Küss die Hand, schöne Frau …

 

Ich bin Christian Meißner, seit drei Tagen Kurgast in Füssing, und eine Frau habe ich auch schon kennengelernt.

Wir wohnen Tür an Tür. Außerdem sitzt Barbara an meinem Tisch, ist entzückend, vielleicht fünf oder zehn Jahre jünger als ich, und man kann sich wunderbar mit ihr unterhalten. Sie ist schon länger vor Ort und war wohl vorher mit einem anderen „Mitstreiter“ beim Nordic Walking und beim Baden, aber heute hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr in die Therme gehe.

„Ich möchte aber nicht stören!“, gebe ich mich höflich.

„Blödsinn! Erstens störst du nicht, und zweitens kommt Ludger nicht mehr mit!“, knurrt sie.

„Aha!“ Etwas anderes fällt mir nicht ein. Warum „kommt er wohl nicht mehr mit“? Das würde mich schon interessieren.

„Er hat sich, immer wenn es blubberte, in eine Krake verwandelt, und als ich ihm gesagt habe, dass er seine Finger bei sich lassen soll, da fragte er mich doch tatsächlich, ob ich nicht ‚mit ihm in die Kiste ginge‘! - Hallo, geht‘s noch? Er meinte auch noch, ‚es täte mir sicher gut‘!“

Ihre Augen speien Feuer. Oh Mann, der möchte ich nicht in die Quere kommen, wenn sie so drauf ist, andererseits war das ja wohl wirklich eine Frechheit, aber sie sprudelt schon weiter:

„Ich habe ihm gesagt, dass das wohl sein kann, aber garantiert nicht mit ihm! Ganz bestimmt nicht! Also, was man hier so an Anmache erleben kann, das ist unglaublich!“, echauffiert sie sich.

Ich stimme ihr zu, muss ihr zustimmen, denn so was kann man doch zu keiner Frau sagen, ohne dass man im Kopfsprung in einem Fettnapf landet. Klar, ich wäre auch nicht abgeneigt, aber das muss sich ergeben. Man(n) darf es nicht übers Knie brechen!

„Emil hat übrigens gesagt, dass er elf Monate im Jahr verheiratet wäre und ein Monat zur Kur! Sag mal, sind eigentlich alle Männer so …?“ Es folgt ein unverständliches Knurren.

Sie schüttelt ungläubig den Kopf, dass ihr Haar nur so fliegt und schaut mich intensiv an. Verflixt, ich werde doch tatsächlich rot.

Natürlich beeile ich mich zu versichern, dass ICH ganz und gar nicht so bin, wenn ich allerdings ehrlich wäre ... na ja, ich bin verheiratet, nicht besonders glücklich, und Barbara gefällt mir. Sie ist nicht viel kleiner als ich, gut gebaut, mit den richtigen Rundungen an den richtigen Stellen. Sie hat Augen die Feuer speien können und streicheln, und sie hat ein Temperament wie ein Vulkan. Doch, ja, ich könnte mir da einiges vorstellen!

Aber zuerst gehen wir gemeinsamen in die Therme, und ich benehme mich geradezu vorbildlich. Eigentlich macht es auch Spaß, nur mit ihr zu plaudern. Leider ist sie für heute Abend schon mit ihren Kur-Freundinnen zum Tanzen verabredet, aber vielleicht gehe ich einfach auch dahin wo sie sind. Schließlich gibt es nicht allzu viele Tanzlokale, und man kann sich ja zufällig treffen!

Als ich sie dann abends sehe, bin ich entzückt. Sie trägt ein bezauberndes Cocktailkleid und überstrahlt die andere Weiblichkeit, wie die Sonne den Mond. Es ist fast so, als würde eine Aura sie umgeben, und als ich sie zum Tanzen auffordere, weiß ich auch warum das so ist. Sie kocht schon wieder vor Wut.

„Du glaubst es nicht! Da hat mich so ein Typ aufgefordert, und wir haben wunderbar miteinander getanzt, mindestens fünf Tänze, und dann fragt er mich, wo ich denn wohne. Ich sagte ihm, dass ich aus der Kurklinik komme, und weißt du, was er geantwortet hat?

‚Dann kommst du für mich nicht in Frage, denn du hast ja nachher keine Zeit mehr. Ihr müsst ja um halb elf zuhause sein - und da geht dann danach nichts mehr!‘

Mit uns beiden hingegen ginge schon etwas, denn schließlich wohne ich im selben Haus, aber ich werde den Teufel tun und ihr das sagen, sonst frisst sie mich aufs Butterbrot. Aber Himmelherrgott, müssen die alle ausgerechnet bei ihr so plumpe Sprüche ablassen? Manchmal kann man wirklich am eigenen Geschlecht verzweifeln. Sie verderben einem die besten Chancen!

Und im Verlaufe des Abends haben wir uns dann verloren. Etwas enttäuscht, beschließe ich nach Hause zu gehen – es ist auch schon nach 10 Uhr. Als ich durch den langen und schummrigen Gang unseres Stockwerkes gehe, sehe ich hinten am Fenster eine Gestalt. Ist mir aber egal, ich bin nicht neugierig, naja nicht auf Fremde zumindest. Allerdings stehe ich dann am Balkon und warte auf Barbara! Ich lausche auf den Aufzug und ihren Schritt, und dann öffne ich leise die Tür.

Ich höre die Schritte eines Mannes, die nach vorne kommen - auf sie zu und dann seine Stimme. Leider kann ich nicht verstehen was er sagt und hinausgehen … Nein, das geht auch nicht. Und plötzlich knallt es!

Was war das jetzt?

Hat sie ihm eine geklebt? Bei Barbara muss man mit sowas rechnen, wenn man ihr so dämlich kommt. Wenn das Ludger war … ja, dann kann ich mir das vorstellen. Ich grinse in mich hinein, aber dann höre ich etwas anderes, vielleicht ist das ein Stöhnen … und dann geht die Tür. Auf! - Zu!

Vielleicht hat sie ihm doch keine geklebt? Vielleicht ist ihr bloß die Tasche runtergefallen? Aber wieso nimmt sie diesen Trottel mit in ihr Zimmer?

Drüben poltert es, als sei jemand gegen die Wand gestoßen – gefallen? Zwei jemand? Ineinander verschlungene zwei jemand?

Hey! Was treiben die da?

Ludger wird doch nicht etwa mit Gewalt …?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen! Nicht bei Barbara. Sie würde das ganze Haus alarmieren mit ihrem Geschrei.

Aber jetzt quietscht das Bett. Ganz eindeutig! Das ist das Bett!

Wenn ich mir vorstelle, dass er sie auszieht … Oh, ich weiß, wie sie im Badeanzug aussieht. Hinreißend! Und wenn ich mir diese üppigen Brüste erst ohne vorstelle!

Sie quietscht mit dem Bett um die Wette.

Himmel, die treiben es nebenan.

Ludger und sie vögeln, und ich kann zuhören! Ich, der Depp, der wohl nicht begriffen hat, dass diese Lady eine etwas deutlichere Gangart braucht, um über ihren eigenen Schatten zu springen. Mensch, das hätte ich sein können, wenn ich es bloß eher kapiert hätte.

Ich hätte sie auch erwarten können. Hab ich, um ehrlich zu sein sogar, aber ich wollte sie nur noch zu einem Glas Rotwein einladen – auf den Balkon!

Wäre sie jetzt hier bei mir - in meinem Bett - wenn ich auf den Rotwein verzichtet und sie einfach überfallen hätte, sie gepackt und geküsst? Wenn ich mir ihre Prachttitten einfach gegriffen hätte, sie aus dem süßen Cocktailkleid-Ausschnitt geholt und benutzt? Wäre dann ich derjenige welche?

Ich stelle mir vor, was er mit ihr tut, jetzt da drüben, zu diesen verdammt aufregenden Lustlauten. Meine Balkontüre ist offen, denn es ist noch immer heiß und ihre wohl auch, und ich stehe da ganz dicht – so nah es irgend geht – und lausche, spanne hinüber.

Ich höre ihn. Seine Stimme ist energisch, befehlsgewohnt fast! Zu schade, dass ich ihn nicht verstehe. Vielleicht könnte ich was lernen: Zum Beispiel wie man dieses Weibchen bändigt.

Sie stöhnen alle beide! Ob sie ihm gerade einen bläst? Der Sessel in meinem Zimmer ist genauso wie der in ihrem. Groß und bequem. Ob er da jetzt sitzt … und sie … vor ihm auf den Knien?

Was für ein Bild das sein mag? Barbara halbnackt, das schicke Kleid herabgezerrt, sie kniet auf dem Stoff und ihre bloßen Brüste leuchten weiß und schwer im Halbdunkel. Seine Hand greift zu und zieht sie näher zu sich heran. Die andere Hand streichelt ihr Gesicht, fasst dann gebieterisch in ihre dunkle Mähne und dirigiert ihren Kopf zu seinem Phallus.

Sie lacht! Ich höre sie lachen! Also macht sie mit. Freiwillig! Sie lutscht ihm den verdammten Schwanz und genießt es. Und er erst!

So ein Mist! Das könnte meiner sein! Manche Frauen brauchen es einfach etwas härter! Bisher hab ich das nicht geglaubt, aber hier ist der Beweis. Nur von Babs hätte ich das nicht gedacht. Sie ist doch so souverän!

Und jetzt stöhnt sie, keucht fast, flüstert irgendwas und stöhnt schon wieder. Ob jetzt er … Vielleicht hat er sie jetzt aufs Bett gelegt, den Rest des blöden Kleides entfernt und … spreizt ihre Schenkel. Oh, diese Muschi ist bestimmt sehenswert.

Während ich mir ausmale, sie läge in meinem Bett, ziehe ich mich aus. Achtlos schmeiße ich Anzug, Unterwäsche und Socken auf den Boden und höre erst auf, als ich splitternackt bin. Der laue Nachtwind macht mich erst recht scharf! Ich könnte auch, oh ja! Mein Schwanz steht wie eine Eins. Kein Wunder, wenn ich mich vor ihrem Bett wähne und sie mir ihre heiße, rasierte Muschi hinhält. Ob sie wirklich rasiert ist, völlig haarlos, oder ob ich mir das bloß wünsche? Eine nackte Fotze!

Der verdammte Ludger weiß das jetzt.

Er leckt sie ihr, riecht diesen köstlichen Duft einer erregten Frau und schmeckt ihren Saft. Sicher fasst er sie an, massiert ihre Schamlippen und spreizt sie, so dass er ihre geile Möse besser sehen kann. Ob er seine Finger benutzt? Ob er sie hineinschiebt, ihr enges Fleisch befühlt und sie fingert?

Himmel, das könnte ich sein! Es könnten meine Finger sein, die sie ficken. Aber ich bin bloß der Trottel, der nicht kapiert hat, wie sie tickt, und deshalb stehe ich nun hier auf dem nächtlichen Balkon, wichse zu ihrer verdammten Lust und ihr Bett quietscht „Je t’aime“ dazu. Sie stöhnt so aufregend wie Jane Birkin und bettelt um mehr. Sie will seinen Schwanz. Ganz bestimmt! Sie will gefickt werden. Er hatte recht: Es tut ihr gut!

Jetzt! Jetzt kniet er sich über sie, zwischen weitoffene Schenkel und setzt ihn an, seinen geilen Hammer an ihre nasse Spalte. Er zieht ihn durch ihre Nässe und massiert ihren Kitzler. Und Barbara, die kühle Spröde, bettelt um einen Fick!

„Nimm mich, Christian!“

In meinem Kopf bin ich es, der es mit ihr tut. Es ist mein Schwanz, der ihre heiße Möse pflügt und sie stöhnt meinen Namen – keucht immer lauter und das Quietschen ist inzwischen auch nicht mehr Gainsbourg – eher Trommelfeuer.

Die beiden werden immer lauter.

Wie kann man das nur bei offener Balkontüre tun?

Das ganze Haus hört mit – zumindest ich!

Aber immerhin stöhnen, seufzen, schreien sie selber so laut, dass sie mein kaum unterdrücktes Stöhnen nicht hören, als ich gemeinsam mit meiner süßen Barbara … spritze. Wie gerne würde ich meine Soße von ihrem Bäuchlein lecken – oder auch tiefer. So aber muss ich jetzt auch noch das Sakko reinigen lassen!


******



Am nächsten Morgen betrete ich den Speisesaal und sehe als ersten Ludger, der da selbstzufrieden vor einem Teller voll Rührei hockt und blöde grinst. Ja, wenn ich die ganze Nacht mit Barbara rumgemacht hätte, bräuchte ich jetzt auch Eier!

Blödmann, blöder!

Und da steht sie am Buffet!
Barbara!
Und wie sie aussieht!
Au Mann, was ein bisschen Sex so bewirken kann. Sie leuchtet! Und am Hals hat sie einen fetten Knutschfleck! Widerlich!

„Guten Morgen, Christian!“ Sie jubiliert fast.

Ich nicht. Ich bin sauer!

Ich raunze: „Morgen!“, lasse sie stehen und gehe zu unserem Tisch.

Schei …! Auch das noch! Wir haben einen Neuen am Tisch!

Barbara kommt hinterher und setzt sich. Wie sie diesen Typen anstrahlt.
Madame 100.000 Volt!
Der muss ja auf falsche Gedanken kommen, und dann legt sie auch noch ihre Hand auf seine, streichelt zärtlich.

„Christian, mein Lieber, darf ich dir meinen Mann vorstellen? Er ist gestern Abend überraschend zu Besuch gekommen!“

Er steht lächelnd auf und streckt mir die Hand hin. „Ich hab schon viel von dir gehört!“

„Gleichfalls!“ möchte ich nonchalant sagen, aber ich kann gerade nicht, ich muss zuerst einen Hustenanfall bewältigen!

Gott sei Dank hatte ich keine Zeit, ihr zu sagen, was für eine sie ist!
Ich hätte den Fettnapf-Wetthüpf-Wettbewerb des Jahrhunderts gewonnen!

 

© Anna