Fast schon Morgen ...


… gerade mal halb vier - und noch immer war es so heiß. Normalerweise liebte sie die Hitze, und normalerweise konnte sie schlafen - wo auch immer, wann auch immer! Heute war es anders. Marco war schon seit zwei Wochen auf Geschäftsreise, und er fehlte ihr. Sein Lachen, seine Fröhlichkeit, seine Zärtlichkeit und auch – verdammt ja! – sein geiler Schwanz!


Was für ein bescheidener Tag! Mürrisch stand sie auf und tappte ins Bad. Ihr Spiegelbild starrte sie an – verärgert. Gut! Was zuerst?

Sie griff zur Elektro-Zahnbürste. Zahnpaste würde sie auch bald wieder brauchen. Gewissenhaft bürstete sie ihre Zähne drei Minuten lang und spülte. Dann warf sie sich eine Handvoll eiskaltes Wasser ins Gesicht. Das tat gut. Gleich noch mal.

Triefend sah sie sich an und grinste schief. Abtrocknen, Tagescreme. Besser!

Ihre Hand streifte über ihr Hügelchen. Sie würde eine Rasur vertragen. Also los: Dusche!

Als das kühle Wasser an ihrem Bauch entlanglief, fühlte sie sich besser. Sie wusch sich, griff zum Rasierer – und dachte an Marco. Er hatte immer schon ihre Geschicklichkeit in dieser Hinsicht bewundert, dabei war das letztlich doch bloß Übungssache! Strich für Strich entblößte sie ihr Geschlecht – für ihn!


Nass, wie sie war, ging sie zurück ins Schlafzimmer. Marco hätte sie trockengeküsst – oder nass, wenn man das so sehen wollte. Frustriert sah sie sich um. Ein zerwühltes Bett war normalerweise ein gutes Zeichen. Sollte sie dieses arme Bett nun so zurücklassen – unbefriedigt? So wie sie?

Die Nässe war schon verflogen und sie fühlte nach, ob es nicht doch noch irgendwo Restbestände gäbe. Doch! An einer Stelle war sie noch – oder schon wieder – ziemlich feucht. Das erste Lächeln des Tages streifte ihr Gesicht.

Sie suchte das weiße Spitzentop heraus und die Leinenhose. Unterwäsche brauchte sie heute definitiv nicht. Sie zog das Top über den dunklen Wuschelkopf, schüttelte ihre Mähne und betrachtete sich im Spiegel.

Marco würde sehr inspiriert sein, wenn er sie so sah!

Die Hose über dem Arm ging sie in die Küche und trank den kalten Tee von gestern. Hunger hatte sie nicht, es sei denn, man betrachtete „Gelüste“ als etwas Ähnliches.

Sollte sie? Sollte sie nicht?

Zurück im Bad legte sie knallroten Lippenstift auf und tuschte die Wimpern. Wo war die Hose abgeblieben? Das war eigentlich ein Zeichen, oder nicht?

Sie lief ins Schlafzimmer, nahm ihr „Goldstück“ aus der Schublade und ließ sich aufs Bett fallen. Das offene Fenster und die Türe sorgten für leisen Zug, der ihren nackten Unterleib streichelte.

Sie legte eine Hand auf ihre glatte Scham.

Er würde grummeln. „Immer bist du geil, wenn ich nicht da bin!“ Aber die Vorstellung davon, was dann passieren könnte, würde ihm trotzdem gefallen. Sie lächelte und nahm die zweite Hand dazu.

„Marco!“, seufzte sie sehnsüchtig, während ein Finger in ihre Nässe glitt. Eine Hand öffnete ihre Lippen, und ihr Finger kreiste punktgenau. Das würde nicht lange dauern.

Sie hob ihr Becken an, die Schenkel weit offen.

„Komm Liebster, mach’s mir!“, flüsterte sie gierig und wurde schneller.

„Ja, jetzt … berühr mich jetzt! Berühr mich da, leck mich … dazwischen … unterhalb …“

Sie stöhnte selig, kreiste schneller.

„Deine Zunge! Lass mich deine Zunge spüren!“

In Gedanken fühlte sie Marcos sensible Spitze, die sie kitzelte, die zärtlich ihre Öffnung umkreiste.

„Jetzt, Marco, jetzt. Jetzt will ich deinen Schwanz!“

Sie griff zu ihrem Dildo und setzte ihn an.

Huuuuuuuuuuuuschhhhhhhhhhhhh! Kühhhl!

Was war das für ein prickelndes Gefühl!

„Ja, Liebling, komm! Mach’s mir!

Schieb ihn mir rein, deinen schönen, dicken, harten …“

Der Rest war nur noch ein seliges Gurgeln.

Sie drückte ihn tiefer – langsam und stetig – genoss die Kälte in ihrem Inneren, die sich schlagartig in Wonne verwandelte, in extatisches Zucken.

Wellen der Lust überfluteten ihren ganzen Körper und ließen sie wehrlos, schwach und glücklich zurück.

„Marco!“, flüsterte sie, als sie den feuchten Ersatz küsste: „Ich liebe dich!“

 

© Anna