Avatar

Demnächst würde sein 60.ter Geburtstag sein, und wenn Hans-Joachim so auf sein Leben zurückblickte, dann war es gar nicht so übel gewesen. Gut, seine erste Frau hatte ihn betrogen, und das hatte ihn sehr mitgenommen, aber die zweite … mit ihr hatte er drei prächtige Kinder und war glücklich geworden. Im Großen und Ganzen! Paula war eine tolle Frau, sah für ihr Alter ausgezeichnet aus und war eine wundervolle Mutter gewesen. Inzwischen war sie eine liebende Großmama.

 

Ihrer beider Interessen stimmten in vielen Bereichen überein, bis auf … Nun, getrennte Schlafzimmer hatten sie schon lange, aber er hatte auch seit 14 Jahren keinen Sex mehr bekommen!

 

Wenn man davon absah, konnte ihre Ehe eigentlich kaum besser sein. Ja, wenn man davon absah. Leider musste er sich aber inzwischen eingestehen, dass er davon eben nicht absehen konnte, erst recht nicht, seit er seine Freundin Daniela hatte!

 

Gut, diese Freundschaft war rein platonisch, denn sie war verheiratet wie er, aber durch sie hatte er erkannt, dass das, was er lebte, eben nicht völlig normal war. Sie hatte Sex, und er beneidete ihren Mann glühend. Die beiden waren glücklich – auch im Bett! Sie waren so viel glücklicher als er.

 

Vielleicht war es auch deswegen, dass er sie eingeweiht hatte – in seine persönliche … Problematik. Seit einigen Jahren sprachen sie nun darüber. Eigentlich immer dann, wenn er gerade besonders schwer trug – an seinem „Packerl“.

 

Natürlich hatte sie Recht, wenn sie ihm klarzumachen versuchte, dass er es seiner Frau sagen müsse, denn das vermied er, wie der Teufel das Weihwasser. Schließlich konnte auch die beste aller Ehefrauen nichts ändern, wenn sie gar nicht wusste, was ihrem Mann auf der Seele lag. Er MUSSTE etwas tun, aber das war eben leichter gesagt als getan. Er hatte ihr schon vor acht Jahren einen Brief geschrieben, in dem er sich offenbarte, und seitdem dachte er Nacht für Nacht darüber nach, wie er ihn ihr vorlesen könnte, ohne sie zu kränken oder in die Luft gehen zu lassen, denn sie war ziemlich jähzornig.

 

Er hatte Angst. Er wollte sie nicht verlieren, denn er liebte sie, und nun stand sein 60.ter Geburtstag an. Für ihn war das eine Marke. Er setzte sich selber damit unter Druck und wusste doch gleichzeitig, dass er keine Lösung hatte. Außerdem hatte auch Daniela ihre Meinung inzwischen geändert. Sie sagte ihm ganz unverblümt, dass er es vergessen solle.

 

„Deine Frau tut das ja nicht, um dich zu verletzten. Sie hat einfach keine Lust. Die Lust kommt aber nicht zurück, auch dann nicht, wenn du sagst „ich hätte es doch so gern!“ Also bleiben dir nur zwei Möglichkeiten: Entweder du machst weiter wie bisher und schreibst den Sex ab, oder du suchst dir was du brauchst woanders – und das möglichst diskret.“

 

Darüber hatte er lange nachgedacht. Ihm war beides unmöglich. Er wollte nicht lebenslang verzichten, und er wollte Paula auch nicht betrügen. Abgesehen davon … woher sollte er die Frau nehmen, die er lieben konnte und die ihn liebte? Daniela war vergeben!

 

Und dann war er im Internet auf die Lösung gestoßen. Zumindest glaubte er das. Er würde sich zum Geburtstag selber ein Geschenk machen, zugegebenermaßen ein ziemlich teures! Er würde sich eine „Real Doll“ kaufen, als Avatar gewissermaßen, und er würde sie speziell anfertigen lassen – nach dem Abbild seiner Frau! Das wäre zwar noch teurer als die Standardpuppen, aber er würde dafür weniger das Gefühl haben seine Frau zu betrügen – außerdem erregten ihre Formen ihn immer noch, auch wenn sie das nicht glaubte.

 

Sie fand sich nicht sexy – und deshalb glaubte sie ihm nicht, wenn er ihr sagte, wie sexy er sie fand – und deshalb durfte er sie nicht einmal ansehen! Er würde es ändern. Ihren Avatar würde er ansehen dürfen, und er würde ihn ansehen! Jeden Zentimeter an dieser Puppe würde er einer genauen Inspektion unterziehen. Sie würde sich ihm gerne zeigen – präsentieren geradezu! Wenn er sich das nur vorstellte, inspirierte ihn allein das zu lustvollen Gedankengängen, aber zunächst musste er sich sehr genau mit den Möglichkeiten der Gestaltung beschäftigen, und die waren vielfältig.

 

Jeden Abend verbrachte er fortan am PC auf „seiner“ Seite und studierte. Zunächst hatten die Preise ihn geschockt, denn unter 10.000 Euro würde das wohl nichts werden, aber nachdem er die verschiedenen Möglichkeiten erkundet hatte, schwand langsam der Gedanke, dass ihm hier das Fell über die Ohren gezogen wurde. Offenbar hatte er es doch mit einem einzigartigen „Qualitätsprodukt“ zu tun!

 

Er begann mit den Körpern – und hatte schon das erste Problem. Er wollte kein Modell. Diese schmalen Taillen entsprachen ja vielleicht irgendeinem Schönheitsideal – seinem jedoch nicht! Seine Frau war auch nicht so dünn, und sie gefiel ihm. Am besten entsprach ihm die Puppe mit dem Körper "Nummer 10", die als „üppig“ und „grobknochig“ beschrieben wurde. Diese Puppenbauer wussten doch überhaupt nicht, was er wollte, und so würde er auch noch extra zahlen müssen für seine „besonderen“ Wünsche! Der "Female Body D" war vielleicht sogar noch besser. Oberweite in Doppel D, ja, das wollte er haben. Seit er ein kleiner Junge gewesen war liebte er große Brüste.

 

Eigentlich wollte er gleich weitersuchen – nach den besonderen Spezifikationen „seines“ Busens, aber im Internet kamen erst die Haare. Auch das, was hier geboten wurde, war nicht „sein Ding“. Lange Haare, ja, er wusste es schon. Alle Männer wollten eine extralange Mähne. Er nicht. Seine Paula hatte eine dunkle Kurzhaarfrisur, und genauso wollte er seine Puppe – und wenn das nicht ging … er würde schon einen Friseur finden!

 

Und dann … Elfenohren? Diese Puppen-Typen hatten doch ein Rad ab! Wer wollte Elfenohren an seiner „Freundin“? Er nicht! Offenbar gab es aber einen Markt für Elfen.

 

Augenbrauen und verbesserte Augen … „Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.“ Würde er, ganz sicher. Paulas Avatar würde braune Haselnussaugen haben, und sie würden lächeln. Dann jedoch wurde es interessant: Schamhaar. Die Puppen kamen normalerweise vollständig haarlos, aber man konnte das ändern, und er würde! Er wollte volles, dunkles Schamhaar - einen richtigen Busch. Am liebsten hätte er das alles zuerst mal ausprobiert, die Körper berührt, das Haar gestreichelt. Irgendwie konnte er sich kaum vorstellen, dass sich so etwas echt anfühlen konnte, aber dennoch … welche Alternative hatte er? Ein Bordell? Nein, das nicht! Und er brachte es einfach nicht fertig mit seiner Frau DARÜBER zu reden, aber er träumte …

 

Angesichts der Fotos von aufregend drapierten "Puppen-Frauen" wurde ihm warm. Wenn er sich vorstellte, seine Frau würde sich ihm so zeigen … nach hinten gelehnt mit einem Spaghettiträger-Top, das eine Brust bloß ließ und mit weit gespreizten Schenkeln … Er konnte sich kaum mehr beherrschen. Seine Hände griffen in die Luft, massierten imaginäre Brüste … sinnlich und schwer würden sie in seinen Händen liegen, mit großflächigen, altrosafarbenen Warzenhöfen und weit daraus hervorspringenden etwas dunkleren Kirschen – steif, um richtig schön daran saugen zu können. Wundervoll geeignet daran herumzuspielen, sie zu zwirbeln, zu kneten und langzuziehen. Hans-Joachim schluckte, vermerkte die entsprechenden Wünsche online und leckte in seiner Fantasie bereits die ihm gebotenen Köstlichkeiten.

 

Oh! Dieses Prachtweib auf seinem Schoß zu haben und sich diese sündhaft schönen Kugeln in den Mund zu saugen, seine Hände in prallen Backen zu vergraben und sich so die geilen Wonnebälle noch tiefer zu drücken, sie zu schmecken und in höchster Lust hineinzubeißen … welch lüsterne Vision! Davon träumte er fast jede Nacht, aber seine Frau war meilenweit davon entfernt ihm dieses Verlangen zu erfüllen, was nicht hieß, dass die faktische Unmöglichkeit der Verwirklichung seine Sehnsucht beendete. Und nun, seit er sich mit Paulas Double beschäftigte, steigerte er sich immer tiefer hinein – in seinen Wunschtraum. Nicht mehr lange und er würde seine Sehnsüchte wahr machen. Manches Mal stellte er sich vor, seine Paula käme in sein Schlafzimmer und er wäre gerade dabei … Fast wünschte er sich, sie würde ihn erwischen. Er sah dann förmlich ihr konsterniertes Gesicht vor sich, wenn sie erkannte, dass er mit ihrem Ebenbild – Sex hatte. Richtig geilen Sex! Dann schmunzelte er – und es graute ihm.

 

Er konnte das Puppengesicht dem seiner Frau angleichen, er wusste es. Die Firma warb sogar damit: „Wir sind stolz darauf, die Entwicklung der Expression Faces bekanntzugeben. Diese Gesichter heben ihre Puppe auf einen neuen Level.“ Aber natürlich hatte die Sache einen Haken: „Bitte beachten Sie, dass die Puppen mit Expression Faces keinen oralen Eingang haben.“ Über 10.000 Euro und dann … Das war wirklich unangenehm. Nicht, dass er das oft getan hätte in seinem Leben, aber bei einer derart horrenden Ausgabe, konnte man eigentlich schon erwarten, dass einem alle Möglichkeiten zur Verfügung standen.

 

Nun würde er sich entscheiden müssen: Entweder wäre die Puppe ein wirklicher Avatar seiner Frau und ihr sehr ähnlich – oder eben nicht. Allerdings würde die Möglichkeit ihr in den Mund zu spritzen dieses Püppchen seiner Frau sowieso so unähnlich wie nur möglich machen, denn das würde sie niemals zulassen. Vielleicht wollte er es ja gerade deshalb! Hans-Joachim lächelte schelmisch. Er würde sich wohl mit „etwas“ Ähnlichkeit zufrieden geben, zumal er durchaus rote Lippen haben wollte, die seine Paula auch als ordinär ablehnte. Aber der Vorstellung von einem rotglänzenden Mund, der seine Kuppe verwöhnte, konnte er allerdings kaum widerstehen.

 

Und dann fiel ihm noch etwas ein. Er liebte Körperschmuck, und nachdem er seiner Frau schon des Öfteren Schmuck selber gemacht hatte, hatte er auch das ausprobiert. An ihre Reaktion auf sein Geschenk in dieser Richtung wollte er lieber nicht denken. Sein Avatar aber, Paula 2, würde gepiercte Nippel haben, und er würde endlich seine wunderschönen, beweglichen Brillant-Piercings anbringen können. Vielleicht würde er sogar einen gepiercten Kitzler in Erwägung ziehen. Das wäre bestimmt aufregend. Außerdem freute er sich schon darauf seiner Geliebten sündige Dessous kaufen zu dürfen. Er könnte vermutlich auch die benutzen, die er seiner Frau im Laufe der Jahre geschenkt hatte – schließlich starb die Hoffnung zuletzt – und sie würde es vermutlich nicht einmal bemerken, aber nein! Das wollte er nicht.

 

Nun war er fast durch mit Wünschen. Hans-Joachim kam sich beinahe vor, wie ein kleiner Junge an Weihnachten. Eins noch: Hübsch rot lackierte Fingernägel und sie wäre perfekt. Er schluckte, als er letztendlich den Preis erfuhr, aber für einen Herzenswunsch den man sich nur ein einziges Mal im Leben erfüllen wollte … dafür war es eigentlich nicht zu teuer und er klickte.

 

So, nun war es geschehen! Sein Ehefrauen-Avatar würde geliefert werden. Er musste nur sicherstellen, dass das in aller Stille geschah. Seine Frau würde ihn abholen lassen – von den Männern mit den weißen Gummischuhen – wenn sie davon erfuhr! „Pervers und verrückt“ hatte sie ihn schon mal genannt. Ihn schauderte wenn er zurückdachte. Sie sah nicht, dass sie diese „Perversion“ verursacht hatte. Er zuckte mit den Schultern. Er würde es nicht mehr ändern, und so konnte er sich nur so gut es eben ging damit abfinden.

 

Wochenlang hatte er sich nun mit „seiner Paula“ befasst, und nun konnte er nur noch warten und sich gedulden, aber das fiel ihm mit jedem Tag schwerer. Vielleicht war er ja wirklich verrückt – zumindest ein bisschen. Nicht mal Daniela hatte er eingeweiht, und als endlich die Benachrichtigung kam, konnte er sich kaum beherrschen, und doch musste er sich noch drei Tage gedulden, bis seine Frau zum Joga ging, denn dann hatte er einen ganzen Nachmittag frei. Sie ging vorher noch in die Stadt… einkaufen, Kaffeetrinken was auch immer. Sollte sie doch! Er gab sein Okay zur Lieferung und fieberte diesem Tag entgegen. Als sie endlich weg war, wartete er ungeduldig.

 

Hans-Joachim stand am Fenster, als der „Liebesbote“ vorfuhr. Neben ihm im Wagen saß eine bildhübsche, dunkelhaarige Frau! Er eilte hinaus. Keiner der Nachbarn sollte Verdacht schöpfen, und so begrüßte er den fremden Mann wie einen guten Freund und dann beugte er sich zu der Dame und küsste sie auf die Wange. Er stellte sich so, dass er den Blick für die Nachbarn verdeckte, von denen sich wahrscheinlich keiner für diesen Besuch interessierte, aber sein schlechtes Gewissen gaukelte ihm vor, dass alle Augen des Dorfes auf ihn gerichtet seien. Gemeinsam praktizierten sie die Lady aus dem Auto, hielten sie zwischen sich wie alte Freunde und gingen so ins Haus. Er atmete auf, als sie die Geborgenheit seiner vier Wände erreichten.

 

„Verzeihen Sie das Theater, aber die Nachbarn …“

 

Der Lieferant lächelte verständnisvoll: „Kein Problem. Ich kenne das schon. Muss ja auch nicht jeder wissen! Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Vergnügen mit Jenny!“ Er setzte sie in einen Sessel.

 

„Sie heißt Paula!“, berichtigte Hans-Joachim und kam sich dämlich vor. Was interessierte das diesen, ihm gänzlich unbekannten, Mann. Er würde ihn vermutlich für ebenso pervers halten wie seine Frau!

 

„Möchten Sie vielleicht eine Tasse Kaffee?“ Es wäre unverfänglicher, wenn er mit „seinen Gästen“ eine Weile zusammen war. Die Nachbarn sollten nicht glauben, der Mann habe nur eine Frau zu ihm gebracht. Wie würde das denn aussehen? Langsam kam er sich paranoid vor. So war er normalerweise nicht. Der Lieferant nickte aber freundlich.

 

„Ich würde gern einen Kaffee trinken, und wenn Sie noch ein Glas Wasser für mich hätten?“ Hans-Joachim kochte Kaffee und wartet geduldig bis sein „Gast“ das Haus wieder verließ, dann eilte er ins Bad seiner Frau und borgte sich ihr Parfüm. "Paula" sollte auch wie Paula riechen. Er duftete sie großzügig ein und brachte sie in sein Schlafzimmer.

 

"Paula" trug ein kurzes, schwarz-weißes Sommerkleid, halterlose Strümpfe und Pumps. Seine Frau hätte niemals so ein kurzes „Fähnchen“ angezogen. Sie wäre sich nuttig vorgekommen. Er fand es sexy, aber trotzdem zog er es ihr aus. Neugierig, wie ein kleiner Bub, entdeckte er ihre Dessous. Der schwarze Spitzenbüstenhalter war prall gefüllt. Da musste er jetzt einfach mal hinfassen. Wieso es ihm Probleme machte, "seiner Frau" so mir nichts dir nichts an den Busen zu fassen … er wusste es nicht. Vermutlich war er rettungslos verklemmt.

 

„Idiot!“, schimpfte er mit sich selber. „Es ist eine Puppe - nicht deine Frau! Sie beißt dich nicht! Nun mach schon, du musst schließlich wissen, wofür du so viel Geld rausgeschmissen hast!“

 

Entschlossen griff er zu und fragte sich erstaunt, ob das nun wirklich nur Plastik sei. Es fühlte sich verdammt echt an. Verdammt gut! Er wog beide Brüste in seinen Händen. Wie schwer sie waren – und wie perfekt geformt. Seine Rechte glitt in den BH und Daumen und Zeigefinger erfühlten ihre steife Brustwarze. Er wurde tatsächlich scharf. Das fühlte sich wirklich so umwerfend natürlich an, so echt, dass er einfach reagieren musste. Der Duft tat ein Übriges.

 

Aber nein! Jetzt konnte er sich noch nicht mit den „besonderen Vorzügen“ seiner Gespielin beschäftigen. Seine Frau würde bald nach Hause kommen, und außerdem hatte er sich vorgenommen sich Zeit zu lassen – und ihr auch. Das war zwar Blödsinn, aber er würde sie behandeln wie eine echte Frau und sie nicht nur benutzen. Also richtete er ihr den Büstenhalter und legte sie in sein Bett.

 

Es war ein besonderer Anblick – eine Frau in seinem Bett zu haben! Dann fiel ihm noch etwas ein. Hans-Joachim drehte sie auf die Seite, legte eine Hand unter ihr Kinn und die zweite bequem auf sein Kissen. Das gestreckte untere Bein ließ er wie es war und das obere winkelte er an, so dass sie ihm gewissermaßen den Po entgegenreckte. Dann deckte er sie zu. Von der Tür aus, drehte sie ihm den Rücken zu. Es sah aus, als würde sie schlafen. Als er seine Frau im Erdgeschoss an der Eingangstüre hörte, ging er nochmal zurück zum Bett und schob die Bettdecke von ihrem Po. Das sah geil aus. So würde sie auf ihn warten - und er konnte den ganzen Abend davon träumen.

 

Als er die Treppe hinabstieg und seine Frau begrüßte, lächelte er. Paulas halbnackter, aufregender Arsch würde ihn erwarten - später. Diese Vorstellung begeisterte ihn. Doch! Das Geld hatte sich schon jetzt rentiert. Seine Laune stieg. „Möchtest du noch einen Kaffee vor dem Abendbrot, Paula?“, fragte er liebenswürdig - und seine Frau nickte. Später half er ihr beim Kochen und wurde auch nicht ungeduldig, als sie zu Abend aßen. Im Gegenteil! Er genoss die Vorfreude auf „seine Paula". Sie würde da sein. Ihr blanker Po würde ihm frivol entgegenlachen, wenn er das Zimmer betrat. Wie er sich wohl anfühlen würde? Wenn er genauso „echt“ wäre, wie diese sensationellen Brüste … er lächelte.

 

Bald!

 

Sich mit seiner Frau vor den Fernseher zu setzen und einen Krimi anzusehen, war eine süße Qual. Er hätte nicht sagen können, welcher Film es gewesen war, den er gesehen hatte, aber er wusste, dass „seine Paula" sich auf ihn freute. Natürlich war das Blödsinn - aber es war vielleicht ebenso reines Wunschdenken, wenn Männer sich einbildeten, ihre Ehefrauen freuten sich auf sie – auf Sex mit ihnen. Er hatte da andere Erfahrungen. Daniela anderseits … Also warum nicht? „Seine Paula" war eben etwas Besonderes!

 

Als seine Frau ihm dann eine gute Nacht wünschte, war er gedanklich ganz woanders, aber er wünschte ihre ebenfalls eine angenehme Nachtruhe und dann begab er sich hinauf … Vor der Tür blieb er stehen, frage sich, ob er klopfen solle und schalt sich gleichzeitig einen kindischen Fantasten. Behutsam öffnete er sie Tür, schlüpfte hinein und verschloss sie sorgfältig. Er entzündete eine dicke, rote Kerze, und dann setzte er sich zu ihr aufs Bett. Seine Hand suchte die verlockende Rundung ihres Hinterteils.

 

„Hallo Liebes!“, flüsterte er, und er wäre nicht erstaunt gewesen, hätte sie ihm geantwortet. Diese entblößte Backe lag beinahe warm in seiner Handfläche – sehr natürlich, überraschend echt und - vor allem - sehr wirkungsvoll. Wie lange hatte er die nackte Haut einer Frau vermisst? Er schmiegte sich hinter sie und schob seinen Arm unter die Decke, umschlang ihren Bauch und zog sie an sich. Paulas Duft stieg ihm in die Nase.

 

„Du riechst so gut!“, murmelte er an ihrem Hals. Natürlich würde sie nicht antworten, aber das hatte die „echte Paula" auch nicht getan, wenn sie mit ihm zusammengewesen war. Das waren sie bestimmt irgendwann gewesen – schließlich hatten sie mehrere Kinder. Er war also nichts anderes als Schweigen gewöhnt, d.h. er war in Punkto Liebesgeflüster nicht verwöhnt. Andererseits konnte er ihre Antworten ja jederzeit in seinem Kopf hören, und das war doch besser als nichts. Er schmunzelte und ließ seine Hand hinabgleiten zu ihren Schenkeln.

 

War das nun echte Haut oder nicht? Es fühlte sich jedenfalls verdammt aufregend an. „Warte, Liebling, ich zieh mich aus!“, bat er, riss sich rasch die Kleider vom Leib und schlüpfte zurück unter die Decke zu ihr. Den warmen Frauenkörper an sich zu ziehen, war ein Genuss der besonderen Art. „Spürst du, wie sehr du mich erregst?“, flüsterte er und küsste ihr Ohr. Seine Zunge spielte – und er war erstaunt, wie „echt“ sich das anfühlte und schmeckte. Zärtlich biss er zu, während seine Hände den BH öffneten und dann ihre Brüste umfassten.

 

„Du hast ... richtig geile Titten!“, flüsterte er fast unhörbar und kam sich sehr verrucht vor. Solche Worte zu gebrauchen … war ja so aufregend. Sein Schwanz stand kerzengerade und rieb an diesem prallen Po. Er drückte Paulas Avatar nach vorn und schob sich darüber. Eine Hand suchte in seiner Nachttischschublade. Er fand das Gleitgel und verteilte es großzügig auf seinem Geschlecht.

 

„Keine Angst, Süße, ich hab es nicht eilig!“, keuchte er, und das war gelogen. Er schob seinen Phallus zwischen ihre Schenkel und rieb ihn an ihrer Scheide. Echt! So echt und so geil! Er spürte das weiche Schamhaar dort unten, und mit seiner Spitze konnte er ihre Schamlippen erfühlen. Hans-Joachim schluckte trocken. Er hatte zwar erhofft, dass es so sein würde, aber geglaubt hatte er es eigentlich nicht. Er hielt eine Frau in seinen Armen. Ein weiches, williges, echtes Weib, das nur darauf wartete gefickt zu werden. Seine Finger fanden den String, und er riss ihn entzwei. Sein schlechtes Gewissen machte ihn zusätzlich heiß. Sie wollte es doch – und er auch! Seine öligen Finger rieben, erkundeten ihre Scheide. Er spürte ihren Kitzler und stöhnte lustvoll.

 

Mit beiden Händen spreizte er ihre Schenkel. Zwei Finger drangen ein. „Lass dich ficken … Paula!“ Er drehte sie vollends auf den Bauch und zog sie näher – auf die Knie. A tergo! „Pervers!“, schoss ihm durch den Kopf, aber gleichzeitig wusste er, dass er genau das immer gewollt hatte, pervers oder nicht. Und „seine Paula" ließ ihn! Sie reckte ihm den Arsch entgegen, die Schenkel weit gespreizt … willig! Und seine Finger fickten sie ja schon! Jetzt hob sich Hans-Joachim auf die Knie, schob die Zudecke beiseite und genoss diesen wollüstigen Anblick: „Paula!“, stöhnte er und umfasste ihre Hüften. Sein Schwanz gierte nach ihr!

 

Er drängte seine Spitze dazwischen, sah wie dunkle Flaumhaare ihn kitzelten, fühlte die weichen Lippen und drückte sich tiefer. Was für ein geiler Anblick. Er liebte sie – und sah dabei zu! Ihre Möse weitete sich, gab nach und ließ seinen Steifen ein. Das weiche Gewebe streifte seine Vorhaut zurück, und er stöhnte gierig. Gleich! Gleich würde er zustoßen, ficken, drin sein - tief drin!

 

„Jetzt!“, stöhnte er und stieß. Jetzt … wollte er noch mehr. Er schnappte nach ihren großen, schaukelnden Brüsten, packte zu und knetete sie besessen. Seine Finger zwirbelten ihre Nippel in die Länge, zogen sie daran näher zu sich heran. Normalerweise würde er so etwas niemals …

 

In seinem Kopf hörte er ihr lüsternes Keuchen: „Ja, Achim, ja, fick mich!“, forderte sie ihn heraus. „Fick mich richtig durch. Ich brauch das jetzt! Ich will deinen geilen Schwanz drin haben! Los, spritz mich voll! Mach’s mir, du geiler Hengst!“ Und genau das tat er dann. Er fickte drauflos, wie noch nie in seinem Leben, und er genoss sein Tun und diese vulgären Worte, die er in Wirklichkeit noch nie gehört hatte. „Pervers!“, dachte er. „Pervers und so geil!“ Und dann spritzte er sie voll. Genauso, wie sie es gewollt hatte!

 

Um Luft ringend sank er auf sie. Seine Gedanken wirbelten durcheinander. Was war das jetzt gewesen? Diese superheiße Nummer mit einer … Nicht sie war frivol und schamlos gewesen – er war es. Es war ganz klar. Und wie er diese Schlüpfrigkeit genoss. Wunderbar! Keiner würde es wissen, niemand würde ihn pervers schimpfen, und so konnte er alles sein, alles tun, alles genießen und einfach glücklich sein. Er hatte eine tolle Ehefrau, und er war glücklich mit ihr, und nun hatte er noch eine hinreißend geile Geliebte. Gut, sie war ziemlich kostspielig, aber dafür schonte sie sein empfindliches Gewissen.

 

Er drehte seine Gespielin um, kuschelte sie in seinen Arm und atmete ihren Duft. Lächelnd streichelte er ihren Busen - "Hab ich dir weh getan?" - und schloss erschöpft die Augen. Nein, er hatte ihr nicht weh getan, bestimmt nicht! Er wusste es.

 

„Gute Nacht, Liebling!“ Hatte er das jetzt gehört?

„Schlaf gut!“, flüsterte er.

 

Doch! Paulas Avatar war jeden Cent wert! Da war er ganz sicher.

 

 

©  Beatrice von Stein