf!“ sagte er. „Ich hab mir da was überlegt. Ich gehe jeden Samstagabend zum Essen in die „Goldene Ente“, und da treffen sich all meine Freunde – vielleicht. Es kommt, wer Lust hat, mit oder ohne Familie, und da … nehme ich dich mit. Wir sagen ihnen, du bist Sophia …?“

„Feder!“

„Sophia Feder, eine Cousine meiner Großtante mütterlicherseits aus …?“

„Waldkirch … Waldkirch im Breisgau!“

„Die Cousine aus dem Breisgau. Und damit hast ein legitimes Recht hier zu sein – ganz offiziell und solange du willst.“

„Das willst du tun? Echt?“ Sie sah ihn fassungslos an, dann begann sie schüchtern zu lächeln. „Du bist wirklich ein guter Mensch, Tobias!“

Er lachte. „Na dann komm, los geht’s. Wir müssen dir noch Schuhe kaufen!“

Sophia sprang auf und fiel ihm um den Hals. „Ich weiß zwar nicht warum, aber ich vertraue dir!“, flüsterte sie und küsste scheu seine Wange - und Tobias war einfach nur glücklich!

Zusammen wanderten sie durch die Fußgängerzone. Dr. Lier wurde von etlichen Leuten gegrüßt, und er grüßte zurück, ließ Sophia aber nicht von seinem Arm. Als sie bei einer Deichmann-Filiale ankamen fragte sie nochmal: „Du willst das wirklich?“ Aber er zog sie nur stumm hinein, und kaufte ihr zwei Paar Sneakers – in Weiß und in Dunkelblau!

Abends gingen sie gemeinsam in die „Goldene Ente“ und seine Freunde waren sehr charmant, beneideten ihn aber ziemlich offen um seine „junge Cousine“.

Auf dem Heimweg kicherte er wie ein Pennäler. „Hast du gesehen, wie sie sich beinahe überschlagen hätten, dir den Hof zu machen? Und Sebastian fragte mich, ob du nicht mindestens 20 Jahre jünger seist als ich! Sie halten dich für meine Geliebte! - Wie alt bist du eigentlich?“

Sophia schmunzelte. Sie freute sich für ihn, und sie wollte ihm etwas zurückgeben, also sagte sie: „Ich bin 35, und wenn du willst … auch deine Geliebte!“

Tobias wurde sofort todernst. „Nein! Bestimmt nicht! Nicht so, Sophia, nicht so!“

Der Rest des Heimwegs und des Abends verlief schweigend. Eigentlich hatte er noch vorgehabt eine Flasche Wein zu köpfen, aber das würde er nun nicht tun. Er wollte, dass sie wusste, dass er sie respektierte. Nein, er würde die Situation nicht ausnutzen. Er nicht!

***


Als Tobias am Sonntagmorgen vom Semmelholen nach Hause kam, hörte er sie im Bad.

„Komm rein, Tobias!“

Sollte er das wirklich? Er erinnerte sich nur zu gut ihrer bloßen Brüste, und er war auch ein Mann. Außerdem … „wenn du willst … auch deine Geliebte!“ Aber sie war so hübsch gewesen – mit all diesem Schaum auf dem Kopf und ihrer glänzenden, nackten Haut, also öffnete er die Tür. Da stand sie, die Schaumgeborene, und rasierte sich! Nackt und so aufregend schön – und … schwanger! Nicht sehr, aber doch deutlich genug!

„Sag mal, Sophia, bekommst du ein Baby?“

Sie nickte und setzte sich. „Setz dich zu mir, dann erzähle ich dir …“

Tobias holte sich einen Stuhl und setzte sich an den Wannenrand. „Wer ist der Vater, und weiß er davon?“

Sie schüttelte den Kopf und wurde rot. „Ich … ich weiß es nicht!“

„Du weißt nicht, ob er es weiß?“

„Nein, ich weiß nicht, wer der Vater ist. Ich weiß nur: Er ist Trucker!“

In seinem Kopf wirbelten alle möglichen schrecklichen Bilder durcheinander. Wieso wusste sie nicht, wer der Vater war? War sie vergewaltigt worden?

Sophia sah ihm an, was er dachte. „Nein, ich bin nicht vergewaltigt worden – nicht richtig.“ Trotz dieser eigentlich beruhigenden Aussage, begann sie zu zittern. „Bitte, bring mir einen Kaffee, dann …“

Tobias stand auf, ging in die Küche und kochte Kaffee. Er war froh, etwas zu tun zu haben. Er richtete das Frühstück auf einem Tablett und wappnete sich gegen eine … Katastrophe.

Sie saß bis zum Hals im Schaum, als er ihr den Kaffee servierte.

„Erzähl!“

„Ich war in Spanien gewesen… zwei Jahre lang - weißt du, da ist es wärmer - und dann, im Juli, habe ich beschlossen heimzufahren nach Deutschland. Kurz vor der französischen Grenze nahm mich ein Trucker mit … Babo Pablo. Er war sehr nett, und er versprach, mich mit nach Düsseldorf zu nehmen. Dahin wollte ich nämlich, weil … ach, unwichtig! Aber dann, bei Euskirchen meinte er: »Süße, da, wo ich jetzt hinfahre, kann ich dich nicht mitnehmen. Dieser „Parkplatz“ ist nichts für dich!“ Ich fragte ihn warum, und er meinte, da träfen sich die Trucker nur zu einem Zweck – zum Vögeln – und wenn ich mitkäme, dann wäre ich … Hure oder Beute. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte die letzten Tage mit ihm verbracht, und ich mochte ihn. Ich wollte ihn nicht verlassen! Weißt du, ich bin nicht gern allein!

Babo wehrte sich mit Händen und Füßen, aber ich kann so stur sein, und … ich glaubte nicht, dass es so gefährlich sein könnte. Irgendwann meinte er dann, er könnte mich vielleicht beschützen, WENN niemand mich zu sehen bekäme. Um kurz vor elf waren wir da, und er befahl mir in der Kabine zu bleiben und zu schlafen. Das tat ich dann, aber um fünf Uhr früh musste ich mal, … und ich stieg aus. Das war nicht gut. Gar nicht gut! Innerhalb einer Minute standen etwa sieben Kerle um mich rum, denen der Geifer schon aus den Mundwinkeln troff, und wenn Babo nicht gekommen wäre …

Einen Moment lang sah es aus, als wollten sie ihn erschlagen. Meine Knie zitterten, und ich wäre beinahe umgefallen, aber er hatte diese wildgewordenen Trucker im Griff. Na ja, beinahe! Er befahl mir zu verschwinden, und das tat ich nur zu gerne. Ich hätte ihn nur gerne mitgenommen. Sie stritten lautstark, und dann hockten sie im Staub und palaverten stundenlang. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich weggelaufen, aber ich saß da, wie angenagelt. Was sie sagten, konnte ich nicht verstehen. Es war ein babylonisches Sprachengewirr, und ich wurde immer panischer. Babo war schließlich ein alter Mann – die nicht! Dann kam er, und er war wütend ohne Ende. Auf sich, auf mich, auf diese Männer! Er … er … verpasste mir einen der schlimmsten Anschisse meines Lebens – und das, ohne die Stimme zu erheben. Und dann kam es:

Babo erklärte mir, dass er zwar verhindern konnte, dass sie sich nahmen, was ihnen vermeintlich zustünde, aber nicht mehr. Sie wollten Sex, und den würden sie bekommen. So oder so! Nachdem sie mich gesehen hatten, wollten sie mich – und keine der Huren, die sonst hier gute Geschäfte machten! Flucht sei nicht möglich, selbst dann nicht, wenn er es gewagt hätte, denn sie hatten längst eine Art Wagenburg um seinen Truck gebildet, aber er habe einen Deal ausgehandelt. Wenn sie schon Sex haben würden, dann müssten sie auch zahlen. Das wäre schon immer so gewesen! Und nachdem ich keine billige Nutte sei … war jeder bereit, 100 Euro auf den Tisch zu legen … aber nachdem 100 Euro sehr viel Geld sei, wollten sie auch … zuschauen. Jeder würde vorher duschen, und sie würden Kondome benutzen! Das sei aber auch schon alles. Mehr könne er nicht mehr für mich tun. Er würde aber aufpassen, dass mir nichts geschähe, dass ich nicht verletzt würde oder dass es ausartete …

Mir war so schlecht, dass ich in seinen Truck kotzte. Babo verlor kein Wort darüber. Er meinte nur, ich solle mir überlegen, wie ich am ungeschorensten davonkommen würde, und das sei wohl, indem ich mitmachte … oder zumindest, indem ich mich nicht zur Wehr setzte. Ich wäre am liebsten gestorben in dieser Minute, aber ich erkannte auch, dass er recht hatte! Wie ich den Rest des Tages verbrachte, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass immer wieder einer klopfte, um mir ein Geschenk zu bringen! Eine Flasche Wein, eine Salami, eine Muschelkette … und irgendwann erkannte ich, dass diese Männer nicht böse waren. Sie wollten mir sogar gefallen. Nur besser fühlte ich mich deswegen nicht.“

Tobias schnaubte. „Warte mal einen Moment! Ich komme gleich wieder!“ Ihm war gerade auch zum Kotzen, und er war nicht sicher, dass er diese Geschichte weiter hören wollte. Andererseits … Er holte eine halbvolle Flasche Cognac und zwei Gläser. Das würde er ohne Alkohol bestimmt nicht überstehen. Das Geschehen brannte in seinem Herzen. Sophia lächelte, als sie den Schnaps sah, ließ sich aber kein Glas geben. Dann erzählte sie weiter:

„Es sollte abends passieren – um 9 Uhr – und zwar in aller Öffentlichkeit. Nun wusste ich, was Babo mit „zuschauen“ gemeint hatte. Das schockte mich furchtbar, gab mir andererseits aber auch Sicherheit. Babo würde dabei sein. Ob auch er …? Nein, diesen Gedanken schob ich weit von mir. Das konnte bestimmt nicht sein, oder? Und schon wieder zitterte ich wie Espenlaub. - Und dann war es soweit. Wir gingen zum Lagerfeuer und da stand … eine Art Pritsche … für mich. Ich schluckte die Galle hinunter, die mir im Hals emporstieg. Dieses … dieses ,Liebeslager’, war sogar ziemlich sauber. Meine Gedanken fuhren Achterbahn. Wie viele Frauen waren hier schon …? Daneben stand ein Tisch und ein Stuhl – für Babo. Immerhin musste ich mich nicht im Stehen vögeln lassen, dafür hatte Pablo gesorgt. Er setzte sich. Ich jedoch stand da, zitternd, wie bestellt und nicht abgeholt, aber auch die Trucker fühlten sich wohl nicht zu sicher. Keiner sah mir in die Augen! Wenigstens!

Babo schlug mit der Faust auf den Tisch, so laut, dass ich fast einen Herzinfarkt bekommen hätte. »Es geht los!«, sagte er. Schon wieder schmeckte ich Galle! »Zuerst mal … werdet ihr zahlen!« Der erste trat zu ihm, und reichte ihm einen Hunderter. »Und, mein Obolus?«, fuhr er ihn an. Mein Babo bekam Geld dafür? Würde er am Ende dann auch 100 Euro löhnen? Würde mein Beschützer …? Himmel, bitte nicht! Der Trucker legte noch einen Zwanziger dazu. »Hast du einen Pariser?«, fragte Babo und drückte ihm ein Kondom in die Hand, als er den Kopf schüttelte. »Also, damit das klar ist: Einmal Spritzen, das war es! Sie macht keine Extrarunden, keinen Blowjob, keinen Handjob und … NICHT ANAL! Ihr dürft sie berühren, aber nicht küssen!«, erklärte er und die Männer nickten Zustimmung.“

Diese Erklärung war brutal – brutal ehrlich und vor allem deutlich. Tobias fuhr sie direkt in den Unterleib. Ihr nackter Oberkörper schaute aus dem Schaum hervor, ihre Nippel waren steif, sie erzählte von einem schrecklichen Erlebnis, und er war nicht sicher, ob er nicht auch einen Hunderter aus der Tasche gezogen hätte. Verdammt! Er war geil! Was für ein Dreckskerl war er doch!

„Danach trat einer um den andern an den Tisch und bezahlte … für MICH! Weißt du, Tobias, mir war kotzübel, und ich wusste nicht, was ich denken, was ich tun sollte, aber andererseits … waren da sieben Männer die 700 Euro bezahlten … War ich soviel wert? Ich hatte keine Ahnung! Als Babo das ganze Geld - 840 Euro - in seiner Tasche verstaut hatte, warf er mir ein schwarzes, kurzes Nachthemdchen zu und sagte: »Geh in den Truck und zieh dich um. NUR das Hemd!«

Ich kletterte ins Fahrerhaus und saß da, schlotternd, das Hemd in der Hand. Ich hatte mich selber in diese verdammte Situation gebracht durch meine Sturheit – aber vielleicht war das nun auch endlich die Strafe für mein Baby… Gott hatte sich lange Zeit gelassen, um mir zu zeigen, was ich getan hatte.“

Tobias stutzte. „Dein … Baby?“ Seine Stimme zitterte plötzlich. Bitte jetzt nicht das, was er vermutete.

„Mein Kind, ja! Ich habe vor 8 Jahren meinen kleinen Sohn verloren.“ Sophia schluchzte trocken, doch dann fuhr sie fort: „Mein … Baby … als er vier Jahre alt war – und ich war schuld. Er ist ertrunken, weil ich … weil ich nicht aufgepasst hatte – und mein Mann … er hat mir nie verziehen! Seit damals bin ich allein – und …“

Himmel! Auch das noch. Nein, das konnte er nicht … „Okay …!“, brach Tobias ab. Auch sie hatte ihr Kind verloren, aber jetzt von diesem Schicksalsschlag zu hören, würde er nicht verkraften. „Erzähl weiter!“

„Also da saß ich nun und stierte vor mich hin. Keiner kam, aber ich wusste genau, sie würden nicht umsonst bezahlt haben, also zog ich mich um. Im Truck roch es nach Erbrochenem, und beinahe wäre es mir erneut hochgekommen. Ich dachte an Babo. Er hatte mich nicht mitnehmen wollen, oder doch? Wenigstens war ich nicht ganz nackt! Babo hatte daran gedacht. Als ich in dem Hemdchen und barfuß aus dem Wagen kletterte, hörte ich sie lüstern raunen. Irgendwie machte mich das an. Vielleicht würde das ja die geilste Nummer meines Lebens werden? Ich ging zum Bett und setzte mich hinein. Was hätte ich auch sonst tun können? Ich war ihnen ausgeliefert, hilflos, wie ein angeschossenes Reh, das auf den Fangschuss wartet - und trotzdem … reagierte mein Körper. Ich war scharf! Ein Mann trat auf mich zu, als Babo losbrüllte: »Du nicht!« Mein Herz setzte aus! Der Todesschuss hätte kaum schlimmer sein können. Der Mann fauchte, wie ein wildes Tier. »Warum nicht?«, aber Babo lachte. »Hast du dich schon mal im Spiegel gesehen? Willst du sie schocken? Du kannst später, aber nicht als erster!«

In diesem Moment tat er mir leid, und ich streckte die Hand nach ihm aus … Im Nachhinein glaube ich, das war gut, denn er kniete vor mir nieder, streichelte meine nackten Beine und küsste meine Knie. Er murmelte, wie weich meine Haut sei und wie wunderschön ich wäre, aber dann stand er auf und zog seine Hose aus. Wie lange hatte ich das nicht mehr gesehen: Das Geschlechtsteil eines Mannes! Früher hatte ich es gemocht. Gerade eben …? Sein Schwanz war nicht besonders groß, aber steif und beschnitten. Plötzlich war mir eiskalt. Ich musste da durch – irgendwie! Also hörte ich auf zu denken, legte mich hin und spreizte die Beine. Mein Kopf repetierte immer wieder einen abwegige Vermutung: Wer weiß, vielleicht wäre es doch geiler als alles, was ich vorher erlebt hatte.“

 

Auch Tobias Gedanken fuhren Karussell: Sie war auch geil gewesen – so wie er momentan. Diese ganze beschissene Situation hatte sie lüstern gemacht. Sie wollte gefickt werden. Vielleicht wollte sie sogar … „Nicht denken, du Schwein!“, rief er sich zur Ordnung, aber sie erzählte schon weiter.

„Eigentlich glaube ich, der Mann wollte noch … anderes – er wollte noch mehr, aber als er meine Muschi sah, konnte er sich nicht beherrschen, und nur Babos Schrei hielt ihn kurz zurück. Er zog brav das Kondom über, kniete sich zwischen meine Beine und versuchte, in mich einzudringen.

Babo warf uns eine Dose Vaseline zu. Er sorgte sich um mich! Also würde er nicht … Bestimmt nicht! Wieso konnte ich das nicht vergessen? Da war doch schon einer, der Ficken wollte. Der war mir egal, aber Babo? Dem vertraute ich. Er würde es nicht tun! –

Aber ich brauchte keine Vaseline. Ich war nass wie eine läufige Hündin und es flutschte … wie geschmiert – ungefähr fünf Stöße lang, dann spritzte der erste Kerl in mir ab, und es war vorbei. Als er sich von mir herunterwälzte, vermerkte mein Hirn, dass es so schlimm gar nicht war, aber meine Möse wollte den Nächsten!

Und der hatte das Kondom schon drüber, schmiss sich einfach auf mich und rammelte los. Seine Hände packten meinen Busen und quetschten ihn, und ich hörte Babo ziemlich laut flüstern: »Saugeil!«. Plötzliche Wollust schüttelte mich durch - und der Mann spritzte. Hatte Babo das gesagt, um mir zu helfen, oder aber …? Der Typ auf mir war jedenfalls stinksauer, weil auch er geglaubt hatte länger durchzuhalten. Babo zwinkerte mir zu, und ich hoffte, dass das ein gutes Zeichen sei. Himmel, es war ja doch alles meine Schuld! All die Einsamkeit, all das Leid, das ich ertragen hatte, war es nicht Buße genug? Aber eine Strafe war es eigentlich nicht. Es machte mich doch verdammt scharf. Lauter verquere Gedanken purzelten durch meinen Kopf. Ich überlegte mir, ob ich nun all die Liebhaber, die ich in den letzten zehn Jahren nicht gehabt hatte, auf einmal haben würde. Ich lachte wild.

Aber dann ging es weiter: Nummer drei war ähnlich schnell, wie die beiden vorher, aber der vierte Mann hatte wohl vorher schon abgespritzt und ließ sich Zeit. Er brauchte eine gefühlte Ewigkeit, aber irgendwann wurde mir klar, dass es … gut war – für mich, geil. Als er abstieg, hörte ich Babo sagen, dass ich jetzt eine Pause bräuchte. Er brachte mich in den Truck, und wir tranken Schnaps. Das tat auch gut, und dann …
Na ja, ich hab es überstanden.“

Tobias war ratlos. Diese ganze Story verwirrte ihn. Eigentlich müsste er entsetzt und abgestoßen sein. Er war es nicht. Wenn er sich vorstellte, wie sie die Schenkel spreizte … Und auch die Tatsache, dass sie schwanger war … War das nun eine Katastrophe – oder war es ein unverhofftes Glück? Für ihn? Für sie? Für sie beide?

„Aber wenn sie alle Pariser trugen …?“

„Entweder war einer kaputt, oder jemand hat es absichtlich gemacht, aber ich weiß, nicht wer. Ich habe ja keine Ahnung, wer sie waren. Jedenfalls hat Babo mir am Ende der Nacht das ganze Geld gegeben. Ich schluckte und steckte es ein, doch dann kam der schrecklichste Moment, als ich ihn - so cool wie nur möglich - fragte, ob er nicht auch noch „vögeln“ wolle. Aber er schüttelte nur traurig den Kopf. In dieser Nacht hatte ich grauenvolle Alpträume. Mein Baby starb, weil ich eine Orgie feiern wollte. Ich glaube, mein Gewissen bestrafte mich, weil … es mir irgendwie gefallen hatte. Am nächsten Morgen fuhr Babo mich nach Düsseldorf und das war’s. Ich wanderte durch die Stadt, und als es Nacht wurde, fragte ich mich, ob ich in ein Hotel gehe sollte. Das Geld hatte ich ja nun, aber ich war schon so lange nicht mehr … bürgerlich, und es war Sommer. Außerdem durfte ich nicht noch mehr … genießen!

Das ist nun schon fast vier Monate her, und seit vorletzter Woche weiß ich, dass ich schwanger bin. Das Wissen um dieses Kind hat in mir etwas verändert. Ich hab einen Test gekauft – bei dir! Es war das erste Geld, das ich ausgab! Du warst sehr nett zu mir und wünschtest mir viel Glück … vielleicht konnte ich deshalb nicht weg, aber vielleicht auch, weil ich früher mal … in einem anderen Leben … in einer Apotheke gearbeitet habe. Das einzige Buch, das ich noch mit mir herumschleppe, ist ein Lehrbuch von damals: Physik und Arzneiformenlehre! Seit diesem Tag schlief ich bei dir … in deinem Eingang, und dann hast du mich gefunden. Weißt du, ich hoffe, mein Kind - das von damals - hat mir verziehen.“

Tobias nickte, dann schüttelte er den Kopf. Das Frühstück stand vergessen am Boden, der Kaffee und auch der Cognac waren dagegen fast leer.

„Ich glaube nicht, dass irgendetwas auf dieser Welt zufällig geschieht. Wir teilen ein ähnliches Schicksal, haben beide unsere Kinder und Partner verloren, und nun bist du hier – bei mir … und du bekommst ein Baby, das keinen Vater hat. Denkst du … glaubst du … könntest du dir vorstellen, dass ich … sein Vater sein könnte? Dass wir beide … vielleicht eine zweite Chance bekommen?“

Sophia lächelte, dann stieg sie aus der Wanne und trocknete sich ab.

Sie war so schön, und sie war so nackt … und Tobias sah sie vor sich in diesem Bett sitzend - in einem schwarzen Hemd - umringt von Männern, und er wurde sterbensgeil!

Und als habe sie seine Gedanken gelesen, zwinkerte sie ihm zu: „Und weißt du, was komisch ist? Seit damals … hab ich wieder Lust!“

© Anna




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