Walpurgisnacht


„Heute Nacht reiten wir den Hexenbesen, Chiara!“ Paula kicherte, als Chiara zustimmend nickte.

Die Mädels hatten uns überzeugt, dass diese Nacht warm genug war, um am See zu zelten.

Dieser Frühling war wunderbar!
Ich konnte mich nicht erinnern eine Walpurgisnacht mit 23 Grad erlebt zu haben!!

Als wir ums Lagerfeuer saßen, Rotwein tranken und auf Stöcken Würste und Brot brieten, wurde es richtig romantisch. Paula kuschelte sich an mich, und wir sahen zu, wie Chiara Sebastian mit gegrillten Marshmellows fütterte. Sie aßen sie gemeinsam, Mund an Mund, und ich beobachtete, wie Bastis Zunge immer wieder über die Lippen seiner Freundin glitt. Was für ein anregendes Bild!

Offenbar nicht nur für mich, denn Paula begann mich zu küssen. Was heißt zu küssen? Sie veranstaltete eine richtige Knutschorgie. Wen interessierten da noch die anderen?

Unsere Ladys revanchierten sich wohl für unsere Bereitschaft, mit ihnen zu zelten. Nach und nach wurde aus „ein bisschen Knutscherei“ mehr: Aufknöpfen, Streicheln, Lecken, Petting und irgendwann hörte ich Chiara fragen:
„Was hältst du vom Zelt, Basti?“

Es war kurz vor Mitternacht!

Unsere Hexen wollten sich auf die Besen schwingen!

Ich grinste, als Paula mich auffordernd anstupste.

„Was haltet ihr davon, wenn wir euch die Augen verbinden?“, fragte sie.

„Jaah! Die anderen Sinne sollen doch sehr geschärft werden, wenn man blind ist!“, stimmte Chiara begeistert zu.

„Heißt das, ihr wollt uns verwöhnen?“, fragte Sebastian herausfordernd.

Die Mädels sahen sich an – lächelten sybillinisch und nickten.

„Gebongt!“ Wir waren dabei!

Genüsslich zogen sie uns aus und verbanden uns die Augen, dann führten sie uns ins jeweilige Zelt. Das würde eine heiße Nacht werden!


 

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„Zieh mich ganz aus!“, flüsterte Paula, und ich tat mein Bestes. Natürlich fasste ich immer wieder daneben und berührte Stellen, die nicht mehr bekleidet waren – ganz aus Versehen! Auf jeden Fall kam ich nicht umhin zu bemerken, wie heiß meine Süße schon war.

Mein „Besen“ stand zur Verfügung.

„Ich seh nochmal schnell nach dem Feuer!“, flüsterte sie. „Nicht, dass was passiert.“

Ausgerechnet jetzt?
„Da passiert schon nichts!“
Und schon war sie weg.

Mist!

Aber im nächsten Moment war sie wieder da – und verleibte sich meinen „Besen“ ein.

Wie rasant sie reiten konnte, meine Süße! Meine Hände fühlten … schmale Taille, süße, kleine Brüste, schlanke Arme … hatte sie ihr langes Haar hochgesteckt?


Und dann geschah es:

Im Nachbarzelt quiekte … meine PAULA …

Diesen Schrei kannte ich doch!
Ob Chiara genauso Laut gab? Das gab es doch nicht, oder?

Und wenn … nicht?
Dann saß Chiara auf meinem Steifen und vögelte mir die Seele aus dem Leib!?

Die Lust schoss mir in Unterleib und Hirn, und ich fickte darauflos, aber in meinem Kopf kreiste ein Karusell:

Das Tuch von den Augen reißen?
Dann wäre alles vorbei!
Weitermachen und genießen?
Logo!
Aber … wo waren die langen Haare?

Ich streichelte … hinauf … höher … über die Schulter …

Von wegen!
Schwupps lagen meine Hände wieder auf geilen Titten!

Tief in meinem Becken kochte es. Wie konnte ich da noch denken?

„Lass dir die Nippel lecken!“
Sie stöhnte gurrend, und ich zog sie an mich, biss zu.

Verdammt, so sag doch was! Dann …

wüsste ich Bescheid!

Meine Finger tasteten, aber ich konnte einfach nicht länger verzichten.
Hinab zwischen pralle Schamlippen, ihren Kitzler finden, den Exit-Knopf drücken und dann zusammen mit ihr …

HIMMEL! DA WAR SIE AUCH NACKT!

EINE NACKTE SCHNECKE!

DAS WAR CHIARA!

Und mein Countdown war abgelaufen.
Die Rakete startete, und ich röhrte meine Lust in die Nacht!






 

 

Als ich wieder zu mir kam, war sie weg. Ich streifte das Tuch von den Augen.

Himmel, war das geil gewesen!

„Ich musste mal!“, flüsterte Paula, als sie sich an meine Seite schmiegte.

Ihr langes Haar kitzelte …

Meine Finger suchten …

„Du bist auch rasiert!“, fragte ich konsterniert.

Und dieses kleine, freche Biest grinste über alle vier Backen:

„Ja, gefällt’s dir?“

 

 

© Anna