Sex nach sechs

Im Bad war es gewesen: Er, sein Freund Thomas und ihre beiden Frauen hatten einen schönen, faulen Tag dort verbracht - im Freibad. Mathilde, Thomas‘ Frau, hatte im Badeanzug auf einer der Liegen gelegen und sich gesonnt, und er, Johannes, saß zu ihren Füßen im Gras. Warum er das Foto gemacht hatte, wusste er im Nachhinein nicht zu sagen. Er hatte sich auf die Knie gehoben und Mathilde fotografiert - sogar vorher noch Thomas um Erlaubnis gebeten.

„Ich darf doch?“, und Thomas hatte genickt.

Mathilde hatte gelacht: „Warum fragst du nicht mich, Hannes, wenn du mich schon fotografieren willst?“, aber auch sie hatte nicht wirklich etwas dagegen gehabt.

So hatte es angefangen. Er hätte niemals geglaubt, dass dieser völlig unspektakuläre Schnappschuss mal so eine Wirkung entfalten würde. Irgendwann hatte er die Fotos von seinem I-Pad auf den PC gespielt, um sie anzusehen, und als er zu dem von Mathilde kam, fuhr ihm der Blitz in die Eingeweide – und noch tiefer.

Hannes war so erschrocken, dass er die Bilder wegklickte und den PC komplett herunterfuhr, aber er brachte dieses Motiv einfach nicht aus seinem Gedächtnis. Tagelang versuchte er ernsthaft, das Foto dieser Frau und seine Reaktion darauf zu vergessen, zumal er sich selber nicht erklären konnte, warum er gerade diese Aufnahme so unglaublich aufregend fand. Es war nur eine Frau im Badeanzug, nichts weiter – und die war nicht mal besonders in Szene gesetzt, einfach nur geknipst. Trotzdem war es so, dass er scharf wurde, wenn er nur daran dachte – und er dachte andauernd daran.

Mathilde! Bisher hatte er sie nie als Objekt seiner Begierde betrachtet. Sie war Thomas‘ Frau – sonst nichts. Nun nicht mehr. Immer, wenn er sie sah – und das war oft der Fall, denn sie waren Freunde und Nachbarn – fiel ihm dieses verflixte Foto ein, und sein Blutdruck stieg. Wo es doch sowieso so heiß war diesen Sommer!

Und dann fiel ihm noch etwas ein, nämlich dass seine Frau jeden Abend um sechs zu ihrer Mutter ging, die ebenfalls im Nachbarhaus wohnte – links unten. Sonja aß dort mit seiner Schwiegermutter zu Abend, und er hatte sich irgendwann ausgeklinkt. Die beiden Frauen konnten so viel ungestörter klatschen und Mutter-Tochter-Dinge klären, die ihn nichts angingen, und die ihn auch nicht interessierten.

Bisher hatte er sich dann ein Brot geschmiert und war mit einem Bier in den Garten gegangen, um auf der Terrasse zu essen. Nun schmierte er zwar immer noch sein Brot und holte sein Bier, aber er verzog sich damit an seinen PC im Keller. Eigentlich redete er sich ein, keine Hintergedanken dabei zu haben, aber sein Bauch wusste es besser!

So hatte es begonnen.

Seine Frau ging um sechs und er … kam um sechs – oder kurz danach.

Beim ersten Mal schon war er mit weichen Knien die Kellertreppe hinabgestiegen, hatte seine Brotzeit achtlos beiseite gestellt und den PC hochgefahren. Er musste nicht suchen, er wusste, wo er fündig wurde.

Mathilde – bildschirmfüllend.

Ein Scheißbild!

Nein, eigentlich schön war es nicht. Die Perspektive war verzerrt, denn er stand ja als Betrachter zu ihren Füßen und sah auf sie hinab und gleichzeitig zu ihr herauf. Einen Fuß hatte er vor der Nase – groß, dann kam ein langes Bein. Der zweite Fuß lag flach an ihrem anderen Knie an, und das das dazugehörige Bein lag angewinkelt zur Seite geklappt. Sie trug ein Fußkettchen, und er hatte freien Blick auf die 12 – nur verhüllt vom schwarzen Stoff des Badeanzugs.

Mathilde war ganz schön üppig, viel dicker als seine Frau. Ihre Beine waren zwar absolut sehenswert, aber gerade die Oberschenkel waren doch recht füllig. Außerdem war der Badeanzug etwas verrutscht und so konnte er ein Stück ihrer Hinterbacken sehen - dazwischen - und das machte ihn wild!

Weiter nach oben wölbte sich ein runder Bauch, verjüngte sich zur Taille, und dann kamen zwei blau verpackte Brüste - der Badeanzug war zweifarbig - deren Nippel den Stoff zu durchbohren schienen. Als er das fotografiert hatte, war es ihm gar nicht aufgefallen – dafür fiel es ihm nun umso mehr auf. Verdammt, war das heiß!

Ihre Arme lagen entspannt seitlich, eine Hand auf dem angewinkelten Knie. Sie hatte rot gelackte, lange Fingernägel, wie er es liebte. Dekolletee und Schultern waren - der Perspektive geschuldet - nicht sichtbar. Dann kam ihr Kopf: Das hübsche, entspannte Gesicht einer Sonnenanbeterin, umrahmt von einem feuchten, dunkelroten Bubikopf. Sie trug eine große, dunkle Sonnenbrille und ihr roter Mund lächelte.

Alles in allem … ein Scheißbild, ja!

Wenn Mathilde dieses Foto je zu Gesicht bekommen würde, wüsste er genau um ihre Reaktion. Sie würde stöhnen: „Au Mann, bin ich fett! Komm schon, Hannes, LÖ-SCHEN!“ Aber sie würde es nicht sehen - niemals! - denn er würde dieses Bild nicht löschen. Er konnte es nicht. Er fand es einfach nur geil!

Also setzte er sich in seinen Badeshorts vor den PC und vergaß Brot und Bier. Wenn überhaupt, dann hätte er nur Appetit auf sie gehabt, seine hübschen Nachbarin. Oh ja, die hätte er jetzt gerne vernascht, und wenn er sich nur vorstellte, ihre Knöchel zu berühren, um dann seine Finger sanft aufwärtsgleiten zu lassen … an der Innenseite dieser Schenkel …

Himmel, der Keller war der kühlste Ort im ganzen Haus und normalerweise genau richtig. Nun aber hatte er den Eindruck, in deinem Dampfkochtopf zu sitzen. Der Schweiß trat ihm aus allen Poren, und er konnte nicht umhin, seine Badehose auszuziehen. Wirklich nicht! Seine Augen erforschten ihre nackte Haut und sahen auch Dinge, die gar nicht da waren – zumindest nicht auf dem Foto. Aber warum sollte er nicht auch sie ausziehen, wenn es doch schon so heiß war? Schließlich war er nackt – und gleiches Recht für alle? Sie hatte bestimmt nichts dagegen.

Mathilde würde sich ihm gleich nackt präsentieren! Sie wollte ihn! Also ließ er seine Hände höher wandern und träumte. Behutsam schob er sie unter den Stoff des Badeanzugs und tauchte ein. Dieses Weib war einfach zu heiß! Sie war nass und geil, und sie wollte ihn haben. Als er sie stöhnen hörte, gab es auch für ihn kein Halten mehr. Nur mit Mühe verhinderte er, dass er seine Tastatur austauschen musste.

Sechs Minuten nach sechs – und er war fertig – mit seinem Leben! Durstig griff er nach seinen Bier und kippte es hinunter. In diesem Augenblick wusste er, dass er ab sofort täglich Sex haben würde – hier an seinem PC, denn das war geiler, als alles, was er sich momentan vorstellen konnte. Er biss in sein Wurstbrot und überlegte, ob das schon Betrug war, und wenn ja, an wem? Als seine Zunge den scharfen Senf aufleckte, der seitlich herabtropfte, vergaß er den Gedanken und tauchte schon wieder tief ein in seine lustvolle Fantasie – Mathilde!

Diesmal würde es nicht sein Finger sein, der ihre nasse Spalte pflügte. Vor seinem geistigen Auge sah er, dass Mathilde ihre Beine aufstellte und die Schenkel spreizte.

„Ja, du geiles Mäuschen“, flüsterte er heiser, „zeig mir deine scharfe Mieze!“, und dann griff er nach seinem schon wieder recht harten Riemen und berührte sie dort. Er schloss seine Augen und lehnte sich zurück.

„Komm, Süße, hier hast du mein geiles Teil! Bedien dich!“ Hannes stieß in seine Faust und stöhnte gierig. In seinem Traum war es die heiße, nasse Muschi der Nachbarin, die er beglückte - und sie war so geil.

„Ja!“, stöhnte die Frau in seinem Kopf. „Gib’s mir, Hannes! Ich will ihn spüren! Stoß ihn mir richtig tief rein, deinen schönen, steifen Schwanz! Mach’s mir richtig – gut und lange!“, und Hannes lachte zufrieden und vögelte drauflos, wie er sich das schon oft gewünscht hatte: Ohne Zurückhaltung und ohne Scham. Einmal einfach nur geil sein – und stoßen und spritzen. Das war es doch! Und dazu verhalf sie ihm:

„Fick mich!“

Er stöhnte lüstern und wusste, dass er darauf nicht mehr verzichten konnte, denn Mathilde tat alles, wovon er immer geträumt hatte. Mit ein bisschen „dirty talk“ fing es an, aber wohin es noch führen würde, wer konnte das sagen? Vielleicht würde sie ja seinen Schwanz lutschen, oder – Gipfel der Verruchtheit – sich dabei über ihn knien, sodass er auch sie …

Als er zum zweiten Mal an diesem Tag spritzte, stieß er gerade seine Zunge in ihre heiße Fotze – und Mathilde schmeckte nach Händlmaiers Superscharf!

 

© Anna