Carlotta



Carlotta 2

Man ist nie zu alt


 

Als ihre Freundin Maria kam, fand sie eine völlig veränderte Carlotta vor. Sie war sanft und in sich gekehrt. Nichts zu bemerken von der alten Kratzbürstigkeit. Und sie wartete schon auf sie, begierig mit ihrer Freundin zu reden, ihr diese unglaubliche Erfahrung mitzuteilen. Sie gingen in den Garten und setzten sich hinter den See. Sie wollte ganz sicher gehen, dass auch wirklich niemand in der Nähe war, der sie hätte belauschen können. Maria wusste, dass etwas Besonderes sie erwartete. Nur, an so etwas hätte sie nicht gedacht. Als Carlotta ihr gestand mit Tibor geschlafen zu haben, war sie sprachlos, aber sie fing sich schnell, denn sie wusste: Carlotta brauchte jetzt ihre Zustimmung. Sie war so unsicher! Also riss sie sich zusammen und reagierte so, wie es für Carlotta gut war. „Wunderbar! Ich gratuliere dir! Tibor ist wirklich ein besonderer Mann!“

 

Carlotta sah in die Ferne - verträumt. „Ja, Maria! Du hast gar keine Ahnung wie Recht du hast. Er ist wirklich sehr besonders. Ich habe noch nie ... - ich habe niemals ...!“ Sie brach ab. Maria wurde hellhörig. Behutsam fragte sie: „Du hast seit 30 Jahren keinen Mann mehr gehabt?“ - „Nein! Ich habe nur mit Albert und mit meinem ersten Mann jemals - geschlafen. - Aber das ist es nicht! Bei Hannes war ich noch sehr jung und als er fiel, hatten wir erst ein halbes Jahr  ... und dann, Albert! Es war nie  ...“ Stockend erzählte sie, was bisher niemand erfahren hatte. Marias Herz brannte vor Mitleid. Diese arme Frau war immer nur der Besitz eines egoistischen Mannes gewesen. Er hatte niemals an sie gedacht.  Er hatte sie immer nur benutzt. „Es war immer schrecklich für mich, mit ihm ins Bett zu müssen!“ Maria hielt ihre Hand. Sie war so traurig. Was hatte ihre arme Freundin erlitten - und sie hatte es auch noch für völlig normal gehalten.

 

„Jetzt habe ich eigentlich nur wegen ihm meine Abscheu überwunden! Es war so schön jemanden zu haben, der sich um mich bemüht, dass ich dachte, ich müsste es für ihn tun!“ Maria erkannte plötzlich was passiert war. „Und du findest es wunderbar? Den Sex mit Tibor? - Er ist schön?“ Carlotta nickte eifrig. „Es ist nicht nur schön, es ist mehr als das. Es ist wunderbar! Ich habe nie gewusst, dass es so unglaublich sein kann!“ Sie atmete tief und dann nahm sie Marias Hand und flüsterte: „Ich glaube, ich habe einen Orgasmus gehabt!“

 

Maria wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Lachen, vor Glück, dass ihre Freundin so beseligt war, oder weinen, weil sie so ein trauriges Kapitel Ehe hinter sich hatte. Sie entschied sich für das Glück. „Ach, meine liebe Carlotta! Ich bin so begeistert, dass du und Tibor so glücklich seid. Sex kann so wundervoll sein, und dafür ist man nie zu alt! Lass Dir bloß von niemandem etwas anderes einreden. Genieße dein Glück mit deinem Schatz!“ Aber genau damit hatte Carlotta ein Problem. „Findest du es nicht unpassend - im unserem Alter?“ Energisch schüttelte Maria ihren Kopf. „Quatsch!“ fauchte sie und drückte ihr die Hand.

 

In diesem Augenblick kam Tibor, der sie gesucht hatte. „Grüß Sie Gott, Maria. Ich wollte Ihnen eigentlich mein Lottchen entführen“, begrüßte er sie. „Gehst Du mit mir zum Einkaufen, Lottchen?“ - Carlotta zögerte, aber Maria war dafür. Sie musste sowieso gehen. Auf dem Weg zum Ausgang hörte sie noch, wie Tibor sagte: „Ich habe nämlich schon lange kein Babyöl mehr - und das werden wir brauchen!“ Maria schmunzelte. Sie glaubte nicht, dass Carlotta wusste, wozu man Babyöl alles brauchen konnte. Aber Tibor würde es ihr schon zeigen.

 

Hand in Hand verließen sie das Seniorenheim und gingen gemeinsam zum Einkaufen. Als sie dann später zu Abend aßen, fragte Tibor sie leise: „Möchtest du, dass ich dir heute Abend noch - etwas vorsinge?“ Carlotta sah sich um. Die anderen hatten offenbar nichts bemerkt. Aber sie wurde rot. Ja, sie wollte, dass er ihr noch „etwas vorsang“! Sie war aufgeregt, wie ein junges Mädchen. Schließlich hatte sie auch allen Grund dazu. Sie war in dieser Beziehung ja wirklich wie ein junges Mädchen!

 

Carlotta ging in ihr Zimmer. Sie war so nervös, dass sie förmlich am ganzen Körper flatterte. Er würde kommen, und sie würde seinen nackten Leib an ihrer Haut spüren. Sie sehnte sich so sehr nach ihm und doch, auf der anderen Seite fürchtete sie sich davor. Die widersprüchlichen Gefühle zerrissen sie. Automatisch zog sie sich aus und ging zu Bett. Sie durfte nicht denken, sonst bekam sie eine Nervenkrise, aber Tibor ließ sie nicht warten. Er kam so schnell er konnte, denn er wusste, dass er ihr nicht viel  Zeit zum Grübeln lassen durfte. Sie war ja so unsicher und vielleicht würde ihr Gewissen ihr zu schaffen machen. Er musste ihr helfen, mit der veränderten Situation fertig zu werden.

 

Als er ihr Zimmer betrat, lag sie schon im Bett. „Hallo, mein Liebes!“, begrüßte er sie leise und küsste ihre Wange. Carlotta zuckte zusammen. Tibor setzte sich an ihr Bett und hielt ihre Hand. „Hab doch keine Angst, mein Lottchen! Es wird nichts passieren, das du nicht möchtest. Du weißt es doch!“ Carlotta war nahe daran in Tränen auszubrechen. Sie fühlte sich hin- und her gerissen - und er schien es zu wissen! Das tat ihr gut. Seine sanften Worte, seine Hand, die ihr Gesicht streichelte - all das beruhigte sie zusehends.

 

„Darf ich zu dir kommen?“ Seine Worte waren so leise, dass sie sie kaum verstand, aber sie nickte - und er kam in ihr Bett, nahm sie in seine Arme. Carlotta erwartete einen Überfall - aber es geschah gar nichts. Er lag nur neben ihr und hielt sie fest. Sie spürte seinen warmen Atem an ihrem Hals - sonst nichts! Langsam ging es ihr besser. Sie erinnerte sich: Tibor war nicht wie andere Männer!

 

Plötzlich fiel ihr das Babyöl ein. Was wollte er damit? Ob sie ihn das fragen konnte? - Als habe er ihre Gedanken gelesen, fragte er: „Was denkst du jetzt?“ Er drehte sich zu ihr, sah sie an - sie konnte es spüren. „Ich habe mich gefragt, wozu du ...“ - „Wozu ich was?“ Es war ihr peinlich. Sie hatte das Gefühl, als müsse sie es wissen. „Das Öl!“ flüsterte sie. Tibor rückte noch ein Stück näher. Sein Mund berührte fast ihr Ohr. „Wenn man sich streichelt, ist es manchmal angenehmer, wenn es etwas rutscht, ... aber wir müssen es nicht benützen!“ beruhigte er sie. „Weißt du, Liebling, man kann sich ja nicht nur mit den Händen streicheln?“ Tibor spürte, wie sie sich in seinen Armen versteifte. Sie wusste, wovon er sprach. Sie schnaufte. „Das kann ich nicht!“, sagte sie laut. Tibors Lippen berührten ihr Ohr. „Du musst überhaupt nichts tun! Carlotta, ich liebe dich! Ich möchte, dass du glücklich wirst. Du sollst nur Dinge tun, die dich glücklich machen!“

 

Carlotta entspannte sich. Sie wollte doch auch nur, dass er glücklich war. Seine Hand lag auf ihrem Oberschenkel und streichelte  ihn langsam. Sie wartete, dass er höher glitt, aber er bat sie: „Sag mir einfach, wenn Du mehr möchtest!“ Das war unfair. So hatte jetzt sie die Verantwortung. Und seine Hände liebkosten sie - überall, nur nicht da! Carlotta wurde heiß. Sie genoss es, von ihm berührt zu werden und langsam stieg Begehren in ihr auf. Auch sie wollte mehr, aber sie konnte es doch nicht sagen.

 

„Darf ich dich küssen?“, murmelte er. Sie nickte und schon spürte sie seine Lippen auf den ihren, auf ihrem Gesicht, dem Hals, dem Dekolltée. Er hielt inne. „Sag ja!“, flüsterte er. Carlotta atmete tief ein - und dann nickte sie. Seine Hand umfasste ihre Brust und sein Mund presste sich auf die steife Brustwarze. Er stöhnte leise. Carlotta unterdrückte ihr Stöhnen, aber ihr war, als läge sie in einem Ameisenhaufen. Es prickelte überall. Seine Zunge umspielte die Knospe, glitt über ihre Brust hinunter zum Bauch. Er drang in ihren Nabel ein und wanderte weiter. Seine Hand umschmeichelte ihren Po. Sie spürte das Drängen in ihrem Unterleib, spürte wie sie feucht wurde. Sie würde kein Öl brauchen, schoss es ihr durch den Kopf.

 

Aber Tibor küsste nur ihren Bauch, zupfte mit den Zähnen an ihrem Schamhaar. Eine Hand streichelte ihre Backen, massierte sie, schlich sich ein kleines Stück dazwischen. Doch dann: Halt! Sie wollte es doch! Aber sie hatte es ihm nicht erlaubt. Ohne ihre Zustimmung, würde er es nicht tun! Carlotta saß in der Falle. Sie hätte niemals geglaubt, dass sie einen Mann bitten würde, sie zu lieben, zu streicheln, sie zu ... küssen. „Du bist so schön!“, stöhnte er. „Du riechst so gut! - Und du machst mich so verrückt! Nur deine Gegenwart, deine Haut machen mich wahnsinnig ... Allein die Vorstellung...! - Carlotta!“

 

Wahnsinn! Ja, das war es. Sie bebte vor Verlangen, aber sie konnte es nicht sagen. Niemals! Sie konnte es einfach nicht. Was sollte sie nur tun? Sie würde es ihm zeigen, zeigen, dass sie reagierte auf seine Zärtlichkeit. Aber sagen würde sie es nicht! Carlotta stöhnte auf als er sie wieder berührte, hob ihr Becken ein ganz klein wenig an - hin zu ihm.

 

Tibor hatte es registriert - sofort! Er spürte ihre Hingabe und er wusste auch, sie würde niemals sagen, dass sie ihn wollte, aber er war nicht der Mann, der ohne die Zustimmung einer Frau handelte. Er hatte sein Leben lang nur mit Frauen geschlafen, die er liebte und die er glücklich machen wollte. Auch mit Carlotta sollte es so sein. Allerdings hatte er mittlerweile schon fast ein Problem: Er war so heiß auf sie, dass er glaubte es nicht mehr lange aushalten zu können. So lange hatte er keine Frau gehabt, so lange war er nicht mehr verliebt gewesen!

 

Er legte seinen Kopf auf ihren Bauch und dann - ganz vorsichtig - seine Hand auf ihre Scham. Er hörte, wie sie nach Luft schnappte. Aber sie protestierte nicht. Im Gegenteil sie spreizte ihre Beine ein Stück weiter. Er lächelte. Langsam zog er seine Finger zusammen, massierte sie zärtlich. - Nur ganz leicht! „Hast du jemals gespürt, wie es sich anfühlt?“ fragte er leise.

 

Carlotta wusste was er meinte. „Was?“ fragte sie schüchtern. „Meine Zunge?“ - „Natürlich!“ Es klang schnippisch, obwohl sie genau wusste, dass sie keine Ahnung hatte. „Lass es mich tun! - Bitte!“ Jetzt schnappte er nach Luft. Allein der Gedanke machte ihn so geil! „Lass mich dich schmecken - dich verrückt machen - glücklich!“ Seine Finger teilten ihre Schamlippen. Tauchten ein in ihre feuchte Venus, fanden den Kitzler. Hingebungsvoll kreiste er um ihre Liebesperle. Die Wirkung würde schon eintreten - und sie nachgiebiger stimmen. Wenn sie erst so sehnsüchtig nach ihm war, wie er nach ihr - dann würde sie es zulassen können. „Es ist soo schön! So unglaublich geil! Lass es mich dir zeigen, Liebling!“

 

In Carlottas Kopf drehte sich alles. Sie musste aufhören zu denken. Sie wollte es ja! Sie wollte es so sehr! Alles in ihr sehnte sich nach ihm. Aber ihr Kopf sagte ihr, dass sie „so etwas“ niemals tun dürfe! „So etwas“ taten nur leichte Mädchen. „Ich bin doch keine ... - ... keine Hure!“ Sie weinte beinahe. Tibor nahm sie in die Arme, presste ihren Körper an sich. „Liebling, mein Liebling! Meine arme Kleine! Was hat man dir nur angetan!?“ Er küsste sie so zärtlich. „Nein, du bist eine wundervolle Frau und keine Hure! Aber ich liebe dich! Und du liebst mich! - Was soll falsch sein daran, wenn wir uns glücklich machen?“ Seine Hände streichelten sie beruhigend. „Aber du sollst nichts tun, was du nicht willst!“ Sie konnte sich gar nicht erinnern, wann sie jemals so verwirrt gewesen war, aber sie konnte sich auch nicht erinnern jemals so gierig nach einem Mann gewesen zu sein. Und er zwang sie ja nicht. Sie kämpfte mit sich selbst, nicht mit ihm!

 

Sie war so alt geworden, ohne je die wirklichen Freuden der Liebe kennengelernt zu haben. Er war der erste Mann, der ihr zeigte, dass Sex wundervoll sein konnte. Warum konnte sie ihm nicht vertrauen? Er wollte doch nur ihr Glück, ihre Lust! Sie fühlte seine Hände auf ihrem Po - zwischen ihren Backen. Sie verhinderte es nicht. Doch auch das war verboten! Man hatte es ihr so gesagt! Wer war es gewesen, der es ihr verboten hatte? Sie konnte sich nicht mehr erinnern. Es war ihr auch egal! Dieser Gedanken­sturm verhinderte, dass sie seine Liebe genießen konnte. Carlotta beschloss, zum ersten Mal in ihrem Leben, die Entscheidungen selber zu treffen. Wer würde sie verurteilen? - Wer konnte sie verurteilen? - Wer würde es wissen?

 

„Zeig es mir!“, hauchte sie. Tibor hielt den Atem an. Hatte er sich verhört? Was hatte sich geändert? Er wusste, sie war erregt. Aber trotzdem! Er ließ sich an ihrem weichen Leib hinabgleiten, küsste den ganzen zauberhaften Weg zum Himmel. „Hab keine Angst!“, flüsterte er. „Es ist einfach wundervoll!“ Vor seiner Nase hatte er ihr Schamhaar. Er keuchte. „Du bist so schön, meine Liebste! Langsam schob er ihre Beine weiter auseinander, beugte sich über sie und legte seinen Kopf auf ihren Schamhügel. Sachte drückte er sein Gesicht hinunter, ließ seine Zunge behutsam über ihre prallen Lippen gleiten.

 

Carlotta hatte aufgehört zu atmen. Sie war völlig steif vor Angst und doch, es fühlte sich gut an - zärtlich! Nur seine Zungenspitze tauchte ein, kreiste um ihren Kitzler. Nichts anderes passierte. Sie gewöhnte sich an das Gefühl ihn „da unten“ zu spüren. Und was sie spürte! Ein Fluss von Gefühl überströmte sie. Seine Liebkosungen schickten Lustschauer in ihren gesamten Unterleib. Die Erstarrung löste sich. Wie von selbst, begann sie sich unter ihm zu bewegen. Sie kam ihm entgegen. „Jaa, Liebling, jaah!“, hörte sie ihn stöhnen. „Du bist so wundervoll, so unglaublich heiß. Ich platze vor Gier ihn dir hineinzuschieben!“ Sein Finger ersetzte seine Zunge. Die Lustgefühle wurden nur noch umso intensiver. „Jaah, oh Tibor, jaahh! - Tu es!“

 

Er drückte sie zur Seite und schmiegte sich an ihren Rücken. Sein harter Penis drückte an ihren Po. Sie stellte ihr Bein auf, machte ihm so Platz, schob ihm ihre glühende Muschel entgegen. Sie wollte ihn spüren. Langsam drang er vor, spürte wie sich seine Eichel zwischen ihre Backen schob, an ihren feuchten Eingang stieß. Sie stöhnte, drückte sich noch fester an ihn. Tibor kam über sie, zwischen ihre Beine. Sie spreizte sie weit. Sein harter Schwanz drang ein.

 

„Jah!“, keuchte sie. Sie schob sich über ihn, bis er ganz tief in ihr steckte. Seine Hand umfasste sie, zog ihre Schamlippen auf und massierte die Klitoris. Sie konnte kaum mehr an sich halten nicht laut aufzuschreien vor Geilheit. Solche Gefühle kannte sie nicht. Sie würde alles tun für ihn - dafür! Er sollte sie lecken, seine Zunge zwischen ihre Schamlippen drücken, ihren Kitzler massieren, sollte ihre geile Scheide sehen, sie küssen, lecken, ... !  Sie wollte ihn haben! Er sollte hineinstoßen in diese heiße Muschi, sie lieben bis sie kam in seinen Armen. Oh Gott, was waren das für Gefühle! Sie war so unendlich geil! Jetzt wusste sie was dieses Wort bedeutete. Sie hatte gedacht es sei grauenvoll. - Es war wundervoll!

 

Aber auch Tibor war an der Grenze angelangt. Seine Stöße wurden schneller, härter. Er spürte ihre Lust, ihre Gier. Damit hatte er nicht gerechnet. Sie machte ihn so wild wie er vielleicht mit 20 gewesen war. Seine Carlotta war so süß, so entzückend, so - scharf! Und sie verdankte es ihm. „Jahh!“, keuchte  er. „Oh jaah!“ Und als er fühlte, dass sie sich aufbäumte, stieß er einen Schrei aus und erlaubte sich seinen eigenen Orgasmus. Er spürte seine Explosion tief in ihrem Leib, wundervoll erlösend, ein Höhepunkt, der ihn belohnte für seine Liebe, seine Zurückhaltung.

 

Carlotta lag keuchend unter seinem zuckenden Leib. Er machte ihr Platz, drehte sie zu sich, umschlang sie. Sie weinte. „Was hast du, mein Liebling?“ Angst schwang in seiner Stimme. Hatte er ihr wehgetan? Hatte er sie verletzt? Sie schüttelte den Kopf und küsste sein Gesicht. „Nein Tibor, du hast keine Schuld! Die anderen haben Schuld! Ich habe Schuld! Ich hätte selber entscheiden müssen  - für mich - für mein Leben! Jetzt bin ich so alt und liebe zum ersten Mal in meinem Leben! - Ich liebe Dich, Tibor!“

 

Er hielt sie fest. Erschüttert fühlte er ihren Schmerz. Es war wirklich unglaublich, was Eltern ihren Kindern antaten, Männer ihren Frauen. Sie hatten sie geknebelt und erst jetzt fand sie die Kraft sich zu befreien - mit seiner Hilfe! Dabei war er sicher, sowohl ihr Vater, als auch ihr Ehemann, hatten diese Spiele genossen - nur nicht mit der eigenen Ehefrau! Was waren diese Männer doch Heuchler! Aber er würde sie nicht zwingen, nicht bedrängen! Er würde sie glücklich machen und befreien aus ihrem Gefängnis der Schuld! Denn er, Tibor Epp, hatte die letzte Liebe seines Lebens gefunden!

 

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?

 




Carlotta 3