Busch – oder nicht Busch?



© Claire



 

„Ich glaube, du magst es gerne ganz besonders buschig?"

 

So höre ich. Upps! Bin ich ertappt? Ich muss darüber nachdenken!

Gut, es ist derzeit sehr modern, die Muschi vollkommen nackt zu rasieren oder die Schamhaare wenigstens so weit zu stutzen, dass daraus eine hübsche Frisur entsteht.

Aber was eigentlich mag ICH denn als Mann ganz persönlich?

 

Antworte ich auf die Frage, natur? mit „Ja“ oder mit „Nein“?

 

Ich entscheide mich für „JA!“, komme ins Träumen.

Welch‘ wundervolle Dreiecke habe ich nicht schon gestreichelt?!

Volles, dichtes Haar, das sich vom Rosettchen her kommend über die Schamlippen, die Leisten über den Venusberg bis fast zum Bauchnabel erstreckte. Dicht, keinen Blick auf die darunter versteckte Sehnsucht meines Speers zulassend. Weiche, kuschelweiche, nur wenig gekräuselte, duftende, lange Haare. Auch dies Beweis für Weiblichkeit. Reife, selbstbewusste Weiblichkeit. Das Dreieck, wie ein Ausrufezeichen, ein Pfeil wie ein Einbahnstraßenschild: „Hier geht es zum Zentrum der Glückseligkeit!“

 

Ein Pelz, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Meistens dunkel, manchmal fast schwarz.

 

Spielwiese. Kuschelplätzchen, um dort die Welt zu vergessen.  Manchmal mikroskopische Perlchen vom frischen Schweiß. Parfüm vom besten. Doch, ich mag dieses „natur“!

 

Und doch:

Eine völlig nackte Muschi, die mich ohne das winzigste Härchen anlacht: Was sie mir alles zeigt! Den süßen Übergang vom Bäuchlein auf den Venusberg – welch zärtliche Schwingung! Und erst der Venushügel selbst! Welch ein formvollendetes Wunderwerk. Manch eines dieser Hügelchen zeigt schon vorwitzig, was andere verstecken: Das Schlitzchen meiner Sehnsucht, das sich weit hervor wagt und bei dem ich schon mehr als eine Ahnung davon bekomme, wo das Perlchen der Lust seinen Platz hat. Seine Kapuze reckt sich mir entgegen, bittet darum, betrachtet zu werden, erwartet ein zärtliches Streicheln – Küssen gar.

 

Andere Venushügel verbergen ihre Kostbarkeiten so lange, bis sich die Schenkel leicht öffnen und deuten nicht einmal die süße Spalte an.

 

Und dann: Die nackten Muschis zeigen mir ihre Schamlippen so deutlich und voller Verlangen. Es gibt welche mit dicken, fleischigen äußeren Liebeslippen, andere sind eher flach. Aber was ich am schönsten finde, das ist ihr Farbspiel: Manche sind hellrosa, manche reichen bis zu einem Braun hin, das sich deutlich zu der umgebenden Haut absetzt. Und natürlich sind die wenigsten einfach nur glatt, sondern zeigen Fältchen, die verschwinden, je erregter ihre Eigentümerin wird – und dann ändert sich die Farbe, die Lippen werden dunkler, wulstiger, spreizen sich... Ich würde so gerne nur schauen, wenn mir nicht noch andere Dinge auffielen, die Lust machen:

 

Manche zeigen lange innere Liebeslippen, die wollüstig-neugierig zwischen den äußeren hervorschauen:

 

„Aber die sind doch gar nicht schön!“, sagte mir einmal eine Eigentümerin solcher Wunder. Oh, wie wenig Ahnung sie doch hatte! Kann man nicht diese Lippen küssen, in den Mund nehmen, an ihnen saugen, spüren, wie sie dabei voller werden, glitschiger, praller, sich hervor drängen und als Wächter beiseite treten, um das Wunderschloss zu öffnen?!

 

Nein – ich kann mich nicht entscheiden, ob ich eine Muschi in ihrem stolzen Schmuck schöner finde oder eine, die nur ihre glatte, sorgfältig gepflegte Haut zeigt.

Aber muss ich das denn entscheiden? Bestimmt nicht, denn eines weiß ich gewiss: Alle sind im wahrsten Sinne des Wortes „liebenswert“.

 

 

© Carlito




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